1988 ent­wi­ckel­ten Peter Ren­kel und John-Erik Eriks­son das ers­te Kon­fe­renz­te­le­fon. Seit­her wur­de die Audio­qua­li­tät der Gerä­te ste­tig ver­bes­sert und das Design futu­ris­ti­scher.


Anfang der 1990er-Jahre: das mobile Konferenztelefon DCT200 von Konftel. Foto: Konftel

Anfang der 1990er-Jah­re: das mobi­le Kon­fe­renz­te­le­fon DCT200 von Kon­f­tel. Foto: Kon­f­tel

1993: Das Konftel 100 war das erste Konferenztelefon von Konftel im kompakten Design. Foto: Konftel

1993: Das Kon­f­tel 100 war das ers­te Kon­fe­renz­te­le­fon von Kon­f­tel im kom­pak­ten Design. Foto: Kon­f­tel

Konftel brachte 2013 mit dem Konftel 55 das erste Konferenztelefon mit farbigem Touchscreen und UC-Integration auf den Markt. Foto: Konftel

Kon­f­tel brach­te 2013 mit dem Kon­f­tel 55 das ers­te Kon­fe­renz­te­le­fon mit far­bi­gem Touch­screen und UC-Inte­gra­ti­on auf den Markt. Foto: Kon­f­tel

Die SoundStation war 1992 das erste Konferenztelefon von Polycom. Foto: Polycom

Die Sound­Sta­ti­on war 1992 das ers­te Kon­fe­renz­te­le­fon von Poly­com. Foto: Poly­com

Das ers­te Kon­fe­renz­ge­spräch der Welt fand nach Anga­ben des Köl­ner Hei­mat­for­schers Sascha Wit­tig („Fel­ten & Guil­leau­me Carls­werk“, Suton 2011) jedoch schon bedeu­tend frü­her statt, am 4. Dezem­ber 1928 in Köln: „Die drei Stel­len wur­den durch Fern­ka­bel­lei­tun­gen ver­bun­den und ent­hiel­ten Mikro­fo­ne und Laut­spre­cher in der erfor­der­li­chen Zahl. Was an einem Orte gespro­chen wur­de, kam an den bei­den ande­ren Orten durch den Laut­spre­cher zu Gehör. Wer spre­chen woll­te, mel­de­te sich mit Namen.“ Die tech­ni­schen Her­aus­for­de­run­gen für die Her­stel­lung einer Kon­fe­renz­schal­tung waren im Lau­fe des 20. Jahr­hun­derts bekannt – Gerä­te für die Über­tra­gung jedoch konn­ten qua­li­ta­tiv noch kei­ne zufrie­den­stel­len­den Ergeb­nis­se bie­ten.

Es begann in Nordschweden

Die­sel­be Erfah­rung mach­te 1987 ein Bank­ma­na­ger in Umeå in Nord­schwe­den: Er woll­te zusam­men mit sei­nen Mit­ar­bei­tern und Kun­den wich­ti­ge The­men in grö­ße­ren Tele­fon­run­den bespre­chen, doch die Akus­tik der ver­füg­ba­ren tech­ni­schen Lösun­gen war man­gel­haft. Die Klang­qua­li­tät setz­te den Tele­fon­kon­fe­ren­zen kla­re Gren­zen. Hin und wie­der waren län­ge­re Gesprächspas­sa­gen unver­ständ­lich, die Teil­neh­mer muss­ten immer wie­der gan­ze Sät­ze im Wal­kie-Tal­kie-Stil wie­der­ho­len, da das gleich­zei­ti­ge Spre­chen meh­re­rer Per­so­nen Stö­run­gen ver­ur­sach­te. Alle Betei­lig­ten muss­ten sich oft auf die Akus­tik kon­zen­trie­ren anstatt auf den Inhalt des Gesprächs – Tele­fon­kon­fe­ren­zen waren frus­trie­ren­de Erleb­nis­se.

Vom Hobby zum Beruf

Der Bank­ma­na­ger tes­te­te meh­re­re Mikro­fon- und Laut­spre­cher­pro­duk­te, die sei­ner­zeit auf dem Markt waren – doch er blieb unzu­frie­den. Vor dem Umzug sei­ner Bank in neue Räu­me frag­te er den Inge­nieur Peter Ren­kel, der das Tele­fon­sys­tem des Gebäu­des zu pla­nen hat­te, nach einer Lösung. Ren­kel recher­chier­te und stell­te eben­falls schnell fest, dass es kei­ne zufrie­den­stel­len­de Lösung gab. Zusam­men mit sei­nem Freund John-Erik Eriks­son, der viel von Akus­tik ver­stand, beschloss er, selbst eine Lösung zu ent­wi­ckeln. Sie grün­de­ten 1988 zunächst als Hob­by eine klei­ne Fir­ma, in der sie die ers­ten Kon­fe­renz­te­le­fon­sys­te­me ent­wi­ckel­ten und bau­ten. Aus dem Hob­by-Pro­jekt ent­stand schließ­lich das Unter­neh­men Kon­f­tel.

Das erste mobile Konferenztelefon

In nur 25 Jah­ren ent­wi­ckel­te sich die Kon­fe­renz­tech­no­lo­gie rasch wei­ter. Anfang der 1990er-Jah­re brach­te Kon­f­tel das ers­te mobi­le Kon­fe­renz­te­le­fon DCT200 auf den Markt und 1993 mit dem Kon­f­tel 100 das ers­te Kon­fe­renz­te­le­fon im kom­pak­ten Design. Ein Jahr zuvor, 1992, stell­te Poly­com sei­ne ers­te Sound­Sta­ti­on vor. Eine neue Gerä­te­ge­ne­ra­ti­on war geschaf­fen. Im Lau­fe der Jah­re wur­den die Sound­qua­li­tät der Gerä­te ste­tig ver­bes­sert, neue Fea­tures hin­zu­ge­fügt und das Design wei­ter­ent­wi­ckelt.