Den gan­zen Tag nur geses­sen, gefut­tert, gestresst? Las­sen Sie es nicht so weit kom­men. Mit die­sen Tipps tun Office-Worker nicht nur etwas für Ihre Gesund­heit, son­dern auch für Ihr Wohl­be­fin­den und Ihre Pro­duk­ti­vi­tät.

Guter Büro­stuhl, Sitz-Steh-Tisch, pas­sen­de Beleuch­tung und Ent­span­nungs­übun­gen – Ele­men­te einer gesun­den Büro­ar­beit. Foto: AGR e. V.

  1. Bewegt sit­zen: Immer schön auf­recht? Weit gefehlt. Sie soll­ten sich im Sit­zen viel bewe­gen, also häu­fig zwi­schen auf­rech­ter, vor­ge­beug­ter und zurück­ge­lehn­ter Sitz­hal­tung wech­seln. So wer­den unter ande­rem Zwangs­hal­tun­gen ver­mie­den, die Mus­kel­er­mü­dung ver­rin­gert, die Band­schei­ben bes­ser ver­sorgt und der Kreis­lauf sti­mu­liert. Die bes­te Sitz­hal­tung ist immer die nächs­te. Nut­zen Sie die gesam­te Sitz­flä­che.
  2. Öfter ste­hen: Ver­mei­den Sie lan­ge Pha­sen unun­ter­bro­che­nen Sit­zens und ste­hen Sie immer wie­der ein­mal auf, etwa beim Tele­fo­nie­ren. Bespre­chun­gen kön­nen auch im Ste­hen abge­hal­ten wer­den. Und mit einem Sitz-Steh-Tisch lässt sich sogar Schreib­tisch­ar­beit bequem ste­hend erle­di­gen. Ins­ge­samt soll­ten Sie zwei Arbeits­stun­den pro Tag im Ste­hen ver­brin­gen.
  3. Mehr bewe­gen: Wenn es mög­lich ist: Fah­ren Sie mit dem Rad ins Büro, neh­men Sie die Trep­pe statt den Auf­zug, machen Sie in der Mit­tags­pau­se einen Spa­zier­gang, lau­fen Sie zum ent­fernt auf­ge­stell­ten Dru­cker und zum Büro des Kol­le­gen. Dehn- und Ent­span­nungs­übun­gen sor­gen am Arbeits­platz zusätz­lich für Schwung. In der Frei­zeit soll­ten Sie ohne­hin regel­mä­ßig kör­per­lich aktiv sein.
  4. Bes­ser sehen: An Bild­schirm­ar­beits­plät­zen muss eine Beleuch­tungs­stär­ke von min­des­tens 500 Lux erreicht wer­den, bes­ser sind 750 bis 1.000 Lux. Emp­feh­lens­wert sind eine Mischung aus Direkt- und Indi­rekt­be­leuch­tung, die auch die Decke auf­hellt, sowie bio­lo­gisch wirk­sa­mes Licht, das den natür­li­chen Tages­licht­ver­lauf simu­liert. Um die Augen zu ent­span­nen, soll­ten Sie immer wie­der den Blick in die Fer­ne schwei­fen las­sen.
  5. Blend­frei auf­stel­len: Der Seh­ab­stand zu Ihrem – natür­lich ent­spie­gel­ten – Dis­play soll­te 50–80 cm betra­gen, Ihr Blick auf die­ses leicht nach unten geneigt sein. Um Blen­dun­gen und Refle­xio­nen zu ver­mei­den, die die Augen unnö­tig anstren­gen, soll­te der Schreib­tisch samt Moni­tor idea­ler­wei­se im 90-Grad-Win­kel zu Fens­tern ste­hen.
  6. Lei­se arbei­ten: Lärm und vor allem Gesprä­che der Kol­le­gen len­ken ab. In Büros soll­te es nicht lau­ter sein als 55 dB (A), wenn hohe Kon­zen­tra­ti­on nötig ist, sogar nicht lau­ter als 35 bis 45 dB (A). Ent­spre­chend wich­tig sind schall­ab­sor­bie­ren­de Decken, Böden, Wän­de und Trenn­ele­men­te sowie rück­sichts­vol­le Kol­le­gen.
  7. Ergo­no­misch tip­pen: Um Seh­nen­schei­den­ent­zün­dun­gen und Nacken­ver­span­nun­gen zu ver­mei­den, soll­ten Sie dar­auf ach­ten, dass Tas­ta­tur und Maus ergo­no­misch geformt sind. Hilf­reich sind zudem: Hand­bal­len­auf­la­ge, Lap­top-Docking­sta­ti­on und Bild­schirm­trag­arm.
  8. Rich­tig rei­ni­gen: Auf Tas­ta­tu­ren, Com­pu­ter­mäu­sen und Tele­fo­nen tum­meln sich oft mehr Krank­heits­er­re­ger als auf Toi­let­ten­sit­zen. Daher regel­mä­ßig rei­ni­gen und des­in­fi­zie­ren!
  9. Gesund ernäh­ren: Wäh­len Sie beim Mit­tag­essen lie­ber Pell­kar­tof­feln, Reis oder Nudeln statt Kro­ket­ten oder Pom­mes und als Nach­tisch bes­ser Joghurt statt Sah­ne­pud­ding oder Kuchen. Für den klei­nen Hun­ger zwi­schen­durch: Obst, Gemü­se, Nüs­se statt Süßig­kei­ten. Und trin­ken nicht ver­ges­sen! Täg­lich soll­ten es min­des­tens 1,5 Liter sein.
  10. Aus­rei­chend erho­len: Statt einer lan­gen sind meh­re­re kur­ze Pau­sen bes­ser – etwa bei einem Plausch mit Kol­le­gen oder einem Gang zur Kaf­fee­ma­schi­ne. Die Mit­tags­pau­se soll­te den­noch min­des­tens 30 Minu­ten lang sein.