Die Erhal­tung des ganz­heit­li­chen Wohl­be­fin­dens soll­te für Arbeit­neh­mer obers­te Prio­ri­tät haben. War­um das auch aus Unter­neh­mer­sicht sinn­voll ist und wie Resi­li­enz die Per­for­mance beein­flus­sen kann, erklärt Ste­fa­nie Schä­fer, Coach und Vor­stands­mit­glied im Deut­schen Coa­ching Ver­band e. V. (DCV).

Die Stärkung von Einzelnen macht Teams widerstandsfähiger. Abbildung: Pexels

Die Stär­kung von Ein­zel­nen macht Teams wider­stands­fä­hi­ger. Abbil­dung: Pexels

Vie­le Arbeit­ge­ber haben die Rele­vanz des Wohl­be­fin­dens ihrer Mit­ar­bei­ter erkannt. Mitt­ler­wei­le bie­ten etli­che Unter­neh­men bei­spiels­wei­se Sport­pro­gram­me an. Das Pro­blem dabei: Die gut­ge­mein­ten Ange­bo­te bezie­hen sich haupt­säch­lich auf die kör­per­li­che Fit­ness. Die­se bringt aber kaum einen posi­ti­ven Effekt, wenn tie­fer­ge­hen­de Pro­zes­se wie Zusam­men­ar­beit, Team­kul­tur etc. nicht stim­men. Was also fehlt, damit sich ganz­heit­li­ches Wohl­be­fin­den ein­stel­len kann, ist der Fokus auf die men­ta­le Fit­ness sowie auf eine posi­ti­ve Unter­neh­mens­kul­tur.

Ganzheitliches Wohlbefinden als Zielstellung

Wenn im Unter­neh­men Kon­flik­te auf­tre­ten, ist meist der Zeit­punkt erreicht, an dem Hil­fe von außen geholt wird: ein Coach. Die­ser ver­hilft zu Lösungs­an­sät­zen, zum Bei­spiel mit­hil­fe von Team­coa­chings. Zusam­men mit allen betei­lig­ten Kol­le­gen erstellt der Coach eine Ist-Ana­ly­se. Zudem unter­stützt er mit unter­schied­li­chen Metho­den (unter ande­rem mit­tels eines Per­spek­ti­ven­wech­sels) dabei, die bestehen­de Situa­ti­on ein­mal ganz anders und hin­ter­fra­gend zu betrach­ten, rele­van­te The­men zu iden­ti­fi­zie­ren und neue Erkennt­nis­se zu gewin­nen. Basie­rend auf den Ana­ly­se­re­sul­ta­ten inter­ve­niert der Coach und erar­bei­tet gemein­sam mit dem Team Stra­te­gien zur Ziel­ge­win­nung.

Auch wenn der pri­mä­re Auf­trag lau­te­te, einen aku­ten Kon­flikt zu lösen, ist das Ergeb­nis doch die Stei­ge­rung der Selbst­wirk­sam­keit ein­zel­ner Per­so­nen und eine Stär­kung des Teams. Ein guter Coach ver­hilft der Arbeits­grup­pe dazu, dass sie zukünf­tig eigen­ver­ant­wort­lich mit Kri­sen umge­hen kann. Er sorgt für eine gestei­ger­te Resi­li­enz des Teams und trägt so zum Wohl­be­fin­den aller bei.

Dauerhaft resilient werden mit Synergieeffekt

Resi­li­enz sagt etwas dar­über aus, wie gut ein Unter­neh­men bzw. die Mit­ar­bei­ter mit Wid­rig­kei­ten umge­hen kön­nen. Aller­dings gibt es nicht den einen resi­li­en­ten Zustand. Viel­mehr ist Resi­li­enz ein dyna­mi­scher Pro­zess, der umge­bungs­ab­hän­gig ver­läuft und immer wie­der neu erar­bei­tet wer­den muss. Es kön­nen sich stän­dig Situa­tio­nen erge­ben, die eine Anpas­sung erfor­der­lich machen. Es ist daher uner­läss­lich, ohne Ver­zö­ge­run­gen auf ein (Team-)Coaching zurück­zu­grei­fen. Schö­ner Neben­ef­fekt: Durch den Fokus auf eine ganz­heit­li­che För­de­rung des Wohl­be­fin­dens ent­ste­hen Syn­er­gie­ef­fek­te. Denn Kör­per und Psy­che beein­flus­sen sich bekannt­lich gegen­sei­tig.

Coaching wirkt sich positiv auf die Karriere aus

Coa­ching kann ein­zel­nen Arbeit­neh­mern oder Teams dabei hel­fen, ihre Wider­stands­kraft zu stei­gern. Wie das gelingt? Der Coach betrach­tet gemein­sam mit den Kli­en­ten die Situa­ti­on aus unter­schied­li­chen Blick­win­keln. Er ermög­licht so den Zugang zu bis dahin nicht aus­ge­schöpf­ten Res­sour­cen. Dies ist eben­so der eige­nen Kar­rie­re dien­lich. Die ver­bes­ser­te Kennt­nis und Aus­schöp­fung der eige­nen Res­sour­cen erhöht die Leis­tungs­fä­hig­keit. Dies wirkt sich letzt­end­lich auf die Per­for­mance aus – ein Haupt­kri­te­ri­um für eine erfolg­rei­che beruf­li­che Lauf­bahn.

Ste­fa­nie Schä­fer,

Coach, Vor­stands­mit­glied,

Deut­scher Coa­ching Ver­band e. V.

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