Sam­sung hat einen neu­en Cur­ved-Moni­tor für den Busi­ness-Bereich vor­ge­stellt. Phil­ipp Lie­nert hat ihn und sein unge­krümm­tes Schwes­ter­mo­dell einem Test unter­zo­gen.

Das Curved-Modell ist für 302 Euro (UVP) erhältlich, das gerade für 379 Euro (UVP).

Das Cur­ved-Modell ist für 302 Euro (UVP) erhält­lich, das gera­de Dis­play für 379 Euro (UVP).

Bei einer direkten Gegenüberstellung wird die Krümmung deutlich erkennbar.

Bei einer direk­ten Gegen­über­stel­lung wird die Krüm­mung deut­lich erkenn­bar.

Die beiden Monitore S27E650C Curved (links) und S27E650X (rechts) von Samsung im Redaktionstest.

Die bei­den Moni­to­re S27E650C Cur­ved (links) und S27E650X (rechts) von Sam­sung im Redak­ti­ons­test.

Neben hoch­auf­lö­sen­den Dis­plays (Stich­wort Ultra-HD) sind nach innen gewölb­te Bild­schir­me aktu­ell der zwei­te gro­ße Trend im Moni­tor­be­reich. Im Lang­zeit­test des neu­en Cur­ved Busi­ness Moni­tors S27E650C und des S27E650X ohne Wöl­bung ließ sich neben ihrer all­ge­mei­nen Office-Taug­lich­keit auch der Effekt der Cur­ved-Tech­nik gut über­prü­fen.

Ausstattung der Monitore

Die Daten bei­der Model­le sind in vie­len Punk­ten iden­tisch: Sie besit­zen ein fla­ches LED-Dis­play mit Full-HD-Auf­lö­sung und eine gro­ße Bild­dia­go­na­le von 27 Zoll. Zudem bie­ten sie einen Hel­lig­keits­wert von 300 cd/m2, ver­hin­dern durch eine Reak­ti­ons­zeit von 4 ms die Schlie­ren­bil­dung und war­ten mit ver­schie­de­nen Ener­gie­spar­op­tio­nen auf.

Unter­schie­de gibt es bei den Details: Der Cur­ved besitzt einen nütz­li­chen USB-3.0-Hub, aber nur Anschlüs­se für HDMI, DVI und Dis­play Port, wes­halb für die Nut­zung mit älte­ren Rech­nern ein Adap­ter benö­tigt wird. Hier punk­tet die unge­krümm­te Schwes­ter durch ihren zusätz­li­chen D-Sub-Anschluss. Ein wei­te­rer Unter­schied besteht bei der Panel-Tech­nik: Das Cur­ved-Modell setzt auf VA, der gera­de Moni­tor auf PLS. In der Pra­xis bedeu­tet dies höhe­re Kon­trast­wer­te für den Cur­ved, aller­dings bie­tet das PLS-Panel die bes­se­re Farb­treue.

Anpassungsfähigkeit und Ergonomie

Durch die gute Anpas­sungs­fä­hig­keit von Höhe, Win­kel und Nei­gung las­sen sich bei­de Moni­to­re opti­mal auf die eige­ne Sitz­po­si­ti­on aus­rich­ten. Zudem kön­nen sie um 45 Grad geschwenkt und durch Pivot hoch­kant ver­wen­det wer­den. Aller­dings stößt der Bild­schirm bei­der Model­le beim Dre­hen an den Stand­fuß, was sich aber durch vor­sorg­li­ches Kip­pen ver­mei­den lässt. Als sehr ange­nehm für lan­ge Office-Sit­zun­gen haben sich das redu­zier­te Bild­schirm­flim­mern und der Eye-Saver-Modus her­aus­ge­stellt. Letz­te­rer ver­rin­gert auf Knopf­druck die blaue Licht­emis­si­on, wel­che als netz­haut­schä­di­gend gilt und den Schlaf-Wach-Rhyth­mus stört.

Curved oder nicht Curved

Der span­nends­te Aspekt im Test war natür­lich die Cur­ved-Tech­nik. Durch die Krüm­mung wird der Abstand vom Auge zu den Rän­dern des Bild­schirms ver­rin­gert, wodurch das Blick­feld erwei­tert wer­den und ein räum­li­cher Ein­druck ent­ste­hen soll. Als zu stark stell­ten sich die­se Effek­te nicht her­aus: Sie wur­den schnell von den Augen adap­tiert und führ­ten sub­til zu einem augen­freund­li­che­ren Arbei­ten, was vor allem bei der Rück­kehr zum her­kömm­li­chen Modell auf­fiel.

Ob die Cur­ved-Tech­nik einen Auf­preis von knapp 80 Euro wert ist, soll­te jeder selbst nach einer kur­zen Pro­be ent­schei­den, da ihre Wir­kung indi­vi­du­ell unter­schied­lich stark emp­fun­den wur­de. Bei­den Moni­to­ren spre­chen wir auf­grund guter Ver­ar­bei­tung und Jus­tier­bar­keit, gro­ßer, hel­ler Dis­plays und sinn­vol­ler Fea­tures wie Eye-Saver-Modus eine kla­re Emp­feh­lung aus.

Samsung Curved-Monitor S27E650C

Begrün­dung der Redak­ti­on:

Der Cur­ved-Moni­tor S27E650C von Sam­sung rockt defi­ni­tiv: Hohe Dar­stel­lungs­qua­li­tät und Jus­tier­bar­keit über­zeu­gen, die Kom­fort­funk­tio­nen Eye-Saver, Flim­mer­frei- und Cur­ved-Tech­nik ermög­li­chen ein gesün­de­res, ermü­dungs­frei­es Arbei­ten.