Eine hohe Bild­schirm­auf­lö­sung ist für vie­le Arbei­ten im Büro von Vor­teil. Da Ultra-HD-Moni­to­re mitt­ler­wei­le erschwing­lich sind und sich zum Stan­dard mau­sern, ist es Zeit für eine Markt­über­sicht. Von Phil­ipp Lie­nert.

10 Ultra-HD-Moni­to­re wer­den in der Markt­über­sicht dar­ge­stellt.

Der B286HK von Acer.

Der U3277PQU von AOC

Der PB287Q von Asus ist in der Über­sicht das güns­tigs­te Modell mit Ultra-HD-Auf­lö­sung. Preis laut Her­stel­ler: 459 Euro.

Der BL2711U von BenQ.

Der Flex­Scan EV3237 von EIZO.

Der Dis­play P27T-7 UHD von Fuji­tsu.

Der X4071UHSU-B1 von iiya­ma bie­tet mit einem Meter Bild­schirm­dia­go­na­le viel Platz und gehört mit 629 € trotz­dem zu den güns­ti­ge­ren Model­len.

Der 241P6VPJKEB von Phil­ips.

Der U28E850R von Sam­sung.

Der VG2860mhl-4K von View­So­nic.

Am wei­tes­ten ver­brei­tet ist der­zeit noch die HD-Auf­lö­sung von 1.920 x 1.080 Pixeln. Ultra-HD-Moni­to­re (UHD) besit­zen mit 3.840 x 2.160 Pixeln eine vier­mal so hohe Auf­lö­sung. Als Stan­dard beim Sei­ten­län­gen­ver­hält­nis hat sich ein For­mat von 16:9 durch­ge­setzt, das auch allen Moni­to­ren der Markt­über­sicht gemein ist. Unter­schie­de gibt es bei den Dis­play­grö­ßen: Das kom­pak­tes­te Modell ist mit 24-Zoll-Bild­dia­go­na­le (60,5 cm) von Phil­ips, das größ­te mit 40 Zoll (1 m) von iiya­ma. Für man­che Schreib­ti­sche zu aus­la­dend, erge­ben solch gro­ße Dis­plays bei bestimm­ten Anfor­de­run­gen durch­aus Sinn, etwa wenn mit gro­ßen Tabel­len oder Gra­fi­ken gear­bei­tet wird. Für die all­täg­li­che Büro­ar­beit ist eine Dia­go­na­le von 28 Zoll emp­feh­lens­wert: Hier fin­den zwei Doku­ment­sei­ten in Ori­gi­nal­grö­ße bequem neben­ein­an­der Platz.

Vor­tei­le von UHD

Anders als bei TV-Gerä­ten, deren Sen­der noch nicht ein­mal ein Full-HD-Voll­pro­gramm anbie­ten, stellt UHD am PC einen ech­ten Mehr­wert dar, denn mehr Auf­lö­sung bedeu­tet auch mehr Details im Bild. Um die Detail­fül­le zu erken­nen, muss ein gerin­ge­rer Abstand zum Moni­tor vor­han­den sein, was aber bei der Büro­ar­beit ohne­hin der Fall ist. Durch die grö­ßer wer­den­den Moni­to­re fal­len gerin­ge Auf­lö­sun­gen noch deut­li­cher auf, vor allem bei der Office-Arbeit mit Text- und Bild­be­ar­bei­tungs­pro­gram­men lernt man jeden Bild­punkt zu schät­zen. Die bes­se­re Bild­qua­li­tät for­dert natür­lich auch ein Plus an Leis­tung. Im Office-Bereich haben aller­dings halb­wegs aktu­el­le Rech­ner kei­ner­lei Pro­ble­me mit der Dar­stel­lung, erst bei gra­fisch anspruchs­vol­len 3-D-Anwen­dun­gen könn­te ein Hard­ware-Upgrade nötig wer­den.

Unter­schie­de

Die vor­ge­stell­ten Model­le unter­schei­den sich in vie­len Kate­go­ri­en wie Höhen­ver­stell­bar­keit oder Hel­lig­keit nur mar­gi­nal, in eini­gen wie Ent­spie­ge­lung und Pivot-Funk­ti­on gar nicht. Eine Aus­nah­me bil­det hier das 40-Zoll-Modell von iiya­ma, des­sen Grö­ße vor allem mit dem Ver­zicht auf ergo­no­mi­sche Ein­stel­lun­gen wie der Höhen­ver­stell­bar­keit oder der Pivot-Funk­ti­on Rech­nung getra­gen wird. Ent­schei­den muss man sich beim Panel­typ: TN ist die güns­ti­ge­re Vari­an­te, besitzt aber Ein­schrän­kun­gen beim Blick­win­kel und einen redu­zier­ten Farb­raum. IPS ist teu­rer und hat höhe­re Reak­ti­ons­zei­ten, ermög­licht dafür aber eine beson­ders rea­li­täts­na­he Farb­dar­stel­lung und gute Blick­win­kel­sta­bi­li­tät, was vor allem für Bild- und Gra­fik­be­ar­bei­tung wich­tig ist. Das MVA-Panel von iiya­ma besitzt eine etwas gerin­ge­re Farb­treue als IPS, weist dafür aber bes­se­re Kon­trast­wer­te auf.

Beson­der­hei­ten

Phil­ips inte­griert eine Web­cam, iiya­ma bie­tet eine Fern­be­die­nung, und Eizo ver­gibt fünf Jah­re Garan­tie. Die meis­ten Moni­to­re besit­zen einen USB-Hub, des­sen zusätz­li­che Anschlüs­se im Büro äußerst nütz­lich sind, eini­ge einen Laut­spre­cher, wodurch der Kauf von Boxen zumin­dest für den Büro­ge­brauch ent­fällt. Beson­ders augen­freund­li­ches Arbei­ten ermög­li­chen Dis­plays mit Flim­mer­frei-Tech­nik und redu­zier­tem Blau­licht­spek­trum, etwa die von Asus oder BenQ. Neue­re Anschlüs­se wie HDMI, Dis­play-Port und USB 3.0 wer­den von allen bereit­ge­stellt, ist man mit einem älte­ren Rech­ner noch auf DVI oder gar VGA ange­wie­sen, bie­ten sich die Model­le von Phil­ips, iiya­ma oder AOC an.