Büro­ar­beit ist Bild­schirm­ar­beit. Damit sie nicht zur Qual für die Augen wird, soll­te der Büro­mo­ni­tor ein gesto­chen schar­fes Bild bie­ten und ergo­no­misch anpass­bar sein. Wir zei­gen neun geeig­ne­te 27-Zöl­ler und erklä­ren, was es mit IPS, Flim­mer­frei­heit und Dai­sy Chain auf sich hat. Von Dr. Sebas­ti­an Klöß.

Auch von der Seite klare Sicht – IPS-Panel sei Dank.

Auch von der Sei­te kla­re Sicht – IPS-Panel sei Dank.

Der Trend geht zu schmalen Rahmen – gut für die Arbeit mit mehreren Bildschirmen nebeneinander. Hier das Modell von Acer.

Der Trend geht zu schma­len Rah­men – gut für die Arbeit mit meh­re­ren Bild­schir­men neben­ein­an­der. Hier das Modell von Acer.

Aktuelle Monitore (hier von Fujitsu) bringen eine Vielzahl an Anschlüssen mit.

Aktu­el­le Moni­to­re (hier von Fuji­tsu) brin­gen eine Viel­zahl an Anschlüs­sen mit.

Marktübersicht 2017: 9 aktuelle 27-Zoll-Monitore

Markt­über­sicht 2017: 9 aktu­el­le 27-Zoll-Moni­to­re

Bei der Bil­d­er­zeu­gung set­zen alle gezeig­ten Moni­to­re auf die­sel­be Tech­nik: IPS. Das steht für In-Pla­ne Swit­ching, ein Ver­fah­ren, bei dem die Elek­tro­den sich im Panel neben­ein­an­der in einer Ebe­ne par­al­lel zur Dis­play­ober­flä­che befin­den (In-Pla­ne). Bei ange­leg­ter Span­nung dre­hen sich die Mole­kü­le in der Bild­schir­mebe­ne (Swit­ching). Dass dies vor sei­nen Augen geschieht, ist dem Büro­ar­bei­ter in der Regel wohl egal. Was ihn hin­ge­gen inter­es­sie­ren dürf­te, sind die hohe Farb­ge­nau­ig­keit, die kräf­ti­ge Farb­dar­stel­lung und nicht zuletzt die hohe Blick­win­kel­sta­bi­li­tät die­ser Tech­nik. Vor­bei sind die Zei­ten, in denen Inhal­te kaum noch erkenn­bar waren, wenn man seit­lich auf den Moni­tor schau­te. Ein bei der Büro­ar­beit zu ver­schmer­zen­der Nach­teil der IPS-Panels ist ihre rela­tiv hohe Reak­ti­ons­zeit, die bei den gezeig­ten Moni­to­ren zwi­schen 4 ms (BenQ) und 6 ms (Acer, NEC) liegt.

HD schon von gestern?

Durch­aus unter­schied­lich ist bei den vor­ge­stell­ten Bild­schir­men die Auf­lö­sung. Galt HD (1.920 x 1.080 Bild­punk­te) bis vor Kur­zem noch als Sta­te of the Art, ver­brei­ten sich im Büro nun höhe­re Auf­lö­sun­gen. Ledig­lich die gezeig­ten Model­le von Phil­ips und View­So­nic lösen noch mit HD auf, alle ande­ren bie­ten die höhe­re WQHD-Auf­lö­sung von 2.560 x 1.440 oder (wie LG) sogar UHD/4K mit 3.840 x 2.160 Pixeln.

Schonende Monitore für die Augen

Aktu­el­le Büro­mo­ni­to­re wir­ken den als schäd­lich gel­ten­den Fak­to­ren Flim­mern und Blau­licht ent­ge­gen. Häu­fig wird ange­nom­men, dass Flach­bild­schir­me (im Unter­schied zu Röh­ren­mo­ni­to­ren) nicht flim­mern kön­nen. Das stimmt nicht. Bei her­kömm­li­chen Model­len schal­tet sich die Hin­ter­grund­be­leuch­tung in einer fes­ten Fre­quenz an und aus. Meist zu schnell, um vom Auge wahr­ge­nom­men zu wer­den. Gera­de beim Her­un­ter­dim­men kann das Fla­ckern aller­dings wahr­nehm­bar und für die Augen anstren­gend wer­den. Das lässt sich ver­hin­dern, indem die An-Aus-Fre­quenz erhöht wird, oder – noch bes­ser – ein kon­stan­ter Licht­strom erzeugt wird. Je nach Her­stel­ler heißt das dann Fli­cker­Free, Fli­cker Safe oder Eye­Pro­tect. In Acers Eye­Pro­tect ist zugleich ein Blau­licht­fil­ter inte­griert, der bei ande­ren Her­stel­lern als Blue­light Redu­cer oder Low Blue Light bezeich­net wird. Ihnen gemein ist, dass sie (anders als es LED-Dis­plays viel­fach tun) kei­ne kurz­wel­li­gen blau­en Licht­strah­len emit­tie­ren. Sie sind für die Augen ähn­lich schäd­lich wie UV-Strah­len und kön­nen zudem den Schlaf-Wach-Rhyth­mus stö­ren.

Gänseblümchenkette

Neben der rei­nen Anzei­ge von Bil­dern kön­nen aktu­el­le Büro­mo­ni­to­re eini­ges mehr. Fast alle gezeig­ten Model­le die­nen zugleich als USB-Hub, wenn sie über den USB-Upstream-Anschluss mit dem Com­pu­ter ver­bun­den sind. Im Bild­schirm von EIZO ist sogar schon der neue Typ USB C inte­griert. Über ihn kön­nen selbst Note­books gela­den und Audio- sowie Video­si­gna­le par­al­lel zum Daten- und Lade­strom über­tra­gen wer­den. Eine ande­re Stär­ke haben die Model­le von Fuji­tsu und NEC: Sie beherr­schen Dai­sy Chain. Was wört­lich Gän­se­blüm­chen­ket­te heißt, bedeu­tet, dass der Moni­tor das vom Com­pu­ter emp­fan­ge­ne Signal an wei­te­re Moni­to­re wei­ter­lei­ten kann. Und zwar so, dass auf allen unter­schied­li­che Bild­schir­min­hal­te zu sehen sind.