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50 Fragen an Burkhard Remmers

Robert Nehring hat nicht viel von Mar­cel Proust gele­sen, stellt aber eben­falls gern vie­le Fra­gen. Inter­es­san­ten Per­sön­lich­kei­ten aus dem Büro­um­feld schickt er auch mal einen Fra­ge­bo­gen. Dies­mal ant­wor­te­te: Burk­hard Rem­mers von Wilkhahn.

Burkhard Remmers, Leiter Internationale Kommunikation Wilkhahn. Abbildung: Wilkhahn

Burk­hard Rem­mers, Lei­ter Inter­na­tio­na­le Kom­mu­ni­ka­ti­on Wilk­hahn. Abbil­dung: Wilkhahn

Der Falttisch Confair von Wilkhahn. Design: Andreas Störiko. Abbildung: Wilkhahn

Der Falt­tisch Con­fair von Wilk­hahn. Design: Andre­as Stö­ri­ko. Abbil­dung: Wilkhahn

Die FS-Linie von Wilkhahn ist ein Design- und Nachhaltigkeitsklassiker. Design: Klaus Franck, Werner Sauer, 1980. Abbildung: Wilkhahn

Die FS-Linie von Wilk­hahn ist ein Design- und Nach­hal­tig­keits­klas­si­ker. Design: Klaus Franck, Wer­ner Sau­er, 1980. Abbil­dung: Wilkhahn

Das Wandfliesensystem Landing von Wilkhahn schafft Besprechungsnischen, sorgt für Entlastung beim Stehen und ist akustisch wirksam. Design: Rudolph Schelling Webermann. Abbildung: Wilkhahn

Das Wand­flie­sen­sys­tem Lan­ding von Wilk­hahn schafft Bespre­chungs­ni­schen, sorgt für Ent­las­tung beim Ste­hen und ist akus­tisch wirk­sam. Design: Rudolph Schel­ling Weber­mann. Abbil­dung: Wilkhahn

ARBEITEN

1. Bitte beschreiben Sie Ihren Arbeitsplatz.

In der Fir­ma sit­ze ich in einer Ecke unse­res Mar­ke­ting­bü­ros. Die Arbeit selbst ist wei­test­ge­hend papier­los, aber hin­ter mir und neben mir habe ich noch 20 lau­fen­de Meter Schrank­fä­cher, die mit Archiv­ak­ten und vor allem mit Büchern gut gefüllt sind. Mein Schreib­tisch ist 90 x 180 cm groß und elek­trisch bis zur Steh­hö­he ver­stell­bar. Ich arbei­te auf einem AT-Büro­stuhl mit erhöh­ter Sitz­po­si­ti­on. Dadurch wech­se­le ich sehr häu­fig zwi­schen Sit­zen, Stüt­zen und Ste­hen. Mein Rech­ner ist ein Lap­top, das ich immer dabei habe. Im Büro klin­ke ich es in die Docking-Sta­ti­on ein, dann ist es auto­ma­tisch mit der sepa­ra­ten Tas­ta­tur und einem gro­ßen, zwei­ten Moni­tor ver­bun­den. Auch schon vor Coro­na-Zei­ten hat­te ich oft zu Hau­se gear­bei­tet, wenn ich grö­ße­re Arbeits­pa­ke­te zu erle­di­gen hat­te, für die ich ein paar Stun­den am Stück unge­stört sein woll­te. Mein Arbeits­platz ist dort ein 24 Jah­re alter Logon-Tisch mit  wun­der­schö­ner Lin­ole­um-Plat­te, der gro­ße Räder hat. Das Kopier- und Scan­ge­rät sowie die gan­ze Netz­werk­tech­nik sind auf einem mobi­len Con­fair-Ser­ver unter­ge­bracht. So bleibt der Tisch frei von Instal­la­tio­nen – und ergänzt bei grö­ße­ren Fei­ern mei­nen Ess­tisch. Mein gelieb­ter Modus-Arbeits­stuhl ist eben­falls schon 24 Jah­re im Einsatz.

2. Wie kommen Sie zur Arbeit?

Ich lebe in Han­no­ver. Das ist für mich super, weil ich rela­tiv viel in Deutsch­land unter­wegs bin und zu Fuß in 15 Minu­ten am Haupt­bahn­hof sein kann. Mor­gens nach Ber­lin, Köln, Stutt­gart oder Mün­chen und abends wie­der zurück – das ist dadurch gut mach­bar. Um ins Büro zu kom­men, bin ich dage­gen aufs Auto ange­wie­sen. Wilk­hahn wur­de in einem klei­nen Dorf bei Bad Mün­der gegrün­det und ist immer noch dort zu Hau­se. Es gibt Öffis. Die Fahrt mit S-Bahn und sel­ten fah­ren­dem Bus ist aber ziem­lich müh­sam und unfle­xi­bel. Also sit­ze ich 40 Minu­ten je Stre­cke im Auto. Weil ich immer gegen den Strom fah­re – mor­gens raus aus der Stadt und abends rein –, funk­tio­niert das meis­tens ohne Stau.

3. Wo arbeiten Sie am liebsten?

Das hängt davon ab, was zu tun ist. Fokus­siert kann ich am bes­ten zu Hau­se arbei­ten. Weil ich zu wenig Selbst­dis­zi­plin habe, um regel­mä­ßig Pau­sen zu machen und recht­zei­tig auf­zu­hö­ren, mer­ke ich aber immer erst zu spät, dass ich es über­trie­ben habe. Nach meh­re­ren Tagen im Home-Office feh­len mir die sozia­len Bezie­hun­gen, die zufäl­li­gen Gesprä­che und der Flur­funk. Ich brau­che die ech­ten Begeg­nun­gen – und bin gar kein Fan von E-Mail-Kom­mu­ni­ka­ti­on. Wo ich eben­falls wun­der­bar arbei­ten kann, das ist im Ruhe­wa­gen der Bahn und dort am liebs­ten im offe­nen Bereich. Ich kann alles um mich her­um aus­blen­den und schaf­fe rich­tig viel weg.

4. Wo würden Sie am liebsten arbeiten?

Der Blick ins Grü­ne und in die Fer­ne ist wich­tig – und den habe ich sowohl in mei­ner Dach­woh­nung in Han­no­ver als auch im Büro. Wilk­hahn liegt ja ganz male­risch im Deis­ter-Sün­tel­tal, das als Nah­erho­lungs­ge­biet von Han­no­ver zum Wan­dern ein­lädt. Ich weiß gar nicht, ob es Ber­ge oder Meer sein müs­sen – Haupt­sa­che ist für mich, dass ich die Fens­ter auf­ma­chen, die Vögel zwit­schern hören und abends raus kann, um mich auch kör­per­lich auszupowern.

5. Wann beginnt ein normaler Arbeitstag bei Ihnen, wann ist Schluss?

Ich ste­he eigent­lich immer um 6:15 Uhr auf – außer ich habe einen Ter­min in Deutsch­land, für den ich ganz früh mit dem Zug los muss. Ansons­ten ver­las­se ich gegen 7:15 Uhr das Haus in Rich­tung Fir­ma oder mache mich zu Hau­se an die Arbeit. Im Büro endet der Arbeits­tag meist zwi­schen 18:00 und 19:00 Uhr, zu Hau­se kann es auch schon mal län­ger gehen.

6. Wie viele E-Mails erhalten Sie im Schnitt pro Tag?

Viel zu vie­le – es sind zwi­schen 80 und 120. Dabei ist trotz pro­fes­sio­nel­len Spam-Fil­ters natür­lich viel Daten­müll, weil mei­ne E-Mail-Adres­se auf der Web­site ange­ge­ben ist. Und die Unart, bei inter­nen Mails ganz häu­fig in Kopie gesetzt zu wer­den, ohne Anga­be, was denn nun zu tun ist, lässt sich auch bei uns nicht abstel­len. Das Medi­um wird lei­der häu­fig auch dann ein­ge­setzt, wenn ein per­sön­li­ches Gespräch oder zumin­dest ein Tele­fo­nat viel ziel­füh­ren­der wäre. Ich ken­ne kei­nen ein­zi­gen Fall, in dem ein Pro­blem per Mail gelöst wur­de, aber sehr vie­le Fäl­le, in denen Pro­ble­me durch E-Mails eska­liert sind. Mar­shall McLu­hans Erkennt­nis aus den 1960er Jah­ren, dass „das Medi­um die Bot­schaft“ ist, hat noch immer wenig Kon­se­quen­zen im All­tag gezeitigt.

7.    Wie viele Stunden arbeiten Sie im Schnitt pro Woche?

Das darf ich gar nicht ver­ra­ten, sonst steht gleich der Arbeits­schutz auf der Mat­te. Las­sen Sie es mich so sagen: 48 Stun­den sind die Regel und dann kommt noch das Hob­by­pen­sum dazu. Ich bin in der pri­vi­le­gier­ten Situa­ti­on, dass sich bei mir Job und per­sön­li­che Nei­gung sehr stark verbinden.

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