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paperworld 29.1.-1.2.2022 FRANKFURT/MAIN, LET'S TALK NEW WORK! The visionary office.

Büro im Bahnhof: Interview mit Burkhard Rönnefarth über Everyworks

2020 ist der ers­te Cowor­king Space der Deut­schen Bahn im Ber­li­ner Haupt­bahn­hof an den Start gegan­gen – in bes­ter Lage, mit tol­ler Aus­stat­tung und sen­sa­tio­nel­lem Blick. Wir spra­chen mit Burk­hard Rön­ne­f­arth über die Ent­wick­lung von Everyworks.

Burkhard Rönnefarth, Director Coworking bei Smart City | DB, DB Station&Service AG, smartcity.db.de und everyworks.de. Abbildung: Sebastian Gabsch

Burk­hard Rön­ne­f­arth, Direc­tor Cowor­king bei Smart City | DB, DB Station&Service AG, smartcity.db.de und everyworks.de. Abbil­dung: Sebas­ti­an Gabsch

OFFICE ROXX: Herr Rönnefarth, Everyworks liegt ideal – mitten im Berliner Hauptbahnhof. Wie ist die Idee zu diesem Coworking Space entstanden?

Burk­hard Rön­ne­f­arth: Unser Ziel ist es, Bahn­hö­fe noch bes­ser in den All­tag der Men­schen zu inte­grie­ren und mit neu­en Ange­bo­ten die Auf­ent­halts­qua­li­tät am Bahn­hof zu stei­gern. Mit Ever­y­works bie­ten wir ins­be­son­de­re Geschäfts­rei­sen­den fle­xi­ble und moder­ne Arbeits­plät­ze an – im Her­zen der Stadt und mit direk­tem Gleis­an­schluss. Nut­zer kön­nen bei uns War­te­zei­ten pro­duk­tiv nut­zen und in ent­spann­ter Atmo­sphä­re arbei­ten. Mit Büro­flä­chen am Bahn­hof las­sen sich zudem Pend­ler­we­ge auf den Stra­ßen redu­zie­ren, das wie­der­um kommt der Umwelt zugute.

Wir sind davon über­zeugt, dass Bahn­hö­fe idea­le Stand­or­te für mobi­les Arbei­ten sind: Sie sind zen­tral gele­gen und hoch fre­quen­tiert. Am Ber­li­ner Haupt­bahn­hof haben wir 2018 einen Cowor­king-Pop-up in der Bahn­hofs­hal­le eröff­net, der sehr gut ange­nom­men wur­de. Dies hat uns dar­in bestärkt, das Ever­y­works-Kon­zept zu kon­kre­ti­sie­ren und umzusetzen.

Wie viele Plätze hat Everyworks und wie ist die durchschnittliche Auslastung?

Ever­y­works am Ber­li­ner Haupt­bahn­hof bie­tet rund 300 Arbeits­plät­ze, dar­un­ter sind 115 soge­nann­te Minu­te Seats, also fle­xi­ble Arbeits­plät­ze, die minu­ten­ge­nau abge­rech­net wer­den. Von den soge­nann­ten Resi­dent Desks – fes­te Arbeits­plät­ze ab einem Zeit­raum von einem Monat – ste­hen 145 auf der Flä­che zur Ver­fü­gung. Dazu haben wir neun Mee­tin­g­räu­me mit etwa 40 wei­te­ren Plät­zen. Es ist also für jeden etwas dabei.

Zum Ende des Jah­res lie­gen wir mit unse­rer Aus­las­tung nahe­zu auf Plan. Wir sehen aktu­ell eine deut­li­che Bele­bung bei den Rei­sen­den und sind opti­mis­tisch, unse­re ehr­gei­zi­gen Aus­las­tungs­zie­le für das nächs­te Jahr rea­li­sie­ren zu können.

Wie hat sich die Pandemie konkret auf die Auslastung ausgewirkt?

Um unse­re Kun­den zu schüt­zen, haben wir die Kapa­zi­tät der Flä­che direkt beim Start auf 50 Pro­zent redu­ziert. Die Rei­se­be­schrän­kun­gen durch die Pan­de­mie haben wir natür­lich in unse­rer Aus­las­tung gespürt. Gleich­zei­tig hat die Kri­se gezeigt, dass es einen Bedarf an Arbeits­plät­zen an einem soge­nann­ten Third Place gibt. Neben den Rei­sen­den kom­men auch immer mehr Ber­li­ner, die eine Alter­na­ti­ve zum Home­of­fice suchen. Zukünf­tig wer­den mei­ner Auf­fas­sung nach fes­te Büro-Stand­or­te von fle­xi­blen Arbeits­platz­mo­del­len abge­löst. Dar­in sehen wir für Unter­neh­men und deren Mit­ar­bei­ten­de, aber auch für uns eine kla­re Chan­ce! Fir­men kön­nen bei uns Flä­chen erwei­tern und dadurch die Arbeits­platz­dich­te ver­rin­gern. Auf­grund der Pan­de­mie ist es heu­te deut­lich leich­ter gewor­den, mit Unter­neh­men oder Kom­mu­nen über­haupt über ein fle­xi­bles Arbeits­mo­dell unter Ein­be­zug eines Third Place zu sprechen.

Sind die Bahn und Sie zufrieden mit der bisherigen Entwicklung von Everyworks?

Das Kon­zept wird von unse­ren Gäs­ten gut ange­nom­men, die Rück­mel­dun­gen sind durch­weg extrem posi­tiv. Das ist für uns ein kla­res Zei­chen dafür, dass unser Ange­bot dem aktu­el­len Bedürf­nis nach moder­nem Arbei­ten ent­spricht. Die Pan­de­mie war natür­lich nicht wirk­lich zuträg­lich, aber das wirk­lich span­nen­de ist ja die dar­aus resul­tie­ren­de Fra­ge: Wie wol­len wir in Zukunft arbei­ten? Ich gehe wie gesagt davon aus, dass sich neben Home­of­fice und Büro immer mehr Orte als alter­na­ti­ve Arbeits­plät­ze eta­blie­ren wer­den. Auf dem posi­ti­ven Feed­back unse­rer Kun­den und dem sich neu abzeich­nen­den Trend bau­en wir auf. Im Okto­ber haben wir einen neu­en Ever­y­works-Stand­ort im Haupt­bahn­hof Han­no­ver eröff­net. Dar­über hin­aus gin­gen wei­te­re Stand­or­te mit unse­rem gewohn­ten Ser­vice und Ange­bot in Karls­ru­he und Nürn­berg in Zusam­men­ar­beit mit Design Offices an den Start. Seit Novem­ber gibt es Ever­y­works auch im Inter­ci­ty­Ho­tel Frank­furt Haupt­bahn­hof Süd.

Was gefällt Ihren Nutzern neben der zentralen Lage am besten?

Da kann ich in der Tat eini­ges auf­zäh­len. Wir bie­ten nicht nur pro­fes­sio­nel­le Arbeits­plät­ze, son­dern auch beque­me Sitz­land­schaf­ten. Es gibt aus­rei­chend Rück­zugs­mög­lich­kei­ten in unse­ren Tele­fon­zel­len für Video­kon­fe­ren­zen oder Tele­fo­na­te. Dazu bie­ten wir kos­ten­lo­sen Kaf­fee, schnel­les WLAN und natür­lich kur­ze Wege zum Zug. Resi­dent-Mie­ter kön­nen eine gro­ße Gemein­schafts­kü­che mit Geträn­ke­bar nut­zen. Unse­re Mee­tin­g­räu­me ver­fü­gen über blue­tooth­fä­hi­ge Tech­nik für Prä­sen­ta­tio­nen sowie gro­ße White­boards. Nicht zu ver­ges­sen: unser hilfs­be­rei­tes Team sowie der sen­sa­tio­nel­le Blick über Ber­lin! Über den stau­nen unse­re Kun­den auch noch bei ihrem zwei­ten Besuch.

Wie hoch sind die Preise bei Ihnen?

Minu­te Seats, also die kurz­fris­tig anmiet­ba­ren Arbeits­plät­ze, kos­ten 0,16 Euro die Minu­te. Immer mal wie­der bie­ten wir Minu­ten-Pake­te mit ver­schie­de­nen Lauf­zei­ten und redu­zier­ten Minu­ten­prei­sen an. Hier lohnt sich ein regel­mä­ßi­ger Blick auf die Web­site oder in unse­re App. Die Prei­se für Mee­tin­g­räu­me hän­gen von der Grö­ße ab. Sie star­ten zum Bei­spiel in Han­no­ver bei schon 29 Euro pro Stun­de. Sowohl Minu­te Seats als auch Mee­tin­g­räu­me kön­nen bequem über die App gebucht wer­den. Mit unse­ren Resi­dent Offices bie­ten wir Unter­neh­men preis­lich indi­vi­du­el­le Büro­lö­sun­gen auf monat­li­cher Basis an.

Wie blicken Sie in die Zukunft des Coworkings? Wird es zunehmen, abnehmen, sich aufs Land verlagern etc.?

Ich bin mir sicher, mobi­le Arbeit sowie ent­spre­chen­de Ange­bo­te wer­den in der Zukunft eine noch grö­ße­re Rol­le spie­len. Die Coro­na-Pan­de­mie hat hier die Ent­wick­lung beschleu­nigt. Neben dem Home­of­fice hat sich das Arbei­ten von unter­wegs und an alter­na­ti­ven Orten eta­bliert. Mit­ar­bei­ten­de haben da eine kla­re Erwar­tungs­hal­tung an ihre Arbeit­ge­ber. Ich sehe hier durch­aus, dass sich der Third Place zukünf­tig näher an den Wohn­ort der Nut­zer her­an­be­wegt und damit auch eine Auf­wer­tung im Hin­blick auf Attrak­ti­vi­tät und Wirt­schafts­kraft von Gemein­den und Kom­mu­nen statt­fin­den kann. Unser Ziel ist es, unse­ren Kun­den künf­tig ein mög­lichst brei­tes Netz­werk an zen­tra­len, aber wo mög­lich auch dezen­tra­len Arbeits­plät­zen anzubieten.

Vielen Dank.

Die Fra­gen stell­te Robert Nehring.

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