Robert Nehring hat nicht viel von Mar­cel Proust gele­sen, stellt aber eben­falls gern vie­le Fra­gen. Inter­es­san­ten Per­sön­lich­kei­ten aus dem Büro­um­feld schickt er auch schon mal einen Fra­ge­bo­gen. Fried­rich-Wil­helm Dau­phin fei­ert heu­te sei­nen 80. Geburts­tag. Herz­li­chen Glück­wunsch!

Friedrich-Wilhelm Dauphin, Gründer und Geschäftsführer der Dauphin HumanDesign® Group GmbH & Co. KG.

Fried­rich-Wil­helm Dau­phin, Grün­der und Geschäfts­füh­rer der Dau­phin Human­De­sign Group GmbH & Co. KG.

Oldtimer-Liebhaber Dauphin in den 70er Jahren.

Old­ti­mer-Lieb­ha­ber Dau­phin in den 70er Jah­ren.

Der neue Dauphin Fiore gehört zu den Lieblingsprodukten von Friedrich-Wilhelm Dauphin.

Der neue Dau­phin Fio­re gehört zu den Lieb­lings­pro­duk­ten von Fried­rich-Wil­helm Dau­phin.

ARBEITEN

1.    Bitte beschreiben Sie Ihren Arbeitsplatz.

Mein Büro ist mit­ten im Gesche­hen, also bei mei­nen Mit­ar­bei­tern – um die Chan­ce zu haben, aktiv mit­zu­wir­ken. In mei­nem Büro steht ein gro­ßer Kon­fe­renz­tisch, den ich für mei­ne Pro­jek­te und vor allem für den per­sön­li­chen Aus­tausch mit mei­nen Mit­ar­bei­tern nut­ze. Ich sit­ze auf einem unse­rer Klas­si­ker, dem Büro­dreh­stuhl Dau­phin @Just; mei­ne Besu­cher neh­men auf Züco-Kon­fe­renz­stüh­len Platz.

2.    Wie kommen Sie zur Arbeit?

Ich fah­re mit dem Auto und bin in etwa fünf Minu­ten im Büro.

3.    Wo arbeiten Sie am liebsten?

Früh mor­gens am häus­li­chen Schreib­tisch.

4.    Wo würden Sie am liebsten arbeiten?

Ich bin sehr zufrie­den mit dem, was ich habe und was ich nut­ze.

5.    Wann beginnt ein normaler Arbeitstag bei Ihnen, wann ist Schluss?

Nor­ma­ler­wei­se begin­ne ich um 6 Uhr mor­gens mei­nen Dienst im Home-Office. Abends bin ich oft auch bis 22 Uhr im Büro tätig.

6.    Wie viele E-Mails erhalten Sie im Schnitt pro Tag?

Zu vie­le! Und das ist nicht geschätzt.

7.    Wie viele Stunden arbeiten Sie im Schnitt pro Woche?

Ein 14- bis 16-Stun­den-Tag ist für mich fast nor­mal. Wenn man das auf die Woche hoch­rech­net – auch zu viel.

8.    Wie viele Stunden arbeiten Sie im Schnitt pro Woche konzentriert allein?

In den frü­hen Mor­gen­stun­den cir­ca zwi­schen 6 und 10 bzw. 11 Uhr. Im Anschluss bin ich viel im per­sön­li­chen oder tele­fo­ni­schen Aus­tausch mit den Mit­ar­bei­tern.

9.    Wie viele Stunden verbringen Sie im Schnitt pro Woche in Meetings?

Zu vie­le!

10. Wie kommunizieren Sie meistens: Face to Face, per Telefon, E-Mail oder Chat?

Face to Face und per Tele­fon.

11.  Wie stellen Sie sich Büros 2025 in Deutschland vor?

Ich den­ke, es wird künf­tig viel Platz für Kom­mu­ni­ka­ti­on ein­ge­plant wer­den. Die Gestal­tung des Arbeits­um­fel­des wird noch effi­zi­en­ter sein.

12.  Smart Office: Die digitale Vernetzung in der Bürowelt …

… ist mitt­ler­wei­le Stan­dard gewor­den!

13.  Die drei größten Herausforderungen für die Bürowelt?

Ers­tens die Ent­wick­lung von klu­gen Lösun­gen für das Ver­schmel­zen von Woh­nen und Arbei­ten. Zwei­tens die Stei­ge­rung des Wohl­fühl­fak­tors am Arbeits­platz. Drit­tens die per­ma­nen­te Arbeit an ergo­no­mi­schen Lösun­gen für die­sen.

14.  Wie verändert sich die Büroeinrichtungswelt von der Produktseite her?

Die Mit­tel­zo­ne ist eine gro­ße Arbeits­flä­che und DER Platz für Kom­mu­ni­ka­ti­on und per­sön­li­chen Aus­tausch gewor­den.

15.  Die Rolle der Ergonomie im Büro …

… ist für uns nach wie vor sehr wich­tig! Wir arbei­ten jeden Tag an ergo­no­mi­schen Sitz­lö­sun­gen mit dem Ziel, Fehl­zei­ten im Büro deut­lich zu mini­mie­ren und dass EIN Arbeits­stuhl die Bedürf­nis­se sowohl sehr klei­ner als auch sehr gro­ßer Mit­ar­bei­ter abde­cken kann.

16.  Wie verändert sich der Handel mit Büromöbeln?

Der Han­del muss sich dar­auf aus­rich­ten, ganz­heit­li­che Lösun­gen und ent­spre­chen­de Pla­nun­gen pro­fes­sio­nell prä­sen­tie­ren zu kön­nen.

17.  Ihre Lieblingsmessen?

Natür­lich die Orga­tec, bei der wir auch in die­sem Jahr wie­der in Hal­le 8.1 (Stand B/C 028–C031) unse­re Neu­hei­ten prä­sen­tie­ren wer­den. Auch die Neo­Con in Chi­ca­go sowie der Salo­ne del Mobi­le in Mai­land gehö­ren zu mei­nen Favo­ri­ten.

18.  Was macht gute Büromöbel aus?

Sie soll­ten zeit­los und funk­tio­nal sein sowie opti­ma­le Unter­stüt­zung für den jewei­li­gen Mit­ar­bei­ter an sei­nem Arbeits­platz bie­ten.

19.  Drei Lieblingsprodukte der eigenen Firma:

Aktu­ell sind es das neue Kon­fe­renz­pro­gramm Züco Signo, unser Scha­len­stuhl Dau­phin Fio­re und der neue Dreh­stuhl Dau­phin Sti­lo.

20.  Diese drei Konkurrenzprodukte sind auch nicht zu verachten:

Eames Chair von Vitra, se:joy von Sedus und USM Hal­ler.

21.  Die größten Fehler Ihrer Branche sind …

… immer preis­wer­ter sein zu wol­len und weni­ger USPs her­aus­zu­stel­len.

22.  Woran arbeiten Sie gerade?

Aktu­ell arbei­te ich an der Redu­zie­rung unse­res gesam­ten Ange­bots­spek­trums.

23.  Was inspiriert Sie?

Schö­nes Design.

24.  Ihre berufliche Agenda 2020?

Mehr in der Son­ne zu lie­gen.

25.  Ihr größter beruflicher Erfolg?

Die Dau­phin Human­De­sign Group zu for­men und die Mehr­mar­ken­po­li­tik umzu­set­zen.

26.  Der größte Misserfolg.

Aus­lands­nie­der­las­sun­gen pro­fi­ta­bel zu machen.

27.  Der Generation Y rate ich …

… aus ver­gan­ge­nen Erfol­gen zu ler­nen und neu umzu­set­zen.

28.  Xing oder LinkedIn?

Xing.

29.  Capital oder BusinessPunk?

Jeden Tag macht es mir Freu­de, die F.A.Z und das Han­dels­blatt zu stu­die­ren und dar­aus Erkennt­nis­se zu gewin­nen.

30.  Home-Office oder Coworking-Space?

Ich schät­ze mein Home-Office. Dort kann ich in Ruhe den­ken und arbei­ten.

LEBEN

31.  Was würden Sie als „König von Deutschland“ zuerst ändern?

Eine effi­zi­en­te Regie­rung schaf­fen.

32.  Was würden Sie gern können?

Flie­gen.

33.  Wo würden Sie am liebsten leben?

Zur Hälf­te in Süd­afri­ka und den Rest daheim in Deutsch­land.

34. Wobei können Sie gut entspannen?

Bei Old­ti­mer-Ver­an­stal­tun­gen mit­zu­ma­chen.

35.  Ihr ursprünglicher Berufswunsch?

Ich woll­te immer schon als jun­ger Mensch Aus­lands­er­fah­run­gen sam­meln.

36.  Ihre Hauptcharaktereigenschaften?

Das sol­len ande­re bewer­ten.

37.  Ihre Hobbys oder Leidenschaften?

Ich samm­le ger­ne – am liebs­ten alte Autos und Motor­rä­der. Zusam­men mit mei­ner ver­stor­be­nen Ehe­frau Elke habe ich in über 30 Jah­ren eine geschichts­träch­ti­ge Samm­lung von ca. 160 Old­ti­mern und 240 nost­al­gi­schen Motor­rä­dern zusam­men­ge­tra­gen. Mitt­ler­wei­le ist die­se wun­der­schö­ne Samm­lung in den Hal­len unse­rer exklu­si­ven Event­lo­ca­ti­on Dau­phin Speed Event in Hers­bruck bei Nürn­berg unter­ge­bracht, die auch für pri­va­te oder Fir­men­fei­ern gemie­tet wer­den kann. Die Samm­lung ist oft High­light von Ver­an­stal­tun­gen und kann nach Anmel­dung auch unab­hän­gig davon besich­tigt wer­den. Dar­über hin­aus haben sich mei­ne Fami­lie und ich den Old­ti­mer-Ren­nen ver­schrie­ben. Wir sind bereits mehr­fach die Mil­le Miglia, die Tour Auto oder das Gais­berg-Ren­nen gefah­ren.

38.  Ihre drei Dinge für die einsame Insel?

Ein gutes Buch sowie genug Wein und Bier, um die Son­ne genie­ßen zu kön­nen und um dabei über die Gepflo­gen­hei­ten von Herrn Trump nach­zu­den­ken und zu stau­nen.

39.  Ihre Lieblingskünstler?

Kom­po­nis­ten wie Johann Sebas­ti­an Bach, Mozart und Beet­ho­ven.

40.  Ihr Lieblingslektüre?

Old­ti­mer-Fach­pres­se und Infor­ma­tio­nen über Old­ti­mer-Auk­tio­nen.

41.  Ihr Lieblingsgericht?

Sashi­mi.

42.  Ihre Lieblingsweisheit/en?

Love it, chan­ge it or lea­ve it.

43.  Ihr Lebensmotto?

Erfolg­reich sein und Spaß dabei haben.

44.  Der Sinn des Lebens …

Das muss jeder für sich selbst ent­schei­den.

45. Merkel oder Nahles?

Mer­kel.

46.  Bayern oder Dortmund?

Bay­ern.

47. Beatles oder Stones?

Beat­les.

48.  Bier oder Wein?

Bei­des.

49.  Strand oder Berge?

Ber­ge.

50.  Und Ihre Uhr: analog oder digital?

Ana­log.

 

Friedrich-Wilhelm DauphinFried­rich-Wil­helm Dau­phin
  • Jahr­gang: 1938
  • Geburts­ort: Nürn­berg
  • Abschluss: kauf­män­ni­sche Berufs­aus­bil­dung
  • aktu­el­le Funk­tio­nen: Geschäfts­füh­rungs­funk­ti­on und Vor­sitz des Gesell­schaf­ter­aus­schus­ses
  • Aus­zeich­nun­gen: Baye­ri­scher Grün­der­preis 2014
  • beruf­li­che Sta­tio­nen: Unter­neh­mens­be­ra­ter, Auf­bau erwor­be­ner Unter­neh­men