Er war unter ande­rem Arbeit­ge­ber­prä­si­dent in Nord­rhein-West­fa­len sowie Mit­be­grün­der und lang­jäh­ri­ger Vor­sit­zen­der des Ver­bands der PBS-Mar­ken­in­dus­trie. Vor allem aber ist er auch heu­te noch Geschäfts­füh­rer des Büro­be­darfs­rie­sen DURABLE. Im Mai wur­de er 80 Jah­re alt. Robert Nehring sprach mit Horst-Wer­ner Mai­er-Hun­ke.

Horst-Werner Maier-Hunke, Geschäftsführer DURABLE Hunke & Jochheim GmbH & Co. KG.

Horst-Wer­ner Mai­er-Hun­ke, Geschäfts­füh­rer DURABLE Hun­ke & Joch­heim GmbH & Co. KG.

Die erfolgreiche Businessmappe DURACLIP ist einer der Klassiker von DURABLE.

Die erfolg­rei­che Busi­ness­map­pe DURACLIP ist einer der Klas­si­ker von DURABLE.

DURAFRAME ist ein überaus praktischer selbstklebender Info-Rahmen – für Aushänge, die häufig aktualisiert werden müssen.

DURAFRAME ist ein über­aus prak­ti­scher selbst­kle­ben­der Info-Rah­men – für Aus­hän­ge, die häu­fig aktua­li­siert wer­den müs­sen.

Unter der Marke LUCTRA setzt DURABLE auch in Sachen Beleuchtung Akzente.

Unter der Mar­ke LUCTRA setzt DURABLE auch in Sachen Beleuch­tung Akzen­te.

ARBEITEN

 

Herr Maier-Hunke, bitte beschreiben Sie Ihren Arbeitsplatz.

Ich habe ein geräu­mi­ges Büro mit viel Fens­ter­flä­che. Tages­licht ist moti­vie­rend und bringt einen hohen Wohl­fühl­fak­tor.

Wie kommen Sie zur Arbeit?

Ich fah­re immer mit dem Auto zur Arbeit. Das dau­ert etwa 15 Minu­ten. Ein ange­neh­mer Zeit­raum, um sich gedank­lich auf die The­men und Ter­mi­ne des Tages ein­zu­stel­len.

Wo arbeiten Sie am liebsten?

Am liebs­ten arbei­te ich in mei­nem Büro in der Haupt­ver­wal­tung in Iser­lohn. Da habe ich ein ein­ge­spiel­tes Team. Außer­dem ist mir der per­sön­li­che Kon­takt sehr wich­tig und auch im Dai­ly Busi­ness ist ein Gespräch von Ange­sicht zu Ange­sicht immer am bes­ten. Des­halb bin ich eben­falls gern vor Ort in den ver­schie­de­nen Pro­duk­ti­ons­stät­ten.

Wann beginnt ein normaler Arbeitstag bei Ihnen, wann ist Schluss?

Zeit­druck am Mor­gen ver­su­che ich zu ver­mei­den. Ich bin des­halb froh, dass ich meist den Ter­min­ka­len­der selbst bestim­men und den Tag ruhig star­ten kann. Für gewöhn­lich bin ich aber ab 9 Uhr im Büro. Gegen 18 Uhr ver­las­se ich meist das Unter­neh­men. Aller­dings sehe ich abends zu Hau­se oft noch Unter­la­gen durch, zu denen ich am Tage kei­ne Gele­gen­heit hat­te.

Wie viele E-Mails erhalten Sie im Schnitt pro Tag?

E-Mails sind für mich kein wich­ti­ger Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ka­nal. Ich erhal­te täg­lich eine gan­ze Rei­he aktu­el­ler Unter­neh­mens­da­ten per Mail. Ansons­ten bevor­zu­ge ich den per­sön­li­chen Kon­takt, soweit mög­lich.

Wie viele Stunden arbeiten Sie im Schnitt pro Woche?

Nor­ma­ler­wei­se ca. 50 Stun­den. Aller­dings habe ich neben der Geschäfts­füh­rung wei­te­re Auf­ga­ben und Funk­tio­nen, in die ich eben­falls Zeit inves­tie­re. Inso­fern kann das durch­aus auch mal eini­ges mehr sein.

Wie viele Stunden arbeiten Sie im Schnitt pro Woche konzentriert allein?

Ich ver­brin­ge nur wenig Zeit allein, haupt­säch­lich beim Lesen abends zu Hau­se.

Wie viele Stunden verbringen Sie im Schnitt pro Woche in Meetings?

Für mich besteht der Job in ers­ter Linie in Gesprä­chen. Mee­tings sind dabei ein wesent­li­cher Fak­tor. Das heißt, dass ich den größ­ten Teil der Zeit in Bespre­chun­gen mit unter­schied­lich vie­len Teil­neh­mern ver­brin­ge.

Wie kommunizieren Sie meistens: Face-to-Face, per Telefon, E-Mail, oder Chat?

Ganz klar Face-to-Face und per Tele­fon.

Wie stellen Sie sich Büros 2025 in Deutschland vor?

Es gibt zahl­rei­che Trends. Wo es letzt­lich hin­geht, kann heu­te kei­ner mit Sicher­heit sagen. Grund­sätz­lich gehe ich aber davon aus, dass die The­men Ergo­no­mie, Wohl­füh­len und indi­vi­dua­li­sier­ter Arbeits­platz im Fokus der wei­te­ren Ent­wick­lung ste­hen wer­den.

Smart Office: Die digitale Vernetzung in der Bürowelt …

Ich glau­be, da ste­hen wir noch ziem­lich am Anfang. Die wei­te­re Digi­ta­li­sie­rung der Arbeits­welt – auch im Büro – wird Erleich­te­run­gen brin­gen, aber auch zusätz­li­che Anstren­gun­gen. Denkt man allein an die Fül­le von Infor­ma­tio­nen, die man schon heu­te über die ver­schie­de­nen Kanä­le bekommt und ver­ar­bei­ten muss.

Die drei größten Herausforderungen für die Bürowelt?

  1. Poten­zia­le der Digi­ta­li­sie­rung best­mög­lich im Sin­ne des Men­schen in die Arbeits­welt trans­fe­rie­ren.
  2. Aus DURA­BLE-Sicht: Die Trends hin­sicht­lich Orga­ni­sa­ti­on und Pro­zes­se früh­zei­tig erken­nen.
  3. Erkennt­nis­se in der Ent­wick­lung ent­spre­chend benö­tig­ter Pro­duk­te umset­zen.

Wie verändert sich die Bürobedarfswelt von den Produkten her?

Alles spricht seit Jah­ren vom papier­lo­sen Büro. Das Büro ist auch heu­te nach wie vor alles – außer papier­los. Aber den­noch ändern sich Pro­zes­se und Tätig­kei­ten. Bei­spiels­wei­se das Able­gen bzw. Archi­vie­ren von Unter­la­gen. Und, was wir auch fest­stel­len, die Nach­fra­ge nach Lösungs­kon­zep­ten steigt.

Die Vision vom papierlosen Büro …

… tei­le ich nicht.

Wie verändert sich der Handel mit Bürobedarf?

Da sehe ich zwei gro­ße Trends, die aber auch kei­ne Geheim­nis­se sind. Einer­seits ver­schwin­den zuneh­mend die Klein- und Ein­zel­händ­ler. Ande­rer­seits ver­schiebt sich der Han­del immer mehr zum Online­ge­schäft. Und da macht sich unauf­hör­lich der Platz­hirsch breit.

Ihre Lieblingsmessen?

Nach wie vor hal­ten wir gro­ße Stü­cke auf die Paper­world. Erst in die­sem Jahr haben wir aner­kannt, dass die Mes­se aktiv an der eige­nen Wei­ter­ent­wick­lung arbei­tet. Das pas­siert einer­seits durch ver­än­der­te The­ma­ti­ken und damit ein­her­ge­hend auch die Anspra­che neu­er Ziel­grup­pen. Ande­rer­seits stel­len wir fest, dass sich die Mes­se inter­na­tio­nal als wich­ti­ger Treff­punkt wei­ter eta­bliert. Dar­über hin­aus gehen wir aber auch ver­stärkt auf regio­na­le und klei­ne­re Mes­sen. Das wer­den jedes Jahr mehr, was natür­lich dem ste­tig wach­sen­den Sor­ti­ment von DURABLE geschul­det ist.

Was machen gute Bürobedarfslösungen aus?

Das sagt das Wort ja eigent­lich schon aus: „Lösung“. Sie bie­ten eine ein­fach anwend­ba­re und kom­plet­te Lösung aus einer Hand.

Drei Lieblingsprodukte der eigenen Firma?

Das ist schwie­rig. Da gibt es lan­ge Weg­be­glei­ter wie DURACLIP, ein Pro­dukt, dass DURABLE bekannt und groß gemacht hat. Aber wenn ich an die neu­en Pro­duk­te den­ke, Pro­duk­te, mit denen DURABLE in die Zukunft geht, den­ke ich an DURAFRAME. Erst­mals in der Fir­men­ge­schich­te haben wir für die­ses Pro­dukt sogar Fern­seh­wer­bung betrie­ben, weil wir dar­in so viel Poten­zi­al sehen. Und natür­lich LUCTRA, unser Leuch­ten­sor­ti­ment, das ste­tig wächst. Erst im März haben wir eine neue Steh­leuch­te für das Büro der Welt­öf­fent­lich­keit vor­ge­stellt.

Diese drei Konkurrenzprodukte sind auch nicht zu verachten:

Da gibt es eini­ge.

Die größten Fehler Ihrer Branche sind …

Ich wünsch­te mir, wir wären schnel­ler. In allem. Aber das geht natür­lich nicht. Unse­re Bran­che muss inner­halb kür­zes­ter Zeit vie­le Ver­än­de­run­gen akzep­tie­ren, Leh­ren zie­hen und wie­der­um in neue Ide­en, Pro­duk­te und Ver­mark­tungs­stra­te­gi­en umwan­deln.

Woran arbeiten Sie gerade?

Grund­sätz­lich arbei­ten wir per­ma­nent an neu­en Ide­en und Pro­dukt­lö­sun­gen. Das ist unse­re ers­te Prio­ri­tät. Dar­über hin­aus pla­nen wir einen umfang­rei­chen Neu­bau an unse­rem Fer­ti­gungs­stand­ort in Kamen bei Dort­mund. Ich freue mich, dass wir die letz­ten Rah­men­be­din­gun­gen ver­ein­ba­ren konn­ten. Nun ste­hen die Plä­ne, und die Tin­te ist sozu­sa­gen getrock­net. Für uns ein kla­res Bekennt­nis zum Pro­duk­ti­ons­stand­ort Deutsch­land sowie ein moti­vie­ren­des Zei­chen für die Mit­ar­bei­ter vor Ort und das gesam­te Unter­neh­men.

Was inspiriert Sie?

Mein gesam­tes Umfeld. Ins­be­son­de­re auch die jun­gen Mit­ar­bei­ter bei DURABLE. Im Aus­tausch mit jun­gen Men­schen bekom­me ich regel­mä­ßig neue Denk­an­stö­ße.

Der Generation Y rate ich …

… ihre Zie­le nach­hal­tig zu ver­fol­gen und dabei fle­xi­bel zu blei­ben. Offen für Neu­es zu sein, dabei aber auch den Nächs­ten nicht aus den Augen zu ver­lie­ren. Die Welt wird immer kurz­le­bi­ger, da gera­ten sozia­le Wer­te schnell unter die Räder.

Xing oder LinkedIn?

Lin­kedIn.

Capital oder BusinessPunk?

Capi­tal.

Home-Office oder Coworking-Space?

Cowor­king-Space.

 

LEBEN

 

Wo würden Sie am liebsten leben?

In Meck­len­burg-Vor­pom­mern – eine herr­li­che Gegend.

Wobei können Sie gut entspannen?

Bei einem guten Buch und einer guten Zigar­re.

Ihr ursprünglicher Berufswunsch?

Poli­ti­ker.

Ihre Hobbys oder Leidenschaften?

Ich koche sehr gern und das auch gern im Freun­des­kreis.

Ihr Lieblingsbuch?

Neben Fach- und Sach­bü­chern lese ich zur Ent­span­nung sehr gern Kri­mis, zum Bei­spiel aus mei­ner Hei­mat, dem All­gäu.

Merkel oder Scholz?

Auf kei­nen Fall Scholz.

Bay­ern oder Dort­mund?

Weder noch.

Beatles oder Stones?

Beat­les.

Bier oder Wein?

Wein.

Strand oder Berge?

Ber­ge.

Und Ihre Uhr: analog oder digital?

Ana­log.

Maier-HunkeHorst-Wer­ner Mai­er-Hun­ke:
  • Jahr­gang: 1938
  • Geburts­ort: Min­del­heim
  • Höchs­ter Abschluss: Diplom-Betriebs­wirt
  • Aktu­el­le Funk­tio­nen: Geschäfts­füh­rer DURABLE Hun­ke & Joch­heim GmbH, Fach­bei­rat Maga­zin Das Büro
  • Aus­zeich­nun­gen: Lan­des­or­den Nord­rhein-West­fa­len 2006, Bun­des­ver­dienst­kreuz 2010
  • Beruf­li­che Sta­tio­nen: Lei­ter Deut­scher Ent­wick­lungs­dienst Nepal, Pro­ku­rist und spä­ter Direk­tor bei BASF Far­ben und Fasern