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OFFICE BRANDS: Nicole Roesler – Geheimnisse starker Marken. Über ihren Aufbau und Wege zum Erfolg

Im kürz­lich ver­öf­fent­lich­ten zwei­ten Sam­mel­band „OFFICE BRANDS. Top-Mar­ken für die Büro­ar­beit. Band 2“ wer­den 30 Unter­neh­men por­trä­tiert, die für Mar­ken­qua­li­tät in Büro­um­ge­bun­gen ste­hen. Renom­mier­te Exper­ten stim­men ein­gangs auf das The­ma Mar­ke ein. Nico­le Roes­ler gehört auch dazu.

Montblanc lancierte mit dem StarWalker das erfolgreichste Schreibgerät für die „Elite of tomorrow“. Abbildung: Montblanc

Mont­blanc lan­cier­te mit dem Star­Wal­ker das erfolg­reichs­te Schreib­ge­rät für die „Eli­te of tomor­row“. Abbil­dung: Montblanc

Was Men­schen und Mar­ken eint: Men­schen sind Indi­vi­du­en, gut geführ­te Mar­ken sind Per­sön­lich­kei­ten. Mar­ken, ins­be­son­de­re im Pre­mi­um­seg­ment, unter­strei­chen unse­re Ein­zig­ar­tig­keit. Das gilt beson­ders für lang­le­bi­ge, soge­nann­te Inves­ti­ti­ons­gü­ter. Somit auch für die Möbel­in­dus­trie. Ein Stuhl ist ein Stuhl, ein Tisch ist ein Tisch? Ein Auto ein Auto? Ein Out­fit ein Out­fit? Ein Schmuck­stück ein Schmuck­stück? Weit gefehlt. Mar­ken­füh­rung ist so viel mehr als lapi­da­re Pro­dukt­wer­bung. Wir schmü­cken uns mit Mar­ken­pro­duk­ten, die unse­re Per­sön­lich­keit unter­strei­chen. Gera­de bei Gegen­stän­den, die uns ein Leben lang beglei­ten. Wie sieht es aller­dings in zuneh­mend uni­for­men Unter­neh­mens­um­fel­dern, Mar­ken­an­ge­bots- und Pro­dukt­wel­ten aus?

Men­schen haben Sehn­sucht nach Indi­vi­dua­li­sie­rung. Nach Mar­ken und nach­hal­ti­gen Wer­ten. Nach Sicher­heit. Wie soll das gelin­gen, wenn das Umfeld immer ein­heit­li­cher wird? Wir wol­len doch Ein­zig­ar­tig­keit aus­strah­len, Spu­ren hin­ter­las­sen. Bran­chen­über­grei­fend stellt sich die Erfolgs­fra­ge: Wie dif­fe­ren­zie­re ich eine Mar­ke aus dem vor­herr­schen­den „Ein­heits­brei“? Jeder Koch kocht nur mit Was­ser. Und doch gibt es ein Uni­ver­sum zwi­schen strah­len­der Ster­ne­kü­che und muf­fi­ger Gas­tro­no­mie. Wie dif­fe­ren­zie­ren sich Mar­ken im aus­tausch­ba­ren Umfeld? Durch Ein­zig­ar­tig­keit, die glaub­wür­dig gelebt wird. Sei­en wir beson­ders und kom­mu­ni­zie­ren das auch so! Für den Wow-Effekt, der den Unter­schied macht zwi­schen Stars und Stern­chen! Authen­ti­sche Mar­ken­füh­rung ist der Schlüs­sel dafür, sich aus dem „Sea of Samen­ess“ her­vor­zu­he­ben, der in jeder Bran­che vor­herrscht. Doch wie unter­schei­de ich mei­ne Mar­ke von ande­ren, ein Pro­dukt vom nächsten?

Markenkern finden und leben

Zunächst gilt es, den Mar­ken­kern zu defi­nie­ren. Eine Posi­tio­nie­rung der Mar­ken­per­sön­lich­keit her­aus­zu­ar­bei­ten, die ein­zig­ar­tig, dif­fe­ren­zie­rend und authen­tisch ist. In unse­rer Mar­ken- und Design-Agen­tur Ger­man Wun­der­werk habe ich gemein­sam mit mei­nem Geschäfts­part­ner Andre­as Gan­ten­ham­mer ein wis­sen­schaft­li­ches Ver­fah­ren ent­wi­ckelt, mit dem es mög­lich ist, den Mar­ken­kern optisch dar­zu­stel­len und gemäß den getä­tig­ten Mar­ke­ting­maß­nah­men abzu­glei­chen. Letzt­lich müs­sen sich die Unter­neh­men fol­gen­de Fra­gen beant­wor­ten: Wer bin ich? Wer will ich sein? Wer ist mein Wett­be­werb? Bran­chen­in­tern und -über­grei­fend! Wie unter­schei­de ich mich und was macht mich ein­zig­ar­tig? Wen will ich auf wel­chem Weg ansprechen?

Ohne Ziel stimmt jeder Weg. Es ist wich­tig, in der Pha­se der Mar­ken­kern­fin­dung viel Acht­sam­keit und Arbeit zu inves­tie­ren. Denn hier wird die DNA einer Mar­ke defi­niert. Das ist Auf­ga­be der Unter­neh­mens­füh­rung – gemein­sam mit erfah­re­nen wie pro­fes­sio­nel­len Mar­ken­part­nern. Erst wenn der Mar­ken­kern defi­niert ist, kann die Mar­ke­ting­stra­te­gie punkt­ge­nau, holis­tisch und kon­se­quent erar­bei­tet wer­den. Das Fin­den der rich­ti­gen For­mu­lie­rung ist die Basis. Sie soll­te kurz, authen­tisch, dif­fe­ren­ziert, rele­vant sein und fern­ab von aus­tausch­ba­ren Kri­te­ri­en, die sowie­so zu erwar­ten sind. Die meis­ten Unter­neh­men beru­fen sich auf Design, Qua­li­tät, Funk­tio­na­li­tät. Das erwar­ten wir aber ohne­hin von einem Pre­mi­um­pro­dukt. Trenn­scharf geht anders …


Es gilt, den Mar­ken­kern zu defi­nie­ren. Eine Posi­tio­nie­rung der Mar­ken­per­sön­lich­keit her­aus­zu­ar­bei­ten, die ein­zig­ar­tig, dif­fe­ren­zie­rend und authen­tisch ist.“

Nico­le Roesler


Eini­ge Bei­spie­le für rele­van­te und dif­fe­ren­zier­te Mar­ken­po­si­tio­nie­run­gen: Ome­ga – The sign of excel­lence. Mont­blanc – For the Eli­te of tomor­row. Escan­da – Cele­bra­ting femin­in­i­ty. Kal­de­wei – Pio­nier & Sti­li­ko­ne. Axent – Wis­dom for life. Sie erken­nen: authen­ti­sche und eigen­stän­di­ge Aus­sa­gen, die aus dem Sea of Samen­ess der jewei­li­gen Bran­che herausstechen.

Nach­dem die inhalt­li­che Posi­tio­nie­rung defi­niert ist, geht es an die visu­el­le und tona­le Umset­zung. Wie ist die Bild­welt, das Sto­rytel­ling, die Tona­li­tät der Kun­den­an­spra­che? Gene­rell und hin­sicht­lich der Kern­ziel­grup­pen? Wich­tig ist, dass die Posi­tio­nie­rung in pas­sen­de Bild- und Klang­wel­ten über­setzt wird und dass wir uns auch hier klar vom Sea of Samen­ess unter­schei­den. Wer im Pre­mi­um­seg­ment unter­wegs ist, soll­te sich die Bild­wel­ten und Mecha­nis­men der Luxus­la­bels vor Augen füh­ren, anstatt im eige­nen Bran­chen­saft zu schmo­ren. Nur wer anders ist, fällt auf. Es gilt jedoch nicht: anders zu sein, um des Anders­seins wil­len. Son­dern um authen­ti­sches Anders- und Eigen­stän­dig­sein – auf Basis der erar­bei­te­ten Positionierung.

Corporate Culture

Die eige­nen Mit­ar­bei­ten­den sind die wich­tigs­te Stell­schrau­be für eine gelun­ge­ne Mar­ken­füh­rung. Es gilt, die inter­nen Mul­ti­pli­ka­to­ren zu begeis­tern und zu bewe­gen. Sie müs­sen hin­ter der Mar­ken­po­si­tio­nie­rung ste­hen und dafür bren­nen. Gar nicht so ein­fach bei der oft­mals kri­ti­schen inter­nen Ziel­grup­pe. Es ist wesent­lich, die Sinn­haf­tig­keit und das Ziel der Mar­ke­ting­stra­te­gie zu ver­mit­teln. Ide­al sind geziel­te Work­shops. Machen Sie aus Ihren Mit­ar­bei­ten­den Mitstreiter!

Ein klei­nes Erfolgs­bei­spiel: Die neue Posi­tio­nie­rung „Pio­nier und Sti­li­ko­ne“ war für das Tra­di­ti­ons­un­ter­neh­men Kal­de­wei ein gro­ßer Schritt. Es war klar: Die Ziel­set­zung „aus der Mas­se in die Klas­se“ und „vom deut­schen Markt­füh­rer zum glo­ba­len Play­er“ brauch­te eine außer­ge­wöhn­li­che Visi­on. Der welt­wei­te Außen­dienst und sämt­li­che Mit­ar­bei­ten­de wur­den ein­ge­la­den und geschult, die Kam­pa­gnen­mo­ti­ve wie Kunst­wer­ke ent­hüllt. Zu essen gab es ein Pio­nier- und ein Sti­li­ko­nen- Menü. Jeder Außen­dienst­ler erhielt von mir einen hand­ge­schrie­be­nen Brief. Das Ergeb­nis: Kal­de­wei revo­lu­tio­nier­te die Sani­tär­bran­che. Und wird seit­her erkenn­bar kopiert. Gibt es ein schö­ne­res Kom­pli­ment? Das gilt nicht nur für den loka­len Markt.

War­um sich nur auf den DACH-Markt fokus­sie­ren, anstatt die Welt zu erobern? Hier ist wich­tig: „Think glo­bal. Act local!“ Sei­en Sie vor Ort. Hören Sie zu. Beob­ach­ten Sie. Ler­nen Sie, Gemein­sam­kei­ten und Unter­schie­de zu ver­ste­hen. Und schließ­lich: Pas­sen Sie Ihren Auf­tritt an die hete­ro­ge­nen Markt­be­son­der­hei­ten an und blei­ben Sie sich gleich­zei­tig treu. Über­zeu­gen und begeis­tern Sie Mit­ar­bei­ten­de, Kun­den, Han­dels­part­ner, Medi­en und Mul­ti­pli­ka­to­ren. Nicht nur ein­mal. Der ste­te Trop­fen höhlt den Stein. Erfolgs­bei­spiel: Ger­man Home­style. Füh­ren­de deut­sche Bad-, Küchen- und Möbel­mar­ken stell­ten auf dem 12.000 m2 gro­ßen Ger­man Pavil­lon in Nan­jing ihre Mar­ken aus. Vier­zig Pro­zent Umsatz­plus in die­sem kon­sum­freund­li­chen Kli­ma spre­chen für sich. Auch wenn Coro­na eine arge Her­aus­for­de­rung für das glo­ba­le Busi­ness dar­stellt: Die erfolg­rei­che Zukunft ist glo­bal. „Made in Ger­ma­ny“ ist nach wie vor ein wert­ge­schätz­tes Ver­spre­chen, das dem glo­ba­len Kon­su­men­ten Wer­tig­keit und Sicher­heit garantiert.

Be dis­rup­ti­ve. Sei frech. 360 Grad. Es geht dar­um, den Mar­ken­kern glaub­wür­dig und auf­merk­sam­keits­stark zu leben. Es reicht nicht zu sagen: Ich bin beson­ders! Ihre Pro­duk­te und Maß­nah­men müs­sen es wider­spie­geln. Wenn Apple behaup­tet: „Think dif­fe­rent“, dann wird es bewie­sen durch Pro­dukt­in­no­va­tio­nen wie iPod, iPad und wei­te­re weg­be­rei­ten­de Pro­duk­te. Mont­blanc lan­cier­te mit dem Star­Wal­ker das erfolg­reichs­te Schreib­ge­rät für die „Eli­te of tomor­row“. Audi wur­de durch inno­va­ti­ve Pro­dukt­ein­füh­run­gen wie den Audi TT und A8 sei­nem Posi­tio­nie­rungs­an­spruch „Vor­sprung durch Tech­nik“ gerecht. Ein „easy cake“? Nein. Es gilt, mit Lei­den­schaft, Kon­se­quenz und Mut nicht nur zu sagen, was man tut, son­dern auch zu tun, was man sagt!

Mit außergewöhnlichem Storytelling aus der Masse hervorstechen: die extravagante Markenpositionierung von Kaldewei. Abbildung: Kaldewei

Mit außer­ge­wöhn­li­chem Sto­rytel­ling aus der Mas­se her­vor­ste­chen: die extra­va­gan­te Mar­ken­po­si­tio­nie­rung von Kal­de­wei. Abbil­dung: Kaldewei

Eine Mar­ke muss erleb­bar gemacht und insze­niert wer­den. Der Auf­tritt soll bis ins letz­te Detail holis­tisch über alle Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ka­nä­le ver­teilt wer­den. Es gilt, die Mar­ken­po­si­tio­nie­rung – auch wenn sie nicht nach außen getra­gen wird, son­dern eher ein inter­nes Navi­ga­ti­ons­sys­tem ist – bis ins Detail erleb­bar zu machen. Die „Cus­to­mer Jour­ney“ will authen­tisch und mit Ver­gnü­gen gelebt wer­den. Das macht Mar­ken begeh­rens­wert und kre­iert den Wow-Effekt, aus dem Love Brands ent­ste­hen. Lei­der gibt es aber immer wie­der Stil­brü­che in der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ket­te. Zum Bei­spiel wur­den auf dem Luxu­ry Busi­ness Day Cham­pa­gner und Kavi­ar ser­viert. Als Schreib­ge­rä­te gab es aller­dings Plas­tik­ku­gel­schrei­ber des Part­ner­un­ter­neh­mens EY. Das fiel auf – lei­der nicht posi­tiv. Ergo: ins­be­son­de­re bei Events, Mes­sen, Tagun­gen etc. gilt es, holis­tisch her­vor­zu­ste­chen. Sowohl in punc­to Loca­ti­on, Spea­k­er, Cate­ring als auch im Detail, wie zum Bei­spiel dem hand­ge­schrie­be­nen Brief auf dem Zimmer.

Pro­fa­ne Pro­dukt­wer­bung ist aus­tausch­bar. Immer ist es das Sto­rytel­ling, das „Roman­cing“ der Mar­ke und der Pro­duk­te, das ins Auge sticht und sowohl B2B- als auch B2C-Kun­den für die Mar­ke gewinnt. Dank Digi­ta­li­sie­rung und Social Media haben Mar­ken heu­te vie­le Mög­lich­kei­ten, ihre Bot­schaf­ten ziel­grup­pen­ge­recht und authen­tisch zu kom­mu­ni­zie­ren. Es ist wich­tig, Mar­ken behut­sam und glaub­wür­dig zu ver­jün­gen, Rele­vanz zu behal­ten und immer wie­der neue weg­wei­sen­de Impul­se zu geben. Mikro-Mar­ke­ting ist hier der Schlüs­sel zum Erfolg. Die Mar­ken­bot­schaft muss über alle Kanä­le und Ziel­grup­pen hin­weg begehr­lich kom­mu­ni­ziert wer­den. Das bedingt, per­ma­nent am Puls der Zeit zu sein und den Men­schen samt sei­nen Bedürf­nis­sen im Fokus zu haben.

Luxus­la­bels enga­gie­ren Rap-Stars als Key Opi­ni­on Lea­der, fal­len mit uner­war­te­ten Co-Bran­ding-Maß- nah­men auf, kurz: Sie über­ra­schen immer wie­der. Erfolgs­bei­spie­le: Wol­ford und Adi­das, Tif­fa­ny und Nike, Mer­ce­des und die Fashion Week. Damit und mit pas­sen­den „sexy“ Pro­duk­ten sowie der Mar­ken­di­ver­si­fi­zie­rung als Life­style-Unter­neh­men. Doch der Weg von wow zu „over the top“ ist ein schwie­ri­ger. Wenn Opel Wer­bung mit der Design-Iko­ne Karl Lager­feld lan­ciert, aber lang­fris­tig kei­ne ent­spre­chen­den Pro­dukt­in­no­va­tio­nen bringt, ergibt sich ein scha­ler Bei­geschmack. Der Kun­de „erkennt die Absicht und er ist ver­stimmt“. Ein No-Go: Green­wa­shing und ande­re „MeToo­me­a­su­re­ments” sowie Maß­nah­men, die „bor­ro­wed inte­rest“ erken­nen las­sen. Wich­tig ist, authen­tisch, glaub­wür­dig und lang­fris­tig zu agie­ren. Intern wie extern. Das braucht Zeit und Durch­hal­te­ver­mö­gen. Ein Image­wan­del wie der von Audi braucht fünf bis zehn Jah­re. Hal­ten Sie durch! Dann gelingt das Wun­der­werk einer erfolg­rei­chen Mar­ken­füh­rung. Dazu gehört auch Gue­ril­la-Mar­ke­ting: Sei­en Sie frech und über­ra­schend, wo Sie nie­mand erwartet.


Pro­fa­ne Pro­dukt­wer­bung ist unin­ter­es­sant und aus­tausch­bar. Immer ist es das Sto­rytel­ling, das ‚Roman­cing‘ der Mar­ke, das ins Auge sticht und Kun­den für die Mar­ke gewinnt.“ 

Nico­le Roesler


Nicht nur vie­le Mar­ken, Pro­duk­te und Auf­trit­te sind aus­tausch­bar. Auch ihre Kom­mu­ni­ka­ti­ons­maß­nah­men sind oft weder effek­tiv noch auf­fal­lend. Ten­den­zi­ell: fad. Wenn Fashion-Labels auf Dop­pel­sei­ten die berühm­te Sep­tem­ber-Vogue mit den ange­sag­tes­ten Models und Foto­gra­fen­shoo­tings zu hor­ren­den Prei­sen bele­gen – ist das ziel­füh­rend? Oder zeigt es nur: Wir sind dabei. Wie lahm. Ein eige­nes Event wäh­rend der infla­tio­nä­ren und eli­tä­ren Fashion-Shows könn­te mit weit weni­ger mone­tä­rem Ein­satz zu deut­lich mehr Auf­merk­sam­keit füh­ren. Sei­en Sie da, wo Ihre Ziel­grup­pe ist, aber nicht Ihr Wett­be­werb. Über­ra­schen und „be-char­men“ Sie auf fri­sche, neu gedach­te Art und Wei­se. Das macht Love Brands aus. Posi­ti­ves Bei­spiel: Red Bull und die Flug­wett­be­wer­be selbst gebas­tel­ter Him­mels­kör­per. Das ver­leiht Flü­gel. Ihre Fan­ta­sie ver­leiht der Mar­ke Flügel.

Tue Gutes und erzähle es

Hege, pfle­ge und nut­ze dein Netz­werk. Ver­bin­de und schaf­fe gegen­sei­ti­gen Nut­zen. Aber wann hat es Ihnen schon mal die Mie­te gezahlt, Return on Invest gebracht? Hier liegt gro­ßes per­spek­ti­vi­sches Poten­zi­al. Immer dann, wenn wir Ver­bin­dun­gen kre­ieren, die soge­nann­te Win-win-Situa­tio­nen schaf­fen. Auch hier geht es um Krea­ti­vi­tät und Fan­ta­sie, gepaart mit Glaub­wür­dig­keit. Koope­ra­tio­nen mit Uni­ver­si­tä­ten – der Ziel­grup­pe der Zukunft – und Design-Wett­be­wer­be etc. eröff­nen Per­spek­ti­ven, um her­an­wach­sen­de Gene­ra­tio­nen auf Ihre Mar­ke auf­merk­sam zu machen. Sie öff­nen Ihre Mar­ke, las­sen fri­sche Gedan­ken zu und begeis­tern die Influen­cer von mor­gen für sich. Ent­schei­dend ist: Kre­ieren Sie einen Hype um Ihre Mar­ke samt außer­ge­wöhn­li­chen Maß­nah­men. Begeis­tern Sie Pres­se, Medi­en, Men­schen durch Ihre Beson­der­heit. Ste­chen Sie durch außer­ge­wöhn­li­che Öffent­lich­keits­ar­beit her­vor. Wer­den Sie zur Kult­mar­ke, zum Star. Erwe­cken Sie Begehr­lich­keit, bau­en Sie Fans und Fol­lower auf. Wer­den Sie unwiderstehlich.

Wer sich rar­macht, fas­zi­niert. Limi­ta­ti­on schaff t Ver­lan­gen. Ob Mont­blanc, Her­mès oder – ein Bei­spiel aus dem All­tag – im Lie­bes­le­ben: Agie­ren Sie nicht infla­tio­när. Das lang­weilt. Set­zen Sie Akzen­te. Gezielt und nach­hal­tig. Cus­to­miza­ti­on ist im Pre­mi­um­seg­ment ein Schlüs­sel für den Mar­ken­er­folg. Gera­de um dem immer uni­for­mer wer­den­den Basis­seg­ment, den Eigen­mar­ken und der „Geiz ist geil“-Kultur ent­ge­gen­zu­wir­ken, ist es wich­tig, selbst­be­wusst, limi­tiert und mit bes­tem Ser­vice auf­zu­tre­ten. Vor­bei sind die Zei­ten, in denen arro­gan­te Ver­käu­fer erfolgs­ver­hin­dernd agie­ren durf­ten. Es gilt, die Kun­den­be­dürf­nis­se char­mant zu erah­nen, Upsel­ling zu betrei­ben, Mehr­wert zu schaf­fen und Kun­den fürs Leben zu gewin­nen. Wenn Ihre Kun­den bereit sind, bis zu einem Jahr auf Ihr Pro­dukt zu war­ten, dann ist das ein Ritterschlag.

Be the keeper of the flame

Mar­ken­füh­rung ist nichts für Weich­ei­er. Die Kon­kur­renz ist hart. Der Wind dreht sich schnell. Blei­ben Sie am Puls der Zeit und agie­ren Sie, statt zu reagie­ren oder gar zu sta­gnie­ren. Gera­de die Coro­na­pan­de­mie hat gezeigt, wie schnell sich Markt­ge­ge­ben­hei­ten ändern kön­nen. Blei­ben Sie authen­tisch und Ihrem Mar­ken­kern treu. Doch auch mutig, um immer wie­der neue Wege zu gehen. Ein Schön­wet­ter­ka­pi­tän wird vom Wind weg­ge­bla­sen. Eine star­ke Mar­ke hat Bestand und bleibt. Set­zen Sie die Segel neu und ver­lie­ren Sie Ihre Mann­schaft nicht aus den Augen. Wenn Sie Ihr Unter­neh­men und Ihre Mit­ar­bei­ten­den stets wei­ter­ent­wi­ckeln und mit­neh­men, durch Mensch­lich­keit, Sinn­haf­tig­keit und Wert­schät­zung, sind das die bes­ten Vor­aus­set­zun­gen, um dem Sturm zu trot­zen und die Mar­ke zur Insti­tu­ti­on zu machen. Letzt­lich sind es die Unter­neh­mens­füh­rer und die Mit­ar­bei­ten­den, die ihre Mar­ke leben und auf Erfolgs­kurs halten.

Fazit: Ein Stuhl ist nicht nur ein Stuhl, ein Tisch nicht nur ein Tisch, ein Was­ser­hahn … Es ist die Mar­ke, die strahlt, begeis­tert und in den lang­fris­ti­gen Erfolg führt. Eine Mar­ke ist ein Stern im Uni­ver­sum. Eine Per­sön­lich­keit, die Begehr­lich­keit erweckt und strahlt. Das ist mei­ne Mis­si­on: Mar­ken Strahl­kraft zu ver­lei­hen. Ganz nach dem Cre­do: Geh nicht nur die glat­ten Stra­ßen. Geh Wege, die noch nie­mand ging, damit du Spu­ren hin­ter­lässt und nicht nur Staub (Antoine de Saint-Exupéry).


Der Autor: Nicole Roesler

Nicole Roesler, CEO German Wunderwerk. Abbildung: German Wunderwerk

Nico­le Roes­ler ist Mar­ke­ting­pio­nie­rin und Grün­de­rin von Ger­man Wun­der­werk, einer Mar­ken-, Kom­mu­ni­ka­ti­ons- und Design-Agen­tur in Düs­sel­dorf. Sie berät Unter­neh­men bei der Fin­dung, For­mu­lie­rung und Umset­zung von deren Mar­ken­per­sön­lich­keit. Ihre Arbeit für ver­schie­de­ne Pre­mi­um­mar­ken wur­de viel­fach aus­ge­zeich­net, unter ande­rem mit dem Ger­man Design Award, dem Ger­man Brand Award, mit Red Dot, IF und Good Design. Nico­le Roes­ler ver­fügt über ein hoch­ka­rä­ti­ges inter­na­tio­na­les Netz­werk aus Unter­neh­mern, Archi­tek­ten, Desi­gnern, Medi­en und Mul­ti­pli­ka­to­ren. germanwunderwerk.de

„OFFICE BRANDS. Top-Marken für die Büroarbeit. Band 2“, Robert Nehring (Hg.), PRIMA VIER Nehring Verlag, Berlin 2023, 160 Seiten, DIN A4, 59,90 € (Hardcover), 49,90 € (E-Book). Erhältlich unter my-officebrands.de.

BUCHTIPP:

OFFICE BRANDS. Top-Marken für die Büroarbeit. Band 2

Im zwei­ten Sam­mel­band „OFFICE BRANDS. Top-Mar­ken für die Büro­ar­beit“ wer­den 30 Unter­neh­men vor­ge­stellt, die für Mar­ken­qua­li­tät in Büro­um­ge­bun­gen ste­hen. In aus­führ­li­chen Por­träts wer­den deren Geschich­te, Gegen­wart und Zukunft the­ma­ti­siert. Zur Ein­lei­tung des Buches zäh­len Bei­trä­ge von renom­mier­ten Mar­ken­ex­per­ten. Auch die­ser im Ber­li­ner PRIMA VIER Neh­ring Ver­lag erschie­ne­ne Sam­mel­band stellt mit sei­nen 160 hoch­wer­tig pro­du­zier­ten Sei­ten ein opu­len­tes Kom­pen­di­um dar. Das Buch ergänzt den ers­ten Band aus 2022. Bei­de Bän­de zusam­men ent­hal­ten 65 Por­träts von Big Brands für die Arbeit in Home­of­fice, Office und an drit­ten Arbeitsorten.

„OFFICE BRANDS. Top-Mar­ken für die Büro­ar­beit. Band 2“, Robert Neh­ring (Hg.), PRIMA VIER Neh­ring Ver­lag, Ber­lin 2023, 160 Sei­ten, DIN A4, 59,90 € (Hard­co­ver), 49,90 € (E-Book).

Erhält­lich unter: my-officebrands.de.

 

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