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Mehr Dynamik im Videocall: Interview mit Phil Libin

Video­kon­fe­ren­zen und Online-Prä­sen­ta­tio­nen müs­sen nicht ermü­dend sein. Lei­der sind sie es aber oft. Im exklu­si­ven Video-Inter­view hat uns Phil Libin, ehe­ma­li­ger Chef von Ever­no­te, ver­ra­ten, wie sei­ne neue Video­call-Lösung mmhmm mehr Dyna­mik und Inter­ak­ti­on in die vir­tu­el­le Kom­mu­ni­ka­ti­on bringt.

Phil Libin, ehemaliger Chef von Evernote sowie Gründer und CEO von All Turtels und mmhmm. Abbildung: OFFICE ROXX

Phil Libin, ehe­ma­li­ger Chef von Ever­no­te sowie Grün­der und CEO von All Tur­tels und mmhmm. Abbil­dung: OFFICE ROXX

OFFICE ROXX: Phil, wie viele Stunden pro Tag verbringst du in Videokonferenzen?

Phil Libin: Im Mai 2020, kurz nach dem Start der Pan­de­mie, haben wir mmhmm auf Remo­te first umge­stellt und all unse­re Büros in San Fran­cis­co, Tokio und Paris kom­plett geschlos­sen. Knapp 70 Mit­ar­bei­ter arbei­ten über­all auf der Welt – auch in Ber­lin –, und wir kom­mu­ni­zie­ren nur per Video­kon­fe­ren­zen. Also ziem­lich vie­le Stun­den. Es sind unzäh­li­ge Calls.

Wie bewertest du das Phänomen Zoom-Müdigkeit?

Video­kon­fe­ren­zen wer­den nicht ver­schwin­den, also müs­sen sie bes­ser wer­den, ange­neh­mer und abwechs­lungs­rei­cher. Dar­an arbei­ten wir bei mmhmm. Eben damit Zoom-Müdig­keit gar nicht erst entsteht.

Was unterscheidet deine App für Videocalls von anderen Lösungen?

Wir haben Fea­tures für mmhmm ent­wi­ckelt, die es so bei ande­ren Anbie­tern von Video­kon­fe­renz-Soft­ware nicht gibt. Ich kann mit mmhmm zum Bei­spiel die Zeit mani­pu­lie­ren. Bei jedem Video­call lässt sich ganz belie­big zwi­schen vor­her auf­ge­nom­me­nen Sequen­zen und dem aktu­el­len Gespräch hin und her wech­seln, qua­si wie ein DJ. Ich kann die Reak­tio­nen mei­nes Gegen­übers beim Betrach­ten des Vide­os beob­ach­ten und dann spon­tan ent­schei­den, wann ich das vor­her auf­ge­nom­me­ne Video live kom­men­tie­re. Außer­dem haben wir das Fea­ture Copi­lot 2.0 ent­wi­ckelt. Mit ihm las­sen sich zwei Spea­ker in einem Fens­ter neben­ein­an­der plat­zie­ren. Fast so wie bei einem natür­li­chen Gespräch. Man muss sich nicht mehr stän­dig fron­tal anstar­ren, was auf Dau­er anstren­gend und ner­vig ist.

Was macht die App für den Office-Bereich wertvoll?

Ich will nicht, dass Video-Kom­mu­ni­ka­ti­on als schlech­ter Ersatz für per­sön­li­che Tref­fen betrach­tet wird. Wir alle waren in den letz­ten andert­halb Jah­ren gezwun­gen, Vide­os zu benut­zen, auch im pro­fes­sio­nel­len Umfeld. Mit unse­rer Soft­ware wol­len wir Video­kon­fe­ren­zen von die­sem Zwang befrei­en und den Nut­zern Kom­mu­ni­ka­ti­ons-Super­kräf­te geben. So kom­men Dyna­mik, Spaß und letzt­lich auch Effek­ti­vi­tät in die Sache, und das macht unse­re Soft­ware wert­voll für das pro­fes­sio­nel­le Umfeld. Natür­lich sind per­sön­li­che Tref­fen von Bedeu­tung. Es ist aber völ­lig wahn­sin­nig, für ein Busi­ness-Mee­ting in einem engen Raum in eine ande­re Stadt zu rei­sen und sich vier Stun­den gemein­sam Charts anzu­schau­en. Die­se Infor­ma­tio­nen kann ich mir über Video auf gro­ßen Moni­to­ren zu Hau­se wesent­lich bes­ser anschauen.

Das mmhmm-Update Chunky hält einige nützliche Business-Features bereit. Abbildung: mmhmm.app

Das mmhmm-Update Chun­ky hält eini­ge nütz­li­che Busi­ness-Fea­tures bereit. Abbil­dung: mmhmm

Gibt es weitere spezielle Business-Features?

Unse­re Soft­ware eig­net sich per­fekt für Ver­kaufs­prä­sen­ta­tio­nen. Zum einen wegen der bereits genann­ten DJ-Funk­ti­on, zum ande­ren las­sen sich auch Prä­sen­ta­tio­nen und Sli­des belie­big wäh­rend der Prä­sen­ta­ti­on anpas­sen. Ich kann zum Bei­spiel die Spra­che ändern, die dann in allen wei­te­ren Sli­des über­nom­men wird. Ich kann Bil­der nach­träg­lich ändern und vie­les mehr. Außer­dem haben wir eine Art Daten­bank – sie heißt Loaf – ent­wi­ckelt, ich nen­ne es das Net­flix für die Arbeit, auf der sich alle Video-Prä­sen­ta­tio­nen spei­chern las­sen und für alle Mit­glie­der abruf­bar sind. Das sind ein paar der Fea­tures, die gera­de für Spea­ker sehr wert­voll sind. Unse­re Soft­ware stellt dabei nicht die Prä­sen­ta­ti­on in den Vor­der­grund, son­dern den Spre­cher, und wie er oder sie mit den Sli­des inter­agiert. Das soll­te das Wich­tigs­te sein.

Es geht also darum, dass alles einfacher und zugänglicher wird?

Genau. Jeder kennt doch die­ses ver­rück­te Tänz­chen, wenn man den Bild­schirm teilt und fragt, ob alle nun die Prä­sen­ta­ti­on sehen kön­nen. Schreck­lich umständ­lich und unprak­tisch. Das wol­len wir ver­mei­den. Bei mmhmm kann ich ein­fach etwas ein­tip­pen und es erscheint sofort auf dem Bildschirm.

Lässt sich die App auch eigenständig benutzen oder wird immer eine zusätzliche Software wie Microsoft Teams oder Zoom benötigt?

Wir arbei­ten an einem eigen­stän­di­gen Pro­dukt. Bis jetzt benö­tigt man eine zusätz­li­che Soft­ware. Aber mmhmm ist mit allen Lösun­gen am Markt kom­pa­ti­bel. Es soll­te auch mit Open-Source-Lösun­gen funk­tio­nie­ren. Uns ist nichts ande­res bekannt.

Vielen Dank für das Gespräch.

Die Fra­gen stell­te Ger­rit Krämer.

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