OFFICE PIONEER Dr. Alexandra Hildebrandt: Zukunft in Ausschnitten. Die Nachhaltigkeit in der Arbeitswelt

Dr. Alex­an­dra Hil­de­brandt ist ein Office Pioneer, wie er im Buche steht. Denn mit die­sem Bei­trag ist die Publi­zis­tin und Nach­hal­tig­keits­ex­per­tin auch in dem Sam­mel­band »OFFICE PIONEERS: Aus­bli­cke auf das Büro 2030« präsent.

Dr. Alexandra Hildebrandt Publizistin, Autorin, Nachhaltigkeitsexpertin und XING Top Mind. Abbildung: Nicole Simon Photography

Dr. Alex­an­dra Hil­de­brandt Publi­zis­tin, Autorin, Nach­hal­tig­keits­ex­per­tin und XING Top Mind. Abbil­dung: Nico­le Simon Photography

Auch wenn sich nicht genau pla­nen lässt, wie sich die Din­ge wei­ter­ent­wi­ckeln, so ist es den­noch sinn­voll, sich Gedan­ken über das zu machen, was auf uns zukom­men könn­te, und Fra­gen zu stel­len, die uns hel­fen, die Zukunft schon heu­te in Aus­schnit­ten zu öff­nen. Es gibt vie­le ver­schie­de­ne Bil­der und Vor­stel­lun­gen über mög­li­che »Zukünf­te«. Das Anti­zi­pie­ren tech­no­lo­gi­scher und gesell­schaft­li­cher Trends sowie die Aus­ein­an­der­set­zung mit mög­li­chen Fol­gen für Unter­neh­men und Ent­schei­dungs­trä­ger oder die Gesell­schaft als Gan­zes sind von enor­mer Bedeu­tung. Nur wenn wir uns in Wis­sen­schaft, Poli­tik, Wirt­schaft und Gesell­schaft bereits heu­te mit Mög­lich­keits­räu­men der Zukunft und grund­le­gen­den Fra­gen zum gesell­schaft­li­chen und tech­no­lo­gi­schen Wan­del der Zukunft beschäf­ti­gen, kön­nen wir unser Han­deln auf kom­men­de Bedürf­nis­se und Her­aus­for­de­run­gen ein­stel­len und inno­va­tiv blei­ben. Gute Sze­na­ri­en erleich­tern die Kom­mu­ni­ka­ti­on über die Zukunft und bil­den unter­schied­li­che plau­si­ble Ent­wick­lun­gen ab. Mit ihnen wer­den ers­te Anzei­chen für Trends iden­ti­fi­ziert, die dann zu the­ma­ti­schen Fra­ge­stel­lun­gen wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den kön­nen. Wor­auf es ankommt, ist nicht, Zukünf­te prä­zi­se vor­her­zu­sa­gen, son­dern so gut wie mög­lich auf sie vor­be­rei­tet und hand­lungs­fä­hig zu sein.
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Das neue Arbeiten

Die soge­nann­te Pur­po­se Eco­no­my for­dert zu Lösun­gen durch inno­va­ti­ves Den­ken und Han­deln auf. Vor allem die jun­ge Genera­ti­on erwar­tet von ihrem Arbeit­ge­ber ein Umden­ken sowie Rah­men­be­din­gun­gen, die Moti­va­ti­on, Refle­xi­on, Enga­ge­ment, Sinn­ver­mitt­lung und Selbst­ver­wirk­li­chung gewähr­leis­ten. Sie hin­ter­fragt eige­ne Hand­lungs­wei­sen, aber auch die von Unter­neh­men und Orga­ni­sa­tio­nen. Die­ser Kli­ma­wech­sel in der Arbeits­welt wird Füh­rungs­per­sön­lich­kei­ten her­vor­brin­gen, deren Sta­tus allein dar­an erkenn­bar ist, was sie sind und tun. »Vie­le wer­den meh­re­re Jobs gleich­zei­tig anneh­men, die für eine bestimm­te Pro­jekt­dau­er ver­ge­ben wer­den. Die Arbeit soll sinn­stif­tend sein – Arbeits­lohn, Fir­men­fahr­zeug oder ande­re ›Annehm­lich­kei­ten‹ haben an Bedeu­tung ver­lo­ren. Stän­di­ge Wei­ter­bil­dung zur beruf­li­chen Qua­li­fi­ka­ti­on wird für den ›Pro­jekt­ma­na­ger‹ selbst­ver­ständ­lich sein«, sagt Uwe Johännt­gen, Lei­ter Busi­ness Deve­lo­p­ment bei der Memo AG.

Lan­ge sind Unter­neh­mens­be­rei­che wie ein geschlos­se­ner Kos­mos gewe­sen, der frü­her auch funk­tio­niert hat. Doch heu­te und in Zukunft gilt das immer weni­ger. Vor die­sem Hin­ter­grund ist es wich­tig, dass die Unter­neh­mens­füh­rung rich­ti­ge Rah­men­be­din­gun­gen für das Ver­hal­ten der Orga­ni­sa­ti­ons­mit­glie­der schafft. So wird eine leben­di­ge Unter­neh­mens­kul­tur ermög­licht, die zwi­schen den Men­schen ein Gefühl von Gemein­schaft stif­tet. Die Zukunft wird – so der Wunsch vie­ler Men­schen – von einem huma­nen Umfeld geprägt sein, in dem ihre Ideen aner­kannt wer­den und sie sich als Teil einer sinn­stif­ten­den Gemein­schaft fühlen.

Die Begrif­fe Arbeit 4.0 und New Work wer­den heu­te fast gleich­be­deu­tend ver­wen­det. Sie sind eine Reak­ti­on auf ver­schie­de­ne gesell­schaft­li­che und orga­ni­sa­tio­na­le Ent­wick­lun­gen wie demo­gra­fi­scher Wan­del, Glo­ba­li­sie­rung, Digi­ta­li­sie­rung und Inter­na­tio­na­li­sie­rung sowie einen ver­än­der­ten Markt, in dem alte Struk­tu­ren nicht mehr funk­tio­nie­ren. New Work wird vor allem mit einem hohen Anpas­sungs­be­darf für Orga­ni­sa­tio­nen und neue Chan­cen in Ver­bin­dung gebracht. His­to­risch hat der Begriff aller­dings eine ande­re Bedeu­tung: Er geht zurück auf den ame­ri­ka­ni­schen Phi­lo­so­phen Frith­jof Berg­mann, der ihn bereits in den 1980er-Jah­ren geprägt hat. Frei­heit defi­niert er nicht nur als Wahl zwi­schen Alter­na­ti­ven, son­dern vor allem als Hand­lungs­frei­heit, die frü­her – zumin­dest ansatz­wei­se – Heim­ar­bei­ter hatten.

Die Fle­xi­bi­li­tät der Arbeits­zeit und des Arbeits­or­tes hat in den letz­ten Jah­ren kon­ti­nu­ier­lich zuge­nom­men, vor allem begüns­tigt durch die Digi­ta­li­sie­rung. Tech­no­lo­gi­sche und gesell­schaft­li­che Trans­for­ma­ti­ons­pro­zes­se füh­ren zu einer Auf­lö­sung kon­ven­tio­nel­ler Struk­tu­ren. Frü­her waren Arbeit und Pri­va­tes strikt getrennt. »Eine Gren­ze zwi­schen Beruf und Pri­vat­le­ben wird künf­tig schwer zu zie­hen sein«, bemerkt Johännt­gen: »Arbeit wird von sie­ben Uhr mor­gens bis elf Uhr abends statt­fin­den und Nine-to-five gehört der Ver­gan­gen­heit an. Zwi­schen­durch geht es zum Sport, man holt die Kin­der von der Schu­le oder vom Kin­der­gar­ten ab, isst gemein­sam mit der Fami­lie und trifft am Nach­mit­tag einen Freund oder einer Freun­din. Da wir mehr oder weni­ger rund um die Uhr digi­tal im Job erreich­bar sind, wird es wich­ti­ger denn je, eine aus­ge­wo­ge­ne und für sich stim­mi­ge Work-Life-Balan­ce zu fin­den.« Er ver­weist dar­auf, dass zwar in offe­nen und groß­zü­gi­gen Büros zusam­men­ge­ar­bei­tet wird, aber auch Rück­zugs­mög­lich­kei­ten für kur­ze Arbeits­pau­sen oder infor­mel­le Gesprä­che gege­ben sein wer­den, die im abge­trenn­ten Loun­ge­be­reich statt­fin­den oder in Büroboxen.

Künftig wird die Nachfrage nach Papier, Bürobedarf und Schreibwaren gering sein. Dann werden auch nur noch nachhaltige PBS-Produkte benötigt. Abbildung: Thomas Kinto, Unsplash

Künf­tig wird die Nach­fra­ge nach Papier, Büro­be­darf und Schreib­wa­ren gering sein. Dann wer­den auch nur noch nach­hal­ti­ge PBS-Pro­duk­te benö­tigt. Abbil­dung: Tho­mas Kin­to, Unsplash

»Statt Din­ge zu pla­nen und stra­te­gisch anzu­ge­hen, wer­den neue Ideen ein­fach aus­pro­biert. Schnell sein lau­tet die Devi­se. Wenn nötig, wer­den Anpas­sun­gen vor­ge­nom­men. Wenn die­se funk­tio­nie­ren, kön­nen die Din­ge wei­ter aus­ge­ar­bei­tet wer­den und wenn nicht, wer­den sie ver­wor­fen«, so Uwe Johännt­gen. Eine im Unter­neh­men imple­men­tier­te Inno­va­ti­ons­kul­tur wird die Zukunfts­fä­hig­keit des Unter­neh­mens bestim­men und wird als Wett­be­werbs­fak­tor immer rele­van­ter. Digi­tal ori­en­tier­te Büro- und Wis­sens­ar­beit wird dann an jedem belie­bi­gen Ort statt­fin­den: »Jeder Platz, an dem man sich wohl­fühlt und pro­duk­tiv arbei­ten kann, wird genutzt – das Home­of­fice, Cafés, der Zug, ein schö­ner Platz im Park oder am See. Auch wenn wir ten­den­zi­ell fle­xi­bler und even­tu­ell auch weni­ger arbei­ten wer­den, wird das Büro nach wie vor eine wesent­li­che Rol­le spie­len. Es ist mensch­lich wich­tig und auch für den unter­neh­me­ri­schen Erfolg bedeu­tend, einen Ort zu haben, an dem sich Men­schen per­sön­lich tref­fen, sich aus­tau­schen und auch ver­net­zen können.«

Nachhaltige Kultur braucht Natur

Im Zuge der Digi­ta­li­sie­rung wird sich die Ver­schmel­zung von Arbeit und Leben noch ver­stär­ken – bei­spiels­wei­se, wenn digi­ta­le Noma­den über­all und jeder­zeit an ihrem Lap­top arbei­ten oder sich in Cowor­king-Spaces zusam­men­schlie­ßen. Groß­un­ter­neh­men ver­su­chen, dies zu imi­tie­ren, indem sie ihre Büros mit Plas­tik­blu­men, Ruhe­bo­xen oder schall­dich­ten Glas­zel­len gestal­ten. Es wird aber auch in Zukunft genü­gen, die Rea­li­tät so zu neh­men, wie sie ist. Es braucht kei­ne Ohren­ses­sel in Star-Trek-Optik, Glüh­lam­pen unter Son­nen­schir­men, gar­niert mit Plas­tikran­ken. Wer selbst flie­gen will und heu­te in den Inno­va­ti­on Labs aus Plas­tik und Stahl mit den Flü­geln schlägt, soll­te zuerst die Natur ken­nen und lie­ben, denn der Auf­prall in Schein­wel­ten kann nicht nur hart sein, son­dern auch blind machen für die Wirk­lich­keit. In Zukunft wird es immer wich­ti­ger wer­den, dass Unter­neh­men Bedin­gun­gen schaf­fen, die ein per­ma­nent gutes Arbei­ten in einem natür­li­chen Umfeld ermöglichen.

Ein Vor­bild ist zum Bei­spiel die Memo AG. 1995 wur­de der Fir­men­stand­ort des nach­hal­ti­gen Online-Ver­sand­händ­lers vom Würz­bur­ger Stadt­zen­trum ins Gewer­be­ge­biet der Gemein­de Greu­ßen­heim ver­legt. Er liegt »auf der grü­nen Wie­se«, cir­ca 15 km west­lich von Würz­burg. Die Errich­tung des Fir­men­ge­bäu­des erfolg­te nach gesund­heits- und umwelt­ver­träg­li­chen Kri­te­ri­en. Der ans Fir­men­ge­bäu­de angren­zen­de Natur­gar­ten ist mit ein­hei­mi­schen Wild­blu­men, Sträu­chern und Bäu­men bepflanzt. Ein Teil der Wie­se wird in der war­men Jah­res­zeit nicht gemäht, um Insek­ten wert­vol­len Lebens- und Nah­rungs­raum zu geben. Auch Nist­käs­ten sind hier zu fin­den. Sie hel­fen dem Schutz der hei­mi­schen Vogel­welt, ermög­li­chen aber auch das Beob­ach­ten der Tie­re im Fir­men­gar­ten. Direkt ans Fir­men­ge­län­de angren­zend hat die Gemein­de ein klei­nes Bio­top ange­legt. Bei schö­nem Wet­ter ste­hen den Mit­ar­bei­tern in den Pau­sen eine bestuhl­te Ter­ras­se zum Ent­span­nen und eine gro­ße Rasen­flä­che für sport­li­che Akti­vi­tä­ten zur Ver­fü­gung. Gera­de in einer Zeit, in der Fach­kräf­te immer mehr gefragt sind, möch­ten Unter­neh­men ein attrak­ti­ves, moti­vie­ren­des und gesun­des Arbeits­um­feld bie­ten, das gleich­zei­tig einen öko­lo­gi­schen Bei­trag leis­tet. Wer an dau­er­haf­tem wirt­schaft­li­chem Erfolg inter­es­siert ist, muss auch an Umwelt- und Natur­schutz Inter­es­se haben.

Dass die Bio­phi­lie auch in die Arbeits­welt »ein­zieht«, zeigt das Bei­spiel Ama­zon: In The Sphe­res (drei kup­pel­för­mi­ge Gebäu­de) auf dem Ama­zon-Cam­pus im Zen­trum von Seat­tle kön­nen Mit­ar­bei­ter in Baum­häu­sern oder in Sitz­be­rei­chen unter mehr als zwölf Meter hohen Bäu­men zusam­men­kom­men. Außer­dem gibt es Pfa­de ent­lang rau­schen­der Was­ser­fäl­le. Im Mit­tel­punkt ste­hen Pflan­zen, Bäu­me, Son­nen­licht, Erde und Was­ser. Vie­le Pflan­zen wur­den aus bota­ni­schen Gär­ten, Baum­schu­len und Natur­schutz­pro­gram­men aus aller Welt zusam­men­ge­tra­gen. In allen Büro­räu­men der Memo AG und in der Cafe­te­ria fin­den sich spe­zi­ell für deren Raum- und Licht­ver­hält­nis­se aus­ge­wähl­te Pflan­zen, die das Arbeits­um­feld ver­schö­nern und das Raum­kli­ma verbessern.

Neues Arbeiten muss nachhaltig sein

Bei der Memo AG wur­den die Büro­wän­de mit recy­cel­ten Papier­fa­sern gedämmt. Die Par­kett­bö­den »atmen« und sind gewachst. Ergo­no­mi­sche Natur­holz­mö­bel aus dem eige­nen Pro­dukt­sor­ti­ment schaf­fen eine opti­ma­le Arbeits­um­ge­bung für die Mit­ar­bei­ter. Men­schen, Schreib­ti­sche und Büro­stüh­le mit atmungs­ak­ti­ven, aus­tausch­ba­ren Bezü­gen wer­den bei der Gestal­tung eines Bild­schirm­ar­beits­plat­zes eben­falls ganz­heit­lich betrach­tet, damit Hal­tungs­schä­den, Ver­span­nun­gen und Rücken­schä­den vor­ge­beugt wird und gleich­zei­tig ein ange­neh­mes per­sön­li­ches Ambi­en­te ent­steht. Alle rele­van­ten Arbeits­plät­ze sind mit Sitz-Steh-Tisch­kom­bi­na­tio­nen aus­ge­stat­tet und an die aktu­el­len Arbeits­an­for­de­run­gen angepasst.

Im Zuge der Digi­ta­li­sie­rung und Auto­ma­ti­sie­rung wer­den nach Ansicht von Uwe Johännt­gen nur noch weni­ge klas­si­sche Anbie­ter auch in Zukunft den PBS-Markt bedie­nen – die Nach­fra­ge nach Papier, Büro­be­darf und Schreib­wa­ren wird gering sein. »Aus­schließ­lich nach­hal­ti­ge PBS-Pro­duk­te wer­den in gering(er)en Men­gen benö­tigt – digi­ta­le Lösun­gen haben die­se Pro­duk­te weit­ge­hend ver­drängt. Die Anbie­ter, die auf die Her­stel­lung und Ver­mark­tung von digi­ta­len Pro­duk­ten, auf Raum­ge­stal­tung, ergo­no­mi­sche, nach­hal­ti­ge Büro­mö­bel, Bera­tungs- und Ser­vice­dienst­leis­tun­gen im Sin­ne der Nach­hal­tig­keit gesetzt haben, machen das Ren­nen.« Wenn er an das Büro der Zukunft denkt, sieht er Büros und Kon­fe­ren­zen in vir­tu­el­len Räu­men, Ava­tare, die etwas der indi­vi­du­el­len Per­sön­lich­keit in die vir­tu­el­le Welt brin­gen. Im rea­len Büro hat er Krea­tiv­räu­me vor Augen, die für jeden Anlass gestalt­bar sind, die moder­ne Arbeits­me­tho­den und die Mög­lich­keit für ein neu­es Arbei­ten, neu­es Den­ken und für neue Lösungs­an­sät­ze bie­ten: »Der Steh­tisch oder die The­ke an der Kaf­fee­bar sind der zen­tra­le Treff­punkt. In ent­spann­ter Wohl­fühl­at­mo­sphä­re tauscht man sich unter Kol­le­gen gern aus.« Sei­ner Ansicht nach wird das Büro 2030 »fle­xi­bel, mobil, sty­lish und wohn­lich sein. Gesun­de, recy­cel­te bzw. gut recy­cel­ba­re Mate­ria­li­en und ergo­no­mi­sche (Büro-)Möbel wer­den es prä­gen. Es gibt kei­ne fes­ten Arbeits­plät­ze – die höhen­ver­stell­ba­ren Schreib­ti­sche, die Beleuch­tung und die Jalou­sien stel­len sich am gewähl­ten Arbeits­platz auf die gespei­cher­ten Pro­fi­le der ein­ge­logg­ten Benut­zer ein. Cli­ents, Touch Tables, E-Flip­charts und ande­re Mul­ti­touch-Sys­te­me sind intui­tiv und per Spra­che bedien­bar. Sie wer­den wie Soft­ware und Updates zen­tral, ein­fach, kos­ten­güns­tig und mit hoher Daten­si­cher­heit verwaltet.«


„Auch wenn wir ten­den­zi­ell fle­xi­bler und even­tu­ell auch weni­ger arbei­ten wer­den, wird das Büro nach wie vor eine wesent­li­che Rol­le spielen.“

Dr. Alex­an­dra Hildebrandt,
Publi­zis­tin, Autorin, Nach­hal­tig­keits­ex­per­tin und XING Top Mind


Bei nach­hal­ti­gen Möbeln gilt der ers­te Gedan­ke heu­te der Umwelt­freund­lich­keit der ein­ge­setz­ten Mate­ria­li­en. Neben der Mate­ri­al­aus­wahl der Pro­duk­te und ihrer Her­stel­lung wer­den nach Johännt­gen wahr­schein­lich fol­gen­de Aspek­te entscheidend:

  • der Ener­gie­ver­brauch und die Kos­ten im gesam­ten Produktlebenszyklus,
  • die Aus­wir­kun­gen des Pro­dukts und der Pro­duk­ti­on auf Men­schen und Öko­sys­te­me und
  • die sozia­le Ver­ant­wor­tung des jewei­li­gen Herstellers.

Das The­ma gesun­des Arbeits­um­feld ist bei Memo Teil des inter­nen Nach­hal­tig­keits­pro­zes­ses, der ganz­heit­lich aus­ge­rich­tet ist. Der Aspekt Gesund­heit, zu Beginn des 21. Jahr­hun­derts der wich­tigs­te Motor für die wirt­schaft­li­che und gesell­schaft­li­che Ent­wick­lung, wird auch in Zukunft eine zen­tra­le Rol­le spie­len. Die Coro­na-Kri­se zeig­te ein­mal mehr, wie wich­tig Acht­sam­keit, Gemein­wohl und Kli­ma­schutz sind und mehr denn je sein wer­den. Vor dem Hin­ter­grund der Pan­de­mie und ihrer Aus­wir­kun­gen wir­ken Büro­tür­me auf vie­le Men­schen inzwi­schen wie Relik­te aus alter Zeit: Monu­men­tal­bau­ten ohne grö­ße­ren Nut­zen, einst als Sta­tus­sym­bol erschaf­fen, um Kon­kur­renz und Nach­welt zu beein­dru­cken. Seit dem Lock­down arbei­ten sie effek­tiv und zufrie­den im Home­of­fice. Ande­re sehen dage­gen eine neue Hoch­kul­tur des Prä­senz­zeit­al­ters her­auf­zie­hen und füh­len sich zu Hau­se ein­sam. »Home­of­fice macht eigent­lich nur dann Spaß, wenn man es frei­wil­lig tut und auch nicht stän­dig. Nach Coro­na erken­nen vie­le, wie wert­voll selbst jede klei­ne Begeg­nung mit Kol­le­gen im Büro ist, wie wert­voll der klei­ne Plausch an der Kaf­fee­ma­schi­ne ist und wie wert­voll es ist, wenn zwi­schen­durch das gan­ze Büro über einen Witz lacht«, sagt Clau­dia Sil­ber, Lei­te­rin der Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­ti­on bei der Memo AG. In Zukunft soll­te das Bes­te aus bei­den Wel­ten ver­schmel­zen. Die Arbeit könn­te dann bes­ser zu dem Leben pas­sen, das wir wirk­lich füh­ren wollen.

Anmerkung

Tei­le des Inter­views mit Uwe Johännt­gen wur­den vor der Coro­na-Kri­se geführt. Eini­ge Aus­sa­gen wür­den heu­te mög­li­cher­wei­se anders aus­fal­len. Für die Wie­der­auf­bau­pha­se nach Coro­na ist es aller­dings wich­tig, heu­te die Wei­chen – auch kli­ma­po­li­tisch – rich­tig­zu­stel­len und nach­hal­tig wirk­sa­me Kon­zep­te, wie sie hier ange­ris­sen wer­den, zu berücksichtigen.

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