Prof. Dr. Die­ter Lorenz ist ein Office Pioneer, wie er im Buche steht. Denn mit sei­nem Bei­trag ist er als Ange­hö­ri­ger der Tech­ni­schen Hoch­schu­le Mit­tel­hes­sen auch in dem gera­de erschie­ne­nen Band „OFFICE PIONEERS: Aus­bli­cke auf das Büro 2030“ prä­sent.

Prof. Dr. Dieter Lorenz, Angehöriger der Technischen Hochschule Mittelhessen, Forschung und Beratung Office Solutions. Abbildung: Andreas Gerhardt, Freiburg

Prof. Dr. Die­ter Lorenz, Ange­hö­ri­ger der Tech­ni­schen Hoch­schu­le Mit­tel­hes­sen, For­schung und Bera­tung Office Solu­ti­ons. Abbil­dung: Andre­as Ger­hardt, Frei­burg

Zu Beginn der durch die Coro­na-Pan­de­mie aus­ge­lös­ten größ­ten Wirt­schafts­kri­se nach dem Zwei­ten Welt­krieg eine Pro­gno­se abzu­ge­ben, wie das Büro im Jahr 2030 aus­se­hen wird, ist mutig. Aber ein paar Ori­en­tie­rungs­punk­te gibt es den­noch. Zunächst ein­mal hat ein Büro kei­nen Selbst­zweck, son­dern dient dazu, unter Beach­tung der Wirt­schaft­lich­keit die Pro­zes­se in einem Unter­neh­men zu unter­stüt­zen und den Men­schen geeig­ne­te Raum­struk­tu­ren zu bie­ten, in denen sie pro­duk­tiv und effek­tiv arbei­ten kön­nen. Dabei soll­te ihre Gesund­heit erhal­ten oder sogar geför­dert wer­den, und sie soll­ten sich wohl­füh­len kön­nen. Wel­che Büro­form dafür am bes­ten geeig­net ist, hängt vom jewei­li­gen Unter­neh­men und vor allem von der Arbeits­auf­ga­be ab, also nicht das Glei­che für alle.

Und den­noch hat man heu­te das Gefühl, das Büro der Zukunft sei längst all­ge­mein­gül­tig gefun­den: das non-ter­ri­to­ria­le Büro, bekannt auch als Smart Office, Acti­vi­ty Based Office etc. Kei­ne fes­te Zuord­nung von Arbeits­plät­zen zu Beschäf­tig­ten und ein ergän­zen­des Raum­an­ge­bot für spe­zi­el­le Büro­tä­tig­kei­ten (Pro­jekt­ar­beit, Bespre­chun­gen, Rück­zug, Chill-out etc.) sol­len ein Umfeld bie­ten, in das jede Orga­ni­sa­ti­ons- und Auf­ga­ben­form hin­ein­passt. Obwohl die­se Büro­form schon seit den 1980er-Jah­ren aus Skan­di­na­vi­en bekannt ist, hat sie sich erst in den letz­ten Jah­ren in Deutsch­land zu einem Hype ent­wi­ckelt. Ver­mut­lich wer­den vie­le Büros auch im Jahr 2030 als non-ter­ri­to­ria­le Büros aus­ge­führt wer­den. Aller­dings wer­den aus arbeits­wis­sen­schaft­li­cher Sicht der­zeit noch Feh­ler bei der Gestal­tung die­ser Büros gemacht. Daher wird hier ver­sucht, sich der Büro­form der Zukunft ana­ly­tisch zu nähern, indem rele­van­te Ein­fluss­fak­to­ren und deren erwart­ba­re Ver­än­de­run­gen in der Zukunft betrach­tet und bewer­tet wer­den. Fol­gen­de Fak­to­ren sind es wert, genau­er ana­ly­siert zu wer­den: die Unter­neh­mung, die Art der Arbeits­auf­ga­ben, der Stand der IT, die ein­schlä­gi­ge Gesetz­ge­bung, der Kli­ma­wan­del und die Beschäf­tig­ten.

Ange­sichts der kom­ple­xen The­ma­tik und der zur­zeit vola­ti­len sozio-öko­no­mi­schen Rah­men­be­din­gun­gen kann dies nur ansatz­wei­se gesche­hen.

 


OFFICE PIONEERS: Ausblicke auf das Büro 2030. Visionen. Chancen. Herausforderungen.

BUCHTIPP:

OFFICE PIONEERS: Ausblicke auf das Büro 2030

Wie könn­ten Büro­ar­beit und Büros 2030 aus­se­hen? Was wird dann wich­ti­ger sein als heu­te, was weni­ger? Die­ses Buch ent­hält die Ant­wor­ten von 58 renom­mier­ten Exper­ten.

„OFFICE PIONEERS: Aus­bli­cke auf das Büro 2030. Visio­nen. Chan­cen. Her­aus­for­de­run­gen.“, Robert Nehring (Hg.), PRIMA VIER Nehring Ver­lag, Ber­lin 2020, 208 S., DIN A4, 49,90 € (E-Book 39,90 €).

Erhält­lich unter: OFFICE-PIONEERS.de