Human Centric Ligh­t­ing ist für Licht­pla­ner gera­de das gro­ße The­ma, LEDs sind selbst­ver­ständ­lich und Ein­hei­ten wie Lumen und Kel­vin Teil des Stan­dard­vo­ka­bu­lars. Die Nut­zer, für die geplant wird, sind damit jedoch oft über­for­dert, zeigt eine Umfra­ge des Leuch­ten­her­stel­lers Led­van­ce.

Wer an Licht denkt, denkt häufig immer noch an Glühbirne. Abbildung: Pixabay

Wer an Licht denkt, denkt häu­fig immer noch an Glüh­bir­ne. Abbil­dung: Pixabay

Bringt HCL etwas? Zwei Drittel der Befragten bezweifeln das oder wissen zu wenig darüber.

Bringt HCL etwas? Zwei Drit­tel der Befrag­ten bezwei­feln das oder wis­sen zu wenig dar­über. Abbil­dung: Led­van­ce

Nur rund die Hälfte weiß mit Kelvin und Lumen etwas anzufangen.

Nur rund die Hälf­te weiß mit Kel­vin und Lumen etwas anzu­fan­gen. Abbil­dung: Led­van­ce

Human Centric Ligh­t­ing (HCL), ver­stan­den als das „rich­ti­ge Licht zur rich­ti­gen Zeit“, ist in der Licht­in­dus­trie eines der ganz gro­ßen Trend­the­men. Wis­sen­schaft­lich erwie­sen ist, dass ein eng am natür­li­chen Tages­licht­ver­lauf ori­en­tier­tes künst­li­ches Licht einen wert­vol­len Bei­trag leis­ten kann, den mensch­li­chen Tag-Nacht-Rhyth­mus zu sta­bi­li­sie­ren bzw. zu erhal­ten. Auch das Wohl­be­fin­den und die Gesund­heit kann es wohl ver­bes­sern.

Offen für HCL

Zur bio­lo­gi­schen Wir­kung von künst­li­chem Licht auf den mensch­li­chen Kör­per befragt, ant­wor­te­ten jedoch 66 Pro­zent der rund 1.000 von Led­van­ce befrag­ten Deut­schen, dass sie nicht dar­an glau­ben oder nichts dar­über wis­sen. Den­noch sehen eben­falls zwei Drit­tel grund­sätz­lich einen Vor­teil dar­in, mit­hil­fe von künst­li­chem Licht Kör­per und Geist ent­spre­chend den indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­sen sti­mu­lie­ren zu kön­nen. Es gibt also eine gro­ße Auf­ge­schlos­sen­heit gegen­über dem The­ma HCL. Kon­se­quen­ter­wei­se gaben 57 Pro­zent der Befrag­ten an, dass die bio­lo­gi­sche Licht­wir­kung einen gro­ßen Ein­fluss auf ihre Kauf­ent­schei­dung haben könn­te – wenn sie genug dar­über wüss­ten. Das ist ganz offen­sicht­lich noch nicht der Fall.

Was waren noch mal Lumen?

Auf­klä­rungs­be­darf gibt es auch rund um Watt, Kel­vin und Lumen. Noch immer fan­gen die Deut­schen bei der Beleuch­tung vor allem etwas mit dem Begriff Watt an. 82 Pro­zent ord­nen ihn kor­rekt der Leis­tung, vul­go Ener­gie­ver­brauch, zu. Die in der LED-Welt wich­ti­gen Maß­ein­hei­ten Kel­vin und Lumen wer­den dage­gen laut der Stu­die nur von rund der Hälf­te – 55 respek­ti­ve 42 Pro­zent – als Infor­ma­tio­nen zu Farb­tem­pe­ra­tur und Licht­strom erkannt. Obwohl bei den LED der ent­schei­den­de Wert für die Hel­lig­keit nicht mehr Watt, son­dern Lumen ist. Auf­fäl­lig: Bei der Zuord­nung der Mess­grö­ßen ist Deutsch­land im inter­na­tio­na­len Ver­gleich Schluss­licht. Nur 33 Pro­zent aller hier­zu­lan­de Befrag­ten ord­ne­ten alle Maß­ein­hei­ten rich­tig zu. Bri­ten, Fran­zo­sen, Schwe­den, Ame­ri­ka­ner, Kana­di­er, Bra­si­lia­ner und Chi­ne­sen hin­ge­gen erreich­ten Wer­te von 40 bis 50 Pro­zent. Spit­zen­rei­ter sind die Ita­lie­ner mit 55 Pro­zent.