Die nass­kal­te Jah­res­zeit schwächt das Immun­sys­tem. Die kör­per­ei­ge­ne Abwehr hat es schwer, Viren und Bak­te­ri­en abzu­weh­ren. Auch schlecht belüf­te­te, zu kal­te und über­heiz­te Büro­räu­me belas­ten das Immun­sys­tem. Wer die fol­gen­den Rat­schlä­ge beach­tet, erhöht sei­ne Chan­ce, von Erkäl­tun­gen ver­schont zu blei­ben.

Eine gesun­de und aus­ge­wo­ge­ne Ernäh­rung stärkt die Abwehr­kräf­te des Kör­pers. Foto: Pixabay

„Erkäl­tungs­kei­me lau­ern über­all: Auf Tür­grif­fen, Kugel­schrei­bern oder Tas­ta­tu­ren und kön­nen dadurch schnell über­tra­gen wer­den. Ein Infek­ti­ons­ri­si­ko lässt sich durch ein paar Tipps im Beruf und All­tag redu­zie­ren“, so André Siegl, Arbeits­schutz­ex­per­te beim VdTÜV. Wird das Immun­sys­tem regel­mä­ßig gestärkt, haben Viren und Bak­te­ri­en weni­ger Chan­cen, den Kör­per anzu­grei­fen.

Gesund bleiben in Bus & Bahn

Wer viel in öffent­li­chen Räu­men oder mit öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln unter­wegs ist, soll­te oft und gründ­lich die Hän­de waschen oder Hän­de­des­in­fek­ti­ons­mit­tel ver­wen­den, um Viren und Bak­te­ri­en vom Hän­de­schüt­teln oder dem Anfas­sen von keim­tra­gen­den Gegen­stän­den, wie Trep­pen­hand­läu­fen, zu besei­ti­gen. Am bes­ten in Bus­sen oder Bah­nen mög­lichst Abstand zu den Mit­fah­ren­den hal­ten. Wer niest oder hus­tet, soll­te aus Rück­sicht auf die Mit­men­schen ein Taschen­tuch oder die Arm­beu­ge nut­zen, anstatt die eige­ne Hand. Durch Nasen­sprays auf Salz­was­ser­ba­sis kön­nen zudem die Schleim­häu­te feucht gehal­ten und gepflegt wer­den.

Keine Erkältungen im Büro

Im Büro ist es rat­sam, tro­cke­ne Hei­zungs­luft zu redu­zie­ren, indem am bes­ten drei­mal am Tag ein paar Minu­ten gelüf­tet wird. Durch­zug soll­te dabei ver­mie­den wer­den. Lüf­ten ver­rin­gert die Anzahl der Krank­heits­er­re­ger im Raum. Bei anhal­ten­der Über­an­stren­gung kön­nen Ent­span­nungs­übun­gen in der Pau­se hel­fen, den Stress abzu­bau­en. In den ers­ten Tagen eines Infek­tes ist es bes­ser, zu Hau­se zu blei­ben, auch um die Kol­le­gen nicht anzu­ste­cken. „Wer häu­fig krank ist und den Grund dafür am Arbeits­platz ver­mu­tet, kann nach vor­he­ri­ger inner­be­trieb­li­cher Abstim­mung den Betriebs­arzt kon­tak­tie­ren und mit ihm in einem ver­trau­li­chen Gespräch den Arbeits­platz begut­ach­ten las­sen, um arbeits­platz­ge­rech­te Lösun­gen zu fin­den“, so Siegl. Eigen­mäch­tig soll­te der Arbeit­neh­mer dabei nicht han­deln.

Bewegung stärkt die Abwehr

Regel­mä­ßi­ge Bewe­gung an der fri­schen Luft wie Wan­dern, Rad­fah­ren, Spa­zie­ren­ge­hen trai­niert das Herz-Kreis­lauf-Sys­tem und sorgt für eine bes­se­re Durch­blu­tung, min­des­tens täg­lich eine hal­be Stun­de. Häu­fi­ge Sau­na­be­su­che kur­beln den Stoff­wech­sel an. Auch mit Wech­sel­du­schen kann das Immun­sys­tem trai­niert wer­den. Die Wech­sel­du­sche soll­te immer mit kal­tem Was­ser been­det wer­den.

Mit gesunder Ernährung Erkältungen vorbeugen

All­ge­mein gilt: Auf eine gesun­de und aus­ge­wo­ge­ne Ernäh­rung set­zen, um die Abwehr­kräf­te des Kör­pers zu stär­ken, und regel­mä­ßig viel Obst und Gemü­se essen. Dies wirkt immun­sti­mu­lie­rend und kann zell­schä­di­gen­de freie Radi­ka­le aus­schal­ten. Beson­ders wich­tig ist die Auf­nah­me von Vit­amin C – ent­hal­ten in Zitrus­früch­ten und hei­mi­schem Win­ter­ge­mü­se, wie ver­schie­de­nen Kohl­sor­ten. Auch soll­te auf zink­hal­ti­ge oder selen­hal­ti­ge Lebens­mit­tel geach­tet wer­den, etwa Hül­sen­früch­te, Voll­korn­pro­duk­te, Fisch und Nüs­se. Aus­rei­chen­der Schlaf von min­des­tens sie­ben Stun­den wirkt sich eben­falls posi­tiv auf das Immun­sys­tem aus. Durch aus­rei­chen­de Flüs­sig­keits­zu­fuhr, also viel Was­ser oder Tee trin­ken, kann einer Erkäl­tung vor­ge­beugt oder das Aus­hei­len eines Infek­tes posi­tiv beein­flusst wer­den. Alko­hol­kon­sum soll­te all­ge­mein redu­ziert wer­den. Die­ser schwächt die Abwehr­kräf­te.