Auf der dies­jäh­ri­gen Cebit war die Digi­ta­li­sie­rung von Wirt­schaft und Gesell­schaft zum Grei­fen nah. Unse­re Redak­ti­on hat sich wie immer vor Ort für Sie umge­schaut.

Sur­face Hub von Micro­soft: Das Groß­bild-Device auf Basis von Win­dows 10 eig­net sich für die gleich­zei­ti­ge Nut­zung durch meh­re­re Anwen­der. Bedient wird das All-in-One-Gerät per Touch­screen wie ein Smart­pho­ne. Nutz­bar als digi­ta­les White­board und Video­kon­fe­renz­lö­sung, bie­tet es durch die Imple­men­tie­rung zahl­rei­cher Pro­gram­me wie Out­look oder Sky­pe vie­le wei­te­re Funk­tio­nen.

Ein Robo­ter, der Gefüh­le zei­gen kann: Die Cebit prä­sen­tier­te die­ses Jahr mehr tech­ni­sche Inno­va­tio­nen als jemals zuvor. Foto: Deut­sche Mes­se

U3277PQU von AOC: Der Moni­tor ver­fügt über ein 81,3 cm (32 Zoll) gro­ßes AHVA-IPS-Panel mit der UHD-Auf­lö­sung von 3.840 x 2.160 Pixeln. Dadurch wer­den Fotos, Tex­te und Vide­os erheb­lich schär­fer und detail­lier­ter dar­ge­stellt. Um den zusätz­li­chen Desk­top-Platz opti­mal zu nut­zen, kön­nen mit Pic­tu­re-in-Pic­tu­re und Pic­tu­re-by-Pic­tu­re Inhal­te aus ver­schie­de­nen Bild­quel­len gleich­zei­tig betrach­ten wer­den.

XPC slim XH110V von Shut­tle: Der Mini-PC ist kom­pakt und geräusch­arm. Er stellt ein güns­ti­ges Ein­stiegs­mo­dell für die aktu­el­le Pro­zes­sor­ar­chi­tek­tur von Intel dar. Damit ist der soge­nann­te Drei-Liter-PC für den Schreib­tisch und die Büro­ar­beit prä­de­sti­niert. Bis zu 32 GB DDR3-Spei­cher, drei Lauf­wer­ke und zwei M.2-Steckkarten kön­nen ein­ge­baut wer­den.

Die nächs­te Cebit öff­net in Han­no­ver vom 20. bis zum 24. März 2017 ihre Tore. Foto: Deut­sche Mes­se

„Mit der Cebit 2016 ist die Digi­ta­li­sie­rung auf Platz eins der Agen­da von Poli­tik, Wirt­schaft und Gesell­schaft ange­kom­men“, bilan­ziert Oli­ver Fre­se, Vor­stand der Deut­schen Mes­se AG, die dies­jäh­ri­ge Mes­se. „Mit ihrem Ver­lauf hat die Cebit ihre Posi­ti­on als welt­weit wich­tigs­te Platt­form für die Digi­ta­li­sie­rung von Wirt­schaft und Gesell­schaft unter­mau­ert. Sie hat die digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on in ein­zig­ar­ti­ger Wei­se erleb­bar und anfass­bar gestal­tet.“

Gut 3.300 Aus­stel­ler aus 70 Natio­nen hat­ten ihre IT-Pro­duk­te Mit­te März auf dem Mes­se­ge­län­de in Han­no­ver prä­sen­tiert, was dem Niveau des Vor­jah­res ent­sprach. Auch die Besu­cher­zahl war mit etwa 200.000 sta­bil auf dem Niveau des Vor­jah­res (2015: 201.000).

Top­the­ma d!conomy

Die Cebit 2016 stand unter dem Mot­to d!conomy: join – crea­te – suc­ceed. Der Begriff d!conomy umschreibt den rasan­ten und umfas­sen­den Ein­zug der IT in alle Berei­che von Wirt­schaft und Gesell­schaft sowie die damit ver­bun­de­ne Rol­le der IT als Trei­ber von Inno­va­tio­nen. Im Rah­men die­ses The­mas lag der Fokus vor allem auf der Fra­ge, wie Unter­neh­men opti­mal die Chan­cen der Digi­ta­li­sie­rung nut­zen kön­nen.

Ent­spre­chend stark ver­tre­ten waren die neu­es­ten Ent­wick­lun­gen aus den Berei­chen Inter­net der Din­ge, Cloud Com­pu­ting, IT-Secu­ri­ty sowie Mobi­le und Social Busi­ness. Hoch­leis­tungs­fä­hi­ge Droh­nen, selbst­ler­nen­de Maschi­nen, ver­netz­te Wein­ber­ge, Tech­nik, die unter die Haut geht und ein Robo­ter, der Gefüh­le zei­gen kann: Die Cebit prä­sen­tier­te 2016 eine gro­ße Men­ge tech­ni­scher Inno­va­tio­nen.

Hebel der Digi­ta­li­sie­rung

Das alles über­strah­len­de The­ma der Mes­se war das Inter­net der Din­ge (IoT): Schon 2020 sol­len welt­weit mehr als 50 Mil­li­ar­den Gerä­te ver­netzt sein. Wel­che viel­sei­ti­gen Mög­lich­kei­ten IoT-Tech­nik eröff­net, mach­te der IoT/­M2M-Pavil­lon deut­lich. Kon­zer­ne wie Tele­fó­ni­ca oder Tom­Tom Bridge stell­ten in Han­no­ver neue Anwen­dun­gen vor. Pra­xis­na­he IoT-Show­ca­ses gab es auch bei vie­len ande­ren Aus­stel­lern.

Big Data und Cloud

Die intel­li­gen­te Auf­be­rei­tung der wach­sen­den Daten­men­gen in Indus­trie, Logis­tik, Gesund­heit und Mobi­li­tät ver­än­dert die Wirt­schaft. Fast jedes zwei­te Unter­neh­men in Deutsch­land ver­traut inzwi­schen auf ange­mie­te­te Infra­struk­tur aus dem Web.

Cloud-Com­pu­ting ist dem­nach einer der Grund­pfei­ler der digi­ta­len Trans­for­ma­ti­on. Sie war in die­sem Jahr fast über­all auf der Mes­se prä­sent – etwa bei der Deutsch­land­pre­mie­re der Sales­for­ce World Tour, die zahl­rei­che Bei­spie­le für die Beschleu­ni­gung der digi­ta­len Trans­for­ma­ti­on lie­fer­te.

Unter­neh­men wie die Deut­sche Tele­kom und Micro­soft stell­ten Kon­zep­te vor, die fle­xi­bel ver­füg­ba­re IT-Res­sour­cen mit den stren­gen deut­schen Geset­zen für die Daten­si­cher­heit ver­bin­den.

IT-Sicher­heit

Auf­fäl­lig war die enor­me Band­brei­te an Busi­ness-Secu­ri­ty-Lösun­gen – von der App für abhör­si­che­res Tele­fo­nie­ren mit dem Smart­pho­ne bis zum Cyber-Defence-Cen­ter von Air­bus zur schnel­len Erken­nung von Angrif­fen aus dem Web. Unter­neh­men haben ver­stärkt mit ziel­ge­rich­te­ten Cyber­at­ta­cken zu rech­nen. Als Ant­wort stell­te etwa Kas­pers­ky eine neue Anti-Tar­ge­ted-Attack-Plat­form vor.

Ein wich­ti­ges The­ma bleibt auch die Ver­schlüs­se­lung von E-Mails. Das Fraun­ho­fer-Insti­tut für Siche­re Infor­ma­ti­ons­tech­no­lo­gie SIT star­te­te auf der Cebit die Regis­trie­rung für die soge­nann­te Volks­ver­schlüs­se­lung, die Mit­te des Jah­res zur Ver­fü­gung ste­hen soll und für Pri­vat­an­wen­der kos­ten­los sein wird.

The next big thing

Aug­men­ted und Vir­tu­al Rea­li­ty wer­den als der viel­ver­spre­chends­te Trend in der IT-Bran­che gehan­delt – man lehnt sich nicht weit aus dem Fens­ter, wenn man ihnen ein hohes Poten­zi­al für die Ver­än­de­rung unse­rer Lebens- und Arbeits­welt attes­tiert.

Das Karls­ru­her Insti­tut für Tech­no­lo­gie (KIT) zeig­te etwa, wie sich Smart Data Ana­ly­tics mit einer Aug­men­ted-Rea­li­ty-Anwen­dung auf dem Boden dar­stel­len las­sen – bei­spiels­wei­se die Soll- und Ist-Wer­te einer Pro­duk­ti­ons­an­la­ge.

Eine wei­te­re Cebit-Pre­mie­re stell­te die neue Daten­bril­le von Bro­ther dar, die sich vor allem für den Ein­satz in der Logis­tik und in Kli­ni­ken eig­net.

Surface Hub von Microsoft

Begrün­dung:
Das Sur­face Hub von Micro­soft rockt defi­ni­tiv. Das Groß­bild-Device auf Basis von Win­dows 10 eig­net sich für die gleich­zei­ti­ge Nut­zung durch meh­re­re Anwen­der. Bedient wird das All-in-One-Gerät per Touch­screen wie ein Smart­pho­ne. Nutz­bar als digi­ta­les White­board und Video­kon­fe­renz­lö­sung, bie­tet es durch die Imple­men­tie­rung zahl­rei­cher Pro­gram­me wie Out­look oder Sky­pe vie­le wei­te­re Funk­tio­nen.