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Ein Gespräch mit Veech x Veech über Licht, Lärm und multiple Raumidentitäten

News­room und Stu­dio von Al Jaze­e­ra in Lon­don gehö­ren zu den jüngs­ten Pro­jek­ten der Archi­tek­ten Veech x Veech. Wir spra­chen mit Mascha Veech-Kos­mat­schof und Stuart A. Veech dar­über, was sich von Fern­seh­stu­di­os für Büros ler­nen lässt.

Fle­xi­bel für 45 bis 60 Per­so­nen aus­ge­legt: der Lon­do­ner News­room von Al Jaze­e­ra. Foto: Huf­ton + Crow

Das Lon­do­ner Stu­dio von Al Jaze­e­ra befin­det sich im 310 m hohen Gebäu­de "The Shard". Foto: Huf­ton + Crow

Fir­men­sitz von Casi­nos Aus­tria & Öster­rei­chi­sche Lot­te­rien in Wien. Foto: Her­tha Hurnaus

Licht­kon­zept im Stu­dio 44 LOFT, einer Event­lo­ca­ti­on im Fir­men­sitz von Casi­nos Aus­tria & Öster­rei­chi­sche Lot­te­rien. Foto: Her­tha Hurnaus

Ein­la­dend: Foy­er der Casi­nos Aus­tria & Öster­rei­chi­sche Lot­te­rien. Foto: Her­tha Hurnaus

Anspre­chen­des Licht­kon­zept im Foy­er der Casi­nos Aus­tria & Öster­rei­chi­sche Lot­te­rien. Foto: Her­tha Hurnaus

Mascha Veech-Kos­mat­schof und Stuart A. Veech haben das Stu­dio Veech x Veech 1993 gegrün­det. Foto: Mar­kus Rössle

OFFICE ROXX: Frau Veech-Kos­mat­schof, Herr Veech, wor­auf kommt es bei einer guten Arbeits­um­ge­bung an?

Veech x Veech: Es ist wich­tig, eine sti­mu­lie­ren­de, posi­ti­ve Arbeits­at­mo­sphä­re zu schaf­fen. Das kann dar­auf abzie­len, Krea­ti­vi­tät und Inno­va­ti­ons­lust zu för­dern. Es kann auch bedeu­ten, inter­per­so­nel­le Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­zes­se zu unter­stüt­zen oder Dyna­mik und Pro­duk­ti­vi­tät anzu­re­gen. Arbeits­um­ge­bun­gen, die fun­da­men­ta­le mensch­li­che Bedürf­nis­se igno­rie­ren, füh­ren zu Leid – zu psy­chi­schen und phy­si­schen Schä­den. Doch lei­der sind sie noch immer Rea­li­tät. In die­sem Zusam­men­hang wird häu­fig mit Kos­ten argu­men­tiert, doch Arbeits­plät­ze, die krank machen, ver­ur­sa­chen lang­fris­tig wesent­lich höhe­re Kos­ten für die Unternehmen.

Ein wei­te­rer Fokus liegt dar­auf, Arbeits­um­ge­bun­gen zu schaf­fen, die an indi­vi­du­el­le Bedürf­nis­se ange­passt wer­den kön­nen. Statt fixer Arbeits­plät­ze gibt es das „fle­xi­ble office“ mit „shared desks“. Klas­si­sche Bespre­chungs­zim­mer wer­den von „Ste­hungs­zim­mern“ flan­kiert und abge­löst. Was tags­über als Büro fun­giert, ver­wan­delt sich abends in einen Wohn­raum. Die Arbeits­räu­me von mor­gen haben mul­ti­ple Iden­ti­tä­ten, die mit mul­ti­plen Pro­gram­men bespielt werden.

Sie nut­zen oft inno­va­ti­ve Licht- und Akus­tik­lö­sun­gen. Wel­che neu­en Mög­lich­kei­ten eröff­nen diese?

Häu­fig wer­den Beleuch­tung und Akus­tik sowohl von Kun­den als auch Archi­tek­ten zu wenig beach­tet. Des­halb fal­len sie als ers­tes Bud­get­kür­zun­gen zum Opfer. Dabei ist es essen­zi­ell, alle Kom­po­nen­ten, die das Raum­emp­fin­den wesent­lich prä­gen, in syn­er­ge­ti­schen Ein­klang zu brin­gen. Mit Licht las­sen sich unter­schied­lichs­te Stim­mun­gen erzeu­gen, die sich dem Tages­ab­lauf anpas­sen und unter­schied­li­che Arbeits­si­tua­tio­nen unter­stüt­zen. So kann zum Bei­spiel eine gedämpf­te, inti­me Atmo­sphä­re für kon­zen­trier­tes Arbei­ten und per­sön­li­che Gesprä­che erzeugt wer­den. Oder es lässt sich eine hell aus­ge­leuch­te­te, sach­lich, trans­pa­rent und offen wir­ken­de Atmo­sphä­re her­stel­len, bei­spiels­wei­se für eine Präsentation.

Zum Stich­wort Akus­tik – auch hier geht es letzt­lich um das Raum­kli­ma. Wie hört sich der Raum an? Wie kann sei­ne Funk­tio­na­li­tät sicher­ge­stellt wer­den? In vie­len Groß­raum­bü­ros ver­steht man ja das eige­ne Wort nicht mehr. Das kann dich umbrin­gen, wes­halb wir dem Akus­tik­fak­tor bei unse­ren Pro­jek­ten aller­größ­te Auf­merk­sam­keit schen­ken, zum Bei­spiel in Büros, die vie­le Arbeits­plät­ze auf rela­tiv engem Raum zusam­men­fas­sen, wie im News­room für Al Jaze­e­ra in London.

Apro­pos Al Jaze­e­ra. Lässt sich von Fern­seh­stu­di­os mit ihren hohen Anfor­de­run­gen an Beleuch­tung und Akus­tik etwas für Büro­räu­me lernen?

Durch die Glo­ba­li­sie­rung ist inzwi­schen jedes bes­se­re Kon­fe­renz­zim­mer eine Art TV-Stu­dio. Ver­netzt zwi­schen Chi­na und Mün­chen, muss man im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes gut aus­se­hen. Die per­fek­te Insze­nie­rung, das rich­ti­ge Set­ting für eine Video­kon­fe­renz, setzt spe­zi­fi­sches Know-how und die Berück­sich­ti­gung aller Fak­to­ren, die einen funk­tio­nie­ren­den Medi­en­raum aus­ma­chen, vor­aus: Akus­tik, Licht, Ein­be­zie­hung von Fra­gen wie „Was sieht mein Gegen­über durch die Kame­ra?“ Oder: „Was ver­mit­telt das Set­ting der Run­de – Sou­ve­rä­ni­tät, Kom­pe­tenz, Part­ner­schaft­lich­keit oder Domi­nanz?“ Medi­en­taug­li­che Räu­me bedeu­ten nicht nur einen Screen an der Wand, son­dern set­zen prä­zi­se Set­tings voraus.

Vie­len Dank für das Gespräch.

Die Fra­gen stell­te Dr. Sebas­ti­an Klöß.

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