Seit heute ist die neue Ausgabe des OFFICE ROXX Mag erhältlich. Das Special beschäftigt sich mit der neuen hybriden Arbeitswelt. Außerdem enthält das Heft unsere „Top 100 Bürolösungen 2026“. Chefredakteur Robert Nehring stimmt auf die 218. Ausgabe ein.
Wohlfühlen vs. Wellness
Es verschiebt sich was. Deutschland hat wieder über drei Millionen Arbeitslose, so viele wie zuletzt 2014. Große Unternehmen haben Tausende entlassen. Im produzierenden Gewerbe gehört Kurzarbeit längst wieder zum Alltag. Die Anzahl der Stellenangebote ist in vielen Bereichen eingebrochen. Schlechte Zeiten für viele Akademiker, für Marketer, für Social-Media- und Happiness-Manager, sogar für Programmierer.
Trotzdem hält sich die Erzählung von einem Arbeitnehmermarkt, auf dem sich der Arbeitgeber gern mal beim Arbeitnehmer bewerben darf. Und wenn es Letzterem denn bei geringer Belastung, hohem Lohn, freier Entfaltung, voller Selbstverwirklichung, umfänglicher Wertschätzung und zahlreichen Amenitys temporär zu seinem aktuellen Lebensentwurf passt, dann schaut der auch alle paar Wochen gern mal beim Workshop vor Ort vorbei und testet dabei den leckeren Barista-Kaffee und die neuen Matcha-Sorten. So ungefähr.
In diese Erzählung gehört auch irgendwie, dass das Büro heute das schönere Zuhause sein muss, weil ja sonst alle daheim bleiben. So wichtig ein attraktiver Arbeitsort, an dem man sich wohlfühlt, aber auch ist. Die Kirche kann hier langsam wieder ins Dorf. Schlaraffenland ist noch nicht abgebrannt und es wäre auch noch viel zu früh, von einem Möbelrücken an Deck der Titanic zu sprechen. Niemand braucht die tristen Einheitsbüros der 1990er-Jahre zurück, aber Büros müssen auch keine Wellnessoasen sein. Da würde ich mir heute mancherorts etwas mehr Realitätssinn wünschen. Ich zum Beispiel mags, wenn es im Office rockt. Bei Easy Listening schlafe ich ein.
Hybrid Office. Ihm ist das Special in dieser Ausgabe gewidmet. Sie erfahren zum Beispiel, dass einer Umfrage des Fraunhofer IAO zufolge 80 Prozent der Meinung sind, ihre persönliche Produktivität durch hybride Arbeitsmodelle gesteigert zu haben. Dennoch warnen die Studienmacher vor einer zunehmenden sozialen Erosion. Denn informelle Kontakte und spontane Begegnungen, die für den Zusammenhalt und die Innovationskraft eines Unternehmens essenziell seien, würden so abnehmen. Bereits jeder Dritte der Befragten habe Schwierigkeiten, neue Kontakte zu knüpfen und sich in die Organisation integriert zu fühlen.
Eine aktuelle Untersuchung des Fraunhofer IBP stellt heraus, wie wichtig Privatheit am Arbeitsplatz ist. Sie sei weit mehr als ein reiner Wohlfühlfaktor, sondern wirke sich deutlich auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit aus. Die Forscher kommen zu dem Ergebnis, dass das Einzelbüro in Bezug auf Privatheit die beste Option ist. Denn das Bedürfnis, bei kommunikativen Tätigkeiten wie Telefonieren oder Videokonferenzen weder gehört noch gesehen zu werden, sei heute sehr stark ausgeprägt.
Messen. Zu den Lichtblicken in den Bürobranchen gehören traditionell ihre Leistungsschauen. Auf Messen wie ISE Europe, Light + Building und Orgatec wird gezeigt, was schon alles funktioniert und wohin die Reise geht. Hendrik Hochheim vom Verband der deutschen Messewirtschaft AUMA erläutert die Bedeutung und den Nutzen von Messen. 91 Prozent der Aussteller dienen Messen zur Neukundengewinnung und zur Steigerung des Bekanntheitsgrades. 87 Prozent pflegen dort bestehende Kundenbeziehungen, 83 Prozent ist die Präsentation ihrer Lösungen besonders wichtig. Markterweiterung und -erschließung, Recruiting, Medienkontakte, … Es lohnt sich, auf Messen auszustellen und sie zu besuchen.
Top 100. Wo viel Schatten ist, ist auch Licht. Wir präsentieren in dieser Ausgabe unsere Top 100 Bürolösungen des Jahres 2026. Lassen Sie sich gern inspirieren.
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