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Coworking konkret #9: Tobias Kremkau über den Gang der Dinge

Im schö­nen Qued­lin­burg hat „Cowor­king-Papst“ Tobi­as Krem­kau Gele­gen­heit gefun­den, näher über den Wan­del unse­rer Arbeits­welt nach­zu­den­ken. Er kommt zu dem Schluss, dass Cowor­king ganz schön viel in Bewe­gung ver­setzt hat.

Tobias Kremkau denkt, schreibt, spricht und berät zu den Themen Coworking und Neue Arbeit. Coworking ist für ihn mehr Berufung als nur Beruf. Die Zeit zählte den „Coworking-Papst“, wie er schon bezeichnet wurde, 2019 zu den 100 wichtigsten jungen Ostdeutschen. blog.kremkau.io. Abbildung: Larissa Hägele

Tobi­as Krem­kau denkt, schreibt, spricht und berät zu den The­men Cowor­king und Neue Arbeit. Cowor­king ist für ihn mehr Beru­fung als nur Beruf. Die Zeit zähl­te den „Cowor­king-Papst“, wie er schon bezeich­net wur­de, 2019 zu den 100 wich­tigs­ten jun­gen Ost­deut­schen. Er ist Mit­glied im Digi­tal­rat des Lan­des Sach­sen-Anhalt. blog.kremkau.io. Abbil­dung: Laris­sa Hägele

In den letz­ten Wochen kam ich nur sel­ten dazu, ver­tieft über all das nach­zu­den­ken, was momen­tan in der Arbeits­welt pas­siert. Fami­liä­re Her­aus­for­de­run­gen im All­tag und die medi­al stets prä­sen­te Welt­la­ge nah­men den größ­ten Teil mei­ner Auf­merk­sam­keit in Anspruch. Ich bin sicher, dass es vie­len Lesern genau­so erging. Umso mehr freu­te ich mich über mei­ne Teil­nah­me an einer mehr­tä­gi­gen Per­so­nal­kon­fe­renz im beschau­li­chen Qued­lin­burg, zu der ich bereits vor drei Jah­ren zuge­sagt hat­te und die seit­dem mehr­mals ver­scho­ben wer­den musste.

Eine Kon­fe­renz in einer länd­li­chen Klein­stadt, vor allem in einer so reiz­vol­len Regi­on wie dem Harz und vor einer so wun­der­schö­nen Kulis­se, wie sie wohl nur Qued­lin­burg bie­ten kann, ist eine sehr ange­neh­me Erfah­rung. Es gibt weni­ger Ablen­kun­gen als in der Groß­stadt, wo man die Gele­gen­heit nut­zen möch­te, sich noch dies und das anzu­se­hen oder den alten Kon­takt zu tref­fen. Zwi­schen den Pro­gramm­punk­ten der her­vor­ra­gen­den Ver­an­stal­tung wan­del­te ich lie­ber durch die alten Gas­sen oder genoss die war­men Mai­ta­ge in einem der Straßencafés.

In so einem Zustand, zwi­schen Ent­span­nung bei einem Känn­chen Kaf­fee und dem schwär­me­ri­schen Anblick die­ser Welt­kul­tur­er­be­stät­te, fand ich die nöti­ge Ruhe, um mich wie­der gedank­lich dem The­ma Arbeit wid­men zu kön­nen. Denn auf die­ser Kon­fe­renz und bei noch wei­te­ren Ter­mi­nen in die­sem Monat soll­te ich die Fra­ge beant­wor­ten, was denn gera­de alles in der Arbeits­welt pas­siert und wel­che Rol­le Cowor­king dabei spie­len kann. Kei­ne leich­te Fra­ge, denn es scheint sehr vie­les im Fluss zu sein. Alles ver­än­dert sich.


Beim The­ma Cowor­king im länd­li­chen Raum spielt Mobi­li­tät eine gro­ße Rol­le. Wohn­ort­na­hes Arbei­ten redu­ziert die Not­wen­dig­keit zu pen­deln und senkt die Abhän­gig­keit vom Auto. Vor allem Cowor­king Spaces in Bahn­hö­fen bele­gen das. Jose­fi­ne Weid­ner vom Jena­er Cowor­king Spaces Kom­bi­nat 01 hat sich des­halb auf eine Tour zu Cowor­king Spaces in Bahn­hofs­ge­bäu­den bege­ben. Her­aus­ge­kom­men ist ein span­nen­der Rei­se­be­richt, der die Bedeu­tung von Bahn­hö­fen im länd­li­chen Raum und die Mög­lich­keit ihrer Wie­der­be­le­bung durch Cowor­king sehr gut verdeutlicht.“

Tipp von Tobi­as Kremkau


Ich nahm mei­ne täg­li­che Arbeit für die CoWork­Land-Genos­sen­schaft als Aus­gangs­punkt und erstell­te eine Über­sicht aller Pro­jek­te, mit denen ich in den letz­ten Mona­ten zu tun hat­te. Seit Okto­ber letz­ten Jah­res orga­ni­sie­ren wir die Nut­zung von Cowor­king Spaces durch Lan­des­an­ge­stell­te Schles­wig-Hol­steins. Damit möch­te die Lan­des­re­gie­rung die Ver­ein­bar­keit von Fami­lie und Beruf ver­bes­sern, den länd­li­chen Raum stär­ken und das Arbei­ten in der Ver­wal­tung attrak­ti­ver machen. Ande­re Bun­des­län­der pla­nen Ähnliches.

Seit­dem wir Cowor­king für das Land Schles­wig-Hol­stein orga­ni­sie­ren, fra­gen uns auch immer mehr Unter­neh­men aus der Wirt­schaft nach einem ähn­li­chen Ange­bot. Die Datev unter­stüt­zen wir momen­tan bei einem Pilot­pro­jekt, das den Ange­stell­ten die Mög­lich­keit gibt, in länd­li­chen Cowor­king Spaces rund um Nürn­berg zu arbei­ten statt in die Zen­tra­le pen­deln zu müs­sen. Damit möch­te das Unter­neh­men auf das neue Bedürf­nis sei­ner rund 6.000 Mit­ar­bei­ten­den reagie­ren, öfter mobil und vor allem wohn­ort­nah arbei­ten zu können.

Die Ber­li­ner Spar­da-Bank hat bereits vor vier Jah­ren mit der Grün­dung des BLOK O in Frank­furt (Oder) neue Wege ein­ge­schla­gen, als aus einer Filia­le ein Cowor­king Space wur­de. Die neue Prä­senz­stra­te­gie der Bank denkt dies mit der Nut­zung ande­rer Cowor­king Spaces statt eige­ner Filia­len kon­se­quent wei­ter. In Jena ist bereits ein Fili­al­team in den Cowor­king Space Kom­bi­nat 01 gezo­gen. Wir hel­fen der Genos­sen­schafts­bank, an wei­te­ren Stand­or­ten mit Cowor­king Spaces in Kon­takt zu kom­men und die neue Prä­senz­stra­te­gie umzusetzen.

Mit dem Ver­band der Woh­nungs­wirt­schaft GdW haben wir eine Koope­ra­ti­on beschlos­sen, durch die Woh­nungs­bau­ge­sell­schaf­ten und Woh­nungs­bau­ge­nos­sen­schaf­ten, die Cowor­king in Wohn­quar­tie­ren anbie­ten möch­ten, von uns bei der Umset­zung bera­ten wer­den kön­nen. Es ist fas­zi­nie­rend zu sehen, wel­che Akteu­re sich momen­tan aus wel­chen Grün­den mit dem The­ma Cowor­king beschäf­ti­gen. Selbst­ver­ständ­lich ist Cowor­king nur ein Teil der Zukunft der Arbeits­welt, doch es scheint zuneh­mend die Grund­la­ge zu sein, auf der Neu­es entsteht.

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