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Coworking konkret #16: Tobias Kremkau zur Förderung von Coworking

Die Kri­tik an finan­zi­el­ler Wirt­schafts­för­de­rung ist wahr­schein­lich so alt wie die­se selbst. Über ihren Sinn lässt sich oft gut strei­ten, vor allem aus der Nach­her-Per­spek­ti­ve. Lohnt sich die För­de­rung von Cowor­king? Das fragt sich unser Exper­te Tobi­as Krem­kau.

Tobias Kremkau denkt, schreibt, spricht und berät zu den Themen Coworking und Neue Arbeit. Coworking ist für ihn mehr Berufung als nur Beruf. Die Zeit zählte den „Coworking-Papst“, wie er schon bezeichnet wurde, 2019 zu den 100 wichtigsten jungen Ostdeutschen. blog.kremkau.io. Abbildung: Larissa Hägele

Tobi­as Krem­kau denkt, schreibt, spricht und berät zu den The­men Cowor­king und Neue Arbeit. Cowor­king ist für ihn mehr Beru­fung als nur Beruf. Die Zeit zähl­te den „Cowor­king-Papst“, wie er schon bezeich­net wur­de, 2019 zu den 100 wich­tigs­ten jun­gen Ost­deut­schen. Er ist Mit­glied im Digi­tal­rat des Lan­des Sach­sen-Anhalt. blog.kremkau.io. Abbil­dung: Laris­sa Hägele

Zuletzt wur­de mir gleich zwei­mal die Fra­ge gestellt, ob denn För­der­pro­gram­me für Cowor­king Spaces über­haupt sinn­voll sei­en. Schließ­lich füh­re nicht jedes geför­der­te Pro­jekt auch zu einem ste­ten Cowor­king-Ange­bot. Das stimmt zwar, war mei­ne ers­te Ant­wort, jedoch sehe ich bereits das als ein sinn­vol­les Ergeb­nis einer För­de­rung an: her­aus­zu­fin­den, wo ein Cowor­king-Ange­bot funk­tio­nie­ren kann und wo eben nicht.

Es gibt meh­re­re Grün­de dafür, etwas mit öffent­li­chen Gel­dern zu för­dern. Bei­spiels­wei­se, wenn Pro­jek­te das Gemein­wohl unter­stüt­zen und den Bedürf­nis­sen der Gesell­schaft ent­spre­chen. Immer mehr Men­schen wol­len nicht an fünf Tagen die Woche ins Büro fah­ren müs­sen, son­dern lie­ber für ihre Arbeit statt ihre Anwe­sen­heit bezahlt wer­den. Wohn­ort­na­he Cowor­king-Ange­bo­te kön­nen dabei hel­fen, dass Men­schen selbst­be­stimm­ter arbeiten.

Oder wenn dadurch die Wirt­schaft geför­dert wird. Auch der Betrieb eines Cowor­king Spaces schafft Arbeits­plät­ze. Er kann zum Bei­spiel dafür sor­gen, dass Men­schen nicht weg­pen­deln und dann im Zen­trum einer Groß­stadt zu Mit­tag essen, Kaf­fee trin­ken und auf dem Rück­weg dort ihren Ein­kauf erle­di­gen. Die­ses Geld bleibt sprich­wört­lich am eige­nen Markt­platz, wenn Men­schen öfters wohn­ort­nah arbeiten.

Gera­de im länd­li­chen Raum schlie­ßen För­der­pro­gram­me für Cowor­king Spaces eine Markt­lü­cke. Sie sor­gen dafür, dass die Men­schen Zugang zu einer bis­her nicht ange­bo­te­nen Dienst­leis­tung erhal­ten. Das muss und soll sich auch lang­fris­tig selbst tra­gen, doch noch ste­hen wir erst am Anfang einer Entwicklung.


Gute Arbeit braucht guten Kaf­fee und da ich mehr­fach in der Woche beruf­lich unter­wegs bin, inter­es­sie­re ich mich sehr dafür, wo es guten Kaf­fee gibt. Wann ein Kaf­fee gut ist und wann nicht, mag sub­jek­tiv sein, aber ich per­sön­lich schät­ze von Baris­tas zube­rei­te­ten Kaf­fee in schick ein­ge­rich­te­ten Cafés. Die App Euro­pean Cof­fee Trip des gleich­na­mi­gen Online-Maga­zins hilft mir seit Kur­zem, sol­che Kaf­fee zele­brie­ren­den Orte zu fin­den, wofür ich sehr dank­bar bin.

Tipp von Tobi­as Kremkau


Auch wenn sozi­al­po­li­ti­sche Zie­le, wie bei­spiels­wei­se gleich­wer­ti­ge Lebens­be­din­gun­gen in der Stadt und auf dem Land, erreicht wer­den sol­len oder es um Sekun­där­ef­fek­te von dezen­tra­len Arbeits­or­ten geht, wie weni­ger Pen­del­ver­kehr und damit auch weni­ger Ver­kehrs­emis­sio­nen oder krank­ma­chen­den Stress, besteht ein För­der­in­ter­es­se. Cowor­king ist mehr als die Mög­lich­keit einer Hälf­te der arbei­ten­den Bevöl­ke­rung, nicht pen­deln zu müssen.

Bis­her gibt es kaum För­der­pro­gram­me, die die Grün­dung und den Betrieb eines Cowor­king Spaces gezielt för­dern. Als Fol­ge der Coro­na­pan­de­mie kamen jedoch För­der­pro­gram­me auf, die bei­spiels­wei­se Mach­bar­keits­stu­di­en und tem­po­rä­re Cowor­king Spaces, soge­nann­te Pop-ups, för­der­ten und so die Fra­ge beant­wor­ten woll­ten, ob und wo ein Cowor­king-Ange­bot funk­tio­nie­ren kann.

Das erscheint mir per­sön­lich sinn­voll. Aber wir haben es hier ver­mut­lich mit einem Wider­spruch zu tun. Ergibt eine geför­der­te Mach­bar­keits­ana­ly­se oder ein Cowor­king-Pop-up, dass Cowor­king vor Ort nach­ge­fragt wer­den wür­de und ent­steht des­halb ein Cowor­king Space, war die För­de­rung sinn­voll. Ent­steht im Nach­gang aber kein Cowor­king Space, auch weil die Ergeb­nis­se kei­ne Grün­dung emp­fah­len, ist am Sinn des ver­wen­de­ten För­der­pro­gramms zu zwei­feln und Kri­tik berechtigt.

Als Pro­fi­teur von der­ar­ti­gen För­der­pro­gram­men ver­mag ich nicht, final zu beant­wor­ten, ob sie sinn­voll sind oder nicht. Das steht mir ver­mut­lich in mei­ner Rol­le als bera­ten­der Exper­te auch nicht zu. Nichts­des­to­trotz gibt es den Bedarf an pro­fes­sio­nel­ler Exper­ti­se und einer fach­li­chen Ein­schät­zung. Auch weil kom­mu­na­le Ver­wal­tun­gen sel­ten in der Lage sind, sich selbst mit einer sol­chen Ent­wick­lung gezielt und umfas­send genug zu beschäftigen.

Die­se Kolum­ne stellt nahe­zu immer eine Zusam­men­fas­sung mei­ner Gedan­ken dar. Bei die­sem The­ma inter­es­sie­re ich mich aber sehr dafür, was Sie den­ken und wür­de mich freu­en, wenn Sie mir eine E-Mail mit Ihren Sicht­wei­sen an tobias@coworkland.de schrei­ben wür­den. Ist Cowor­king zu för­dern sinn­voll? Wenn ja, wann ist das der Fall? Wenn nein, war­um nicht?

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