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Wie müs­sen Office-Umge­bun­gen gestal­tet wer­den, um die neu­en Anfor­de­run­gen der Wis­sens­ar­beit zu erfül­len? Peter Bor­chardt von BAID Archi­tek­ten lädt ein zu einer (archi­tek­to­ni­schen) Gedan­ken­rei­se rund um das The­ma New Work und die sich ändern­de Arbeitswelt.

Die neue Arbeitswelt von ALDI Nord in Essen. Abbildung: Marcus Bredt

Die neue Arbeits­welt von ALDI Nord in Essen. Abbil­dung: Mar­cus Bredt

Nicht erst seit der Pan­de­mie, aber durch deren Aus­wir­kun­gen deut­lich beschleu­nigt, ändert sich die Arbeits­welt grund­le­gend. Waren bis­her alle Mit­ar­bei­ten­den in Prä­senz und man konn­te sich fach­lich (und pri­vat) wie selbst­ver­ständ­lich aus­tau­schen, wur­de die­ser direk­te mensch­li­che Kon­takt in wei­ten Berei­chen ins Digi­ta­le über­tra­gen. Mit allen Vor- und Nachteilen.

Posi­tiv ist sicher­lich zu bewer­ten, wie tief­grei­fend und zügig die pri­va­ten Unter­neh­men sich auf die­se Her­aus­for­de­run­gen ein­ge­las­sen und jeweils pas­sen­de Kon­zep­te ent­wi­ckelt haben. Die Video­kon­fe­renz gehört selbst­ver­ständ­lich zur täg­li­chen Arbeit und macht so man­che Dienst­rei­se über­flüs­sig. Ande­rer­seits hält die Gewäh­rung von Home­of­fice und Remo­te Work neue Her­aus­for­de­run­gen für die Koor­di­na­ti­on und Orga­ni­sa­ti­on des Büro­all­tags bereit. Neben arbeits­or­ga­ni­sa­to­ri­schen Anpas­sun­gen kann auch der auf Aus­tausch und Spon­ta­ni­tät set­zen­de Teil des Berufs­all­tags durch die Redu­zie­rung direk­ter Kon­tak­te davon betrof­fen sein.

Auf neue Fragestellungen reagieren

Für die Bau­her­ren und uns als Archi­tek­tur­schaf­fen­de erge­ben sich dar­aus neue Fra­ge­stel­lun­gen, die in die Pla­nung von neu­en Büro­ge­bäu­den und die Umpla­nung des Bestands ein­flie­ßen müs­sen. Da BAID mit zahl­rei­chen Vor­ha­ben in bei­den Berei­chen tätig ist, erge­ben die kon­kre­ten Pro­jekt­er­fah­run­gen einen guten Ein- und Über­blick über die Ver­än­de­run­gen der Arbeitswelt.

Die meis­ten Unter­neh­men, für die BAID tätig ist, wer­den in einer jeweils pas­sen­den Form an der Gewäh­rung von Home­of­fice fest­hal­ten. Aller­dings ist den Ver­ant­wort­li­chen auch klar gewor­den, dass bestimm­te, eine gewis­se Krea­ti­vi­tät vor­aus­set­zen­de Tätig­kei­ten eine gemein­sa­me Prä­senz erfor­dern. Auch der Zusam­men­halt der Teams, die Bin­dung an das Büro oder das Unter­neh­men, der gegen­sei­ti­ge Aus­tausch – und manch­mal allein die Tat­sa­che, ein­fach unter Men­schen zu sein – haben wie­der an Bedeu­tung gewon­nen. Und ins­be­son­de­re die Ein­ar­bei­tung neu­er Mit­ar­bei­ten­der ist remo­te in vie­len Berei­chen schlicht nicht zu leis­ten. Wie auch immer das indi­vi­du­ell für das jewei­li­ge Unter­neh­men ent­wi­ckel­te Kon­zept im Detail aus­sieht, rin­gen doch alle Arbeit­ge­ber, ob groß oder klein, um mög­lichst viel Ver­weil­zeit im Büro. Dafür müs­sen Grün­de geschaf­fen werden.

Die Plaza im neuen ALDI Nord Campus in Essen. Abbildung: Marcus Bredt

Die Pla­za im neu­en ALDI Nord Cam­pus in Essen. Abbil­dung: Mar­cus Bredt

ALDI Nord Campus in Essen

Beim neu­en ALDI Nord Cam­pus bei­spiels­wei­se hat sich die gesam­te Pla­nung dar­auf kon­zen­triert, opti­ma­le Bedin­gun­gen für die Mit­ar­bei­ten­den zu ent­wi­ckeln. Neben einer Haus­tech­nik, die sehr vie­le Annehm­lich­kei­ten bie­tet, wur­den zahl­rei­che Gele­gen­hei­ten geschaf­fen, um den Arbeits­all­tag inter­es­sant und abwechs­lungs­reich zu gestal­ten. Mit der Anbin­dung eines gro­ßen Parks mit Lauf­stre­cke, einem Sport­pa­vil­lon und einer Kin­der­ta­ges­stät­te wer­den attrak­ti­ve und not­wen­di­ge Ein­rich­tun­gen vor­ge­hal­ten. Das Betriebs­re­stau­rant und ein Café bie­ten sowohl attrak­ti­ve Innen- wie Außen­be­rei­che an. Die Arbeits­or­ga­ni­sa­ti­on setzt mit fes­ten und fle­xi­blen Arbeits­mög­lich­kei­ten dar­auf, ver­schie­de­ne Kon­zep­te gemein­sam im Team oder ein­zeln zu nut­zen. Immer mit dem Ziel, einer­seits effek­tiv und rei­bungs­los arbei­ten zu kön­nen und es ande­rer­seits mit den Vor­zü­gen des eige­nen Zuhau­ses mehr als auf­neh­men zu kön­nen. Der Arbeits­platz fin­det sich heu­te in direk­ter Kon­kur­renz zum Heim­ar­beits­platz – und muss hier bestehen können.

Die „Kreativgaragen“ für AppLike in Hamburg. Abbildung: Martin Haag/Hafencitystudios

Die „Krea­tiv­ga­ra­gen“ für AppLi­ke in Ham­burg. Abbil­dung: Mar­tin Haag/Hafencitystudios

AppLike in Hamburg

Das glei­che gilt auch für ein jun­ges und erfolg­rei­ches Start-up in Ham­burg. AppLi­ke wur­de von Gruner+Jahr mit­ge­grün­det und ist seit­dem rasant gewach­sen. Das Haupt­au­gen­merk liegt auf der Akqui­rie­rung und Bin­dung meist jun­ger IT-Mit­ar­bei­ten­der. Neben opti­ma­len Arbeits­be­din­gun­gen spie­len hier die sof­ten Kri­te­ri­en eine ent­schei­den­de Rol­le, denn das digi­ta­le und remo­te Arbei­ten ist dort selbst­ver­ständ­lich, die Spra­che ist Eng­lisch und Exper­ten wer­den welt­weit gesucht. AppLi­ke hat seit dem letz­ten Jahr nun eine Bestands­im­mo­bi­lie mit 4.000 m2 bezo­gen und BAID hat die ent­spre­chen­de Pla­nung wie den Aus­bau über­nom­men. Im Detail sind die Bedürf­nis­se in die­ser Bran­che etwas anders gela­gert, aber wor­um es geht, ist iden­tisch. So bie­tet die Innen­raum­ge­stal­tung eine Viel­zahl an Mög­lich­kei­ten, einen kur­zen Break mit sei­nen Kol­le­gen zum Tisch­ten­nis­spiel, Musik­hö­ren, Kochen, Abhän­gen oder für eine Yoga­stun­de. In der jüngs­ten Aus­bau­stu­fe des wei­ter­wach­sen­den Unter­neh­mens wird nun fol­ge­rich­tig ein voll­wer­ti­ges Fit­ness­cen­ter eingebaut.

Büroausbau für Lufthansa Industrie Solutions in Norderstedt. Abbildung: Martin Haag/Hafencitystudios

Büro­aus­bau für Luft­han­sa Indus­trie Solu­ti­ons in Nor­der­stedt. Abbil­dung: Mar­tin Haag/Hafencitystudios

Lufthansa Industrie Solutions in Norderstedt

Auch bei der Luft­han­sa Indus­trie Solu­ti­ons muss­te der bereits seit Jah­ren genutz­te Bestand den neu­en Anfor­de­run­gen nach Fle­xi­bi­li­tät und Prak­ti­ka­bi­li­tät ange­passt wer­den. Die bis­her „ver­zim­mer­ten“ Eta­gen wur­den auf­ge­bro­chen und bie­ten nun unter­schied­li­che Mög­lich­kei­ten für die Teams. Fle­xi­ble Wän­de in Kom­bi­na­ti­on mit struk­tur­ge­ben­den Basis­wän­den ermög­li­chen eine Viel­zahl an varia­bel erstell­ba­ren Raum­kon­stel­la­tio­nen. Je nach­dem, wie es gefällt und wie es genutzt wer­den soll. Die dafür not­wen­di­gen archi­tek­to­ni­schen und innen­ar­chi­tek­to­ni­schen Maß­nah­men sind durch­aus kost­spie­lig und auf­wen­dig, aber wer die­sen Wan­del igno­riert, wird mög­li­cher­wei­se irgend­wann allein im Büro sein. Des­halb set­zen wir auf das Mot­to: „Wel­co­me Home to Office“.

 

Abbildung: BAID Architekten

Abbil­dung: BAID Architekten

Jes­si­ca und Peter Borchardt, 

BAID Archi­tek­tur GmbH.

baid.de

 

 

 

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