In The Sphe­res auf dem Ama­zon-Cam­pus im Zen­trum von Seat­tle gibt es kei­ne abge­schlos­se­nen Büros, Kon­fe­renz­räu­me oder Schreib­ti­sche. Mit­ar­bei­ter arbei­ten unter Bäu­men und kön­nen in Baum­häu­sern, in Sitz­be­rei­chen unter mehr als 12 m hohen Bäu­men und auf Pfa­den ent­lang rau­schen­der Was­ser­fäl­le zusam­men­kom­men.

Baumhäuser dienen als Orte für Austausch und Ideenfindung.

Baum­häu­ser die­nen als Orte für Aus­tausch und Ide­en­fin­dung. Abbil­dung: Ama­zon

Die Fassade besteht aus 2.643 Glasscheiben. Um eine zu große Aufheizung zu vermeiden, besitzen sie eine Folienzwischenschicht, die Infrarotwellen aufhält.

Die Fas­sa­de besteht aus 2.643 Glas­schei­ben. Um eine zu gro­ße Auf­hei­zung zu ver­mei­den, besit­zen sie eine Foli­en­zwi­schen­schicht, die Infra­rot­wel­len auf­hält. Abbil­dung: Ama­zon

Die größte der drei Spheres ist über 27 m hoch und hat einen Durchmesser von knapp 40 m.

Die größ­te der drei Sphe­res ist über 27 m hoch und hat einen Durch­mes­ser von knapp 40 m. Abbil­dung: Ama­zon

Die Pflanzensammlung umfasst Exemplare der University of Washington und des Atlanta Botanical Garden.

Die Pflan­zen­samm­lung umfasst Exem­pla­re der Uni­ver­si­ty of Washing­ton und des Atlan­ta Bota­ni­cal Gar­den. Abbil­dung: Ama­zon

Eher einem tro­pi­schen Regen­wald als einem Büro gleicht der neue Kom­plex, der aus drei kup­pel­för­mi­gen Gebäu­den, den Sphe­res, besteht. Pflan­zen, Bäu­me, Son­nen­licht, Erde und Was­ser ste­hen im Mit­tel­punkt – der Klang von flie­ßen­dem Was­ser und der Duft von Blü­ten sor­gen für ein unmit­tel­ba­res Ein­tau­chen in die Bota­nik, das den Besu­cher weit weg von der städ­ti­schen Umge­bung führt.

Liebe zur Natur

Wäh­rend der Pla­nung von The Sphe­res wur­de inten­siv über den Cha­rak­ter von Arbeits­um­ge­bun­gen nach­ge­dacht. Vor allem wur­de der Fokus auf das gelegt, was in städ­ti­schen Büros typi­scher­wei­se fehlt: eine direk­te Ver­bin­dung zur Natur. Dabei legen Stu­di­en nahe, dass Räu­me, die bio­phi­les Design beinhal­ten, die Krea­ti­vi­tät anre­gen und sogar die Gehirn­funk­ti­on ver­bes­sern kön­nen.

Arbeiten unter Bäumen aus aller Welt

In The Sphe­res gibt es des­halb Ver­samm­lungs­räu­me in Form von Baum­häu­sern, Fluss- und Was­ser­fall­an­la­gen, Palu­da­ri­en (die Sümp­fe nach­bil­den), eine vier Stock­wer­ke hohe leben­de Wand und epi­phy­ti­sche Bäu­me (die als Auf­sitz­pflan­zen auf ande­ren Pflan­zen wach­sen). Sie beher­ber­gen mehr als 400 Pflan­zen­ar­ten aus fünf Kon­ti­nen­ten und 50 Län­dern. Vie­le der Pflan­zen wur­den aus bota­ni­schen Gär­ten, Baum­schu­len und Natur­schutz­pro­gram­men aus aller Welt her­an­ge­schafft. Eine gro­ße Zahl der 40.000 Pflan­zen in The Sphe­res stammt aus Nebel­wal­döko­sys­te­men, in denen sie an Berg­hän­gen in einer Höhe von 900 bis gut 3.000 m gedei­hen. Sol­che Pflan­zen haben sich an küh­le­re Tem­pe­ra­tu­ren ange­passt, was ihre Kli­ma­be­dürf­nis­se auch für den Men­schen ange­nehm macht.