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OFFICE PIONEER Stefan Diez: Zur Gestaltung der Arbeit. Überlegungen eines Industriedesigners

Ste­fan Diez ist ein Office Pioneer, wie er im Buche steht. Denn mit die­sem Bei­trag ist der Desi­gner auch in Band zwei von „OFFICE PIONEERS: Aus­bli­cke auf das Büro 2030“ präsent.

Stefan Diez, Geschäftsführer Diez Office. Abbildung: Christian Geisselmann

Ste­fan Diez, Geschäfts­füh­rer Diez Office. Abbil­dung: Chris­ti­an Geisselmann

Als ich gebe­ten wur­de, etwas für einen Sam­mel­band über die Zukunft des Büros zu schrei­ben, habe ich ent­schie­den, dass mein Bei­trag nur eine Rei­he loser Beob­ach­tun­gen aus mei­ner Per­spek­ti­ve sein kann. Der Per­spek­ti­ve eines Desi­gners, der selbst viel und gern arbei­tet, für den der eige­ne Arbeits­ort zen­tral ist, der aber auch immer wie­der mit der Gestal­tung von Pro­duk­ten, zum Bei­spiel Büro­stüh­len, zu tun hat.

Ich the­ma­ti­sie­re also in einem ers­ten Teil mei­ne per­sön­li­chen Gedan­ken. Eini­ges ist sehr unmit­tel­bar von der Erfah­rung der soge­nann­ten Coro­na-Zeit geprägt, die wir aktu­ell erle­ben. In einem zwei­ten Teil stel­le ich ein Pro­jekt vor, das ich im Jahr 2020 mit Stu­die­ren­den des Stu­di­en­gangs Indus­tri­al Design 1 (ID1) an der Uni­ver­si­tät für ange­wand­te Kunst Wien in mei­ner Rol­le als Pro­fes­sor erar­bei­tet habe. Es heißt „Works­pace in Pro­gress“ und bringt die Sicht einer jun­gen Genera­ti­on auf die Bedeu­tung und Her­aus­for­de­rung von Arbeit ein.

Die Arbeit

Ich glau­be, das eige­ne Ver­hält­nis zur Arbeit und die Fra­ge, wie man Arbeits­räu­me gestal­tet haben möch­te, wer­den stark geprägt davon, wie man als Kind im Umfeld der eige­nen Eltern damit in Berüh­rung gekom­men ist. Mei­ne Eltern führ­ten gemein­sam eine Schrei­ne­rei. Soweit ich mich erin­ne­re, hat ihnen das Arbei­ten ziem­lich viel Spaß gemacht. Sie hat­ten ihre Arbeits­plät­ze zwar in größt­mög­li­cher Ent­fer­nung von­ein­an­der ein­ge­rich­tet, aber sie lieb­ten es, über alles Mög­li­che zu dis­ku­tie­ren, zum Bei­spiel, ob man sich den Umbau der Werk­statt wür­de leis­ten kön­nen. Die­se Gesprä­che schie­nen nicht beson­ders belas­tet. Mir ist das in ganz kla­rer und posi­ti­ver Erin­ne­rung: wie ich mei­nen Vater als Erfin­der wahr­ge­nom­men habe, des­sen Werk­zeug sein Zei­chen­brett war. Bei­de schätz­ten einen äußerst struk­tu­rier­ten Tages­ab­lauf mit vie­len fes­ten Ritua­len wie der täg­li­chen Brezn­pau­se. Sie hat­ten pri­va­te Lei­den­schaf­ten, pfleg­ten ihren Gemü­se­gar­ten und waren in einer Art Kar­ne­vals­ver­ein, der das gan­ze Jahr über aktiv war und sich vor allem um mög­lichst spek­ta­ku­lä­re Geburts­tags­fei­ern sei­ner Mit­glie­der küm­mer­te. Für mich ist das in der Erin­ne­rung eine Art Gesamt­kunst­werk, und so ähn­lich lebe ich Arbeit wohl auch.

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