OFFICE PIONEERS André Schmidt und Joris Fach: Zwischenzeit : Zwischenraum. Büroarbeit zwischen digital und analog

André Schmidt und Joris Fach sind Office Pio­nie­re, wie sie im Buche ste­hen. Denn mit die­sem Bei­trag sind die Grün­dungs­part­ner der MTTR Archi­tek­ten und Stadt­pla­ner auch in dem Sam­mel­band »OFFICE PIONEERS: Aus­bli­cke auf das Büro 2030« präsent.

André Schmidt und Joris Fach, Gründungspartner MTTR Architekten und Stadtplaner. Abbildung: Florian Lonicer, Fotograf

André Schmidt und Joris Fach, Grün­dungs­part­ner MTTR Archi­tek­ten und Stadt­pla­ner. Abbil­dung: Flo­ri­an Loni­cer, Fotograf

Wir arbei­ten heu­te nicht nur zu Arbeits­zei­ten in dafür vor­ge­se­he­nen Büros, son­dern min­des­tens genau­so hart in Zwi­schen­zei­ten und Zwi­schen­räu­men. Arbeits­zei­ten sind dif­fu­ser, Arbeits­or­te zuneh­mend ent­grenzt. Wo Arbeit ver­rich­tet wird, ist immer weni­ger phy­sisch zu begrei­fen, allen­falls als kalei­do­sko­pi­sches Abbild all­täg­li­cher Situa­tio­nen, in denen Arbeit frag­men­ta­risch geleis­tet wird.

Der ers­te Blick in die elek­tro­ni­schen Post­fä­cher fin­det häu­fig schon zu Hau­se statt. Auch der Weg zur Arbeit ist soweit opti­miert, dass er ech­te Arbeit zulässt – Tele­fo­na­te, Lek­tü­re, To-do-Lis­ten. In die­sen Zwi­schen­zei­ten und Zwi­schen­räu­men wer­den gern alle ver­füg­ba­ren Hilfs­mit­tel ver­wen­det, solan­ge sie ver­läss­li­che Lösun­gen prak­ti­scher Pro­ble­me bie­ten. Und die­se ver­füg­ba­ren Hilfs­mit­tel kön­nen bei­des sein, digi­tal und analog.

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Wer heu­te im Büro arbei­tet, bedient sich in der Regel digi­ta­ler Werk­zeu­ge, der schier end­lo­sen Mög­lich­kei­ten und Facet­ten digi­ta­ler und vir­tu­el­ler Wel­ten. Aller­dings setzt sich auch die Erkennt­nis durch, dass das soge­nann­te Alte im Büro nicht ein­fach durch das soge­nann­te Neue ersetzt wird, son­dern bei­de als Instru­men­te einer viel­fäl­ti­ger wer­den­den Arbeits­welt erfolg­reich koexis­tie­ren. Alt­be­kann­te Werk­zeu­ge und infor­ma­ti­ons­tech­ni­sche Neue­run­gen ergän­zen sich in vie­ler­lei Hin­sicht erstaun­lich gut. Dies wird nir­gends deut­li­cher als an den Rän­dern der Kern­ar­beits­zeit mit Anwe­sen­heits­pflicht. Gera­de in die­ser Grau­zo­ne, weit weg vom arbeits­phy­sio­lo­gisch opti­mier­ten Arbeits­platz, ver­mi­schen sich die Hand­werks­zeu­ge unge­niert. Dort ist die Notiz im Tele­fon so viel wert wie die auf der Rück­sei­te des Briefumschlags.

6:59–7:28 Uhr: Arbeitsweg

Arbeits­weg: Das Mobil­te­le­fon loggt sich ein, der elek­tro­ni­sche Brief­kas­ten gibt die täg­li­che Post frei, die ers­ten E-Mails wer­den gele­sen, ver­pass­te Anru­fe durch­ge­gan­gen, ver­schla­fe­ne Kol­le­gen mit Rück­mel­dun­gen begrüßt. Die kom­mu­ni­ka­ti­ve Wel­le rollt schon in den Arbeits­tag hin­ein, bevor das Büro über­haupt in Sicht­wei­te ist. Im Office fol­gen Team­mee­tings, Tele­fo­ne klin­geln und vibrie­ren, Brie­fe wer­den geöff­net und gele­sen, Schrift­stü­cke unter­schrie­ben und gescannt. Die tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten der ver­schie­de­nen End­ge­rä­te zur Kom­mu­ni­ka­ti­on mit ihren Daten-Mut­ter­schif­fen sind prak­tisch und wer­den immer ein­fa­cher und schnel­ler. Tele­kom­mu­ni­ka­ti­on fin­det heu­te aber auf sehr vie­len Kanä­len gleich­zei­tig statt. Neben Tele­fon, Anruf­be­ant­wor­ter, Fax und Brief steht uns eine Viel­zahl von E-Mail-, Chat- und Mess­an­ger-Apps zur Ver­fü­gung, die das Büro und Kun­den wie Kol­le­gen all­ge­gen­wär­tig machen. Men­ge und Geschwin­dig­keit des Infor­ma­ti­ons­flus­ses haben mas­siv zuge­nom­men, vie­le Arbeits­kräf­te füh­len sich damit immer häu­fi­ger überfordert.


„Mit dem stei­gen­den Bewusst­sein für kör­per­li­ches und see­li­sches Wohl­be­fin­den lau­tet eine mög­li­che Ent­spre­chung zur viel zitier­ten Lebens­weis­heit Work hard, play hard eher Work well, be well.“

André Schmidt und Joris Fach,
Grün­dungs­part­ner MTTR Archi­tek­ten und Stadtplaner


Smar­te Kom­mu­ni­ka­ti­on ist in die­sem Fall geord­ne­te Kom­mu­ni­ka­ti­on, und zwar auf Papier genau­so wie auf dem Bild­schirm. Aus­tausch soll und kann wahr­schein­lich nicht ins­ge­samt begrenzt, aber sehr wohl zeit­lich ein­ge­grenzt wer­den. Denn sonst kann es leicht pas­sie­ren, dass vor lau­ter Kom­mu­ni­ka­ti­on die Arbeit selbst lie­gen bleibt. Die (digi­ta­len) Kom­pe­ten­zen dazu müs­sen erlernt und geför­dert, (digi­ta­le) Dis­zi­plin ein­ge­hal­ten wer­den. Gera­de für Letz­te­res gibt es Hilfs­mit­tel – und das sind nicht nur Apps, die einem in Rand­zei­ten den Zugang zum Inter­net ver­sa­gen. Intel­li­gen­te Notiz­hef­te etwa sind sehr nah dran, den Spa­gat zwi­schen Aus­tausch und Kon­zen­tra­ti­on zu schaf­fen. Sie sind emp­fäng­lich für schnel­le oder aus­führ­li­che, für sowohl pro­fes­sio­nel­le als auch per­sön­li­che Infor­ma­ti­ons­auf­nah­me und kön­nen die­se Infor­ma­tio­nen im Anschluss gezielt digi­tal abru­fen. Gleich­zei­tig öff­nen sie der sprich­wört­li­chen Infor­ma­ti­ons­flut nicht Tür und Tor, son­dern wir­ken eher wie eine Infor­ma­ti­ons­schleu­se, die sich eben auch ver­schlie­ßen lässt.

Im Jahr 2020 ist Kom­mu­ni­ka­ti­on also mit­nich­ten von dau­ern­der Erreich­bar­keit gekenn­zeich­net, viel bezeich­nen­der ist die gesteu­er­te Uner­reich­bar­keit. Wer es schafft, sich über den Tag hin­weg die nöti­gen kom­mu­ni­ka­ti­ons­frei­en Zwi­schen­zei­ten zu schaf­fen und Herr der eige­nen Erreich­bar­keit zu blei­ben, schafft sich auch die nöti­gen Zwi­schen­räu­me, um zu arbeiten.

9:19– 9:31 Uhr: In-Formalität

Der Weg zum eige­nen Schreib­tisch führt nicht sel­ten an der Kaf­fee­ma­schi­ne vor­bei. Das ist arbeits­öko­no­misch gese­hen von unter­schätz­ter Bedeu­tung. Schon am Emp­fang und im Lift oder Kor­ri­dor kön­nen – sprich­wört­lich – im Vor­über­ge­hen gro­ße Men­gen an Infor­ma­tio­nen aus­ge­tauscht wer­den. Mit dem Kaf­fee in der Hand wird die Dru­cker­ecke schnell zum impro­vi­sier­ten Bespre­chungs­ort, der Was­ser­spen­der zum White­board, das Smart­pho­ne zur Lein­wand und zum Videokonferenz-Display.

Wenn wir im Übri­gen von zeit­ge­mä­ßen Büro­räu­men spre­chen, haben wir schnell eine bun­te und latent infan­ti­le Büro­land­schaft vor Augen, die mehr nach Spiel als nach Arbeits­platz aus­sieht. Ganz falsch ist das nicht, denn in vie­ler­lei Hin­sicht sind die phy­si­schen Räum­lich­kei­ten der Büros über die Jah­re tat­säch­lich bun­ter gewor­den. Wich­ti­ger als die Far­big­keit sind aber die raum­tech­ni­schen Qua­li­tä­ten unter der Ober­flä­che. Die räum­li­chen Spe­zia­li­sie­run­gen ste­hen der fort­schrei­ten­den Digi­ta­li­sie­rung unse­rer Arbeits­wei­sen in nichts nach. Arbeits­stät­ten­richt­li­ni­en schrei­ben stei­gen­de Min­dest­wer­te für Akus­tik, Belich­tung, Belüf­tung und Sitz­kom­fort vor. Die Ein­ga­be, Steue­rung und Rück­mel­dung der Büro­raum­hard­ware wird kom­ple­xer, bedingt ent­spre­chen­de Nut­zer­kom­pe­ten­zen oder wird in wei­ten Tei­len auto­ma­ti­siert – bis hin zum Papier­korb, der von allein mel­det, dass er voll ist und geleert wer­den möchte.

Auch der arbei­ten­de Mensch ist anspruchs­vol­ler gewor­den. Die Erwar­tun­gen an tech­ni­sche Grund­aus­stat­tun­gen haben sich vie­ler­orts so sehr erhöht, dass immer mehr Räu­me ziel­ge­rich­tet aus­ge­stat­tet wer­den müs­sen. Zudem kön­nen indi­vi­du­el­le Arbeits­wei­sen – bei glei­cher Effi­zi­enz – sehr unter­schied­lich aus­fal­len. Des­we­gen bedür­fen sie immer häu­fi­ger per­so­na­li­sier­ba­rer Ange­bo­te, die weit über die freie Wahl des Schreib­tisch­stuhls, der Tisch­hö­he und des Kak­tus am Fens­ter hin­aus­ge­hen. Zonen­kon­zep­te bie­ten in moder­nen Büros unter­schied­li­che räum­li­che Rah­men­be­din­gun­gen für Mee­tings, Kom­mu­ni­ka­ti­on, kon­zen­trier­tes Arbei­ten, Prä­sen­ta­tio­nen, Team­work und vie­les mehr. Wie klei­ne Bio­to­pe bie­ten die­se Büro­be­rei­che beson­de­ren Grup­pen von Mit­ar­bei­tern einen spe­zi­fi­schen Arbeits(lebens)raum, sowie Raum für die ein­gangs genann­ten und häu­fig unter­schätz­ten Zwi­schen­räu­me, zum Bei­spiel die Dru­cker­ecke. Das Büro wird zum Archi­pel klei­ner Wel­ten und greift damit ein Büro­kon­zept aus den 1960er-Jah­ren wie­der auf, wel­ches damals schon die rigi­de Ord­nung und Kon­trol­le in Groß­raum­bü­ros durch struk­tu­rel­le Unord­nung in eine fle­xi­ble Land­schaft unter­schied­li­cher Ter­ri­to­ri­en verwandelte.

Arbeitswelt aus Zwischenräumen. Abbildung: Messe Frankfurt Exhibition GmbH

Arbeits­welt aus Zwi­schen­räu­men. Abbil­dung: Mes­se Frank­furt Exhi­bi­ti­on GmbH

Hoch­ge­rüs­te­te Bespre­chungs­sä­le wer­den durch gänz­lich tech­nik­freie Zwi­schen­räu­me ver­bun­den. Bei­de Räu­me sind uner­setz­lich, der Bespre­chungs­saal für die Bespre­chung, der Gang oder Flur dort­hin für das locke­re und klä­ren­de Gespräch danach. Um das Bild der bun­ten Büro­land­schaft zu bemü­hen: Nicht alles braucht sei­ne Far­be, aber alles braucht sei­nen (Zwischen-)Raum.

13:01–14:21 Uhr: Gesundheit

Als Aus­druck der Fle­xi­bi­li­sie­rung unse­rer Arbeits­be­din­gun­gen ist die selbst­be­stimm­te Mit­tags­pau­se ein prä­gnan­tes Bei­spiel. Flie­ßen­de Arbeits­zei­ten und Home­of­fice sind sicher­lich zwei wei­te­re prä­gen­de Punk­te. Dass die ver­meint­lich ange­neh­me Ver­schie­bung vom Schreib- an den Küchen­tisch auch zahl­rei­che Nach­tei­le hat, ist mitt­ler­wei­le aller­dings auch weit­hin bekannt. Mit dem stei­gen­den Bewusst­sein für kör­per­li­ches und see­li­sches Wohl­be­fin­den lau­tet eine mög­li­che Ent­spre­chung zur viel zitier­ten Lebens­weis­heit „Work hard, play hard“ im Jahr 2020 eher „Work well, be well.“ Die viel dis­ku­tier­te Work-Life-Balan­ce wird täg­lich neu kali­briert. Über­stun­den wol­len abge­baut oder gleich ver­mie­den wer­den. Jeder Ein­zel­ne hat indi­vi­du­el­le Bedürf­nis­se, per­sön­li­che Ver­pflich­tun­gen, Rhyth­men und Abläu­fe, die den Büro­all­tag zuneh­mend indi­vi­dua­li­sie­ren. In Stein gemei­ßel­te Arbeits­zei­ten nach Stech­uhr sind ent­spre­chend rela­tiv sel­ten gewor­den und wer­den kon­se­quen­ter Wei­se auch immer weni­ger akzeptiert.

Immer mehr Arbeit­ge­ber gestal­ten daher nicht nur den phy­si­schen Arbeits­platz selbst nach ergo­no­mi­schen Gesichts­punk­ten, son­dern auch die wei­chen Kom­po­nen­ten der Arbeits­um­ge­bung zuneh­mend mit Bedacht. Die schwer greif­ba­re Büro­at­mo­sphä­re wird immer bewuss­ter und pro­fes­sio­nel­ler ent­wor­fen. Phy­si­sche Aus­drü­cke davon sind das Café (im Büro) als Zwi­schen­raum für Pro­fes­sio­nel­les und Pri­va­tes sowie das fir­men­ei­ge­ne Fit­ness-Cen­ter, in dem die Mit­ar­bei­ter nach Fei­er­abend oder wäh­rend spon­ta­ner Pau­sen zusam­men­kom­men. Wei­ter­bil­dung wird wort­wört­lich mit Trai­ning gleich­ge­setzt. Agi­les Manage­ment, aber auch neue Kon­zep­te zur inter­nen räum­li­chen Büro­or­ga­ni­sa­ti­on die­nen dem Zweck, Mit­ar­bei­ter zu moti­vie­ren. Man fühlt sich offen­sicht­lich wohl in der Zwi­schen­zo­ne zwi­schen Arbeits­platz und trau­tem Heim. Nicht voll­stän­dig pri­va­te – aber immer pri­va­ter wer­den­de – Räu­me las­sen Arbeit daher weni­ger nach Arbeit aus­se­hen. Denn wer sich wohl­fühlt, arbei­tet besser.

17:43–18:02 Uhr: Organisation

Am Ende des Arbeits­ta­ges eine Über­sicht her­zu­stel­len und Infor­ma­tio­nen zu bün­deln, ist das, was häu­fig lie­gen bleibt. Dies gilt glei­cher­ma­ßen für die ana­lo­ge wie auch die digi­ta­le Ord­nung. Tat­säch­lich sind bereits vie­le all­täg­li­che Arbeits­pro­zes­se in Daten­wol­ken hin­ein­ver­legt wor­den, wo sie sich – ver­meint­lich – von allein ord­nen. Nach­dem digi­ta­le Smart­ness eupho­risch begrüßt wor­den ist, zeigt sich inzwi­schen aber, dass ana­lo­ge Pro­zes­se und Pro­duk­te oft gar nicht so schlecht waren. Es gibt zudem ein ver­stärk­tes Bewusst­sein für die Kom­ple­xi­tät unse­res Berufs­all­tags und das bewuss­te Bestre­ben, sich trotz Infor­ma­ti­ons­flut Über­sicht zu ver­schaf­fen sowie sich auf das Wesent­li­che kon­zen­trie­ren zu kön­nen. Hier kön­nen digi­ta­le Lösun­gen hilf­reich, mit­un­ter aber auch hin­der­lich sein.


„Arbei­ten in hybri­den Situa­tio­nen zwi­schen pri­vat und pro­fes­sio­nell, digi­tal und ana­log ist sicher­lich das, was wir in Zukunft in immer stär­ke­rem Maße tun werden.“

André Schmidt und Joris Fach,
Grün­dungs­part­ner MTTR Archi­tek­ten und Stadtplaner


Und wenn schon die eigent­li­che Ord­nung lie­gen blei­ben muss, weil man im Geis­te das Büro schon längst ver­las­sen hat, ist es häu­fig eine struk­tu­rie­ren­de Erin­ne­rung oder Notiz, die uns den Wie­der­ein­stieg in die Arbeit erleich­tert. Ver­schie­de­ne digi­ta­le Datei­for­ma­te zu bün­deln oder über­schau­bar zu machen, kann sich bei­spiels­wei­se als sehr umständ­lich erwei­sen. Dahin­ge­gen steht die Büro­klam­mer sinn­bild­lich für eine ana­lo­ge und prak­ti­sche Mus­ter­lö­sung. Lose Blät­ter wer­den von ihr pro­blem­los zusam­men­ge­fasst, selbst wenn sie aus ver­schie­de­nen Quel­len stam­men. Mit der Dicke des Sta­pels, der Qua­li­tät des Papiers, der Doku­men­ten­for­ma­te und -far­ben ist auch der sekun­dä­re Infor­ma­ti­ons­ge­halt der Samm­lung auf einen Blick ersicht­lich. Die Rei­hen­fol­ge des Bün­dels ist mit weni­gen Hand­grif­fen ver­än­dert oder erwei­ter­bar. Alles das schafft Über­sicht. Die­ser direk­te, tak­ti­le Umgang mit Infor­ma­ti­on hat natür­lich enge Gren­zen, ist nicht ska­lier­bar und für Big Data schon gar nicht zu gebrau­chen. Aller­dings ist er für den Ein­zel­nen häu­fig wesent­lich effi­zi­en­ter. Zudem kann er auch das digi­ta­le Arbei­ten struk­tu­rie­ren, indem tech­ni­sche Aspek­te mini­miert und inhalt­li­che maxi­miert wer­den. Die Büro­klam­mer oder die Haft­no­tiz am Bild­schirm sind – im Zusam­men­spiel mit eini­gen Tera­byte an Infor­ma­ti­on auf fer­nen Daten­ser­vern – als Zwi­schen­lö­sung viel­leicht doch effizient.

Sol­che Bei­spie­le all­täg­li­cher Arbeits­ge­stal­tung las­sen die Zwi­schen­räu­me und Zwi­schen­zei­ten heu­ti­ger Büro­ar­beit deut­lich wer­den. Arbei­ten in hybri­den Situa­tio­nen zwi­schen pri­vat und pro­fes­sio­nell, digi­tal und ana­log ist sicher­lich das, was wir in Zukunft in immer stär­ke­rem Maße tun wer­den. An ver­schie­de­nen Orten sowie auf den Wegen zwi­schen die­sen Orten prä­sent und pro­duk­tiv sein zu kön­nen, wird eine zen­tra­le Her­aus­for­de­rung sein. Die räum­li­chen Kno­ten­punk­te die­ses Arbeits­net­zes wie Schreib­tisch, Kon­fe­renz­raum, Küchen­tisch und Kaf­fee­ma­schi­ne müs­sen um ent­spre­chen­de Vor­räu­me erwei­tert wer­den, wel­che die Arbeit schon beim Ankom­men und Auf­bre­chen ermög­li­chen und unter­stüt­zen. Aus pla­ne­ri­scher Sicht braucht es dafür kei­ne dog­ma­ti­schen Lösun­gen, son­dern vor allem Zwischenlösungen.

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MTTR Architekten und Stadtplaner

  • Schwer­punk­te sind Holz­bau, Büro­bau­ten und neue Arbeitswelten
  • Gegrün­det: 2019
  • Mit­ar­bei­ten­de: 4
  • Stand­ort: Berlin
  • mttr.berlin

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Lite­ra­tur­ver­zeich­nis:
Der Bei­trag basiert auf der Publi­ka­ti­on »Smart Solutions/Büro der Zukunft«, mit freund­li­cher Geneh­mi­gung der Mes­se Frank­furt Exhi­bi­ti­on GmbH.

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