Am 6. April fei­er­ten die legen­dä­ren Post-it-Haft­no­ti­zen ihren vier­zigs­ten Geburts­tag. Ihre Ent­ste­hung ver­dan­ken sie dem Zufall und dem Erfin­der­geist eines lei­den­schaft­li­chen Sän­gers.

Haftnotizen

Aus dem Büro nicht mehr weg­zu­den­ken: die Post-it-Haft­no­ti­zen. Abbil­dung: 3M

Not macht erfin­de­risch – die Erfolgs­ge­schich­te der Post-it-Haft­no­ti­zen begann 1968, als der 3M Che­mi­ker Spen­cer Sil­ver eher zufäl­lig einen Kleb­stoff ent­wi­ckel­te, der nicht sofort fest wur­de und sich mit­samt Papier wie­der lösen ließ. Sechs Jah­re spä­ter brach­te die­se Ent­wick­lung sei­nen Kol­le­gen Art Fry auf die zün­den­de Idee. Fry, Sän­ger im ört­li­chen Kir­chen­chor, ärger­te sich regel­mä­ßig über die her­aus­fal­len­den Merk­zet­tel in sei­nem Gesang­buch. Er bestrich kur­zer­hand sei­ne Zet­tel mit dem Kleb­stoff, und die Haft­no­tiz war gebo­ren: Die Lese­zei­chen hiel­ten und lie­ßen sich rück­stands­los wie­der von den Sei­ten lösen.

Eine Idee erobert die Welt

Der fin­di­ge Fry ver­sorg­te zunächst sei­ne Kol­le­gen mit den selbst­kle­ben­den Zet­teln, die sich schnell dafür begeis­ter­ten. So wur­de aus einem Lese­zei­chen ein neu­es Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel, denn immer häu­fi­ger hin­ter­lie­ßen die 3M-Mit­ar­bei­ter Bot­schaf­ten auf den Haft­zet­teln oder nutz­ten sie zur Beschrif­tung ihrer Unter­la­gen. Im April 1980 wur­de die Post-it-Haft­no­tiz auf dem ame­ri­ka­ni­schen Markt ein­ge­führt. Bereits ein Jahr nach Markt­ein­füh­rung schrie­ben die kana­ri­en­gel­ben Haft­no­ti­zen schwar­ze Zah­len. Heu­te zählt das Ori­gi­nal zur Stan­dard­aus­stat­tung in den meis­ten Büros und hat sich auch im pri­va­ten Bereich durch­ge­setzt.

Das Original geht mit der Zeit

Ob in Pfeil­form, als Groß­for­mat oder Mee­ting Notes – die Mar­ke Post-it hat auch im digi­ta­len Zeit­al­ter nichts von ihrer Strahl­kraft ver­lo­ren. Dabei ist die ste­ti­ge Wei­ter­ent­wick­lung auf­grund ver­än­der­ter Anwen­dungs­fel­der der Schlüs­sel zum Erfolg. “Trotz Digi­ta­li­sie­rung sind Haft­no­ti­zen aus unse­rem Leben nicht weg­zu­den­ken. Eine hand­ge­schrie­be­ne Notiz ist nicht nur per­sön­li­cher, sie bleibt auch län­ger im Gedächt­nis. Und zur Erar­bei­tung und Abbil­dung von Inno­va­ti­ons­pro­zes­sen wer­den sie als krea­ti­ves Tool sehr geschätzt”, so Roland Mei­er, Regio­nal Busi­ness Lea­der Con­su­mer Busi­ness Group bei 3M.

Umfangreiches Post-it-Produktportfolio

Heu­te bie­tet 3M unter der Mar­ke Post-it über 4.000 Pro­duk­te an, die in über 150 Län­dern ver­kauft wer­den. Und fast über­all haf­ten. So wur­den die Post-it Super Sti­cky Notes spe­zi­ell für den Ein­satz auf Bild­schir­men, Türen, Spie­geln oder Metall ent­wi­ckelt. 2018 wur­den sie durch die Post-it Extre­me Notes ergänzt. Letz­te­re sind bestän­dig gegen Feuch­tig­keit und Tem­pe­ra­tur­schwan­kun­gen und hal­ten selbst auf stark struk­tu­rier­ten Ober­flä­chen. Somit sind sie per­fekt für den Ein­satz im Außen­be­reich, wie zum Bei­spiel im Bau­ge­wer­be, Hand­werk oder der Gas­tro­no­mie, geeig­net. Als Zei­chen für ein nach­hal­ti­ges Umwelt­be­wusst­sein bie­tet 3M zudem die Post-it Recy­cling Notes an, die zu 100 Pro­zent aus Recy­cling­pa­pier bestehen und PEFC-zer­ti­fi­ziert sind.

Mehr zur Geschich­te der Haft­no­tiz fin­den Sie in unse­rer Office-Histo­ry-Rei­he.