Cowor­king liegt im Trend. Fle­xi­bel, kol­la­bo­ra­tiv, unab­hän­gig – so funk­tio­niert die neue Arbeit in den Spaces. Wir stel­len span­nen­de Neu­ig­kei­ten aus der Sze­ne vor.

Maxi Mayr und Henrik Heubl, Gründer des Coworking-Space Gschafft in Bad Tölz.

Maxi Mayr und Hen­rik Heu­bl, Grün­der des Cowor­king-Space Gschafft in Bad Tölz.

Das Quartier Zukunft der Deutschen Bank in Berlin.

Das Quar­tier Zukunft der Deut­schen Bank in Ber­lin.

Coworking brummt

Cowor­king ist in Deutsch­land so beliebt wie nie. Die aktu­el­le Glo­bal Cowor­king Sur­vey des Maga­zins Deskmag hat erge­ben, dass ein Vier­tel der Spaces hier­zu­lan­de expan­die­ren will. Die Mehr­heit erwar­tet für 2019 stei­gen­de Ein­nah­men. 2018 arbei­te­ten in Deutsch­land durch­schnitt­lich 68 Men­schen in einem Cowor­king-Space. Das sind zwar weni­ger als im glo­ba­len Schnitt, aber 13 Pro­zent mehr als im Vor­jahr. Pro Arbeits­platz stan­den 2018 durch­schnitt­lich 14 m² zur Ver­fü­gung.

#Cowork2019 in Mannheim

Vom 22. bis zum 24. März fin­det im Mann­hei­mer C-Hub die #Cowork2019 statt, die größ­te deutsch­spra­chi­ge Kon­fe­renz zum The­ma Cowor­king. Als Bar­camp bie­tet sie neben Podi­ums­dis­kus­sio­nen und Vor­trä­gen Frei­raum für spon­ta­nen Erfah­rungs­aus­tausch und The­men­prä­sen­ta­tio­nen. Für Fach­kräf­te der Digi­tal­wirt­schaft und Betrei­ber von Cowor­king-Spaces ist die #Cowork2019 eine gute Gele­gen­heit, sich wei­ter­zu­bil­den und Kon­tak­te zu knüp­fen.

Coworking im ländlichen Raum

Mit viel Unter­neh­mer­geist haben Maxi Mayr (21) und Hen­rik Heu­bl (18) im Juni 2018 den Cowor­king-Space Gschafft in Bad Tölz gegrün­det. Mit­ten im Ort bie­tet er offe­ne Arbeits­plät­ze und einen Raum für krea­ti­ven Aus­tausch und Ver­an­stal­tun­gen. Mit einer App kön­nen Mit­glie­der die Räum­lich­kei­ten jeder­zeit nut­zen.

Coworking am Bahnhof

Neu­er­dings bie­tet auch die Deut­sche Bahn Cowor­king-Plät­ze für Pend­ler und Geschäfts­rei­sen­de. Nach­dem ein Pilot­pro­jekt am Ber­li­ner Haupt­bahn­hof letz­tes Jahr posi­ti­ven Wider­hall gefun­den hat, will der Kon­zern nun Bahn­hö­fe mit spe­zi­el­len Cowor­king-Flä­chen aus­stat­ten, die gegen Bezah­lung von jeder­mann – auch ohne Bahn­ti­cket – genutzt wer­den kön­nen. An wel­chen Stand­or­ten dies gesche­hen soll, hat die Deut­sche Bahn aller­dings noch nicht ver­ra­ten.

Coworking in der Bank

Als Nach­fol­ger des 2016 geschlos­se­nen Q110 hat die Deut­sche Bank in der Ber­li­ner Fried­rich­stra­ße 181 das Quar­tier Zukunft eröff­net. Auf 1.700 m² fin­den Kun­den in die­ser Omnich­an­nel-Filia­le neben einem Café, einer Kita und dem Urban Gar­den auch Cowor­king-Plät­ze. Im „Gewächs­haus“ kön­nen Grün­der Ide­en und Geschäfts­mo­del­le gedei­hen las­sen und dabei von der Exper­ti­se des Bank­per­so­nals pro­fi­tie­ren.

Coworking im Buchhandel

Um den Buch­han­del wie­der cool zu machen, lässt sich die Bran­che eini­ges ein­fal­len. Die im Novem­ber wie­der­eröff­ne­te Filia­le von Hugen­du­bel am Münch­ner Sta­chus bie­tet neben fünf intui­tiv insze­nier­ten The­men­wel­ten, einem Café und einem Raum der Stil­le auch einen Cowor­king-Space. Tha­lia soll bald mit einem ähn­li­chen Kon­zept nach­zie­hen.

Coworking im Shoppingcenter

In Frank­furt am Main hat Deutsch­lands ers­ter Cowor­king-Space in einem Shop­ping­cen­ter eröff­net. Das behaup­ten zumin­dest die Macher des CoWork­Play im Ein­kaufs­cen­ter MyZeil. Die­ses bie­tet Platz zum Ide­en­schmie­den und Netz­wer­ken. Die Innen­ein­rich­tung wur­de vom Archi­tek­ten­bü­ro UNIONZEISS ent­wor­fen. Beleuch­tung von Artemi­de, Möbel von König + Neurath, Calli­dus und Frö­scher sowie Wohn­tex­ti­li­en von Object Car­pet und Créa­ti­on Bau­mann sor­gen für ein gemüt­li­ches Ambi­en­te.