Lösun­gen und Erkennt­nis­se zu gesun­der Büro­ar­beit stan­den im Mit­tel­punkt des Büro­t­rend­fo­rums Gesund­heit am 27. Janu­ar 2018 auf der Paper­world in Frank­furt am Main. Die Ver­an­stal­tung war Teil der dies­jäh­ri­gen Son­der­schau „Büro der Zukunft“.

Paperworld 2018: Bürotrendforum Gesundheit

Das Büro­t­rend­fo­rum Gesund­heit wur­de von Dr. Robert Nehring, Chef­re­dak­teur von Das Büro und OFFICE ROXX sowie Lei­ter des DIMBA, mode­riert.

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Inter­es­sier­te Zuhö­rer beim Büro­t­rend­fo­rum Gesund­heit am 27. Janu­ar auf der Paper­world 2018.

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Dr. Boris Feo­doroff von der Sport­hoch­schu­le Köln sprach von einer „Ergo­no­mie fatal“, wenn zum Bei­spiel Büro­stüh­le wie Kor­setts maß­ge­schnei­dert wer­den und so kei­ne Bewe­gung mehr för­dern.

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Pro­fes­sor Dr.-Ing. Die­ter Lorenz von der Tech­ni­schen Hoch­schu­le Mit­tel­hes­sen refe­rier­te über die gesund­heit­li­chen Aus­wir­kun­gen von flä­chen­ef­fi­zi­en­ten Pla­nungs­trends. Sei­ne The­se: Flä­chen­ver­dich­tung wird gern mit bes­se­rer Kom­mu­ni­ka­ti­on und Team­ar­beit begrün­det – es geht aber vor allem um die Redu­zie­rung von Flä­chen­kos­ten.

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Burk­hard Rem­mers, Lei­ter Inter­na­tio­na­le Kom­mu­ni­ka­ti­on beim Büro­mö­bel­her­stel­ler Wilk­hahn, sprach über die gesund­heit­li­chen Fol­gen von zu gerin­ger kör­per­li­cher Akti­vi­tät.

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Josef Glöckl, Geschäfts­füh­rer von aeris, stell­te sein bewe­gen­des Active-Office-Kon­zept vor.

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Im Dia­log: Die Refe­ren­ten des Büro­t­rend­fo­rums beant­wor­te­ten die Fra­gen der Teil­neh­mer.

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Das Forum lock­te auch inter­na­tio­na­le Gäs­te an.

Das Büro­t­rend­fo­rum wur­de vom Paper­world­team der Mes­se Frank­furt in Zusam­men­ar­beit mit dem Deut­schen Insti­tut für moder­ne Büro­ar­beit (DIMBA) ver­an­stal­tet. Das Insti­tut ist im PRIMA VIER Ver­lag Frank Nehring behei­ma­tet. Fünf Exper­ten infor­mier­ten die zahl­rei­chen Teil­neh­mer unter ande­rem über moder­ne Ergo­no­mie am Büro­ar­beits­platz, gesund­heit­li­che Aus­wir­kun­gen von Flä­chen­ver­dich­tung und die Not­wen­dig­keit von Bewe­gungs­för­de­rung. Mode­riert wur­de die Ver­an­stal­tung von Dr. Robert Nehring, Lei­ter des DIMBA, Chef­re­dak­teur von Das Büro und OFFICE ROXX sowie Spre­cher der Aktio­nen „Auf­stand im Büro“, „Bewe­gung im Büro“ und „Quiet plea­se!“.

Gesundheit im Büro: Ein Überblick

Dr. Robert Nehring hielt einen kur­zen Über­blicks­vor­trag zum wei­ten Feld des The­mas Gesund­heit im Büro. Er the­ma­ti­sier­te beson­de­re Her­aus­for­de­run­gen für die Gesund­heit heu­ti­ger Office-Worker. Vor dem Hin­ter­grund des aktu­ell statt­fin­den­den Wan­dels der Büro­ar­beits­welt sei­en dies unter ande­rem: stän­di­ge Bild­schirm­ar­beit, bewe­gungs­lo­ses Dau­er­sit­zen, das Igno­rie­ren ergo­no­mi­scher Grund­sät­ze, fal­sche Ernäh­rung, dau­er­haf­ter Stress und das Ver­schmel­zen von Arbeits- und Pri­vat­le­ben. Zu jeder die­ser Her­aus­for­de­run­gen stell­te er auch Tipps bzw. Aus­we­ge vor.

Was moderne Ergonomie leisten kann

Dr. Boris Feo­doroff von der Deut­schen Sport­hoch­schu­le Köln sprach über die nega­ti­ven Fol­gen des Dau­er­sit­zens. Die­ses füh­re nicht nur zu ein­sei­ti­ger Belas­tung, son­dern unter­for­de­re auch die Mus­keln. Und ruhig­ge­stell­te Mus­keln ver­lö­ren bereits nach sie­ben Tagen ein gutes Drit­tel ihrer Kraft. Des­we­gen emp­fahl er, min­des­tens 25 Pro­zent der Zeit im Ste­hen oder kör­per­lich aktiv zu arbei­ten. Dabei hel­fe die ein­gän­gi­ge und sich auf Eng­lisch rei­men­de For­mel „What can I do? 20/8/2.“ Also ein Mix aus 20 Minu­ten Sit­zen, acht Minu­ten Ste­hen und zwei Minu­ten Bewe­gung. Dr. Feo­doroff prä­sen­tier­te zahl­rei­che Stu­di­en und For­schungs­an­sät­ze zu ergo­no­mi­schen und bewe­gen­den Sitz­lö­sun­gen für einen zukünf­ti­gen Büro­ar­beits­platz.

Wohin gesteigerte Flächeneffizienz im Büro führt

Der Vor­trag von Pro­fes­sor Dr.-Ing. Die­ter Lorenz von der Tech­ni­schen Hoch­schu­le Mit­tel­hes­sen beleuch­te­te die gesund­heit­li­chen Aus­wir­kun­gen von flä­chen­ef­fi­zi­en­ten Pla­nungs­trends. Eine Kern­aus­sa­ge lau­te­te, dass sich das Büro den Bedürf­nis­sen des Men­schen anzu­pas­sen habe und nicht umge­kehrt. Pro­fes­sor Dr. Lorenz zeig­te nega­ti­ve Fol­gen für die Gesund­heit von Büro­ar­bei­tern auf, die durch eine Ver­klei­ne­rung der Nutz­flä­chen pro Per­son ent­ste­hen kön­nen. Der dra­ma­ti­sche Anstieg von Stress – die größ­te Gesund­heits­ge­fahr des 21. Jahr­hun­derts – lie­ge vor allem in akus­ti­schen und visu­el­len Stö­run­gen begrün­det. Aber auch kli­ma­ti­sche und olfak­to­ri­sche Beein­träch­ti­gun­gen in ver­knapp­ten Arbeits­be­rei­chen sei­en der Gesund­heit abträg­lich. Dem gegen­über ste­he eine ver­gleichs­wei­se gerin­ge Kos­ten­er­spar­nis durch flä­chen­ef­fi­zi­en­te Büro­ar­beits­plät­ze.

Warum ein Kulturwandel zur Bewegungsförderung nötig ist

Nach der Mit­tags­pau­se sprach Burk­hard Rem­mers vom Büro­mö­bel­her­stel­ler Wilk­hahn über die gesund­heit­li­chen Fol­gen von redu­zier­ter kör­per­li­cher Akti­vi­tät im Zuge einer zuneh­men­den Digi­ta­li­sie­rung der Büro­ar­beit. Rücken­schmer­zen und Über­ge­wicht sei­en nur zwei Bei­spie­le die­ser fata­len (ergo­no­mi­schen) Ent­wick­lung. Er stell­te die Fra­ge, wie es sein kön­ne, dass die Kran­ken­stän­de mit Mus­kel-Ske­lett-Erkran­kun­gen zuneh­men, wenn doch ande­rer­seits die Büro­ar­beits­plät­ze immer bes­ser und ergo­no­mi­scher wür­den. Sein Vor­schlag zur Bewe­gungs­för­de­rung: das Büro zum Bewe­gungs­raum machen, unter ande­rem mit beweg­ten Pau­sen sowie Sitz-Steh-Arbeits­plät­zen und einer viel­fäl­ti­gen Sitz­dy­na­mik. Zusam­men­ge­fasst bedeu­te dies: Bewe­gung statt Hal­tung.

Was gegen das unbewegte Sitzen getan werden muss

Den abschlie­ßen­den Vor­trag hielt Josef Glöckl, Geschäfts­füh­rer des Büro­mö­bel­her­stel­lers aeris. Er wies noch­mals ein­dring­lich auf die Schäd­lich­keit von zu lan­gem und star­rem Sit­zen hin. Sei­ne The­se: Sit­zen ist ein Ver­hal­ten gegen die Natur des Men­schen. Zur Ver­mei­dung von Scha­den am eige­nen Kör­per müss­ten Büro­ar­beit und Bewe­gung mit­ein­an­der ver­bun­den wer­den. Er prä­sen­tier­te die Vor­tei­le von Lösun­gen für akti­ves Sit­zen und Ste­hen (Boden­mat­ten). Außer­dem zeig­te er einen Modell­ar­beits­platz, der in hohem Maße bewe­gungs­för­dernd sei und damit gesun­de Büro­ar­beit ermög­li­che.

Das gesunde Büro

Mit den Vor­trä­gen wur­de nicht nur auf das The­ma Gesund­heit im Büro hin­ge­wie­sen. Es wur­den  auch ganz kon­kre­te Schrit­te, Maß­nah­men und Lösun­gen prä­sen­tiert, wie ein gesund­erhal­ten­der Arbeits­platz in Zukunft aus­se­hen könn­te und soll­te. Eini­ge die­ser Lösun­gen durf­ten sich die Teil­neh­mer des Forums gleich vor Ort im Son­der­schau­be­reich von ver­schie­de­nen Her­stel­lern vor­füh­ren las­sen.

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Wilkhahn

Fellowes

AGORAphil

 

Aus­zü­ge aus der Prä­sen­ta­ti­on von Dr. Robert Nehring.

Aus­zü­ge aus der Prä­sen­ta­ti­on von Dr. Boris Feo­doroff.

Aus­zü­ge aus der Prä­sen­ta­ti­on von Prof. Dr.-Ing. Die­ter Lorenz.

Aus­zü­ge aus der Prä­sen­ta­ti­on von Burk­hard Rem­mers.

Aus­zü­ge aus der Prä­sen­ta­ti­on von Josef Glöckl.