Aus einer ehe­ma­li­gen Feu­er­wa­che im Hafen von Ant­wer­pen ist das Ver­wal­tungs­ge­bäu­de der dor­ti­gen Hafen­be­hör­de gewor­den. Geplant wur­de der Umbau samt auf­se­hen­er­re­gen­dem Auf­satz vom Archi­tek­tur­stu­dio ZHA der im letz­ten Jahr ver­stor­be­nen Zaha Hadid.

Das neue Gebäude scheint über der alten Feuerwache zu schweben. Foto: Hufton+Crow

Das neue Gebäu­de scheint über der alten Feu­er­wa­che zu schwe­ben. Foto: Hufton+Crow

Arbeitsplätze im historischen Teil des Verwaltungsgebäudes. Foto: Hufton+Crow

Arbeits­plät­ze im his­to­ri­schen Teil des Ver­wal­tungs­ge­bäu­des. Foto: Hufton+Crow

Das Mitarbeiterrestaurant befindet sich im von ZHA neu errichteten Gebäudeteil. Foto: Tim Fisher

Das Mit­ar­bei­ter­re­stau­rant befin­det sich im von ZHA neu errich­te­ten Gebäu­de­teil. Foto: Tim Fisher

Das Auditorium ist für 90 Personen ausgelegt. Foto: Tim Fisher

Das Audi­to­ri­um ist für 90 Per­so­nen aus­ge­legt. Foto: Tim Fisher

Der ehemalige Innenhof wurde überdacht und dient nun als Empfangsbereich. Foto: Tim Fisher

Der ehe­ma­li­ge Innen­hof wur­de über­dacht und dient nun als Emp­fangs­be­reich. Foto: Tim Fisher

Die neuen Büros bieten fantastische Ausblicke über den Hafen. Foto: Hufton+Crow

Die neu­en Büros bie­ten fan­tas­ti­sche Aus­bli­cke über den Hafen. Foto: Hufton+Crow

Auf der Suche nach einem grö­ße­ren Gebäu­de, in dem erst­mals alle rund 500 Ange­stell­ten Platz fin­den soll­ten, stieß die Ant­wer­pe­ner Hafen­be­hör­de auf eine auf­ge­ge­be­ne Feu­er­wa­che am Quay 63 des Kat­ten­di­jk-Docks. Sie sah dar­in die Chan­ce, dem denk­mal­ge­schütz­ten Gebäu­de eine neue Funk­ti­on zu geben und es so zu erhal­ten. Daher war die zen­tra­le Bedin­gung bei der Aus­schrei­bung, dass das alte Gebäu­de bewahrt wer­den muss­te. Wo der nöti­ge Anbau plat­ziert wur­de, blieb den Archi­tek­ten hin­ge­gen frei­ge­stellt.

Über der Feuerwache statt daneben

Das Archi­tek­tur­bü­ro ZHA ent­schied sich dafür, den 21 Meter hohen Neu­bau mit fünf zusätz­li­chen Stock­wer­ken nahe­zu schwe­bend auf das bestehen­de Gebäu­de zu set­zen. Dadurch blieb die alte Fas­sa­de voll­stän­dig erhal­ten. Die neue hin­ge­gen wur­de in Glas aus­ge­führt, das sowohl die Wel­len als auch den Him­mel spie­gelt. Wie ein Schiffs­bug zeigt eine Spit­ze des Auf­sat­zes in Rich­tung des Flus­ses Schel­de.

Der Innen­hof der alten Feu­er­wa­che erhielt wäh­rend des Umbaus ein Glas­dach. Er fun­giert nun als Emp­fangs­be­reich für das Port House genann­te neue Gebäu­de­en­sem­ble. Von dort aus kön­nen Besu­cher die Biblio­thek in der ehe­ma­li­gen Gara­ge der Feu­er­wehr­au­tos betre­ten. Pan­ora­ma­auf­zü­ge füh­ren vom Emp­fangs­be­reich direkt in den neu­en Gebäu­de­auf­satz.

Moderne Büroflächen

Die Hafen­be­hör­de ver­lang­te ein Büro, in dem Activi­ty Based Working mög­lich sein soll­te. Dafür ste­hen in der Mit­te der obe­ren Stock­wer­ke des alten und in den unte­ren Eta­gen des neu­en Gebäu­des unter­schied­li­che Berei­che wie ein Restau­rant, Mee­tin­g­räu­me und ein Audi­to­ri­um zur Ver­fü­gung. Auf der rest­li­chen Flä­che ent­stan­den offe­ne Büro­be­rei­che.

Ressourcen schonen

Beim Neu- und Umbau wur­de gro­ßer Wert auf öko­lo­gi­sche Nach­hal­tig­keit und Ener­gie­ef­fi­zi­enz gelegt. Daher wur­de bei­spiels­wei­se ein Geo­ther­mie­sys­tem instal­liert, das an über 100 Stel­len rund um das Gebäu­de Was­ser in eine Tie­fe von 80 Metern pumpt. Damit kann im Win­ter geheizt und im Som­mer gekühlt wer­den. Um den Strom­ver­brauch zu sen­ken, sorgt die Gebäu­de­steue­rung dafür, das Tages­licht opti­mal zu nut­zen und die künst­li­che Beleuch­tung zu redu­zie­ren.