Lässt sich eine nahe­zu fens­ter­lo­se und nie für den Auf­ent­halt von Men­schen kon­zi­pier­te Lager­hal­le in eine licht­durch­flu­te­te Office-Land­schaft umge­stal­ten? Ja, zeigt das Bei­spiel der Fir­ma Wort­mann in Det­mold.

Bunte Hingucker im Industriechic: Wilkhahns Stand-Up. Foto: Dauphin-HumanDesign-Group

Bun­te Hin­gu­cker im Indus­trie­chic: Wilk­hahns Stand-Up.
Foto: Dau­phin-Human­De­sign-Group

Gegen das Dauersitzen: Besprechungskabine mit Stitz. Foto: Wortmann

Gegen das Dau­er­sit­zen: Bespre­chungs­ka­bi­ne mit Stitz.
Foto: Wort­mann

Dachoberlichter sorgen in der ehemaligen Lagerhalle ür eine gleichmäßige Beleuchtung mit Tageslicht. Foto: Dauphin-HumanDesign-Group

Dach­ober­lich­ter sor­gen für eine gleich­mä­ßi­ge Beleuch­tung mit Tages­licht.
Foto: Dau­phin-Human­De­sign-Group

Zum Bürokonzept gehören vielfältig gestaltete Kommunikationsbereiche. Foto: Wortmann

Zum Büro­kon­zept gehö­ren viel­fäl­tig gestal­te­te Kom­mu­ni­ka­ti­ons­be­rei­che.
Foto: Wort­mann

Leuchten und Teppichboden sind in ihrer Anmutung dem industriellen Kontext entlehnt. Foto: Wortmann

Leuch­ten und Tep­pich­bo­den sind in ihrer Anmu­tung dem indus­tri­el­len Kon­text ent­lehnt.
Foto: Wort­mann

Hohe Decken, offe­ne Grund­ris­se, lich­te Räu­me: Die Umwand­lung inner­städ­ti­scher Pro­duk­ti­ons­ge­bäu­de zu Büro- oder Wohn­raum hat den inter­na­tio­na­len Metro­po­len einen regel­rech­ten Boom an Loft-Archi­tek­tur beschert. Aber auch in klei­ne­ren und mitt­le­ren Städ­ten sind Kon­ver­sio­nen von alten Fabrik­hal­len in Büro- oder Wohn­flä­chen popu­lär. In Det­mold bau­te der Archi­tekt And­re Roh­de für den mit Mar­ken wie Tama­ris bekann­ten Schuh­kon­zern Wort­mann eine in die Jah­re gekom­me­ne Lager­hal­le in ein Sta­te-of-the-Art-Office mit Show­room um. In dem kla­ren, abwechs­lungs­rei­chen Set­ting wer­den alle Anfor­de­run­gen an moder­ne Büro­ar­beits­plät­ze erfüllt. Auch die Rol­len der Wilk­hahn-Möbel IN, Stand-Up und Stitz sind dar­in typ­ge­recht besetzt.

Umbau der Lagerhalle

Der kon­struk­ti­ve Haupt­ein­griff beim Umbau der knapp 54 auf 18 Meter gro­ßen Lager­hal­le bestand in der Anhe­bung des Dachs um 80 Zen­ti­me­ter. Die durch den Brand­schutz vor­ge­ge­be­ne Glie­de­rung in drei Berei­che wur­de bei­be­hal­ten und um drei ein­ge­stell­te Büh­nen ergänzt. Die­se Struk­tur ent­spricht inhalt­lich den Unter­neh­mens­be­rei­chen, die hier ange­sie­delt sind: Ver­trieb, Mar­ke­ting und Buch­hal­tung. Der indus­tri­el­le Cha­rak­ter der Hal­le wur­de von den Archi­tek­ten bewusst erhal­ten: Das Mau­er­werk der Brand­schutz­wän­de ist unver­klei­det, Lei­tun­gen und Kon­struk­ti­on lie­gen offen, Leuch­ten und Tep­pich­bo­den sind in ihrer Anmu­tung dem indus­tri­el­len Kon­text ent­lehnt. Dach­ober­lich­ter sor­gen für eine gleich­mä­ßi­ge Beleuch­tung mit Tages­licht und stre­cken den Innen­raum optisch, auf zwei Sei­ten öff­net sich das Loft-Office mit­tels einer ver­glas­ten Pfos­ten-Rie­gel-Fas­sa­de zum Außen­raum.

Beweglichkeit und Begegnung

Bei der Innen­ar­chi­tek­tur setz­te Ant­je Peg­ger vom Büro­ein­rich­ter Wacker­ha­gen auf eine kla­re Glie­de­rung in gleich­mä­ßig ange­ord­ne­te Büro­ar­beits­plät­ze, eine brei­te Durch­we­gungs­zo­ne und viel­fäl­tig gestal­te­te Kom­mu­ni­ka­ti­ons­be­rei­che. Ziel des Kon­zepts war es, buch­stäb­lich für mehr Beweg­lich­keit inner­halb der drei Abtei­lun­gen sowie für mehr Begeg­nun­gen und Aus­tausch der Mit­ar­bei­ter aus den ver­schie­de­nen Unter­neh­mens­be­rei­chen zu sor­gen. Dabei kom­men den Sitz- oder viel­mehr Bewe­gungs­mö­beln von Wilk­hahn ver­schie­de­ne Auf­ga­ben zu.

Dynamische Möblierung

An den Schreib­ti­schen passt der IN mit sei­nem sport­li­chen Design, dem hohen Wohl­fühl­fak­tor und der drei­di­men­sio­na­len Dyna­mik in das auf Bewe­gung und Begeg­nung aus­ge­rich­te­te Kon­zept: So ent­stammt die Rücken­be­span­nung mit 3-D-Form­strick der moder­nen Sport­schu­h­ent­wick­lung. Groß­zü­gi­ge Sitz­land­schaf­ten, Sofas und eine Pick­ni­ck­ecke laden zum infor­mel­len Gespräch ein, wäh­rend mit dem Stitz bewusst ein Steh­mö­bel in den teil­wei­se ver­glas­ten Bespre­chungs­räu­men unter den ein­ge­stell­ten Büh­nen zum Ein­satz kommt. Medi­en­prä­sen­ta­tio­nen und reprä­sen­ta­ti­ve Tref­fen fin­den im eigens ange­fer­tig­ten und signal­rot lackier­ten Con­tai­ner statt. Und für spon­ta­ne Bespre­chun­gen am Arbeits­platz pflückt man sich einen der bun­ten Stand-Ups, die zur frei­en Ver­fü­gung in der Hal­le ste­hen. Ein schö­ner Neben­ef­fekt: Die tex­ti­le Bespan­nung des hei­te­ren Hin­gu­ckers ist schall­ab­sor­bie­rend.