Der Fir­men­sitz des aus­tra­li­schen Kran­ken­ver­si­che­rers Medi­bank in Mel­bourne soll den Mit­ar­bei­tern eine gesun­de Arbeits­um­ge­bung bie­ten. Geplant wur­de das Medi­bank Place genann­te Gebäu­de vom Archi­tek­tur­stu­dio Has­sell.

2.300 Pflan­zen gibt es im Gebäu­de­in­nern. Foto: Earl Car­ter

Eine Ram­pe schlän­gelt sich spi­ral­för­mig nach oben. Mit­ar­bei­ter kön­nen so ihr Fahr­rad mit ins Gebäu­de brin­gen. Foto: Earl Car­ter

Teil eines gesun­den Arbeits­plat­zes: der Sitz-Steh-Tisch. Foto: Earl Car­ter

Es wur­de ver­sucht, Tages­licht in mög­lichst vie­le Gebäu­de­tei­le zu brin­gen. Foto: Earl Car­ter

Aus­powern in der Pau­se: Zum Gebäu­de gehört ein eige­ner Sport­platz. Foto: Earl Car­ter

Über neun der ins­ge­samt 16 Stock­wer­ke des Gebäu­des erstreckt sich die Zen­tra­le von Medi­bank. Inner­halb die­ser Büro­flä­che kön­nen die Mit­ar­bei­ter frei wäh­len, wie und wo sie arbei­ten möch­ten. Dazu ste­hen ihnen rund 30 voll­kom­men unter­schied­li­che Arbeits­um­ge­bun­gen zur Ver­fü­gung – von Ruhe­zo­nen für kon­zen­trier­te Arbeit und Hubs für die Kol­la­bo­ra­ti­on über Orte, an denen sie im Ste­hen arbei­ten kön­nen, bis hin zu Bal­ko­nen mit WLAN-Emp­fang. Um den Bio­rhyth­mus der Mit­ar­bei­ter zu unter­stüt­zen, gibt es in gro­ßen Tei­len der Innen­be­rei­che eine bio­lo­gisch wirk­sa­me Beleuch­tung, die den natür­li­chen Tages­licht­ver­lauf simu­liert.

Es lebe der Sport

Das viel­leicht auf­fäl­ligs­te Ele­ment des Gebäu­des ist eine Ram­pe, die sich im Innern spi­ral­för­mig vom Haupt­ein­gang nach oben schraubt. Sie ermög­licht es den Mit­ar­bei­tern, ihr Fahr­rad mit ins Gebäu­de zu neh­men und dort sicher abzu­stel­len. Das soll sie moti­vie­ren, mit dem Rad ins Büro zu kom­men und schon auf dem Arbeits­weg etwas für ihre Gesund­heit zu tun. Wer es noch sport­li­cher mag, kann sich auf dem fir­men­ei­ge­nen Sport­platz neben dem Gebäu­de aus­to­ben. Direkt dane­ben befin­det sich ein Gar­ten, in dem Obst und Gemü­se wach­sen. Über­haupt unter­stützt Medi­bank die Ange­stell­ten bei einer gesun­den Ernäh­rung. Bei­spiels­wei­se gibt es für sie in einer gebäu­de­ei­ge­nen Schau­kü­che Kur­se, die zei­gen, wie man gesund kochen kann.

Es grünt so grün

Pflan­zen sind ein wei­te­rer Bestand­teil des Büro­ge­bäu­des, der die Gesund­heit för­dern soll. Stol­ze 2.300 gibt es im Innern, wei­te­re 520 in Pflanz­be­häl­tern rund um das Gebäu­de. Sie die­nen dazu, den Stress­le­vel der Mit­ar­bei­ter zu redu­zie­ren, die Büro­luft zu ver­bes­sern und inspi­rie­ren­de Aus­bli­cke zu bie­ten. Auch auf die Luft­qua­li­tät der Stadt ins­ge­samt soll sich das Gebäu­de posi­tiv aus­wir­ken. Zwei Außen­wän­de wur­den des­halb je 25 m hoch mit hei­mi­schen aus­tra­li­schen Pflan­zen begrünt. Sie sol­len außer­dem bewir­ken, dass sich die Stadt an hei­ßen Tagen weni­ger auf­heizt.

Ressourcen schonen

Neben der Gesund­heit spiel­te das The­ma Nach­hal­tig­keit eine gro­ße Rol­le beim Bau des Medi­bank Place. Bereits bei der Pla­nung wur­de dar­auf geach­tet, das natür­li­che Tages­licht mög­lichst effi­zi­ent zu nut­zen, um den Strom­ver­brauch zu sen­ken. Zusätz­lich wur­den auf dem Dach Solar­zel­len instal­liert. Damit der Was­ser­ver­brauch des Gebäu­des mög­lichst gering ist, wur­de auf was­ser­spa­ren­de Arma­tu­ren und auf eine tro­cken­heits­re­sis­ten­te Bepflan­zung im Außen­be­reich geach­tet.

Es klappt

Ers­te Ergeb­nis­se zei­gen, dass das Kon­zept des Gebäu­des auf­geht. 79 Pro­zent der Ange­stell­ten sagen, dass sie in der neu­en Büro­um­ge­bung bes­ser mit ihren Kol­le­gen zusam­men­ar­bei­ten. Und 70 Pro­zent füh­len sich nun gesün­der.