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Fit for Homeoffice: Schritte zur gesunden Heimarbeit

Gesund­erhal­ten­des Arbei­ten kam wäh­rend der Pan­de­mie im Home­of­fice oft zu kurz. Am Insti­tut für Ange­wand­te Gesund­heits­wis­sen­schaf­ten der Uni­ver­si­tät Bie­le­feld unter­such­te Regi­na Urich, wie sich ein gesund­heits­för­der­li­ches Home­of­fice für Unter­neh­men eta­blie­ren lässt.

Mitarbeitende sollten zu gesunder Arbeit im Homeoffice informiert und sensibilisiert werden. Abbildung: Unsplash, Standsome Worklifestyle

Mit­ar­bei­ten­de soll­ten zum The­ma gesun­de Arbeit im Home­of­fice infor­miert und für die Pro­ble­ma­tik sen­si­bi­li­siert wer­den. Abbil­dung: Unsplash, Standso­me Worklifestyle

Hybrid Work ist kein Über­gangs­phä­no­men, son­dern Teil eines epo­cha­len Umbruchs. Das zeigt unter ande­rem eine Längs­schnitt­stu­die der Uni­ver­si­tät St. Gal­len: Durch die Pan­de­mie beschleu­nigt stieg der Anteil der Beschäf­tig­ten im Home­of­fice im Jahr 2020 auf 46 Pro­zent und im Jahr 2021 sogar auf 56 Pro­zent. Doch wie wird das Home­of­fice gesund­heits­för­der­lich gestaltet?

Voraussetzungen für ein gesundheitsförderliches Arbeitsklima

#1 Offen­heit: Wich­tig ist, auf­ge­schlos­sen gegen­über dem The­ma Gesund­heit zu sein, sowohl von­sei­ten des Unter­neh­mers als auch von­sei­ten der Mitarbeitenden.

#2 Füh­rungs­kräf­te als Pro­mo­to­ren: Vor­ge­setz­te tre­ten als glaub­wür­di­ge Pro­mo­to­ren für das The­ma Gesund­heit auf. Eine ver­trau­ens­vol­le Zusam­men­ar­beit ist hier­bei eben­so wich­tig wie die akti­ve Ein­bin­dung der Mit­ar­bei­ten­den. Wei­ter­hin soll­ten Füh­rungs­kräf­te eine Visi­on für die digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on ver­fol­gen und die­se im bes­ten Fal­le auch vorleben.

Vier Schritte zum gesundheitsförderlichen Homeoffice

#1 Auf­bau und För­de­rung von Gesund­heits­kom­pe­tenz: Die Beschäf­tig­ten wer­den zu gesun­der und pro­duk­ti­ver Arbeit im Home­of­fice infor­miert und für die­se sen­si­bi­li­siert. Ziel ist es, Gesund­heits­in­for­ma­tio­nen fin­den, ver­ste­hen, beur­tei­len und anwen­den zu kön­nen, um im All­tag die rich­ti­gen Ent­schei­dun­gen tref­fen zu kön­nen. Die Mit­ar­bei­ten­den ler­nen, wie sie ihre per­sön­li­che Resi­li­enz optimieren.

#2 Iden­ti­fi­zie­rung von Belas­tungs­fak­to­ren: In einer anony­men Befra­gung wird die sub­jek­ti­ve Aus­prä­gung der psy­chi­schen und phy­si­schen Belas­tungs­fak­to­ren der Mit­ar­bei­ten­den im Home­of­fice erhoben.

#3 Mit­ar­bei­ter-Work­shop: Basie­rend auf der Befra­gung erar­bei­ten alle Mit­ar­bei­ten­den mit wis­sen­schaft­li­cher Beglei­tung Maß­nah­men, die gesund­heits­för­der­lich für die mobi­le Arbeit sind. Wich­tig dabei ist, dass die indi­vi­du­el­len Fähig­kei­ten sowie Res­sour­cen der Men­schen auf der „Ver­hal­tens­ebe­ne“ und struk­tu­rel­le Maß­nah­men, die die Arbeits­be­din­gun­gen betref­fen, auf der „Ver­hält­nis­ebe­ne“ berück­sich­tigt werden.

Ver­hal­tensprä­ven­ti­ve Maßnahmen

  • Pla­nung des Arbeits­all­tags: am Vor­tag struk­tu­rie­ren und auf Puf­fer achten.
  • Tren­nung zwi­schen Arbeits- und Pri­vat­le­ben: eine Balan­ce zwi­schen Berufs- und Pri­vat­le­ben fin­den, damit sich bei­de nicht zu sehr ver­mi­schen und pri­va­te Ablen­kun­gen im Rah­men bleiben.
  • Gesun­de Arbeits­zei­ten: die Höchst­dau­er der täg­li­chen Arbeits­zeit im Blick behal­ten und eine Tätig­keit zu arbeits­un­ty­pi­schen Zei­ten vermeiden.
  • Pau­sen­ge­stal­tung: fes­te Arbeits­pau­sen pla­nen und ein­hal­ten, dabei auf Bewe­gung achten.
  • Kon­takt­pfle­ge zu Kol­le­gen: regel­mä­ßi­ge Tele­fo­na­te oder Video­kon­fe­ren­zen anre­gen und Team­ge­sprä­che an Prä­senz­ta­gen im Unter­neh­men pla­nen, um den feh­len­den per­sön­li­chen Kon­takt zu Kol­le­gen auszugleichen.
  • Sicht­bar­keit und Aner­ken­nung: wei­ter­hin durch Büro­ta­ge sicht­bar und bei rele­van­ten Ter­mi­nen prä­sent sein.
  • Abspra­chen und Rou­ti­nen zwi­schen Beschäf­tig­ten und Vorgesetzten.
  • Arbeit im Home­of­fice reflek­tie­ren: Ablauf, Arbeits­mit­tel und Kom­pe­ten­zen zum gesund­heits­ge­rech­ten Arbei­ten kri­tisch über­prü­fen und mit Vor­ge­setz­ten diskutieren.

Ver­hält­nis­prä­ven­ti­ve Maßnahmen: 

  • Gute räum­li­che Rah­men­be­din­gun­gen: Arbeits­platz bewer­ten (Licht, Raum­kli­ma, Lärm und ande­re Störquellen).
  • Geeig­ne­te Arbeits­mit­tel: Tech­ni­sche Aus­stat­tung und Mobi­li­ar im Home­of­fice soll­ten genau­so ergo­no­misch sein wie im Büro.

#4 Ablei­tung gesund­heits­för­der­li­cher Angebote:

Die erar­bei­te­ten Maß­nah­men wer­den suk­zes­si­ve umge­setzt. Zudem bie­ten die Füh­rungs­kräf­te über­las­te­ten Mit­ar­bei­ten­den ihre Unter­stüt­zung an. Die Beglei­tung der Maß­nah­men erfolgt durch eine gesund­heits­wis­sen­schaft­li­che Bera­tung und bei Bedarf durch einen Psy­cho­lo­gen. Die Eva­lua­ti­on des Erfolgs wird anhand fest­ge­leg­ter Bench­marks wie Daten zur Arbeits­un­fä­hig­keit, Über­stun­den- und Fluk­tua­ti­ons­quo­ten, Betriebs­zu­ge­hö­rig­keit, Mit­ar­bei­ter­mo­ti­va­ti­on und -zufrie­den­heit gemessen.

Positive Auswirkungen

Es ist zu erwar­ten, dass die Beschäf­tig­ten die erar­bei­te­ten Maß­nah­men umset­zen und früh­zei­tig erken­nen, wel­che Ver­hal­tens­wei­sen sich posi­tiv auf ihre Gesund­heit aus­wir­ken. Sie füh­len sich mit den erar­bei­te­ten Maß­nah­men gut gerüs­tet für ein gesun­des Arbei­ten von zu Hau­se. Sicher­lich erhöht das Pro­jekt nach­hal­tig die Zufrie­den­heit der Mit­ar­bei­ten­den und stärkt die Bin­dung mit dem Unter­neh­men. Ein Arbeit­ge­ber, der sei­ne Mit­ar­bei­ten­den in hohem Maße wert­schätzt und eine gesund­heits­för­der­li­che Kul­tur vor­lebt, ist ein attrak­ti­ver Arbeit­ge­ber. Dabei spielt die Ver­an­ke­rung des Bau­steins Gesund­heit in der Unter­neh­mens­stra­te­gie samt Gesund­heits­för­de­rung eine ent­schei­den­de Rol­le: Eine gesund­heits­för­der­li­che Unter­neh­mens­kul­tur muss mit Über­zeu­gung vor­ge­lebt werden.

Regi­na Urich,

M.A. Com­mu­ni­ca­ti­ons, Media & PR,
zer­ti­fi­zier­te Gesund­heits- und Personalmanagerin.

Lin­kedIn Regi­na Urich

Aus­führ­lich hat Regi­na Urich ihren Ansatz zur Eta­blie­rung eines gesund­heits­för­der­li­chen Home­of­fice in Unter­neh­men mit digi­ta­lem Geschäfts­mo­dell (Ins­ur­Tech) in die­ser Arbeit beschreiben.

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