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50 Fragen an Patrik Metzger

Robert Neh­ring hat nicht viel von Mar­cel Proust gele­sen, stellt aber eben­falls gern vie­le Fra­gen. Inter­es­san­ten Per­sön­lich­kei­ten aus dem Büro­um­feld schickt er auch mal einen Fra­ge­bo­gen. Dies­mal ant­wor­te­te Patrik Metz­ger, Coun­try Mana­ger Ger­ma­ny von Alvero Büromöbelvermietung.

Patrik Metzger, Country Manager Germany bei Alvero Büromöbelvermietung. Abbildung: Marius Becker/Alvero

Patrik Metz­ger, Coun­try Mana­ger Ger­ma­ny bei Alvero Büro­mö­bel­ver­mie­tung. Abbil­dung: Mari­us Becker/Alvero

ARBEITEN

1. Bitte beschreiben Sie Ihren Arbeitsplatz.

Mein Arbeits­platz ist bewusst funk­tio­nal gestal­tet. Ich arbei­te über­wie­gend im Büro, Home­of­fice nut­ze ich nur sel­ten. Der räum­li­che Abstand zwi­schen Zuhau­se und Arbeit ist mir wichtig.

Wir arbei­ten in kom­bi­nier­ten Büro- und Gewer­be­ein­hei­ten. Das ist kein Zufall. So sind kauf­män­ni­scher Bereich und Logis­tik eng ver­zahnt. Unse­re Logis­tik ist eines unse­rer wich­tigs­ten Assets. Sie muss rei­bungs­los funk­tio­nie­ren. Der Stand­ort unter­stützt genau die­se Abstim­mung. Von außen wir­ken wir eher wie eine zuver­läs­si­ge Spe­di­ti­ons-Power-Maschi­ne. Nicht wie ein fan­cy Office. Das passt zu unse­rer Arbeitsweise.

2. Wie kommen Sie zur Arbeit?

Ich kom­me mit dem Pkw zur Arbeit. Die Stre­cke vom Köl­ner Süden in den Köl­ner Wes­ten wäre mit ande­ren Ver­kehrs­mit­teln zu zeit­in­ten­siv. Das Auto ist für mich aktu­ell die prag­ma­tischs­te Lösung.

3. Wo arbeiten Sie am liebsten?

Ich arbei­te am liebs­ten im Büro, wenn es um kon­zen­trier­tes Arbei­ten geht. Für Tele­fo­na­te nut­ze ich häu­fig das Auto. Auf län­ge­ren Auto­fahr­ten bin ich oft am krea­tivs­ten. Der gleich­mä­ßi­ge Rhyth­mus hilft mir beim Denken.

4. Wie viele Videocalls haben Sie pro Woche und wie viel Zeit verbringen Sie mit diesen?

Ich habe ver­gleichs­wei­se weni­ge Video­calls pro Woche. Wir arbei­ten in Deutsch­land sehr aut­ark. Meis­tens erfolgt die Abstim­mung bei uns face to face. Das ist effi­zi­en­ter und direkter.

5. Wie viele Stunden verbringen Sie im Schnitt pro Woche in Social-Media-Kanälen?

Ehr­lich gesagt: zu vie­le. Ich erwi­sche mich immer wie­der dabei, auf Insta­gram Zeit zu ver­lie­ren. Lin­ke­din nut­ze ich unter­schied­lich inten­siv. Dort ist es klar beruf­lich motiviert.

6. Wie viele Stunden arbeiten Sie im Schnitt pro Woche?

Im Schnitt sind es etwa 50 Stun­den pro Woche.

7. Ihre drei Lieblingsreferenzen von Alvero?

Die sind sehr unter­schied­lich: Der 1. FC Köln ist für mich emo­tio­nal beson­ders wich­tig. Die lang­jäh­ri­ge Zusam­men­ar­beit, unser Enga­ge­ment als Spon­sor und Part­ner sowie die kla­re Ver­bin­dung zu Köln spie­len hier eine gro­ße Rol­le. Als Köl­ner Unter­neh­men mit hol­län­di­schen Wur­zeln ver­bin­det die­se Refe­renz loka­le Iden­ti­tät mit inter­na­tio­na­ler Herkunft.

Riv­vers steht für eine wach­sen­de, lang­fris­ti­ge Part­ner­schaft. Sie ent­wi­ckelt sich seit meh­re­ren Jah­ren sta­bil und auf Augen­hö­he. Und der NATO-Gip­fel 2025 zeigt unse­re Leis­tungs­fä­hig­keit. Er steht für Ska­lie­rung, Ver­läss­lich­keit und ope­ra­ti­ve Exzel­lenz unter höchs­tem Druck.

8. Ihre drei Lieblingsmöbel, die Alvero vermietet?

Das ist schwer zu beant­wor­ten. Wir ver­mie­ten über zwei Mil­lio­nen Objek­te. Zudem spielt das ein­zel­ne Möbel bei uns eine unter­ge­ord­ne­te Rol­le. Unser Fokus liegt auf Schnel­lig­keit und Lösungs­kom­pe­tenz. Wenn ich den­noch drei nen­nen müss­te, wären es der Eames Pla­s­tic Chair, der Vitra EA 109 und unser modu­la­res Tischsystem.

9. Hat Mieten das Potenzial, im Büro das neue Kaufen zu werden?

Ja, auf jeden Fall. Mie­ten ist fle­xi­bler, nach­hal­ti­ger und bie­tet finan­zi­el­le Anrei­ze, die Kau­fen nicht leis­ten kann. Büro­miet­ver­trä­ge wer­den immer kür­zer. Anfor­de­run­gen an Arbeit und Arbeits­wel­ten ändern sich schnel­ler. In die­sem Umfeld ist Mie­te eine der effek­tivs­ten Lösungen.

10. Warum haben sich Mietmöbel im Büro bisher noch nicht durchgesetzt? Das Thema ist nicht neu und es fehlte auch nicht an entsprechenden Start-ups.

Das stimmt und auch wir sind ja nicht neu auf dem deut­schen Markt. Vie­le Ansät­ze sind an der ope­ra­ti­ven Rea­li­tät geschei­tert. Fle­xi­bi­li­tät funk­tio­niert nur, wenn sie zuver­läs­sig ist. Genau das wur­de oft unter­schätzt. Meist wur­de vom Möbel aus gedacht und nicht vom Betrieb des Kun­den aus.

Ein zen­tra­ler Fak­tor ist für uns die Logis­tik. Eige­ne Lkw, eige­ne, geschul­te Fah­rer und die enge Ver­net­zung der Lager­stand­or­te sind ent­schei­dend. Gesteu­ert wird das über ein funk­tio­nie­ren­des Möbel­ma­nage­ment­sys­tem, das Ver­füg­bar­keit, Umläu­fe und Timing sicher­stellt. Hin­zu kommt der Wan­del im Büro­im­mo­bi­li­en­markt. Erst in den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren haben sich kür­ze­re Miet­lauf­zei­ten eta­bliert. Unter­neh­men müs­sen heu­te schnel­ler reagie­ren und Flä­chen häu­fi­ger anpassen.

Par­al­lel ist das The­ma Nach­hal­tig­keit deut­lich wich­ti­ger gewor­den. Res­sour­cen­scho­nung, Wie­der­ver­wen­dung und fle­xi­ble Nut­zung spie­len eine grö­ße­re Rol­le als frü­her. Erst das Zusam­men­spiel aus ver­än­der­ten Markt­be­din­gun­gen, gestie­ge­nem Nach­hal­tig­keits­be­wusst­sein und ope­ra­ti­ver Exzel­lenz macht Miet­mö­bel heu­te wirk­lich relevant.

Beim NATO-Gipfel 2025 in Den Haag hat Alvero den Plenarsaal mit Möbeln ausgestattet. Abbildung: Alvero

Beim NATO-Gip­fel 2025 in Den Haag hat Alvero den Ple­nar­saal mit Möbeln aus­ge­stat­tet. Abbil­dung: Alvero

11. Alvero, Ahrend, Vepa – warum scheinen niederländische Büromöbelanbieter den deutschen etwas bei der ökologischen Nachhaltigkeit voraus zu haben?

Ich sehe dafür meh­re­re Grün­de. In den Nie­der­lan­den spielt der gesetz­li­che Rah­men eine wich­ti­ge Rol­le. The­men wie Kreis­lauf­wirt­schaft, Wie­der­ver­wen­dung und Res­sour­cen­ef­fi­zi­enz wur­den dort frü­her poli­tisch ver­an­kert und klar adres­siert. Das schafft Pla­nungs­si­cher­heit und setzt Unter­neh­men unter posi­ti­ven Handlungsdruck.

Hin­zu kommt ein aus­ge­präg­tes öko­lo­gi­sches Grund­be­wusst­sein. Nach­hal­tig­keit wird gesell­schaft­lich stär­ker als gemein­schaft­li­che Auf­ga­be ver­stan­den. Nicht als Zusatz, son­dern als Selbst­ver­ständ­nis. Vie­le nie­der­län­di­sche Anbie­ter den­ken des­halb kon­se­quent in Kreis­läu­fen, über den gesam­ten Lebens­zy­klus hin­weg. Von Design und Mate­ri­al­wahl bis Rück­nah­me und Wiederverwendung.

In Deutsch­land lag der Fokus lan­ge stär­ker auf Pro­dukt­per­fek­ti­on und Inge­nieurs­leis­tung. Nach­hal­tig­keit wur­de spä­ter sys­te­ma­tisch inte­griert. Heu­te nähern sich bei­de Märk­te an. Aber der nie­der­län­di­sche Vor­sprung ist his­to­risch, kul­tu­rell und regu­la­to­risch gut erklärbar.

12. Welches Potenzial hat das Thema Refurbishing im Bereich Büromöbel?

Refur­bis­hing hat im Büro­mö­bel­be­reich gro­ßes Poten­zi­al. Vor allem aus Nach­hal­tig­keits­per­spek­ti­ve. Gleich­zei­tig muss man dif­fe­ren­zie­ren. Der Second-Life-Markt ist in bestimm­ten Seg­men­ten bereits gesät­tigt. Das Poten­zi­al liegt weni­ger im blo­ßen Wie­der­ver­kauf, son­dern mehr in der geziel­ten Auf­be­rei­tung für kon­kre­te Nut­zungs­sze­na­ri­en. Refur­bis­hing funk­tio­niert dort gut, wo Qua­li­tät, Stan­dar­di­sie­rung und Logis­tik zusam­men­spie­len. Also bei Möbeln mit lan­ger Lebens­dau­er und kla­rer Wie­der­ver­wend­bar­keit. Rich­tig ein­ge­setzt, ergänzt Refur­bis­hing Neu­mö­bel sinn­voll – nicht als Ersatz für alles, son­dern als Teil eines ganz­heit­li­chen Nutzungskonzepts.

13. Bald kommt der digitale Produktpass – ein Gamechanger?

Abso­lut. Vor allem für Bran­chen, die lang­fris­tig, zir­ku­lär und daten­ba­siert arbei­ten wol­len. Ent­schei­dend wird jedoch die Art der Doku­men­ta­ti­on sein. Ein Pro­dukt­pass ent­fal­tet nur dann Wir­kung, wenn er pra­xis­nah, aktu­ell und sys­te­misch ein­ge­bun­den ist. Nicht als sta­ti­sches Pflicht­do­ku­ment, son­dern als nutz­ba­res Steuerungsinstrument.

Genau hier liegt aus mei­ner Sicht der Hebel. Trans­pa­renz hin­sicht­lich Mate­ria­li­en, Nut­zung, Umläu­fe und Wie­der­ver­wen­dung schafft die Basis für ech­te Kreis­lauf­mo­del­le. Wir arbei­ten mit dem Alvero Möbel Manage­ment Sys­tem bereits heu­te in die­se Rich­tung. Möbel wer­den nicht nur inven­ta­ri­siert, son­dern über ihren gesam­ten Lebens­zy­klus doku­men­tiert. Für jedes ein­zel­ne Möbel­stück ent­steht ein DPP- und ESPR-kon­for­mer Pass. So wird der digi­ta­le Pro­dukt­pass vom regu­la­to­ri­schen Muss zum ope­ra­ti­ven Mehrwert.

14. Wie war Ihr Eindruck von der Orgatec 2024?

Für mich war die Orga­tec 2024 vor allem ein gro­ßes Klas­sen­tref­fen der Bran­che: vie­le bekann­te Gesich­ter, viel Aus­tausch. Inhalt­lich gab es jedoch weni­ge ech­te Neu­ig­kei­ten. Der gro­ße Inno­va­ti­ons­sprung blieb aus. Spür­bar war, dass Know­ledge-The­men stär­ker in den Fokus gerückt sind. Also Aus­tausch, Ein­ord­nung und Ori­en­tie­rung. Posi­tiv war, dass eini­ge gro­ße Her­stel­ler wie­der prä­sent waren. Das hat der Mes­se gutgetan.

15. Seit einigen Jahren scheinen Büro- und Wohnmöbel miteinander zu verschmelzen. Wird im Office am Ende nur noch auf Sofas und Sesseln gearbeitet?

Nein, das glau­be ich nicht. Schon ein­mal kon­zen­triert auf einem Sofa gear­bei­tet? Min­des­tens der Rücken mel­det sich, zumin­dest in mei­nem Alter. Ergo­no­mi­sche Möbel für fokus­sier­tes Arbei­ten wer­den blei­ben. Sie sind kein Relikt, son­dern eine Not­wen­dig­keit. Wenn ich mei­nen Kör­per in eine sehr beque­me Posi­ti­on brin­ge, signa­li­sie­re ich mir selbst eher Erho­lung als Pro­duk­ti­vi­tät. Wohn­lich­keit im Büro hat ihre Berech­ti­gung. Aber kon­zen­trier­tes Arbei­ten braucht wei­ter­hin kla­re, ergo­no­mi­sche Arbeitsplätze.

16. Das Homeoffice ist gekommen, um zu bleiben. Auch Dritte Orte scheinen sich etabliert zu haben. Wie wird sich das Thema mobile Arbeit wohl weiterentwickeln?

Mobi­le Arbeit wird blei­ben. Aber sie wird geziel­ter ein­ge­setzt wer­den. Home­of­fice und Drit­te Orte sind fes­te Bestand­tei­le der Arbeits­welt. Nicht als Ersatz für das Büro, son­dern als Ergän­zung. Gleich­zei­tig bleibt die per­sön­li­che Zusam­men­kunft wich­tig. Wir sind sozia­le Wesen: Aus­tausch, Ver­trau­en und Kul­tur ent­ste­hen vor allem face to face.

Das Büro bleibt der Ort für Begeg­nung, Abstim­mung und gemein­sa­me Ent­wick­lung. Nicht für rei­ne Anwe­sen­heits­pflicht. Es wird kei­nen voll­stän­di­gen Back­flip in Rich­tung 100 Pro­zent Prä­senz geben. Ent­schei­dend ist eine bewuss­te Balan­ce zwi­schen Fle­xi­bi­li­tät und Zusammenkommen.

17. Auch in Deutschland zeichnen sich stellenweise Büroflächenrückgänge und neue Kernaufgaben für das Corporate Office ab. Wie sehen Sie das?

Auch wenn ich dafür von man­chen Kol­le­gen Gegen­wind bekom­me: Ich sehe die­se Ent­wick­lung posi­tiv. Das Büro wird weni­ger rei­ner Arbeits­ort. Und stär­ker ein Ort für Zusam­men­ar­beit, Füh­rung und Kul­tur. Genau hier spie­len fle­xi­ble Ein­rich­tungs­kon­zep­te eine zen­tra­le Rol­le. Unter­neh­men wol­len nur das bezah­len und nut­zen, was wirk­lich gebraucht wird.

Bedar­fe ändern sich schnel­ler. Teams wach­sen, schrump­fen oder arbei­ten anders. Miet­mö­bel bie­ten dafür die not­wen­di­ge Fle­xi­bi­li­tät. Flä­chen las­sen sich anpas­sen, ohne lang­fris­ti­ge Bin­dun­gen ein­zu­ge­hen. So wird weni­ger Flä­che effi­zi­en­ter genutzt. Und jeder Qua­drat­me­ter Büro bekommt eine kla­re­re Funktion.

18. Welche Auswirkungen können diese Entwicklungen auf die Büromöbelbranche haben?

Die­se Ent­wick­lun­gen wer­den die Büro­mö­bel­bran­che spür­bar ver­än­dern. Der Fokus ver­schiebt sich weg vom rei­nen Pro­dukt­ver­kauf. Hin zu Nut­zung, Fle­xi­bi­li­tät und Ser­vice. Möbel müs­sen anpas­sungs­fä­hig sein. Schnell ver­füg­bar. Und in ver­än­dern­den Flä­chen funk­tio­nie­ren. Plan­bar­keit, Logis­tik und Life­cy­cle-Manage­ment gewin­nen an Bedeu­tung. Eben­so trans­pa­ren­te Kos­ten­mo­del­le. Her­stel­ler und Anbie­ter, die Nut­zung statt Besitz den­ken, wer­den davon profitieren.

19. Zu den größten Fehlern der Büroeinrichtungsbranche gehört, …

… dass die Bran­che zu lan­ge vom Pro­dukt aus gedacht hat und gleich­zei­tig ver­sucht hat, alles für alle zu sein. Zu oft stand das Möbel im Mit­tel­punkt. Nicht Nut­zung, Betrieb und Ver­än­de­rung. Hin­zu kom­men vie­le Me-too-Pro­duk­te. Zu wenig kla­re Spe­zia­li­sie­rung und Pro­fil. In einer dyna­mi­schen Arbeits­welt braucht es Fokus, ope­ra­ti­ve Kom­pe­tenz und ech­te Rele­vanz statt Austauschbarkeit.

20. Die Zukunft des Fachhandels …

… liegt weni­ger im rei­nen Pro­dukt­ver­kauf. Und stär­ker in Bera­tung, Umset­zung und Betrieb. Der Fach­han­del wird zum Lösungs­an­bie­ter. Mit Ver­ständ­nis für Nut­zung, Pro­zes­se und Veränderung.

21. Wie stellen Sie sich Büros im Jahre 2040 vor?

Büros im Jahr 2040 wer­den bewuss­ter genutzt. Sie wer­den nicht grö­ßer sein, son­dern kla­rer in ihrer Funk­ti­on. Sie sind Orte für Begeg­nung, Füh­rung und Zusam­men­ar­beit. Weni­ger für indi­vi­du­el­le Rou­ti­nen. Flä­chen, Möbel und Tech­nik sind fle­xi­bel. Sie pas­sen sich schnell an ver­än­der­te Bedar­fe an. Nach­hal­tig­keit ist kein Zusatz mehr, son­dern Stan­dard über den gesam­ten Lebens­zy­klus hin­weg. Das Büro wird ein bewusst gewähl­ter Ort. Nicht Pflicht, son­dern Mehrwert.

Mit dem 1. FC Köln verbindet Alvero eine langjährige Partnerschaft. Der Verein setzt sich sehr für ökologische Nachhaltigkeit ein. Abbildung: Alvero

Mit dem 1. FC Köln ver­bin­det Alvero eine lang­jäh­ri­ge Part­ner­schaft. Der Ver­ein setzt sich sehr für öko­lo­gi­sche Nach­hal­tig­keit ein. Abbil­dung: Alvero

22. Wie wird KI die Büromöbelbranche mittelfristig verändern?

KI wird die Büro­mö­bel­bran­che mit­tel­fris­tig deut­lich ver­än­dern. Vor allem ent­lang der gesam­ten Wert­schöp­fungs­ket­te. In Pro­duk­ti­on und Logis­tik wird sie Pro­zes­se effi­zi­en­ter machen. Pla­nung, Ver­füg­bar­keit und Lie­fer­ket­ten las­sen sich prä­zi­ser steu­ern. Auch in Design und Pro­dukt­ent­wick­lung wird KI rele­van­ter. Trends, Nut­zungs­mus­ter und Vari­an­ten kön­nen schnel­ler ana­ly­siert und simu­liert werden.

Beson­ders span­nend ist der Ein­satz im Betrieb. Daten­ba­sier­te Ent­schei­dun­gen zu Nut­zung, Aus­las­tung und Lebens­zy­klen wer­den ein­fa­cher. KI ist dabei kein Ersatz für Erfah­rung oder Gestal­tung, son­dern ein Werk­zeug, um bes­se­re, nach­hal­ti­ge­re und fle­xi­ble­re Lösun­gen zu schaffen.

23. Was Sie schon immer einmal zur Entwicklung der Büroarbeit sagen wollten:

Fangt an, weni­ger über Ideo­lo­gien zu dis­ku­tie­ren und mehr Rea­li­täts­sinn an den Tag zu legen. Arbeit ist viel­fäl­ti­ger gewor­den. Und genau das soll­te man akzep­tie­ren. Man­che Auf­ga­ben brau­chen Ruhe und Fokus. Ande­re leben vom Aus­tausch und von Prä­senz. Das Büro ist dabei kein Aus­lauf­mo­dell. Aber auch kein Pflicht­ort. Wenn wir Büro­ar­beit funk­tio­nal den­ken, ent­steht ein Umfeld, das Men­schen unter­stützt, statt sie in Kon­zep­te zu pressen.

24. Was halten Sie von New Work?

New Work ist als Idee wich­tig. Aber nicht als Schlag­wort. Der Kern von New Work ist aus mei­ner Sicht Selbst­ver­ant­wor­tung, Sinn und Gestal­tungs­spiel­raum. Pro­ble­ma­tisch wird es dort, wo New Work auf Ober­flä­chen redu­ziert wird. Auf Möbel, Far­ben oder Bene­fits. Gute Arbeit ent­steht nicht durch Eti­ket­ten. Son­dern durch kla­re Füh­rung, Ver­trau­en und pas­sen­de Rah­men­be­din­gun­gen. Dann funk­tio­niert New Work auch jen­seits von Buzzwords.

25. Der Gen Z rate ich, …

… laut und for­dernd zu blei­ben. Die Gen X und die Gene­ra­tio­nen davor wei­ter­hin zu chal­len­gen. Klar zu sagen, was sie will. Und die fau­len Kom­pro­mis­se der Ver­gan­gen­heit zu hin­ter­fra­gen. Stellt wei­ter alles infra­ge, was wir gelernt haben, als unver­rück­bar hin­zu­neh­men. Dass Stress ein Lebens­zweck sein muss. Dass nur zählt, wer 60 Stun­den arbei­tet. Reißt die Gedan­ken­wän­de in den Beton­köp­fen ein. Seid dabei offen für Dia­log. Schaut, was ihr von den vor­he­ri­gen Gene­ra­tio­nen ler­nen könnt. Dann ent­steht Fortschritt.

26. Woran arbeiten Sie gerade?

Aktu­ell arbei­te ich vor allem an Pro­zes­sen und an einer Fünf-Jah­res-Stra­te­gie für Alvero. Par­al­lel bin ich stark in den Ver­trieb involviert.

27. Ihr größter beruflicher Erfolg?

Mein größ­ter beruf­li­cher Erfolg ist weni­ger ein ein­zel­ner Titel oder Preis. Davon gab es eini­ge. Ent­schei­dend war die Erkennt­nis, dass gute Füh­rung immer den Men­schen in den Mit­tel­punkt stel­len muss. Und dass man aus Feh­lern oft mehr lernt als aus Erfolg. Die­se Ein­sicht prägt mei­ne Arbeit bis heute.

28. Der größte Misserfolg?

Davon gab es eini­ge. Der größ­te Miss­erfolg war für mich, eine Zeit lang nicht auf mei­ne inne­re Stim­me gehört zu haben. Ich habe mei­ne Authen­ti­zi­tät zuguns­ten ver­meint­li­chen finan­zi­el­len Erfolgs ver­ra­ten. Das war rück­bli­ckend der größ­te Fehler.

29. Insta oder Linkedin oder …?

Bei­des.

30. Lesen Sie noch Gedrucktes?

Ja, sehr viel sogar. Meist lese ich zwei Bücher par­al­lel. Eines zur beruf­li­chen Wei­ter­ent­wick­lung. Und eines, um den Kopf aus­zu­schal­ten. Gern Modern Fan­ta­sy oder Ähn­li­ches. Haupt­sa­che mit Abstand zur ver­rück­ten Welt da draußen.

 

PRIVATES

31. Was würden Sie als „König von Deutschland“ zuerst ändern?

Ich wür­de zuerst an der Art arbei­ten, wie wir mit­ein­an­der dis­ku­tie­ren. Weni­ger Lager­den­ken. Mehr Zuhö­ren. Außer­dem wür­de ich die jun­ge Gene­ra­ti­on stär­ker in poli­ti­sche Ent­schei­dun­gen ein­bin­den. Wir müs­sen wie­der Ent­schei­dun­gen für ihre Zukunft tref­fen. Nicht über sie hin­weg. Mit ihnen.

32. Was würden Sie gern können?

Ein Instru­ment spie­len. Am liebs­ten Kla­vier oder Saxofon.

33. Wo würden Sie am liebsten leben?

Ach, ich mag es eigent­lich ganz gern in Köln. In Deutsch­land bin ich schon viel rum­ge­kom­men und hab Köln klar als mei­ne Wahl­hei­mat aus­ge­sucht. Ich fän­de, viel­leicht nicht aktu­ell, aber grund­sätz­lich auch die USA spannend.

34. Wobei können Sie gut entspannen?

Beim Auto­fah­ren. Aber auch beim Lesen.

35. Ihr ursprünglicher Berufswunsch?

Tier­arzt.

36. Ihre Hauptcharaktereigenschaft?

Ver­ant­wor­tungs­be­wusst.

37. Ihre Superkraft?

Ich kann Stim­mun­gen in einem Raum recht schnell erfas­sen. Manch­mal kann das auch hin­der­lich sein.

38. Ihre Hobbys oder Leidenschaften?

Mei­ne Fami­lie, Möbel und wenn ich Zeit dazu fin­de, allein im Café sitzen.

39. Ihre drei Dinge für die einsame Insel?

Ein Buch. Ein Mes­ser. Eine Packung Streichhölzer.

Mietmöbel von Alvero gibt es auch bei Rivvers, einem Anbieter von Coworking- und Flex-Office-Räumen. Abbildung: Alvero

Miet­mö­bel von Alvero gibt es auch bei Riv­vers, einem Anbie­ter von Cowor­king- und Flex-Office-Räu­men. Abbil­dung: Alvero

40. Ihre Lieblingskünstler?

David Bowie und Bil­ly Joel.

41. Ihr Lieblingsbuch?

Das ist schwer zu beant­wor­ten. Ich lese viel, aber die meis­ten Bücher nur ein­mal. Ein ein­zel­nes Lieb­lings­buch habe ich daher nicht. Zu mei­nen Lieb­lings­au­toren gehö­ren Mar­kus Heitz und Rebec­ca Gab­lé. Im fach­li­chen Kon­text schät­ze ich Erin Mey­er sehr. Vor allem wegen ihres kla­ren Blicks auf Kul­tur und Zusammenarbeit.

42. Ihr Lieblingsgericht?

Mein Lieb­lings­ge­richt ist sehr boden­stän­dig. Die Küche mei­ner Hei­mat ist eher def­tig. Und mei­ne Wahl­hei­mat Köln steht dem in nichts nach. Lin­sen­ge­mü­se, so wie es mei­ne Groß­mutter gekocht hat. Und klas­sisch rhei­nisch: Him­mel un Äd.

43. Ihr Lieblingsgetränk?

Kaf­fee. Nicht unbe­dingt mein Lieb­lings­ge­tränk, aber defi­ni­tiv mit Suchtfaktor.

44. Ihre Lieblingsweisheit?

Die Welt dreht sich immer wei­ter. Und stell dir vor, es funktioniert.

45. Haben Sie ein Lebensmotto?

Über­nimm Ver­ant­wor­tung, schau nach vorn und get the shit done.

46. E-Auto oder Verbrenner, E-Bike oder …?

E-Auto. Auch wenn ich selbst der­zeit noch einen Hybri­den fahre.

47. Für welchen Sportverein jubeln Sie?

1. FC Köln … klar oder?

48. Zu welcher Band gehen Sie ins Konzert?

Schwie­rig, die meis­ten mei­ner Lieb­lings­bands gibt es schon nicht mehr. Aber wenn, wür­de ich sicher­lich Gene­sis und Queen sagen.

49. Strand oder Berge?

Strand – wegen des Mee­res, nicht wegen der Sonne.

50. Und Ihre Uhr: analog oder digital?

Ana­log.

Patrik Metzger, Country Manager Germany bei Alvero Büromöbelvermietung. Abbildung: Marius-Becker/Alvero

Abbil­dung: Mari­us-Becker/Al­vero

Patrik Metzger

  • Jahr­gang: 1975
  • Geburts­ort: St. Ingbert/Saar
  • Höchs­ter Abschluss: Master
  • Beruf­li­che Sta­tio­nen: 1995: Abschluss kfm. Leh­re, 1995–2005: Sol­dat auf Zeit;  2005–2009: Finanz­bran­che; 2009–2014: neos art GmbH; 2014–2016: Sti­lo AG, Schweiz; 2016–2022: Haworth GmbH; 2022–2025: Mil­ler­Knoll; 2025–heute: Alvero

 

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