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Neue Podcast-Serie „Work in Progress – Ein Podcast über Menschen und Organisationen im Wandel“. Erhalten Sie praxisnahe Einblicke in die Transformation der Arbeitswelt. Abbildung Ricoh

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Inwerk: Starte das neue Jahr mit top ergonomischen Büromöbeln. Sonderaktion vom 08.01.–28.01.2024.

OFFICE ROXX Mag #03.26 erschienen

Out now: Die neue Aus­ga­be des OFFICE ROXX Mag ist da! Das Spe­cial wid­met sich dies­mal dem The­ma „Office Break”. Chef­re­dak­teur Robert Neh­ring stimmt auf die 220. Aus­ga­be ein.

OFFICE ROXX Mag #03.26 Cover.

Allein, allein

Home alo­ne. Unter die­sem Titel ist Anfang Juni ein Arti­kel über den Zusam­men­hang von Remo­te Work und men­ta­ler Gesund­heit im Fach­jour­nal Sci­ence erschie­nen. Seit der Coro­na­pan­de­mie habe sich die For­schung vor­ran­gig auf die Aus­wir­kun­gen des Home­of­fice auf Pro­duk­ti­vi­tät und Arbeits­zu­frie­den­heit kon­zen­triert, Fol­gen für die psy­chi­sche Gesund­heit sei­en dage­gen ver­nach­läs­sigt wor­den. Drei ame­ri­ka­ni­sche For­sche­rin­nen haben nun her­aus­ge­fun­den, dass Beschäf­tig­te in orts­un­ab­hän­gi­gen Arbeits­ver­hält­nis­sen auch nach der Pan­de­mie mehr Zeit allein mit der Arbeit ver­brach­ten und sozia­le Kon­tak­te zu Freun­den mie­den. Sie waren sowohl wäh­rend als auch nach der Arbeit stär­ker iso­liert. Die­ses Mus­ter war bei allein leben­den Home­of­fice-Beschäf­tig­ten am deut­lichs­ten aus­ge­prägt: Sie ver­brach­ten gan­ze Tage ohne mensch­li­chen Kon­takt, und ihre psy­chi­sche Belas­tung, die Inan­spruch­nah­me psy­cho­lo­gi­scher Hil­fe sowie der Ver­brauch von Anti­de­pres­si­va nah­men rapi­de zu.

Eine Stu­die des Fraun­ho­fer IAO von Febru­ar die­ses Jah­res arbei­te­te die Vor­tei­le von Home­of­fice her­aus, defi­nier­te aber auch einen Kipp­punkt: Die Pro­duk­ti­vi­tät im Home­of­fice sin­ke, wenn des­sen Anteil 60 Pro­zent der Arbeits­zeit überschreite.

Dax-Umfra­ge. In unse­rer sechs­ten Umfra­ge seit 2021 unter den bedeu­tends­ten deut­schen Unter­neh­men des Akti­en­mark­tes zeich­nen sich 40 Pro­zent Home­of­fice als neu­er Stan­dard ab. Die­ser Anteil der Arbeits­zeit darf mobil gear­bei­tet werden.

Ande­re Umfra­gen unter gro­ßen Unter­neh­men in Deutsch­land wie die kürz­lich erschie­ne­ne von „Welt am Sonn­tag“ und „Busi­ness Insi­der“ bestä­ti­gen den Trend: Wei­ter­hin ist Home­of­fice bei die­sen Unter­neh­men mög­lich. Aber der Anteil der erbe­te­nen Anwe­sen­heit im Büro ist in den letz­ten Jah­ren deut­lich gestiegen.

Auch die dies­jäh­ri­ge Glo­bal-Work­place-Stu­die des Immo­bi­li­en­dienst­leis­ters CBRE unter­mau­ert die­se Ent­wick­lung. Bei sei­nen welt­wei­ten Kun­den gel­te am häu­figs­ten die Rege­lung, dass Mit­ar­bei­ten­de min­des­tens drei Tage pro Woche über­wie­gend im Büro sein müs­sen (66 Pro­zent, 2024: 53 Pro­zent, 2023: 49 Pro­zent). Die Daten zei­gen jedoch auch eine Dis­kre­panz zwi­schen der erwar­te­ten und der tat­säch­li­chen Anwe­sen­heit: Vie­le Mit­ar­bei­ten­de sind weni­ger im Büro als von der Füh­rungs­ebe­ne gefor­dert wird.

Das liegt mit­un­ter am soge­nann­ten Cof­fee-Bad­ging: Man kommt auf einen Kaf­fee ins Büro, trägt sich einen Büro­tag ein und ver­schwin­det wie­der nach Hau­se. 41 Pro­zent der Hybrid-Arbeit­neh­mer sol­len die­ses Ver­hal­ten inzwi­schen regel­mä­ßig zei­gen, behaup­tet eine Stu­die von Owl Labs.

Schwe­rer Start. In der Home­of­fice-Dis­kus­si­on darf auch nicht ver­ges­sen wer­den, dass Remo­te-Working es der jun­gen Gene­ra­ti­on erschwert, im Beruf anzu­kom­men. Stu­di­en zei­gen, dass Berufs­ein­stei­ger viel lie­ber ins Büro kom­men als ihre älte­ren Kol­le­gen. Wenn dann dort aber nie­mand ist, der einen an die Hand nimmt, Hin­ter­grün­de erläu­tert und bei dem man auch zufäl­lig mal etwas auf­schnap­pen kann, dann dau­ert es ein­fach län­ger, bis man dazugehört.

Hin­zu kommt der Vor­marsch der KI. Er erüb­rigt tra­di­tio­nel­le Ein­ar­bei­tungs­tä­tig­kei­ten. Etwas recher­chie­ren, eine Prä­sen­ta­ti­on vor­be­rei­ten oder das Mee­ting­pro­to­koll über­neh­men – all das gelingt heu­te per Knopf­druck, wenn auch mal bes­ser und mal schlechter.

Öko­no­men der Lon­don School of Eco­no­mics und der Uni­ver­si­tät Oxford haben die Ursa­chen dafür unter­sucht, dass der­zeit weni­ger Berufs­an­fän­ger ein­ge­stellt wer­den. In den USA, Aus­tra­li­en, Kana­da und Groß­bri­tan­ni­en lie­ge es mehr an Home­of­fice als an KI, in Deutsch­land sei es umgekehrt.

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