Heute ist eine neue Ausgabe des OFFICE ROXX Mags erschienen. Im Special dreht sich alles um das moderne, menschzentrierte Büro – das „New Human Office“. Mit seinem Editorial stimmt Chefredakteur Robert Nehring auf die 217. Ausgabe ein.
Die neue Arbeit
Special. Neu ist das mit dem Menschen im Mittelpunkt eines anderen Arbeitens ja nun wirklich nicht mehr. Die sogenannte New Work ist sogar schon so ein alter Hut, dass viele den Namen nicht mehr verwenden wollen und lieber – wieder – von Future of Work reden. Auch das entsprechende New Office ist nicht gerade eine heiße Erfindung der letzten Monate. Und doch haben wir unser Special so genannt: New Human Office. Bis sich ein anderer Begriff durchgesetzt hat, bleiben wir einfach bei diesem bewährten.
In unserem Special geht es also um das „neue“, menschzentrierte Büro, ein Office, das die Bedürfnisse der Mitarbeitenden im Blick hat. Was so ein New-Work-Office denn eigentlich ausmacht, das wollten wir zum Beispiel von Barbara Blenski wissen, der Präsidentin des Bundesverbands New Work. Wir widmen uns auch dem Thema Workation. Schließlich berichten laut einer Untersuchung des Fraunhofer IAO 65 Prozent der Beschäftigten, die eine Workation gemacht haben, von mehr Arbeitsmotivation. 71 Prozent erleben eine höhere Arbeitszufriedenheit und 88 Prozent sagen, ihre Leistung sei gleichgeblieben oder gestiegen.
Ein bemerkenswertes Whitepaper hat der schwedische Büromöbelhersteller Kinnarps vorgelegt. Hier wird vor einer „Hybridlücke“ gewarnt, die klafft, wenn klare Leitlinien für hybrides Arbeiten fehlen. Einer Befragung zufolge braucht es mindestens drei Tage pro Woche im Büro, um Kultur und Zusammenhalt langfristig zu stärken. Aktuelle Studien würden untermauern, dass persönliche Begegnungen tiefere soziale Verbindungen fördern sowie Kreativität und Engagement steigern. In Präsenz würden Menschen fast doppelt so häufig neue Kontakte knüpfen wie virtuell.
Besonders hinweisen möchte ich Sie in diesem Zusammenhang auf einen Beitrag der Gründungspartner des Architekturbüros Scope, der in unserem aktuellen Sammelband „OFFICE+OBJEKT. Lieblingsprojekte von Architekten, Planern, Herstellern“ und nun auch hier erschienen ist. Mike Herud und Oliver Kettenhofen schreiben, dass sich das Büro so gravierend verändert hat wie seit der industriellen Revolution nicht mehr. Darin liege aber eine Chance: Räume könnten zu Impulsgebern werden, wenn sie menschlich gedacht und gestaltet werden. Der Arbeitsort von morgen sei kein statischer Ort mehr. Er sei dynamisch, hybrid, sozial aufgeladen.
Scope verfolgt den Ansatz eines Social Office, in dem das Büro sozialer Ankerpunkt ist, ein Ort der Begegnung, der Zusammenarbeit und der Community. Auch gastronomische Zonen übernehmen in diesem Kontext neue Aufgaben. Die klassische Kantine werde zu einem Social Hub für interdisziplinären Austausch, Identifikation und Erholung. Das bringt mich direkt zum nächsten Punkt.
Ambiente. Anfang Februar findet erneut die große Konsumgütermesse in Frankfurt am Main statt. Am ersten Messetag, dem 6. Februar, laden wir wieder zu einem interessanten Vortragsprogramm ein. In unserem „Trendforum für moderne Raumwelten“ lassen wir die Themen Office und Hospitality miteinander tanzen. Fünf Top-Speaker warten auf Sie – für null Euro. Melden Sie sich gern auf OFFICE-ROXX.DE an, solange noch Tickets vorhanden sind.
Nachhaltigkeit. Ein Evergreen in OFFICE ROXX ist das Thema Green Office. Auch in dieser Ausgabe finden Sie zahlreiche grüne Ansätze. Wer die Weltklimakonferenz in Brasilien verfolgt hat, weiß, wie dringend solche bleiben. Denn das 1,5-Grad-Ziel erreicht man nicht mit einem Rollback in die Neunziger.
Bleiben Sie stabil. Wir wünschen Ihnen einen schönen Jahresausklang und einen guten Start in ein erfolgreiches 2026!
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