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Gründe gegen eine Homeoffice-Pflicht

Bun­des­ar­beits­mi­nis­ter Huber­tus Heil will eine Home­of­fice-Plicht durch­set­zen, unab­hän­gig von Coro­na. Doch ist ein Rechts­an­spruch wirk­lich sinn­voll oder wirkt er sich viel­mehr nega­tiv auf Unter­neh­men aus? Der Unter­neh­mens­be­ra­ter Tobi­as Zulauf nennt Grün­de gegen eine Pflicht.

Die Arbeit von zu Hause birgt auch Schattenseiten. Ist eine Pflicht sinnvoll? Abbildung: Antonio Borriello, Pexels

Die Arbeit von zu Hau­se birgt auch Schat­ten­sei­ten. Ist eine Pflicht sinn­voll? Abbil­dung: Anto­nio Bor­ri­el­lo, Pexels

#1 Fehlender Austausch

Ein täg­li­cher unge­zwun­ge­ner Aus­tausch unter Kol­le­gen ist im Home­of­fice nur schwer zu bewerk­stel­li­gen. Dies liegt vor allem an der ört­li­chen Tren­nung. Kein Mee­ting über den Video­stream kann das wie­der aus­glei­chen, zumal in Video­kon­fe­ren­zen meist nur über die Arbeit und weni­ger über Pri­va­tes gespro­chen wird. Dabei wäre aber genau das erfor­der­lich, um sich gegen­sei­tig ken­nen­zu­ler­nen. Im Home­of­fice ent­steht eher eine Atmo­sphä­re von Kol­le­gen, die alle auf sich allein gestellt sind und nur ihre Auf­ga­ben abarbeiten.

#2 Schwindendes Vertrauen

Die Arbeit in Unter­neh­men besteht in gro­ßen Tei­len aus Team­work. Das wie­der­um erfor­dert Ver­trau­en und die Gewiss­heit, sich auf die ande­ren ver­las­sen zu kön­nen. Um das zu errei­chen, muss jedoch zuerst der bereits bespro­che­ne Aus­tausch statt­fin­den. Das gegen­sei­ti­ge Ken­nen­ler­nen muss gewähr­leis­tet wer­den, um im nächs­ten Schritt durch per­sön­li­che Gesprä­che auch Ver­trau­en auf­zu­bau­en. Die Iso­la­ti­on im Home­of­fice erschwert jedoch den Auf­bau des Ver­trau­ens und gefähr­det somit den Erfolg der Arbeit.

#3 Fehlende Unterstützung

Nicht nur steigt das eige­ne Wohl­be­fin­den, wenn wir von Men­schen umge­ben sind – auch das fach­li­che Wis­sen nimmt mit jeder Unter­hal­tung unter Kol­le­gen zu. Denn die gemein­sa­me Suche nach Ant­wor­ten auf offe­ne Fra­gen oder die Suche nach Lösun­gen für auf­tre­ten­de Pro­ble­me erhö­hen das beruf­li­che Wis­sen. Davon wie­der­um pro­fi­tiert das Unter­neh­men. Im Home­of­fice kommt dies aller­dings meist zu kurz, da Home-Worker es oft ver­mei­den, um Unter­stüt­zung zu bit­ten, und statt­des­sen ver­su­chen, die Pro­ble­me und Fra­gen selbst­stän­dig zu beantworten.

#4 Sinkende Produktivität

Durch das Home­of­fice ent­steht ein Arbeits­um­feld, das kaum glück­lich macht. Dabei ist das die Grund­vor­aus­set­zung für die täg­li­che Moti­va­ti­on. Somit sin­ken sehr schnell die Pro­duk­ti­vi­tät und die Leis­tung – im schlimms­ten Fall ver­liert der Mit­ar­bei­ten­de den Spaß an der Arbeit, die er noch vor dem Home­of­fice sehr gern getä­tigt hat.

#5 Ausgleich statt Regel

Ich konn­te in etli­chen Unter­neh­men beob­ach­ten, wie Home­of­fice abge­lehnt wur­de. Statt­des­sen baten die Mit­ar­bei­ten­den dar­um, wie­der in die Büros zurück­keh­ren zu dür­fen. Das Home­of­fice kann als Aus­gleich und im Aus­tausch zum all­täg­li­chen Büro­all­tag gut funk­tio­nie­ren. Ich bin mir aller­dings sicher, dass es kei­ne dau­er­haf­te Lösung sein soll­te, die per Pflicht umge­setzt wer­den muss.

Tobias Zulauf, Gründer der Unternehmer Revolution GmbH. Abbildung: Unternehmer Revolution

Abbil­dung: Unter­neh­mer Revolution

Tobi­as Zulauf,
Grün­der der Unter­neh­mer Revo­lu­ti­on GmbH.

unternehmerrevolution.de

 

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