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Immer noch zu laut: Heute ist Tag gegen Lärm

Heu­te ist Tag gegen den Lärm. Unter dem Mot­to „Immer noch zu laut!?“ ruft der Initia­tor – der DEGA e. V. – zu 15 Sekun­den Stil­le auf. Um Punkt 14.15 Uhr.

Der Tag gegen Lärm soll für mehr Ruhe im Alltag sensibilisieren. Abbildung: Deutsche Gesellschaft für Akustik e. V. (DEGA)

Der Tag gegen Lärm soll für mehr Ruhe im All­tag sen­si­bi­li­sie­ren. Abbil­dung: Deut­sche Gesell­schaft für Akus­tik e. V. (DEGA)

Trotz der ver­än­der­ten Arbeits­si­tua­ti­on vie­ler Beschäf­tig­ter auf­grund der Pan­de­mie hat das The­ma Lärm wei­ter­hin einen erns­ten Stel­len­wert. Zwar wur­de es in den ver­gan­ge­nen Mona­ten gefühlt „punk­tu­ell ruhi­ger“, doch vie­le Lärm­quel­len sind im All­tag immer noch prä­sent. Akus­ti­sche Stö­run­gen blei­ben eine gro­ße Gefahr für Pro­duk­ti­vi­tät, Wohl­be­fin­den und Gesundheit.

Der Tag gegen Lärm (Inter­na­tio­nal Noi­se Awa­reness Day) fin­det in Deutsch­land bereits seit 1998 statt. Die Sen­si­bi­li­sie­rung für die Lärm­pro­ble­ma­tik sowie die Ver­brei­tung des Wis­sens um Ursa­chen und Fol­gen des Lärms (sozi­al und gesund­heit­lich) sind zen­tra­le Anlie­gen des Akti­ons­ta­ges. Der Tag gegen Lärm rich­tet sich an alle am Lärm, sei­nen Ursa­chen, sei­ner Wir­kung und sei­ner Bekämp­fung Inter­es­sier­ten und vom Lärm Betrof­fe­nen, ein­schließ­lich der fach­lich inter­es­sier­ten Krei­se und der poli­tisch Ver­ant­wort­li­chen. Initia­tor ist die Deut­sche Gesell­schaft für Akus­tik (DEGA).

Nach­dem der Akti­ons­tag 2020 aus­fal­len muss­te, gibt es in die­sem Jahr eine zen­tra­le Ver­an­stal­tung zum Tag gegen den Lärm, in digi­ta­ler Form. Die Teil­nah­me ist kos­ten­frei. Eine Anmel­dung ist nicht notwendig.

Quiet please! Die Akustikaktion

Eine Akti­on, die sich seit 2018 auf­merk­sam­keits­stark für eine bes­se­re Raum­akus­tik in Büro­um­ge­bun­gen ein­setzt, ist Quiet plea­se! Die Grün­dung die­ser Initia­ti­ve, in der sich Her­stel­ler, Händ­ler, Exper­ten und Insti­tu­tio­nen gemein­sam enga­gie­ren, ging unter ande­rem auf den Vor­marsch von Open-Space-Kon­zep­ten zurück. In des­sen Fol­ge tra­ten vie­ler­orts gra­vie­ren­de akus­ti­sche Stö­run­gen auf, die sowohl die Kon­zen­tra­ti­on als auch die Kom­mu­ni­ka­ti­on erschwer­ten. Das Her­aus­rei­ßen von Wän­den ent­pupp­te sich bei man­chem Unter­neh­men bald als Pro­duk­ti­vi­täts­kil­ler, wes­halb eiligst wie­der (akus­tisch wirk­sa­me Trenn-)Wände hin­ein­ge­tra­gen wurden.

Die Aktion Quiet please! setzt sich seit 2018 für eine bessere Raumakustik in Büroumgebungen ein. Abbildung: DIMBA

Die Akti­on Quiet plea­se! setzt sich seit 2018 für eine bes­se­re Raum­akus­tik in Büro­um­ge­bun­gen ein. Abbil­dung: DIMBA

Die Aus­wir­kun­gen des Open-Space-Trends sind noch heu­te zu spü­ren, auch wenn längst ein Umbau zu Mul­tis­pace-Offices mit akti­ons­be­zo­ge­nen Tätig­keits­be­rei­chen stattfindet.

Laut einer For­sa-Stu­die im Auf­trag des Büro­ein­rich­tungs­ver­ban­des IBA emp­fin­den 95 Pro­zent der Office-Worker in Deutsch­land ein ruhi­ges Umfeld als idea­len Arbeits­platz. Aber 28 Pro­zent kla­gen häu­fig oder sehr häu­fig über Lärm im Büro, wei­te­re 31 Pro­zent gele­gent­lich. Zum Ver­gleich: In einer BSO-Stu­die (heu­te IBA) von 2015 fühl­ten sich „nur“ 21 Pro­zent durch schlech­te Akus­tik gestört.

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