2019 fei­er­te das Bau­haus sei­nen 100. Geburts­tag. Neben Wal­ter Gro­pi­us war Mies van der Rohe einer der wesent­li­chen Prot­ago­nis­ten die­ser Schu­le für Gestal­tung. Eine Gra­phic Novel von Agus­tín Fer­rer Casas stellt das Leben des Archi­tek­ten kunst­voll dar.

Ein Visionär bekommt eine Graphic Novel, die selbst etwas Visionäres hat.

Ein Visio­när bekommt eine Gra­phic Novel, die selbst etwas Visio­nä­res hat.

Lud­wig Mies van der Rohe (1886–1969) war bereits ein welt­be­rühm­ter Archi­tekt, als er 1930 die Lei­tung des Bau­hau­ses in Des­sau über­nahm. Er hat­te sich mit dem deut­schen Pavil­lon zur Welt­aus­stel­lung 1929 in Bar­ce­lo­na und ande­ren Bau­ten inter­na­tio­nal einen Namen gemacht. Aber schon im August 1932 wur­de das Bau­haus auf Antrag der Natio­nal­so­zia­lis­ten geschlos­sen. 1938 emi­grier­te er in die USA, wo er lehr­te und ein erfolg­rei­ches Archi­tek­tur­bü­ro führ­te. In den 1960er Jah­ren bekam er den Auf­trag für die Neue Natio­nal­ga­le­rie in Ber­lin.

Gestaltungskraft und Bildgewalt in Buchform

Mies van der Rohe schuf Bau­wer­ke, wie das Seagram Buil­ding in New York, die den Blick der Moder­ne geprägt haben. Als Per­son der Archi­tek­tur­ge­schich­te mit einer iko­ni­schen Gestal­tungs­kraft hat ihn der spa­ni­sche Zeich­ner Agus­tín Fer­rer Casas kon­ge­ni­al in eine Gra­phic Novel ver­setzt. Casas schuf damit eine blei­ben­de Bild­ge­schich­te zum unver­ges­se­nen Bild­ge­ber der Moder­ne.

Agus­tín Fer­rer Casas: „Mies. Mies van der Rohe. Ein Visio­nä­rer Archi­tekt“, Carl­sen, 176 S., 20,00 €.