Auf dem Feld der neu­en Arbeit begeg­nen sich tech­ni­sche wie emo­tio­na­le Aspek­te. Alle wol­len digi­ta­li­sie­ren, Gefüh­le wer­den dabei aber gern aus­ge­blen­det. Die New-Work-Exper­tin Susan­ne Buss­hart ana­ly­siert die Lage.

Neue Raumkonzepte bringen positive Gefühle hervor. Abbildung: Pexels

Neue Raum­kon­zep­te brin­gen posi­ti­ve Gefüh­le her­vor. Abbil­dung: Pexels

Acht­sam­keit, Medi­ta­ti­on und ande­re The­men, bei denen es um Ent­span­nung oder die kör­per­lich-see­li­sche Sei­te des Men­schen geht, schei­nen im Rah­men der Digi­ta­li­sie­rung Tabu­the­men zu sein. Und das im Jahr 2019. War­um ist das so? Gibt es hier wirk­lich ein Span­nungs­feld? Für mich darf es kein Span­nungs­feld geben, denn dem Begriff haf­tet etwas Nega­ti­ves an. Mein Glas ist immer halb voll. Schau­en wir uns die Pha­sen der digi­ta­len Trans­for­ma­ti­on ein­mal an.

Phase 1: Ökonomie dank digitaler Transformation

Die digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on ist aus öko­no­mi­schen Fak­to­ren her­aus ent­stan­den. Man woll­te mehr Umsatz machen, Kos­ten redu­zie­ren und effi­zi­en­ter sein. Aber ist das ein Wider­spruch zu New Work? Ist es nicht viel­mehr so, dass, wenn Mit­ar­bei­ter sich woh­ler füh­len, glück­li­cher sind und ent­spann­ter arbei­ten, sie auch effi­zi­en­ter für das Unter­neh­men wer­den? Man muss heu­te vie­le Fra­gen stel­len, um die Men­schen auf­zu­rüt­teln.

Phase 2: Technische Innovation durch menschliche Impulse

Auch in der nächs­ten Pha­se der digi­ta­len Trans­for­ma­ti­on, die sich der tech­no­lo­gi­schen Ent­wick­lung wid­met, kommt der Mensch zu kurz. Für vie­le Fir­men, die sich auf die­ser Stu­fe befin­den, ist die Opti­mie­rung von Pro­zes­sen sowie die rich­ti­ge Hard- und Soft­ware das Kern­stück ihrer Akti­vi­tä­ten. Ich schla­ge vor, dass man den Men­schen in den Mit­tel­punkt stellt. Denn die­ser fin­det schnell Inno­va­ti­ons­mög­lich­kei­ten. Er kennt sei­nen Bereich und sei­ne Kun­den und ist kei­ne Maschi­ne, die man zuerst mit Ide­en füt­tern muss. Er gibt Impul­se und ist moti­viert, wenn ihm end­lich jemand zuhört. Unter­neh­men, die das aus­pro­biert haben, berich­ten von tol­len Ergeb­nis­sen.

Phase 3: Kultur entsteht aus Emotionen und Technologie

Die drit­te Stu­fe der digi­ta­len Trans­for­ma­ti­on ist die Pha­se des Cul­tu­re-Chan­ge. Die­se stellt den Men­schen kom­plett in den Mit­tel­punkt, und das ist gut so. Tech­no­lo­gie ist die Basis. Emo­tio­nen sind aber eben­so eine Grund­la­ge. Sie gehö­ren zum Men­schen wie der Ver­stand. Die moder­ne Hirn­for­schung geht nicht mehr vom Homo oeco­no­mi­cus aus, der alle Ent­schei­dun­gen basie­rend auf Ratio­na­li­tät trifft. Man weiß heu­te, dass Bauch und Erfah­rung die Qua­li­tät einer Ent­schei­dung kenn­zeich­nen. Nur Unter­neh­men, wel­che die emo­tio­na­len Bedürf­nis­se ihrer Mit­ar­bei­ter ernst neh­men, kön­nen mit deren Herz­blut rech­nen und erfolg­reich sein.

Freiräume schaffen mit Multispace-Konzepten

Es gibt aber auch nega­ti­ve Gefüh­le wie die Angst. Angst ist der größ­te Hemm­schuh, wenn es um Inno­va­tio­nen geht. Ver­än­de­run­gen müs­sen also immer posi­tiv besetzt sein. Strin­gen­te Kom­mu­ni­ka­ti­on hilft, Mit­ar­bei­ter früh­zei­tig ein­zu­be­zie­hen und weni­ger Ängs­te auf­kom­men zu las­sen. Der Mul­tispace als Raum­kon­zept sorgt dafür, dass die Arbeits­um­ge­bung einen guten Gefühl­s­ein­druck hin­ter­lässt und die Mit­ar­bei­ter nicht acht Stun­den dort ver­blei­ben, wo man sie ein­mal hin­ge­setzt hat. Der Wech­sel der Arbeits­plät­ze ver­bes­sert die inne­re Ein­stel­lung und för­dert die Gesund­heit. Bewe­gung nach allen Rich­tun­gen tut not.

Susan­ne Buss­hart,

Unter­neh­me­rin, Bera­te­rin,

sbc­di­gi­tal GmbH.

diary.digital

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