Bei Hit­ze lässt die Kon­zen­tra­ti­on im Büro schnell nach. Die Initia­ti­ve Neue Qua­li­tät der Arbeit (INQA) gibt Tipps für Arbeit­ge­ber und Beschäf­tig­te, damit sie gesund und leis­tungs­fä­hig blei­ben.

Mit verschiedenen Maßnahmen kann die Hitze in Büroräumen reduziert werden. Abbildung: Pixabay

Mit ver­schie­de­nen Maß­nah­men kann die Hit­ze in Büro­räu­men redu­ziert wer­den. Abbil­dung: Pixabay

2017 haben Son­ne und Hit­ze in Deutsch­land mehr als 40.000 krank­heits­be­ding­te Fehl­ta­ge ver­ur­sacht. Das waren mehr als dop­pelt so vie­le wie 2005. Hier besteht Hand­lungs­be­darf.

Wer ent­schei­det eigent­lich, wann Betrie­be Maß­nah­men ergrei­fen müs­sen und vor allem wel­che? Nach den Tech­ni­schen Regeln für Arbeits­stät­ten darf die Luft­tem­pe­ra­tur in Arbeits- und Sozi­al­räu­men +26 °C nicht über­schrei­ten. Fens­ter oder Glas­wän­de müs­sen mit Jalou­sien aus­ge­rüs­tet sein, um direk­te Son­nen­ein­strah­lung zu ver­mei­den. Trotz die­ser Reg­lun­gen gibt es für Beschäf­tig­te kei­nen direk­ten Rechts­an­spruch auf kli­ma­ti­sier­te Räu­me oder Hit­ze­frei. Der Arbeit­ge­ber ist jedoch ver­pflich­tet, ab Tem­pe­ra­tu­ren von über 30 °C etwas gegen die Hit­ze zu tun. Nach § 4 des Arbeits­schutz­ge­set­zes ist der Arbeit­ge­ber auch dazu ver­pflich­tet, die Arbeit so zu gestal­ten, dass eine Gefähr­dung für Leben und Gesund­heit ver­mie­den wird. Die Maß­nah­men umfas­sen Son­nen­schutz, Kli­ma­tech­nik und Arbeits­or­ga­ni­sa­ti­on im Betrieb.

Die Initia­ti­ve Neue Qua­li­tät der Arbeit (INQA) ver­weist auf die Tipps der Bun­des­an­stalt für Arbeits­schutz und Arbeits­me­di­zin (BAuA) für Arbeit­ge­ber und Beschäf­tig­te zum Umgang mit Hit­ze im Büro.

Tipps für Arbeitgeber zum Umgang mit Hitze

  1. Son­nen­schutz steu­ern: Jalou­sien müs­sen recht­zei­tig her­un­ter­ge­las­sen wer­den und soll­ten auch nach der Arbeits­zeit geschlos­sen blei­ben.
  2. Mor­gens lüf­ten: In den frü­hen Mor­gen­stun­den soll­te gelüf­tet wer­den. Lüf­tungs­ein­rich­tun­gen sind gezielt zu steu­ern, sodass zum Bei­spiel eine Nacht­aus­küh­lung mög­lich ist.
  3. Arbeits­zei­ten fle­xi­bel gestal­ten: Fle­xi­ble Arbeits­zei­ten erlau­ben. Es soll­te dann gear­bei­tet, wenn die Raum­tem­pe­ra­tur noch erträg­lich ist.
  4. Ven­ti­la­to­ren und Kli­ma­ge­rä­te ein­set­zen: Ven­ti­la­to­ren ver­schaf­fen Küh­lung. Mobi­le Kli­ma­ge­rä­te tra­gen dazu bei, die Tem­pe­ra­tur in ein­zel­nen Räu­men zu sen­ken.
  5. Beklei­dungs­re­geln lockern: An hei­ßen Tagen hilft eine leich­te Som­mer­be­klei­dung, sodass der Kör­per nicht über­hitzt.
  6. Geträn­ke bereit­stel­len: Geträn­ke wie Mine­ral­was­ser oder Saft­schor­len unter­stüt­zen die kör­per­ei­ge­ne Wär­me­re­gu­la­ti­on. Auf sehr kal­te Geträn­ke mit Eis­wür­feln soll­te ver­zich­tet wer­den.

Tipps für Beschäftigte zum Umgang mit Hitze

  1. Son­nen­schutz nut­zen: Son­nen­schutz­ein­rich­tun­gen mög­lichst so ein­stel­len, dass kei­ne direk­te Son­nen­strah­lung ins Büro gelangt. Dabei auf aus­rei­chen­des Tages­licht ohne künst­li­che Beleuch­tung ach­ten.
  2. Wär­me­quel­len ver­mei­den: Elek­tri­sche Gerä­te abschal­ten, die nicht benö­tigt wer­den.
  3. Beklei­dung anpas­sen: Luft- und feuch­tig­keits­durch­läs­si­ge Klei­dung erleich­tert das Schwit­zen und ver­rin­gert die Hit­ze­be­las­tung.
  4. Mehr trin­ken: Der Kör­per ver­liert durch Schwit­zen viel Flüs­sig­keit. Bei hohen Tem­pe­ra­tu­ren soll­te man drei Liter pro Tag oder mehr trin­ken.
  5. Kör­per­par­tien küh­len: Hand­ge­len­ke mit kal­tem Was­ser benet­zen, das kühlt kurz­fris­tig.
  6. Ernäh­rung anpas­sen: Über den Tag ver­teilt leich­te Kost essen. Auf def­ti­ge Spei­sen ver­zich­ten.