Chefs sind eine Spe­zi­es für sich, für man­che Leu­te sogar uner­gründ­li­che Wesen. Da wir mit die­sen Wesen mehr Zeit als mit unse­rem Part­ner ver­brin­gen, soll­ten wir sie gründ­lich ken­nen­ler­nen. Ein Buch von Kat­rin Seif­arth gibt Auf­schluss.

Katrin Seifarth weiß, wie man in heiklen Situationen agiert.

Kat­rin Seif­arth weiß, wie man in heik­len Situa­tio­nen agiert.

Jede Dis­kus­si­on über Umgangs­for­men muss auf kon­kre­te Per­so­nen­ty­pen bezo­gen sein, um wirk­sam wer­den zu kön­nen. Das wuss­te schon Adolph Knig­ge. Des­halb stellt Kat­rin Seif­arth in ihrem Buch zehn Chef-Typen vor, die uns allen, auch in ihren Misch­for­men, bekannt sind. Zum Bei­spiel nennt sie den „Mikro­ma­na­ger“ mit aus­ge­präg­tem Kon­troll­ver­hal­ten, die soge­nann­te „Kra­wall­schleu­der“, die von ihren Lau­nen getrie­ben wird oder den „Ver­zett­ler“, der alles und jeden ins Cha­os stürzt. Für den Umgang mit sol­chen Arten von Füh­rungs­per­sön­lich­kei­ten gibt die Autorin gene­rel­le Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tipps, die eben­so den All­tag in ande­ren Berei­chen erleich­tern. Dass man stets das Ver­hal­ten von der Per­son tren­nen soll­te oder nach der posi­ti­ven Absicht in einer (miss­glü­cken­den) Dis­kus­si­ons­si­tua­ti­on oder Bot­schaft sucht, ist zwar durch­aus bekannt, lässt sich nach der Lek­tü­re aber deut­lich bes­ser umset­zen. Seif­arths Buch besticht durch sei­ne sinn­fäl­li­ge Auf­ma­chung. Wesent­li­che Zusam­men­hän­ge wer­den eigens durch Käs­ten, Anstrei­chun­gen und Bul­let­points gekenn­zeich­net. Damit klappt es künf­tig nicht nur mit dem Chef und den übri­gen Kol­le­gen, son­dern der Leser kann an sich selbst arbei­ten, um sich für eine künf­ti­ge Füh­rungs­auf­ga­be in Stel­lung zu brin­gen. Zudem ist alles der­art gut beob­ach­tet, dass man manch­mal wis­send lächeln muss.

Kat­rin Seif­arth: „Spaß­brem­se Chef. Prag­ma­ti­sche Tipps zum sou­ve­rä­nen Umgang mit schwie­ri­gen Vor­ge­setz­ten“, Beck, 127 S., 7,90 €.