Vege­ta­ri­sche und vega­ne Spei­sen wer­den immer häu­fi­ger gewünscht, auch am Arbeits­platz. Die Ernäh­rungs­or­ga­ni­sa­ti­on Pro­Veg hat das Veg­gie-Ange­bot in deut­schen Kan­ti­nen getes­tet. Die Ergeb­nis­se zei­gen: Veg­gie-Ernäh­rung kommt bei den Mit­ar­bei­tern gut an.

So könnte das vegane und vegetarische Speisenangebot einer Kantine im Idealfall aussehen.  Abbildung: Pixabay

So könn­te das vega­ne und vege­ta­ri­sche Spei­sen­an­ge­bot einer Kan­ti­ne im Ide­al­fall aus­se­hen. Abbil­dung: Pixabay

Alle teilnehmenden Betriebskantinen haben jeden Tag mindestens ein vegetarisches Gericht angeboten. Auch vegane Gerichte waren fast überall dabei.

Alle teil­neh­men­den Betriebs­kan­ti­nen haben jeden Tag min­des­tens ein vege­ta­ri­sches Gericht ange­bo­ten. Auch vega­ne Gerich­te waren fast über­all dabei.

Bis zu 40 Pro­zent der Kan­ti­nen­gäs­te ent­schei­den sich täg­lich für fleisch­freie Alter­na­ti­ven und bis zu 15 Pro­zent für vega­ne Mahl­zei­ten, hat die Unter­su­chung von Pro­Veg (ehe­mals Vege­ta­ri­er­bund Deutsch­land) bei 24 deut­schen Groß­un­ter­neh­men mit ins­ge­samt 74.620 Tisch­gäs­ten pro Tag erge­ben. Die Betriebs­kan­ti­nen reagie­ren auf die­se Nach­fra­ge, indem sie eine gro­ße Aus­wahl an vege­ta­ri­schen Gerich­ten anbie­ten und auch das Ange­bot an vega­nen Spei­sen wei­ter aus­bau­en: „Alle teil­neh­men­den Unter­neh­men ser­vie­ren täg­lich min­des­tens ein vege­ta­ri­sches Gericht. Rund 60 Pro­zent bie­ten mehr­mals pro Woche ein vega­nes Haupt­ge­richt an, teil­wei­se auch mit einer eige­nen vega­nen Menü­li­nie“, sagt Kat­le­en Hae­fe­le, Lei­tung Pro­Veg Food Ser­vices, dem Bera­tungs­an­ge­bot von Pro­Veg für die Indi­vi­du­al-, Gemein­schafts- und Sys­tem­gas­tro­no­mie.

Trends in der Betriebsverpflegung

Die Pro­Veg-Unter­su­chung hat außer­dem gezeigt, dass Per­so­nal­schu­lun­gen zum The­ma Ernäh­rung sowie Veg­gie-Akti­ons­ta­ge immer mehr in den Vor­der­grund rücken. Unter­neh­men sei­en gut bera­ten, ihr vege­ta­risch-vega­nes Spei­sen­an­ge­bot deut­lich zu kenn­zeich­nen, sai­so­na­le und regio­na­le Zuta­ten zu ver­ar­bei­ten und das Küchen­per­so­nal für die aktu­el­len Bedürf­nis­se nach pflan­zen­ba­sier­ter Ernäh­rung ihrer Gäs­te zu sen­si­bi­li­sie­ren, so Hae­fe­le. 

Vorteile von Veggie-Ernährung

Aktu­ell ernäh­ren sich rund acht Mil­lio­nen Men­schen in Deutsch­land vege­ta­risch und 1,3 Mil­lio­nen vegan. 22 Pro­zent der wei­te­ren Ver­brau­cher set­zen bereits bewusst regel­mä­ßig vega­ne Mahl­zei­ten auf den Spei­se­plan. Einer der häu­figs­ten Grün­de dafür ist laut der aktu­el­len Niel­sen-Food-Stu­die die eige­ne Gesund­heit. Für die Ver­pfle­gung am Arbeits­platz spielt die­se Ent­wick­lung eine wich­ti­ge Rol­le. „Wir sit­zen täg­lich vie­le Stun­den am Schreib­tisch, bewe­gen uns zu wenig und essen zu kalo­ri­en- und fett­hal­tig. Eine vege­ta­risch-vega­ne Ernäh­rung kann ein Bau­stein auf dem Weg zu mehr Wohl­be­fin­den im All­tag und am Arbeits­platz sein. Ein viel­fäl­ti­ges vege­ta­risch-vega­nes Ange­bot gekop­pelt mit einem dar­auf abge­stimm­ten betrieb­li­chen Gesund­heits­ma­nage­ment bringt Vor­tei­le für Mit­ar­bei­ter und Unter­neh­men“, erklärt Hae­fe­le. Ganz neben­bei dient die vege­ta­risch-vega­ne Ernäh­rung am Arbeits­platz auch dem Umwelt­schutz und redu­ziert das Tier­leid.