Die ers­ten Rech­ner, die man als Com­pu­ter bezeich­nen kann, wur­den in den 1940er-Jah­ren erfun­den. Bei den mecha­ni­schen Pro­to­ty­pen war nicht abzu­se­hen, wel­che Ent­wick­lung die­se Tech­no­lo­gie neh­men wür­de. Heu­te sind Com­pu­ter all­ge­gen­wär­tig: in jedem Büro und in fast jeder Hosen­ta­sche.

Der Computer ist eine Berliner Erfindung. 1941 baute Konrad Zuse in der Kreuzberger Methfesselstraße seinen Z3 – den ersten funktionstüchtigen Computer der Welt. Abbildung: Deutsches Museum

Der Com­pu­ter ist eine Ber­li­ner Erfin­dung. 1941 bau­te Kon­rad Zuse in der Kreuz­ber­ger Meth­fes­sel­stra­ße sei­nen Z3 – den ers­ten funk­ti­ons­tüch­ti­gen Com­pu­ter der Welt. Abbil­dung: Deut­sches Muse­um

ENIAC half den USA, zur Weltmacht aufzusteigen. Er ist ein Meilenstein in der Entwicklung der modernen Computer. Abbildung: Wikimedia Commons/Stw

ENIAC half den USA, zur Welt­macht auf­zu­stei­gen. Er ist ein Mei­len­stein in der Ent­wick­lung der moder­nen Com­pu­ter. Abbil­dung: Wiki­me­dia Commons/Stw

Das T1100 von Toshiba – die Mutter aller Notebooks. Abbildung: Toshiba

Das T1100 von Toshi­ba – die Mut­ter aller Note­books. Abbil­dung: Toshi­ba

Unter Com­pu­ter-His­to­ri­kern gibt es zwar kei­ne ein­heit­li­che Mei­nung, wel­cher Rech­ner wirk­lich der ers­te war, aber fragt man nach dem Vor­läu­fer des moder­nen Com­pu­ters, so wird immer auch die Z3 von Kon­rad Zuse aus dem Jahr 1941 genannt. Die Z3 war der ers­te pro­gramm­ge­steu­er­te Com­pu­ter, der das Binär­sys­tem mit den Zah­len 0 und 1 ver­wen­de­te. Im Jahr 1946 stell­ten  dann die Ame­ri­ka­ner John Eckert und John Mauch­ly den ers­ten voll­elek­tro­ni­schen Com­pu­ter ENIAC vor. ENIAC war ein „Mons­ter“ mit 18.000 Röh­ren, das 200-mal schnel­ler war als dama­li­ge Rechen­ma­schi­nen, aber mit einer Grö­ße von 10 × 17 m und einem Gewicht von gut 27 Ton­nen ver­gleichs­wei­se rie­sig. Er dien­te unter ande­rem bei der Ent­wick­lung von Atom­bom­ben.

Computer für den Schreibtisch

Der nächs­te gro­ße Schritt in der Com­pu­ter­ent­wick­lung war die Ein­füh­rung des Tran­sis­tors ab 1959. Damit wur­den schnel­le­re, wesent­lich klei­ne­re und leis­tungs­fä­hi­ge­re Com­pu­ter mög­lich. Erst­mals konn­ten elek­tro­ni­sche Rech­ner gebaut wer­den, die auf einen Schreib­tisch pass­ten. Zu Beginn der 1970er-Jah­re waren Com­pu­ter­bau­tei­le dann so güns­tig, dass Unter­neh­men mit der Ent­wick­lung von Com­pu­tern für pri­va­te Zwe­cke began­nen. Der ers­te Com­pu­ter, der die­se Anfor­de­run­gen erfüll­te, war der Xerox Alto von der Fir­ma Xerox PARC aus dem Jahr 1973. Die­ser war aber nur ein Pro­to­typ und wur­de ledig­lich in der For­schung ein­ge­setzt. Der ers­te für Heim­an­wen­der aus­ge­rich­te­te Com­pu­ter, der kom­mer­zi­el­len Erfolg hat­te, war der noch als Bau­satz ver­trie­be­ne Alta­ir 8800 aus dem Jahr 1974. Der ers­te indus­tri­ell her­ge­stell­te PC war dann der Apple II. Er wur­de im April 1977 vor­ge­stellt.

Computer werden mobil

Der nächs­te gro­ße tech­no­lo­gi­sche Schritt voll­zog sich 1985, als Toshi­ba das Note­book T1100 prä­sen­tier­te und so die Genera­ti­on der mobi­len PCs ein­läu­te­te. Es war das ers­te Note­book mit inte­grier­tem Akku und bot erst­mals wirk­li­che Bewe­gungs­frei­heit, womit es als Mut­ter aller Note­books bezeich­net wer­den kann. Anfang der 1990er-Jah­re begann die Ent­wick­lung von Tablet-PCs. Der Begriff Tablet-PC wur­de zwar erst 2001 von Micro­soft geprägt, aber einer der ers­ten klei­nen Com­pu­ter mit Stift­ein­ga­be war bereits im Jahr 1993 der New­ton von Apple, der auch Vor­läu­fer der kurz­zei­tig rela­tiv weit ver­brei­te­ten PDAs (Mit­te der 1990er bis Ende der 2000er Jah­re) war. Ein Gerät, das äußer­lich die­ser Bau­form ent­sprach, wur­de 2010 erst­mals vor­ge­stellt: das iPad von Apple. Die­ses unter­schied sich vom New­ton aber vor allem in der feh­len­den Stift­ein­ga­be und dem Feh­len von Anschlüs­sen für exter­ne Ein­ga­be­ge­rä­te.

Notebooks, Tablets, Smartphones

Heu­te ste­hen die win­zi­gen Chip­sät­ze, Spei­cher­mo­du­le und Gra­fik­pro­zes­so­ren von Note­books, Tablets und Smart­pho­nes in Bezug auf Leis­tung und Geschwin­dig­keit auf nahe­zu glei­cher Stu­fe mit den wesent­lich grö­ße­ren Desk­top-Com­pu­tern. Zudem wer­den Tablets und Note­books mehr und mehr zu hybri­den Gerä­ten, die die Vor­tei­le bei­der Bau­ar­ten in sich ver­ei­nen. Auch Sprach­steue­rung setzt sich ver­mehrt durch: Goog­le, Apple, Micro­soft und Ama­zon haben jeweils sprach­ge­stütz­te Sys­te­me, die her­kömm­li­che exter­ne Ein­ga­be­ge­rä­te über­flüs­sig machen sol­len. Ob sie sich durch­set­zen kön­nen? Dar­über sind sich die Exper­ten nicht ganz einig.

Computer – ein Ausblick

Com­pu­ter­chips sind aktu­ell all­ge­gen­wär­tig. Die Büro­ar­beit und das Pri­vat­le­ben wer­den mit ihnen stän­dig smar­ter: Stüh­le, Tische, Leuch­ten, Kaf­fee­ma­schi­nen und gan­ze Büro­kom­ple­xe sind mit leis­tungs­star­ken Chips aus­ge­stat­tet. Durch die anhal­ten­de Digi­ta­li­sie­rung wird sich die­ser Trend unauf­halt­sam wei­ter­ent­wi­ckeln und immer klei­ne­re Gerä­te her­vor­brin­gen. Heu­te sind bereits Nano­chips (ein Nano­me­ter ist ein Mil­li­ards­tel Mil­li­me­ter) in der Medi­zin im Ein­satz, und Quan­ten­com­pu­ter sind kei­ne fixe Idee schrul­li­ger Phy­si­ker mehr. Inwie­weit die­se Tech­no­lo­gi­en ihren Weg in das Büro der Zukunft fin­den, muss noch berech­net wer­den.