Für das umwelt­freund­li­che Büro gilt, was Erich Käst­ner einst sag­te: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ Jeder kann dazu bei­tra­gen, den Büro­all­tag nach­hal­ti­ger zu gestal­ten – und dabei Strom, Res­sour­cen und Geld spa­ren. Mit die­sen Tipps machen Sie Ihr Büro zum Green Office.

Umwelt­schutz im Büro gelingt nur, wenn jeder sein eige­nes Han­deln hin­ter­fragt. Foto: Dura­ble

Teil des Green Office: Am Ende ihres Pro­dukt­le­bens dür­fen Toner­kar­tu­schen, Ener­gie­spar­lam­pen, Stif­te etc. nicht im Müll lan­den, son­dern im Recy­cling. Foto: memo AG

Wie ein nach­hal­ti­ges Büro aus­se­hen kann, erforscht das Pro­jekt "Das nach­wach­sen­de Büro". Foto: FNR/W. Stel­ter

Rund 18 Mil­lio­nen Men­schen arbei­ten in Deutsch­land im Büro. Ent­spre­chend groß ist der Res­sour­cen- und Ener­gie­ver­brauch, der im Büro anfällt. Ener­gie-Ein­spar­quo­ten von mehr als 60 Pro­zent wer­den hier für mög­lich gehal­ten.

Damit ein Büro zum Green Office wird, kommt es nicht nur auf sei­ne Archi­tek­tur und Gebäu­de­tech­nik an, son­dern in hohem Maße auf die Men­schen, die dort arbei­ten – also Sie. Sie kön­nen einen wich­ti­gen Bei­trag zum Umwelt­schutz leis­ten, indem Sie die Büro­tech­nik rich­tig nut­zen, die rich­ti­gen Büro­ma­te­ria­li­en bestel­len, auf die rich­ti­ge Büro­aus­stat­tung ach­ten, Tagun­gen rich­tig orga­ni­sie­ren und sich rich­tig fort­be­we­gen. Was ‘rich­tig’ heißt? Das zei­gen Ihnen unse­re Green-Office-Tipps.

Green-Office-Tipp #1: Umweltfreundlich pendeln

Wer zu Fuß, mit dem Rad oder öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln ins Büro kommt, tut etwas Gutes für die Umwelt. Die­se Erkennt­nis ist nicht neu. Über­ra­schend ist jedoch, wie viel CO2 sich damit kon­kret spa­ren lässt: Fährt man ein Jahr lang mit Bus und Bahn statt mit dem Auto zur Arbeit, las­sen sich bei einer Ent­fer­nung von 25 km rund 320 kg CO2-Emis­sio­nen ver­mei­den.

App sei Dank muss inzwi­schen auch nie­mand mehr auf­wen­dig Fahr­plä­ne stu­die­ren, um die Öffis zu nut­zen (erin­nert sei an die Zei­ten von Klein­ge­druck­tem à la „fährt nur sams­tags“, „nur an bun­des­ein­heit­li­chen Fei­er­ta­gen“ etc.). Neben den Apps der ein­zel­nen Ver­kehrs­ver­bün­de gibt es bei­spiels­wei­se mit Qixxit eine deutsch­land­wei­te App, die von Rad über Öffis, Car­sha­ring und Fern­bus bis hin zum Flug­zeug alle Fahrt­mög­lich­kei­ten anzeigt, die Dau­er ermit­telt, die Kos­ten berech­net – und sogar mit­teilt, wel­cher CO2-Aus­stoß anfällt. Übri­gens: Rund 19 Pro­zent des in Deutsch­land aus­ge­sto­ße­nen CO2 geht auf das Kon­to des Auto­ver­kehrs.

Green-Office-Tipp #2: Weniger Geschäftsreisen

Vie­le Geschäfts­rei­sen las­sen sich durch Tele­fon- oder Video­kon­fe­ren­zen erset­zen. Das spart CO2-Emis­sio­nen, aber auch Zeit und Geld. Wenn Sie trotz­dem rei­sen müs­sen, legen Sie meh­re­re Ter­mi­ne zusam­men, anstatt jedes Mal von Neu­em hin- und her­zu­fah­ren.

Green-Office-Tipp #3: Green Meetings

Bei Tagun­gen und Kon­fe­ren­zen beginnt der Umwelt­schutz mit der Pla­nung der Ver­an­stal­tungs­zeit. Legen Sie den Beginn und das Ende Ihrer Ver­an­stal­tung so, dass die Teil­neh­mer bequem mit der Bahn anrei­sen kön­nen. Mit Blick auf eine umwelt­scho­nen­de Anrei­se soll­ten Sie außer­dem einen Tagungs­ort wäh­len, der gut mit öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln erreich­bar ist. Wei­te­re wich­ti­ge Kri­te­ri­en bei der Aus­wahl der Loca­ti­on sind deren Ener­gie­ver­brauch, ob sie Öko­strom nutzt und wie ihr Abfall­ma­nage­ment gestal­tet ist.

Ori­en­tie­rung bei der Aus­wahl eines grü­nen Ver­an­stal­tungs­or­tes bie­tet die EMAS-Regis­tie­rung, das Euro­päi­sche Umwelt­zei­chen, die Mar­ke Viabo­no oder das Label Cer­ti­fied Green Hotel.

Außer­dem soll­ten Sie dar­auf ach­ten, dass der Cate­ring­an­bie­ter Nach­hal­tig­keits­kri­te­ri­en ein­hält: Sind die Lebens­mit­tel sai­so­nal? Stam­men sie aus der Regi­on? Wur­den sie fair gehan­delt? Und wird die Men­ge der Lebens­mit­tel so berech­net, dass am Ende nicht ein gro­ßer Teil in die Ton­ne wan­dert? Übri­gens: In die Ton­ne wan­dern häu­fig auch die gan­zen Ber­ge an Papier­un­ter­la­gen, die Ver­an­stal­ter auf ihren Tagun­gen aus­le­gen. Also: Ver­zich­ten Sie auf die Papier­flut und sen­den Sie Wich­ti­ges lie­ber per E-Mail.

Green-Office-Tipp #4: CO2-Emissionen kompensieren

Umwelt­be­las­tun­gen, die sich bei Dienst­rei­sen und Fir­mene­vents nicht ver­mei­den las­sen, soll­ten sie zumin­dest kom­pen­sie­ren. Inzwi­schen tum­meln sich auf dem Markt die­ses moder­nen Ablass­han­dels diver­se Anbie­ter. Um kei­nem schwar­zen Schaf auf den Leim zu gehen, hat bei­spiels­wei­se das Umwelt­bun­des­amt Qua­li­täts­kri­te­ri­en zusam­men­ge­stellt.  Eine gute Ori­en­tie­rungs­hil­fe ist der soge­nann­te Gold Stan­dard.

Green-Office-Tipp #5: Treppe statt Lift

Ein Auf­zug, der mit einer Per­so­nen­last von 100 kg fünf Stock­wer­ke fährt, benö­tigt etwa so viel Strom wie ein Toas­ter, der zehn Minu­ten in Betrieb ist.  Nut­zen Sie daher bes­ser die Trep­pe – das ist gut für die Umwelt und für Ihre Gesund­heit.

Green-Office-Tipp #6: Nutzen Sie Ökostrom

In Deutsch­land ver­ur­sacht die Strom­erzeu­gung die meis­ten Treib­haus­gas­emis­sio­nen. Tun Sie daher etwas Gutes für Kli­ma und Umwelt, indem Sie (auch) im Büro auf Öko­strom umstei­gen. Wäh­len Sie einen Anbie­ter, der neue Anla­gen zur Erzeu­gung von Öko­strom för­dert und sich vor­ran­gig für erneu­er­ba­re Ener­gi­en ein­setzt. Das kön­nen Sie an den Labels Grü­ner Strom und OK Power erken­nen.

Green-Office-Tipp #7: Den passenden Computer kaufen

Rund vier Tera­watt­stun­den (TWh) an Strom benö­ti­gen die etwa 26,5 Mil­lio­nen Arbeits­platz­com­pu­ter in deut­schen Büros jähr­lich. Das ist mehr, als ein gro­ßes Koh­le­kraft­werk im Jahr pro­du­zie­ren kann. Über­haupt wird der Strom­hun­ger von Com­pu­tern oft unter­schätzt. Ein durch­schnitt­li­cher, nicht son­der­lich spar­sa­mer PC benö­tigt zusam­men mit dem Moni­tor übers Jahr gerech­net etwa so viel Ener­gie wie ein effi­zi­en­ter Kühl­schrank.

Da sie in Ver­bin­dung mit dem Strom­ver­brauch steht, soll­te die Leis­tungs­fä­hig­keit des Com­pu­ters an die Arbeits­auf­ga­ben ange­passt sein.  Wer nur mit Word arbei­tet, benö­tigt kei­ne gro­ße und strom­hung­ri­ge Gra­fik­kar­te und auch kein 100-Watt-Netz­teil. Für klas­si­sche Büro­an­wen­dun­gen genügt ein strom­spa­ren­der Kom­pakt-PC bzw. Thin Cli­ent. Auch Lap­tops sind deut­lich spar­sa­mer als klas­si­sche PCs. Für alle Rech­ner gilt: SSD-Fest­plat­ten benö­ti­gen weni­ger Ener­gie als klas­si­sche Fest­plat­ten. Wer den Strom­ver­brauch unter­schied­li­cher Model­le ver­glei­chen möch­te, soll­te auf den TEC-Wert ach­ten, der den typi­schen jähr­li­chen Ener­gie­ver­brauch angibt. Wei­te­re Ori­en­tie­rungs­hil­fen sind das unab­hän­gi­ge Por­tal für die pro­dukt­neu­tra­le IT-Aus­schrei­bung ITK-Beschaf­fung, die EPEAT-Zer­ti­fi­zie­rung, das TCO-Label, das EU-Eco­la­bel („Umwelt­blu­me“) und der Blaue Engel (wobei ihn nur weni­ge Com­pu­ter tra­gen). Ver­gleichs­wei­se wenig Aus­sa­ge­kraft besitzt der Ener­gy Star. Er gibt ledig­lich an, dass ein PC die Min­dest­an­for­de­run­gen für die Ener­gie­ef­fi­zi­enz erfüllt – die aber fast alle Gerä­te ein­hal­ten. Mehr zu ver­schie­de­nen Öko-Sie­geln erfah­ren Sie in die­sem Post von OFFICE ROXX.

Green-Office-Tipp #8: Richtig mit dem Computer umgehen

Fah­ren Sie ab einer Arbeits­pau­se von 30 Minu­ten den Rech­ner her­un­ter. Nach Fei­er­abend sowie­so. Da auch ein aus­ge­schal­te­ter Com­pu­ter noch Strom benö­tigt, rech­net sich eine Ste­cker­leis­te mit Kipp­schal­ter. Mit ihr kann das Gerät voll­stän­dig vom Netz getrennt wer­den. Sehr kom­for­ta­bel gelingt das über eine soge­nann­te Mas­ter-Slave-Steck­do­sen­leis­te: Bei ihr lässt sich ein Gerät (bei­spiels­wei­se der PC) zum Haupt­ge­rät machen. Wird die­ses aus­ge­schal­tet, wer­den alle mit ihm gekop­pel­ten Gerä­te (etwa der Moni­tor und der Dru­cker) auto­ma­tisch eben­falls vom Strom­netz getrennt.

Green-Office-Tipp #9: Den Computer lange nutzen

Betrach­tet man den gesam­ten Lebens­zy­klus eines Com­pu­ters, fällt der größ­te Teil des Ener­gie­ver­brauchs bei der Her­stel­lung an.  Außer­dem ent­hal­ten die Gerä­te wert­vol­le Roh­stof­fe, deren Gewin­nung für die Umwelt belas­tend ist. Schau­en Sie daher, ob sich der zu lang­sa­me Rech­ner noch auf­rüs­ten lässt, bevor Sie ihn auf den Wert­stoff­hof brin­gen. Taugt zum Bei­spiel der Lap­top wirk­lich nicht mehr für die eige­ne Arbeit, ist aber noch funk­ti­ons­tüch­tig, kann er an Orga­ni­sa­tio­nen wie das RUN Pro­ject über­ge­ben wer­den. Die­se löschen alle Daten, berei­ten den Lap­top auf und ver­kau­fen ihn ent­we­der zu güns­ti­gen Kon­di­tio­nen oder geben ihn an sozia­le Ein­rich­tun­gen wei­ter.

Green-Office-Tipp #10: Bildschirm nur so groß wie nötig

Flach­bild­schir­me benö­ti­gen weni­ger Strom als frü­her die Röh­ren­mo­ni­to­re. Das ist rich­tig. Sie wer­den aber auch immer grö­ßer – womit der Strom­ver­brauch wie­der ansteigt. Oft sau­gen sie sogar mehr Strom als der ange­schlos­se­ne Rech­ner. Neben dem Strom­ver­brauch steigt mit der Grö­ße außer­dem die Umwelt­be­las­tung bei der Her­stel­lung. Des­halb: Mehr als 27 Zoll Bild­dia­go­na­le soll­ten einen guten Grund haben.

Green-Office-Tipp #11: Stromverbrauch bei Monitoren vergleichen

Auch bei gleich­gro­ßen Moni­to­ren unter­schei­det sich die Leis­tungs­auf­nah­me beträcht­lich. In unse­rer Mark­über­sicht 2017 lag die Span­ne bei aktu­el­len 27-Zöl­lern zwi­schen 15,5 und 58 W im Betriebs­zu­stand. Als Hil­fe beim Kauf dient hier erneut das TCO-Label. Anders als bei Fern­se­hern muss bei rei­nen Moni­to­ren nicht die EU-Ener­gie­ef­fi­zi­enz­klas­se (A bis G) aus­ge­wie­sen wer­den. Vie­le Her­stel­ler geben sie aber den­noch an. Theo­re­tisch könn­ten Moni­to­re auch den Blau­en Engel tra­gen. Aktu­ell gibt es jedoch nur einen ein­zi­gen, der damit aus­ge­zeich­net ist. Hilf­reich ist hin­ge­gen erneut das Pro­jekt ITK-Beschaf­fung.

Green-Office-Tipp #12: Stand-by statt Bildschirmschoner

Bild­schirm­scho­ner sind ein Relikt aus der Röh­ren­mo­ni­to­r­ä­ra. Damals ver­hin­der­ten sie, dass sich das kon­stant ste­hen­de Bild auf dem Bild­schirm ein­brann­te. Heu­te sind sie über­flüs­si­ge Strom­fres­ser. Ers­tens sor­gen sie dafür, dass der Moni­tor ange­schal­tet bleibt, wäh­rend man gar nicht am Arbeits­platz ist. Und zwei­tens bewir­ken sie, dass der Pro­zes­sor und (bei gra­fisch auf­wen­di­gen Bild­schirm­scho­nern) sogar die Gra­fik­kar­te höhe­re Leis­tung erbrin­gen müs­sen. Stel­len Sie also den Moni­tor bes­ser so ein, dass er sich von selbst abschal­tet, sobald Sie den Com­pu­ter nicht benut­zen. Eini­ge Bild­schir­me besit­zen einen Prä­senz­sen­sor, der sie aus­schal­tet, sobald man den Arbeits­platz ver­lässt.

Green-Office-Tipp #13: Monitor nach der Arbeit ausschalten

Im Stand-by benö­ti­gen 27-Zoll-Moni­to­re um die 0,5 Watt. Die las­sen sich spa­ren, wenn Sie Ihren Moni­tor nach Fei­er­abend kom­plett vom Netz tren­nen – mit Schal­ter­steck­do­sen oder Mas­ter-Slave-Steck­do­sen­leis­te (sie­he oben).

Green-Office-Tipp #14: Die passende Drucktechnik wählen

Laser­dru­cker benö­ti­gen im Ver­gleich zu Tin­ten­strahl­dru­ckern deut­lich mehr Ener­gie. Sowohl wäh­rend des Drucks als auch im Bereit­schafts­mo­dus, in dem das Gerät die Betriebs­tem­pe­ra­tur hält, um schnell ein­satz­be­reit zu sein. Wer­fen Sie bei der Wahl des Dru­ckers neben dem Druck­vo­lu­men und der Art der zu dru­cken­den Doku­men­te immer einen Blick auf den Strom­ver­brauch im Druck-, Bereit­schafts- und Sleep-Modus. Ori­en­tie­rung lie­fert hier der TEC-Wert, der den typi­schen Ener­gie­be­darf im nor­ma­len Arbeits­all­tag abbil­den soll. Bei der Aus­wahl eines ener­gie­spa­ren­den Dru­ckers hilft außer­dem der Blaue Engel. Infor­ma­tiv ist oben­drein ein­mal mehr das Por­tal ITK-Beschaf­fung.

Green-Office-Tipp #15: Ökoeinstellungen beim Drucker nutzen

Die meis­ten aktu­el­len Dru­cker ver­fü­gen über einen vor­pro­gram­mier­ten Öko­mo­dus. In ihm wird weni­ger Tinte/Toner, Ener­gie und Papier ver­braucht. Der Papier­ver­brauch wird bei­spiels­wei­se gesenkt, indem dop­pel­sei­tig gedruckt wird (Duplex) und lee­re Doku­men­ten­sei­ten über­sprun­gen wer­den.

Green-Office-Tipp #16: Multifunktionsgeräte sparen Strom

Ein Mul­ti­funk­ti­ons­ge­rät benö­tigt weni­ger Strom als sepa­ra­te Gerä­te für Dru­cken, Scan­nen und Faxen zusam­men.

Green-Office-Tipp #17: Abteilungsgeräte sind sparsamer

Ein zen­tra­ler Dru­cker bzw. ein zen­tra­les Mul­ti­funk­ti­ons­ge­rät für die gan­ze Abtei­lung ist spar­sa­mer als vie­le ein­zel­ne Model­le an jedem Arbeits­platz zusam­men. Das gilt übri­gens auch für ande­re Gerä­te wie Label­dru­cker und Akten­ver­nich­ter.

Green-Office-Tipp #18: Toner und Tintentanks recyceln

In Euro­pa wan­dern jähr­lich ca. 250.000.000 lee­re Tin­ten­pa­tro­nen und Toner­kar­tu­schen in den Müll. Dabei bestehen sie aus hoch­wer­ti­gen Bau­tei­len und sind kei­nes­wegs Abfall. Schi­cken Sie also lee­re Toner- oder Tin­ten­be­häl­ter an den Her­stel­ler oder einen Auf­be­rei­ter. Die­se kön­nen sie ent­we­der kom­plett neu befül­len oder zumin­dest vie­le ihrer Tei­le wie­der­ver­wen­den. So wer­den Res­sour­cen und Umwelt geschont.

Green-Office-Tipp #19: Energiesparenden Router nutzen

Der Strom­ver­brauch von Rou­ter und Tele­fon­an­la­ge wird häu­fig ver­kannt. Da bei­de stän­dig mit dem Strom­netz ver­bun­den sind, benö­ti­gen sie übers Jahr gerech­net oft so viel Ener­gie wie ein Kühl­schrank.  Ach­ten Sie des­halb bei der Aus­wahl des Rou­ters stets auf den Ener­gie­ver­brauch.

Green-Office-Tipp #20: WLAN ausschalten

Wäh­len Sie einen Rou­ter, bei dem sich das WLAN sepa­rat deak­ti­vie­ren lässt. Dann kann die Tele­fon­an­la­ge nach Fei­er­abend in Betrieb blei­ben, das nicht mehr benö­tig­te Funk­netz hin­ge­gen abge­stellt wer­den. Oft lässt sich der Rou­ter so ein­stel­len, dass er nachts auto­ma­tisch das WLAN deak­ti­viert.

Green-Office-Tipp #21: Ökologisch korrekte Smartphones

Die größ­te Umwelt­be­las­tung beim Smart­pho­ne ver­ur­sa­chen des­sen Pro­duk­ti­on und der Ener­gie­ver­brauch für die Infra­struk­tur, die zur Daten­über­tra­gung benö­tigt wird. Des­halb: Nicht jedes Jahr ein neu­es! 63 Pro­zent der Deut­schen nut­zen der­zeit ein Smart­pho­ne, das höchs­tens ein Jahr alt ist. Eine unnö­ti­ge Ver­schwen­dung von Res­sour­cen, denn nach die­ser Zeit ist es noch voll funk­ti­ons­fä­hig.

Green-Office-Tipp #22: Reparierbare Smartphones nutzen

Las­sen sich ein­zel­ne defek­te Tei­le leicht aus­tau­schen, kann das Gerät ins­ge­samt län­ger ver­wen­det wer­den. Sind hin­ge­gen alle Tei­le mit­ein­an­der ver­klebt und nur schwer zugäng­lich, wird die Repa­ra­tur mit­un­ter unmög­lich, in jedem Fal­le aber sehr teu­er. Bei­spiels­wei­se auch dann, wenn nur ein gesprun­ge­nes Dis­play getauscht wer­den muss. Das Online­por­tal iFi­xit bewer­tet in sei­nen Tear­downs aktu­el­le Smart­pho­nes in Hin­blick dar­auf, wie leicht sie sich aus­ein­an­der­neh­men und repa­rie­ren las­sen. Den Höchst­wert von 10 Punk­ten erreicht der­zeit nur das Fair­pho­ne 2.

Green-Office-Tipp #23: Smartphones weitergeben statt wegwerfen

Wol­len Sie ein noch funk­tio­nie­ren­des Smart­pho­ne selbst nicht mehr ver­wen­den, soll­ten Sie es ein­fach online ver­kau­fen oder für einen guten Zweck spen­den.

Eine wei­te­re Mög­lich­keit ist die Rück­ga­be an den Händ­ler. Elek­tro­nik­händ­ler (sta­tio­när oder online) müs­sen Elek­tro­ge­rä­te mit einer Kan­ten­län­ge unter 25 cm zurück­neh­men – unab­hän­gig davon, ob dort ein neu­es Gerät gekauft wird. So lässt sich zumin­dest ein Teil der wert­vol­len Roh­stof­fe wie­der­ver­wer­ten. Das Recy­cling von Smart­pho­nes ist ins­ge­samt aller­dings sehr schwie­rig. Sogar das Fair­pho­ne 2 kann nur zu cir­ca 30 Pro­zent recy­celt wer­den. Noch ein Grund mehr, das Smart­pho­ne län­ger zu nut­zen.

Green-Office-Tipp #24: Per WLAN surfen

Eine Inter­net­ver­bin­dung über WLAN benö­tigt weni­ger Ener­gie als eine über Mobil­funk.

Green-Office-Tipp #25: Ladegerät vom Netz trennen

Selbst wenn das Smart­pho­ne kom­plett gela­den oder gar nicht ange­schlos­sen ist, zieht das Lade­ge­rät Ener­gie. Also immer Ste­cker raus. Das gilt auch für ande­re sel­ten genutz­te Gerä­te.

Green-Office-Tipp #26: Umweltfreundliche Suchmaschine nutzen

Eine ein­zi­ge Suche mit einer her­kömm­li­chen Inter­net­such­ma­schi­ne ver­braucht bereits so viel Strom wie eine Vier-Watt-Ener­gie­spar­lam­pe in einer Stun­de.  Eine grü­ne Such­al­ter­na­ti­ve ist Eco­sia. Denn mit den Wer­be­ein­nah­men pflanzt Eco­sia Bäu­me.

Green-Office-Tipp #27: Auf LED-Beleuchtung umsteigen

Die Büro­be­leuch­tung macht rund 35 bis 50 Pro­zent des gesam­ten Strom­ver­brauchs im Büro aus. Ent­spre­chend hoch ist hier das Ein­spar­po­ten­zi­al.

Ver­gli­chen mit Halo­gen­strah­lern oder den alten Glüh­bir­nen benö­ti­gen LED-Leuch­ten nur einen Bruch­teil der Ener­gie. Und gegen­über den klas­si­schen Ener­gie­spar­lam­pen haben sie den Vor­teil, dass sie kein gif­ti­ges Queck­sil­ber ent­hal­ten. Außer­dem hal­ten sie sehr lan­ge. Ihre Leucht­dau­er beträgt meist um die 25.000 bis 50.000 Stun­den. Ein Nach­teil fast aller LED-Leuch­ten ist jedoch, dass die LEDs nicht ein­fach aus­ge­tauscht wer­den kön­nen. Sind sie irgend­wann defekt, wan­dert schnell die kom­plet­te Leuch­te in den Müll. Ein­fach eine neue Bir­ne rein­dre­hen, geht nicht mehr.

Green-Office-Tipp #28: Der Letzte macht das Licht aus

Klingt banal, ist aber wirk­sam: Wer den Arbeits­platz ver­lässt, soll­te das Licht aus­schal­ten. Das gilt nicht zuletzt für Mee­tin­g­räu­me, in denen ger­ne das Licht bren­nen bleibt, weil sich nie­mand dafür ver­ant­wort­lich fühlt. Prä­senz­mel­der, die die Leuch­ten auto­ma­tisch an- und abschal­ten, ver­hin­dern das.

Green-Office-Tipp #29: Energiesparend heizen

20 bis 22 °C gel­ten im Büro als ide­al.  Auf eine höhe­re Tem­pe­ra­tur soll­te in der Regel nicht geheizt wer­den. Denn bis zu sechs Pro­zent Ener­gie las­sen sich spa­ren, wenn die Raum­tem­pe­ra­tur um nur ein Grad Cel­si­us abge­senkt wird.

Green-Office-Tipp #30: Grüne Büromöbel

Das Nach­hal­tig­keits­la­bel Level vom Ver­band der euro­päi­schen Büro­ein­rich­tungs­in­dus­trie FEMB lässt noch etwas auf sich war­ten. Im Lau­fe des Jah­res 2017 sol­len (end­lich) die ers­ten Möbel zer­ti­fi­ziert wer­den.  Bis dahin kann das US-ame­ri­ka­ni­sche Vor­bild Ori­en­tie­rung bie­ten – und auch hier der Blaue Engel sowie die Crad­le-to-Crad­le-Zer­ti­fi­zie­rung. Nütz­li­che Infor­ma­tio­nen zu umwelt­freund­li­chen Büro­mö­beln gibt außer­dem das Nach­wach­sen­de Büro.

Green-Office-Tipp #31: Bei Büromobiliar auf Herkunft achten

Beim Kauf von Büro­mö­beln soll­te Sie dar­auf ach­ten, zu wel­chem Anteil sie aus recy­cel­ten Mate­ria­li­en bestehen. Bei Holz­tei­len soll­te außer­dem geschaut wer­den, ob sie bei­spiels­wei­se FSC- oder PEFC-zer­ti­fi­ziert  sind.

Green-Office-Tipp #32: Bei Büromobiliar auf Zukunft achten

Am Ende ihres (mög­lichst lan­gen) Pro­dukt­le­bens soll­ten sich Möbel sor­ten­rein in ihre Bestand­tei­le zer­le­gen las­sen. Nur dann kann ihr Mate­ri­al gut recy­celt wer­den. Ori­en­tie­rung bie­tet unter ande­rem eine Crad­le-to-Crad­le-Zer­ti­fi­zie­rung.

Green-Office-Tipp #33: Umweltschonende Büroböden nutzen

Beim Büro­bo­den hat sich in den letz­ten Jah­ren viel in Sachen Umwelt­schutz getan. Wer sich für einen beson­ders umwelt­scho­nen­den Boden­be­lag ent­schei­den möch­te, hat die Wahl zwi­schen Kol­lek­tio­nen, deren Nylon aus recy­cel­ten Fischer­net­zen besteht, sol­chen, in denen Krei­de aus der Trink­was­ser­auf­be­rei­tung ein­ge­setzt wird, und sol­chen, für die PVB aus alten Wind­schutz­schei­ben wie­der­ver­wen­det wird. Gene­rell hilft hier wie­der ein Blick auf den Blau­en Engel und Crad­le-to-Crad­le.

Green-Office-Tipp #34: Papierverbrauch reduzieren

Bei der Her­stel­lung von Papier wird die Natur rela­tiv stark belas­tet: Sie benö­tigt viel Holz, Ener­gie und Was­ser. Außer­dem kann sie dazu füh­ren, dass gefähr­li­che Che­mi­ka­li­en in die Gewäs­ser gelan­gen. Das oft ange­kün­dig­te papier­lo­se Büro mag zwar noch auf sich war­ten las­sen. Der Papier­be­darf lässt sich aber den­noch ver­rin­gern. Über­le­gen Sie vor dem Klick auf „Dru­cken“ daher immer, ob ein Papier­aus­druck tat­säch­lich nötig ist. Rech­nun­gen müs­sen übri­gens schon lan­ge nicht mehr auf Papier aus­ge­druckt und im Papier­ku­vert von LKWs durch das Land gefah­ren wer­den, um dann nur wie­der ein­ge­scannt zu wer­den.

Green-Office-Tipp #35: Recyclingpapier verwenden

Gegen­über Frisch­fa­ser­pa­pier las­sen sich mit Recy­cling­pa­pier aus 100 Pro­zent Alt­pa­pier etwa 70 Pro­zent Was­ser und 60 Pro­zent Ener­gie bei der Her­stel­lung spa­ren.  Oder anders aus­ge­drückt: Mit der Ener­gie, die mit sie­ben Blatt Recy­cling­pa­pier ein­ge­spart wird, lässt sich ein Liter Kaf­fee kochen. Das EU-Eco­la­bel („Umwelt­blu­me“) und der Blaue Engel sind ein guter Indi­ka­tor beim Kauf von Recy­cling­pa­pier. Weni­ger aus­sa­ge­kräf­tig sind hier die FSC- und PEFC-Label für nach­hal­ti­ge Wald­be­wirt­schaf­tung. Das FSC-Mix-Label bei­spiels­wei­se besagt nur, dass 70 Pro­zent der Fasern aus FSC-Holz und/oder Alt­pa­pier stam­men. In der Pra­xis wer­den meist Frisch­fa­sern ver­wen­det.

Green-Office-Tipp #36: Dünneres Papier ist sparsamer

Mit dün­ne­ren Papie­ren las­sen sich wert­vol­le Res­sour­cen spa­ren. Ver­wen­den Sie des­halb am bes­ten Papier mit einer Gram­ma­tur von 75 g/m2 (statt den meist übli­chen 80 g/m2).

Green-Office-Tipp #37: Die Papiertonne nutzen

Nur wenn Papier­müll getrennt gesam­melt wird, kann der Papier­kreis­lauf wie­der von vor­ne begin­nen. Aber: Ther­mo­pa­pier (Kas­sen­zet­tel, Fahr­kar­ten) gehört genau­so wenig in den Papier­müll wie Papier mit Kleb­stoff, der nicht was­ser­lös­lich ist (etwa Adress­eti­ket­ten, Post-its, Selbst­kle­be­ver­schluss bei Kuverts).

Green-Office-Tipp #38: Nachfüllbarer Bürobedarf

Ver­wen­den Sie nur Pro­duk­te, die sich – sofern mög­lich – nach­fül­len las­sen. Das gilt vor allem für Kugel­schrei­ber und Text­mar­ker.

Green-Office-Tipp #39: Recycling-Alternativen ordern

Vie­le Her­stel­ler haben umwelt­freund­li­che Büro­be­darfs­pro­duk­te im Pro­gramm, etwa Stif­te, Kle­be­stif­te oder Text­mar­ker aus recy­cel­tem Kunst­stoff oder aus umwelt­freund­li­chen Holz­ma­te­ria­li­en. Einen Über­blick über umwelt­scho­nen­de Büro­ma­te­ria­li­en bie­tet das Nach­wach­sen­de Büro. Künf­tig soll auch das SOFEA-Rating-Sys­tem Ori­en­tie­rung geben.

Green-Office-Tipp #40: Post klimaneutral versenden

Was das Fahr­rad und die Öffis für den Weg ins Büro sind, ist der kli­ma­neu­tra­le Ver­sand für Brie­fe und Pake­te. Zahl­rei­che Post­dienst­leis­ter bie­ten Ver­sand­op­tio­nen an, bei denen der CO2-Aus­stoß mög­lichst klein­ge­hal­ten wird und der trotz­dem anfal­len­de kom­pen­siert wird.

Green-Office-Tipp #41: Ökologisch reinigen

Ver­ein­ba­ren Sie mit Ihrem Rei­ni­gungs­dienst die Ver­wen­dung umwelt­scho­nen­der, nach­füll­ba­rer Rei­ni­gungs­mit­tel. Vie­le nach­hal­ti­ge Pro­duk­te sind am EU-Umwelt­zei­chen zu erken­nen. Auf umwelt­be­las­ten­de Rei­ni­gungs­mit­tel wie chlor­hal­ti­ge Sani­tär­rei­ni­ger und WC-Rei­ni­ger mit anor­ga­ni­schen Säu­ren soll­te ver­zich­tet wer­den. Stark sau­re oder stark alka­li­sche Rei­ni­ger kön­nen bei unsach­ge­mä­ßer Anwen­dung Haut­rei­zun­gen oder sogar Ver­ät­zun­gen ver­ur­sa­chen. Der Blaue Engel ist auch hier eine gute Ent­schei­dungs­hil­fe.

In der Regel genügt beim Putz­mit­tel eine gerin­ge­re Men­ge als vom Her­stel­ler emp­foh­len. Ein spar­sa­mer Gebrauch ist wesent­lich für die Ent­las­tung der Umwelt. Auf den Ein­satz von Tüchern und Staub­wi­schern, die nach dem Gebrauch ent­sorgt wer­den, soll­ten Sie ver­zich­ten.

Green-Office-Tipp #42: Keine Papierhandtücher

Stu­di­en haben gezeigt, dass die Nut­zung von Papier­hand­tü­chern in Wasch­räu­men 20 Mal umwelt­schäd­li­cher ist als die von Kalt­luft-Hän­de­trock­nern. Auch Stoff­hand­tuch­rol­len wei­sen eine bes­se­re Umwelt­bi­lanz auf.

Green-Office-Tipp #43: Umweltschutz in der Büropause

Auch in der Büro­pau­se kann eini­ges für die Umwelt getan wer­den. Ach­ten Sie hier zum Bei­spiel ins­be­son­de­re auf den Ener­gie­ver­brauch der Gerä­te. Gera­de bei Kaf­fee­voll­au­to­ma­ten unter­schei­det sich die Leis­tungs­auf­nah­me wäh­rend der Zube­rei­tung und im Stand-by-Modus von Modell zu Modell teils erheb­lich.

Green-Office-Tipp #44: Keine Kaffeekapseln

Gan­ze Boh­nen oder Pul­ver statt Kap­seln: Auf sechs Gramm Kaf­fee kom­men bei her­kömm­li­chen Kaf­fee­kap­seln etwa drei Gramm Alu oder Plas­tik und zwei Gramm Papier für die Ver­pa­ckung  – ziem­lich viel Müll für ziem­lich wenig Kaf­fee (und ziem­lich viel Geld). Eini­ge Her­stel­ler ver­spre­chen zwar, dass ihre Kap­seln kom­plett kom­pos­tier­bar sind. In der Regel geschieht das für die gro­ßen Kom­pos­tier­an­la­gen jedoch zu lang­sam, sodass sie dort aus­sor­tiert wer­den und letzt­lich im Rest­müll lan­den. Aller­dings: Wer nur eine Tas­se Kaf­fee zube­rei­tet, benö­tigt mit der Kap­sel­ma­schi­ne immer­hin weni­ger Strom als mit einem Sieb­trä­ger­mo­dell.

Green-Office-Tipp #45: Kaffeeautomaten und Wasserkocher sparsam nutzen

Bei Kaf­fee­voll­au­to­ma­ten lässt sich meist indi­vi­du­ell pro­gram­mie­ren, wann sie in den Stand-by-Betrieb wech­seln. Damit wird ver­hin­dert, dass sie durch­ge­hend hei­ßes Was­ser vor­hal­ten, obwohl gar kein Kaf­fee getrun­ken wird. Wer sich im Was­ser­ko­cher Tee zube­rei­tet, soll­te nicht mehr Was­ser erhitz­ten, als er benö­tigt.

Green-Office-Tipp #46: Geschirr statt Einweg

In Deutsch­land wer­den stünd­lich 320.000 Ein­weg­be­cher ver­braucht, das sind im Jahr drei Mil­li­ar­den Stück. Allein die Ber­li­ner kom­men pro Tag auf stol­ze 460.000 Cof­fee-to-go-Becher. Das Pro­blem: Um all die Kaf­fee­ein­weg­be­cher in Deutsch­land her­zu­stel­len, ist pro Jahr eine Ener­gie­men­ge nötig, mit der man eine Klein­stadt ver­sor­gen könn­te. Oben­drein wer­den zehn­tau­sen­de Ton­nen Holz, Mil­li­ar­den Liter Was­ser und zehn­tau­sen­de Ton­nen Kunst­stoff ver­wen­det. Für die Poly­ethy­len-Beschich­tung und die Deckel wer­den jähr­lich etwa 22.000 Ton­nen Roh­öl benö­tigt. Hin­zu kommt, dass die Becher sich durch die Kunst­stoff­be­schich­tung nur sehr schwer recy­celn las­sen. All das lässt sich ver­mei­den, wenn ein Mehr­weg­be­cher ver­wen­det wird.

Das gilt auch für den Tel­ler. Statt sich beim Imbiss schnell etwas in der Alu- oder Plas­tik­scha­le zu holen oder etwas beim Lie­fer­dienst zu bestel­len (Papp­kar­tons!), bes­ser vor Ort vom Por­zel­lan­tel­ler essen.

Green-Office-Tipp #47: Bio-Ernährung

Vie­le Öko-Lie­fer­diens­te bie­ten an, Bio­nah­rungs­mit­tel in Kis­ten bzw. Lunch­bo­xen per Abon­ne­ment ins Büro zu brin­gen. Unter­neh­men kön­nen ihren Mit­ar­bei­tern Obst und Gemü­se aus regio­na­lem, bio­lo­gi­schem Anbau auch kos­ten­los zur Ver­fü­gung stel­len.

Green-Office-Tipp #48: Auf Hersteller mit Umweltmanagement achten

Zumin­dest etwas Ori­en­tie­rung bie­ten Umwelt­ma­nage­ment­zer­ti­fi­zie­run­gen. Am ver­brei­tets­ten sind das euro­päi­sche Eco-Manage­ment and Audit Sche­me, kurz EMAS, und die weni­ger stren­ge ISO-Norm 14001. Letz­te­re ist ein welt­weit ange­wen­de­ter Stan­dard für Orga­ni­sa­tio­nen jeder Art und Grö­ße, der aller­dings kei­ne abso­lu­ten Anfor­de­run­gen für die Umwelt­leis­tung fest­schreibt. Die Zer­ti­fi­zie­rung erfolgt durch eine akkre­di­tier­te Zer­ti­fi­zie­rungs­stel­le. Da die euro­päi­sche EMAS-Ver­ord­nung die Inhal­te der ISO 14001 ent­hält, bekommt jedes EMAS-zer­ti­fi­zier­te Unter­neh­men auto­ma­tisch auch die Erfül­lung der ISO 14001 bestä­tigt. Unter­neh­men, die an EMAS teil­neh­men, müs­sen regel­mä­ßig eine Umwelt­er­klä­rung abge­ben, die von einem unab­hän­gi­gen, staat­lich geprüf­ten Gut­ach­ter über­prüft wird. Sie muss öffent­lich ein­seh­bar sein. Über EMAS und ISO 14001 hin­aus gibt es wei­te­re Anbie­ter, die Unter­neh­men die Ein­hal­tung von Cor­po­ra­te-Soci­al-Respon­si­bi­li­ty-Stan­dards, ein­schließ­lich Umwelt­schutz, beschei­ni­gen, etwa Eco­Va­dis.

Die Umwelt­ma­nage­ment­zer­ti­fi­zie­run­gen sind nicht unum­strit­ten. Wenn der Müll getrennt, Recy­cling­pa­pier benutzt, Was­ser gespart und Ener­gie­spar­lam­pen ver­wen­det wer­den, schafft es sogar ein Atom­kraft­werk, eine Zer­ti­fi­zie­rung nach ISO 14001 zu erhal­ten.