Micro­soft hat in Mün­chen sei­ne neue Deutsch­land-Zen­tra­le eröff­net. In dem Büro­ge­bäu­de wur­de die Idee von einem Büro der Zukunft, einem Smart Work­place, weg­wei­send in die Gegen­wart über­setzt.

Das Atrium der neuen Microsoft-Zentrale mit hängenden Displays, sogenannten Digital Chandeliers. Foto: Microsoft

Das Atri­um der neu­en Micro­soft-Zen­tra­le mit hän­gen­den Dis­plays, soge­nann­ten Digi­tal Chan­de­liers. Foto: Micro­soft

Die Think Zone: Rückzugsbereich für hochkonzentrierte Alleinarbeit. Foto: Microsoft

Die Think Zone: Rück­zugs­be­reich für hoch­kon­zen­trier­te Allein­ar­beit. Foto: Micro­soft

Smart Workplace: Die Meetingflächen sind mit moderner Technologie wie dem Surface Hub und Skype for Business ausgestattet. Foto: Microsoft

Die Mee­ting­flä­chen sind mit moder­ner Tech­no­lo­gie wie dem Sur­face Hub und Sky­pe for Busi­ness aus­ge­stat­tet. Foto: Micro­soft

Vier Arbeitsbereiche stellen die persönliche Produktivität und die Zusammenarbeit im Team in den Mittelpunkt. Foto: Microsoft

Vier Arbeits­be­rei­che stel­len die per­sön­li­che Pro­duk­ti­vi­tät und die Zusam­men­ar­beit im Team in den Mit­tel­punkt. Foto: Micro­soft

Das neue Raumkonzept löst starre Bürostrukturen auf und ist an den Anforderungen der Wissensarbeiter ausgerichtet. Foto: Microsoft

Das neue Raum­kon­zept löst star­re Büro­struk­tu­ren auf und ist an den Anfor­de­run­gen der Wis­sens­ar­bei­ter aus­ge­rich­tet. Foto: Micro­soft

Gäste bei der offiziellen Eröffnung im Oktober: Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter und Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, hier mit Microsoft-Geschäftsführerin Sabine Bendiek. Foto: Microsoft

Gäs­te bei der offi­zi­el­len Eröff­nung im Okto­ber: Mün­chens Ober­bür­ger­meis­ter Die­ter Rei­ter und Bay­erns Wirt­schafts­mi­nis­te­rin Ilse Aigner, hier mit Micro­soft-Geschäfts­füh­re­rin Sabi­ne Ben­diek. Foto: Micro­soft

Mit der Digi­ta­li­sie­rung erle­ben wir den größ­ten Wan­del der Arbeits­welt seit der indus­tri­el­len Revo­lu­ti­on. Eta­blier­te Kon­zep­te wer­den auf den Kopf gestellt, Raum und Zeit erle­ben eine Eman­zi­pa­ti­on von bestehen­den Wer­ten. Die Arbeit Sei­te an Sei­te mit schlau­en Maschi­nen und digi­ta­len Assis­ten­ten steht uns kurz bevor. Unse­re Welt wächst mehr und mehr wie ein ein­zi­ges Netz­werk zusam­men, geprägt von Kol­la­bo­ra­ti­on, krea­ti­ver Ver­knüp­fung, inter­dis­zi­pli­nä­rer Team­ar­beit und neu­en Denk­mus­tern.

Eine neue Genera­ti­on von Wis­sens­ar­bei­tern bringt einen neu­en Anspruch an die Arbeits­welt mit, der von Fle­xi­bi­li­tät, Selbst­be­stim­mung und per­sön­li­cher Ent­fal­tung bei maxi­ma­ler Sicher­heit unter­mau­ert ist. Arbeit­neh­mer und Arbeit­ge­ber dis­ku­tie­ren über Job­sha­ring, die Vier-Tage-Woche und trans­pa­ren­te Gehäl­ter. Der Kampf um die bes­ten Talen­te hat begon­nen. Die Fra­ge, ob die Arbeit, der Ort und die Kol­le­gen, mit denen ich gera­de arbei­te, Spaß machen, ist heu­te wich­ti­ger denn je. Arbeit ist kei­ne läs­ti­ge Pflicht mehr, son­dern eine Selbst­ent­fal­tung. Die Logik des Arbeits­mark­tes kehrt sich um und fir­miert unter dem Slo­gan „Jobs fol­low Peop­le“. Star­re Hier­ar­chien und ein aus­ster­ben­der Füh­rungs­stil wer­den zum Brems­klotz, ehr­gei­zi­ge Ein­zel­kämp­fer sowie eine vor­herr­schen­de Exper­ten­kul­tur haben schlicht­weg aus­ge­dient. Offe­nen Platt­for­men und evo­lu­tio­nä­ren Orga­ni­sa­ti­ons­for­men gehö­ren die Zukunft – und doch kön­nen wir nicht vor­aus­sa­gen, wie die Arbeits­welt 2030 aus­se­hen wird.

Smart Workplace: Ein Büro der Zukunft

Wie wol­len wir leben und arbei­ten? Wie sieht die Zukunft der Wis­sens­ar­beit aus? Wird es kei­ne Chefs mehr geben? Und müs­sen wir uns nicht nur den Schreib­tisch, son­dern auch den Arbeits­markt mit Kol­le­ge Robo­ter tei­len?

Mit der Eröff­nung der neu­en Deutsch­land-Zen­tra­le in Mün­chen hat Micro­soft eta­blier­te Arbeits­kon­zep­te auf den Kopf gestellt und das Büro der Zukunft eröff­net. Zen­tra­ler Mit­tel­punkt der Phi­lo­so­phie sind drei Fak­to­ren, die die Arbeits­welt beim Soft­ware-Kon­zern prä­gen: Men­schen, Räu­me und Tech­no­lo­gien.

Smart Workplace: Faktor Raum

Einst waren Büros die Ver­hei­ßung auf eine bes­se­re Arbeits­welt – in der heu­ti­gen Gesell­schaft von digi­tal ver­netz­ten Wis­sens­ar­bei­tern ver­lie­ren die­se an Bedeu­tung. „Büro“, das ist längst ein Syn­onym für ganz unter­schied­li­che Begriff­lich­kei­ten gewor­den. Klar ist, tra­di­tio­nel­le Büro­kon­zep­te pas­sen nicht mehr in eine Arbeits­welt, in der alles im Fluss ist.

Mit dem Smart Works­pace hat Micro­soft in enger Zusam­men­ar­beit mit dem Fraun­ho­fer IAO das Büro­kon­zept für das Arbei­ten 4.0 ent­wi­ckelt. In der neu­en Unter­neh­mens­zen­tra­le in Mün­chen-Schwa­bing rea­li­siert Micro­soft die eige­ne Visi­on vom Büro der Zukunft. In den Mit­tel­punkt stellt der Kon­zern dabei stets sei­ne viel­fäl­ti­gen Mit­ar­bei­ter mit ihren unter­schied­li­chen Bedürf­nis­sen und Talen­ten sowie indi­vi­du­el­len Anfor­de­run­gen an den Arbeits­platz und die Art der Tätig­keit. „Fle­xi­bi­li­tät ist hier kei­ne Flos­kel, son­dern ein gewoll­tes Prin­zip“, erklärt Mar­kus Köh­ler, Seni­or Direc­tor Human Resour­ces bei Micro­soft Deutsch­land. So kann jeder Mit­ar­bei­ter selbst ent­schei­den, wie, in wel­chen Berei­chen und in wel­cher Art er zusam­men­ar­bei­ten möch­te. Vier Arbeits­be­rei­che, von Rück­zugs­or­ten für Tätig­kei­ten, die eine hohe Kon­zen­tra­ti­on erfor­dern, bis hin zu Büro­flä­chen, die bewusst auf Team­ar­beit und Kol­la­bo­ra­ti­on aus­ge­legt sind.

Smart Workplace: Faktor Technologie

Kaum ein Bereich unse­rer Arbeits­welt bleibt von moder­nen tech­no­lo­gi­schen Lösun­gen unbe­rührt. Dienst­leis­tun­gen sind eben­so wie Fer­ti­gungs­pro­zes­se betrof­fen, Betriebs­struk­tu­ren ver­än­dern sich. Dis­kus­sio­nen rund um Indus­trie 4.0 sind aktu­el­ler denn je.

Der papier­lo­se Arbeits­platz ist Teil der neu­en Unter­neh­mens­zen­tra­le: In der Wal­ter-Gro­pi­us-Stra­ße 5, direkt an der Auto­bahn in der Park­stadt Schwa­bing gele­gen, bie­tet Micro­soft eine Arbeits­um­ge­bung mit moderns­ter Aus­stat­tung. Neben den Arbeits­flä­chen ste­hen den Mit­ar­bei­tern unter ande­rem elf Dach­ter­ras­sen, zahl­rei­che Kon­fe­renz­räu­me und Mee­ting­flä­chen, Loun­ges und ein eige­nes Fit­ness­stu­dio zur Ver­fü­gung. Die Kon­fe­renz­räu­me sind auf höchs­tem tech­ni­schem Niveau, aus­ge­stat­tet etwa mit Win­dows 10, Office 365, dem Micro­soft Sur­face Hub und Sky­pe-for-Busi­ness-Lösun­gen. Spe­zi­ell ent­wi­ckelt für ein neu­es Zeit­al­ter von ver­netz­ter Team­ar­beit, kol­la­bo­ra­ti­ver Pro­zes­se und pro­duk­ti­ven Mee­tings.

Smart Workplace: Faktor Mensch

Moder­ne Tech­no­lo­gien – oder gar die Arbeit Sei­te an Sei­te mit schlau­en Maschi­nen oder vir­tu­el­len Assis­ten­ten – geben uns heu­te die Frei­heit, selbst zu ent­schei­den, wann und wo wir arbei­ten. Wer sei­ne Arbeit fle­xi­bel und selbst­be­stimmt gestal­ten kann, erreicht nicht nur eine bes­se­re Work-Life-Balan­ce, mehr Moti­va­ti­on und eine höhe­re Leis­tungs­fä­hig­keit (sie­he Fraun­ho­fer Stu­die, Office 21, For­schungs­pha­se 2014–16), son­dern befin­det sich einem krea­ti­ven Work-Life-Flow, wie Micro­soft es beschreibt. Fle­xi­ble Arbeits­for­men erhö­hen die Inno­va­ti­ons­kraft und Pro­duk­ti­vi­tät im Unter­neh­men. Eine Stu­die des Kie­ler Insti­tuts für Welt­wirt­schaft (IfW, 2014) belegt, dass Unter­neh­men mit Ver­trau­ens­ar­beits­zeit bis zu 14 Pro­zent mehr neue oder ver­bes­ser­te Pro­duk­te auf den Markt brin­gen, als sol­che mit her­kömm­li­chen Arbeits­zeit­re­ge­lun­gen.

Mit der Betriebs­ver­ein­ba­rung zur Ver­trau­ens­ar­beits­zeit (seit 1998) und dem Ver­trau­ens­ar­beits­ort (2014) hat Micro­soft die Anwe­sen­heits­pflicht sei­ner Mit­ar­bei­ter abge­schafft und für eine Eman­zi­pa­ti­on der Arbeit von Zeit und Raum gesorgt. Rund 90 Pro­zent aller Mit­ar­bei­ter von Micro­soft Deutsch­land nut­zen heu­te die fle­xi­blen Arbeits­be­din­gun­gen und sind nicht täg­lich im Büro – arbei­ten aber mit Kol­le­gen, Part­nern und Kun­den auf der gan­zen Welt zusam­men. Die­ses ver­än­der­te Nut­zungs­ver­hal­ten der Mit­ar­bei­ter stell­te in der Pla­nung der neu­en Deutsch­land-Zen­tra­le neue Anfor­de­run­gen an die Büro­struk­tur und die Gestal­tung. „Mit dem Smart Works­pace gehen wir den nächs­ten Schritt der Ent­wick­lung und stel­len wei­ter­hin unse­re Mit­ar­bei­ter in den Mit­tel­punkt“, so Mar­kus Köh­ler.

Treiber von Innovation

Zwei Jah­re Bau­zeit, sie­ben Eta­gen, 26.000 Qua­drat­me­ter – mit dem Smart Works­pace in Mün­chen-Schwa­bing hat die Micro­soft Deutsch­land GmbH ein neu­es Zuhau­se bezo­gen, eröff­net in Anwe­sen­heit von Bay­erns Wirt­schafts­mi­nis­te­rin Ilse Aigner, Mün­chens Ober­bür­ger­meis­ter Die­ter Rei­ter sowie Kun­den und Part­nern. „Silo­den­ken und Abschot­tung haben bei uns aus­ge­dient. Wir ver­ste­hen unser Büro als offe­ne Platt­form und inter­dis­zi­pli­nä­res Labor für neue Ideen. Mit der neu­en Arbeits­um­ge­bung lösen wir räum­li­che Tren­nun­gen auf und för­dern die Zusam­men­ar­beit auch über Abtei­lungs- und Hier­ar­chie­gren­zen hin­weg“, erklärt Sabi­ne Ben­diek, Vor­sit­zen­de der Geschäfts­füh­rung von Micro­soft Deutsch­land. Das Kon­zept des Work-Life-Flow stellt den Men­schen in den Mit­tel­punkt, eman­zi­piert von Raum und Zeit. „Wir sehen, dass die selbst­be­stimm­te Gestal­tung des All­tags mit flie­ßen­den Über­gän­gen zwi­schen Arbeit und Pri­va­tem anstel­le einer star­ren Ver­tei­lung die Lebens­wirk­lich­keit unse­rer Mit­ar­bei­ter bes­ser abbil­det. Wir ermög­li­chen ihnen damit mehr Fle­xi­bi­li­tät bei der Orga­ni­sa­ti­on des pri­va­ten und fami­liä­ren All­tags.“

Ein Ort der Trends

„Mit sei­nem Umzug nach Mün­chen unter­streicht Micro­soft die Rol­le der baye­ri­schen Haupt­stadt als einem füh­ren­den Inno­va­ti­ons­stand­ort in Euro­pa“, so Bay­erns Wirt­schafts­mi­nis­te­rin Ilse Aigner im Rah­men der offi­zi­el­len Eröff­nungs­fei­er im Okto­ber. „Wir wol­len in Bay­ern die Ver­net­zung der pro­du­zie­ren­den und der digi­ta­len Wirt­schaft vor­an­trei­ben. Micro­soft ist als Trei­ber der digi­ta­len Trans­for­ma­ti­on einer unse­rer wich­tigs­ten Part­ner“.

Auch Die­ter Rei­ter, Ober­bür­ger­meis­ter der Lan­des­haupt­stadt Mün­chen, wür­dig­te den Stand­ort­wech­sel Micro­softs von Unter­schleiß­heim in die Park­stadt Schwa­bing: „Mün­chen ist eine der füh­ren­den IT-Metro­po­len Euro­pas. Ein Ort, an dem Trends ent­ste­hen und gesell­schaft­li­che Ent­wick­lun­gen früh­zei­tig sicht­bar wer­den. Mit der neu­en Unter­neh­mens­zen­tra­le setzt Micro­soft Maß­stä­be für die Gestal­tung von Büro­ge­bäu­den.“ Zustim­mung erfah­ren Aigner und Rei­ter dabei von Sabi­ne Ben­diek, die ergänzt: „Wir zie­hen nicht nur in die Stadt hin­ein, son­dern wir wol­len auch Teil die­ser Stadt wer­den.“