In unse­rer Rei­he mit Tipps und Rege­lun­gen aus aktu­el­len Duden-Wer­ken zei­gen wir Ihnen die­ses Mal eine Aus­wahl aus den elf häu­figs­ten Feh­lern, die Sie in einem Bewer­bungs­an­schrei­ben kei­nes­falls machen soll­ten.

duden - Das große Handbuch Bewerbung

Wei­te­re Tipps und Vor­la­gen für eine erfolg­rei­che Bewer­bung fin­den Sie im Rat­ge­ber „Das gro­ße Hand­buch Bewer­bung. Schritt für Schritt zum beruf­li­chen Erfolg“, Duden­ver­lag 2016, 656 S., 22,99 €.

So wenig rat­sam es ist, das glei­che Anschrei­ben für alle Bewer­bun­gen zu ver­wen­den – eines ist klar: Sie brau­chen das Rad auch nicht jedes Mal neu zu erfin­den. Der Com­pu­ter ermög­licht es ohne Wei­te­res, Text­bau­stei­ne zu erstel­len und bei Bedarf zu ver­wen­den. Bei Stel­len, bei denen ein ähn­li­ches Pro­fil gefor­dert ist, kön­nen Sie auf vor­for­mu­lier­te Sät­ze zurück­grei­fen. Pas­sen Sie sie bei Bedarf ein­fach ein wenig an, damit sie genau zur aus­ge­schrie­be­nen Stel­le pas­sen.

Tipp: Arbeiten Sie mit Markierungen!

Erstel­len Sie für jeden Brief ein neu­es Doku­ment. Kopie­ren Sie die ein­zel­nen Bau­stei­ne aus einem alten Brief hin­ein und ändern Sie jeden ein­zel­nen sofort nach dem Kopie­ren. Vari­an­te: Sie kön­nen auch eine Brief­vor­la­ge ver­wen­den und anpas­sen. Dann soll­ten Sie aber alles, was auf jeden Fall geän­dert wer­den muss, zunächst rot mar­kie­ren. Wenn Sie ein neu­es Anschrei­ben brau­chen, dann spei­chern Sie in einem ers­ten Schritt die Vor­la­ge unter einem ande­ren Datei­na­men ab und ändern Sie Schritt für Schritt alles, was rot mar­kiert ist. Nach jeder Ände­rung wan­deln Sie die rote Mar­kie­rung in schwar­ze Stan­dard­schrift um.

Hüten Sie sich aber davor, einen vor­han­de­nen Brief ein­fach zu ändern und zu über­schrei­ben. Denn es pas­siert schnell, dass der Fir­men­na­me einer frü­he­ren Bewer­bung irgend­wo im Text ste­hen bleibt. Auch wenn sich Per­so­nal­ver­ant­wort­li­che kei­ne Illu­sio­nen machen und wis­sen, dass Sie sich noch auf ande­re Stel­len bewer­ben: Eine sol­che Nach­läs­sig­keit führt in aller Regel zu einer Absa­ge.

[…]

Ich-ich-ich-Syndrom

In Ihrer Bewer­bung ste­hen Ihre Per­son und Ihre Fähig­kei­ten im Mit­tel­punkt. Das ist klar. Ver­mei­den Sie es den­noch, nur von sich selbst zu reden. Denn es wirkt sehr ich­be­zo­gen. Sie ver­mit­teln damit den Ein­druck, dass Sie sich gar nicht für das inter­es­sie­ren, was dem poten­zi­el­len Arbeit­ge­ber wich­tig ist („Mich inter­es­siert gar nicht, was Sie wol­len.“).

Es ist bes­ser, Sie gehen auf jeden ein­zel­nen Wunsch des poten­zi­el­len Arbeit­ge­bers mit einem Satz ein. Denn nicht Ihre Sicht­wei­se ist ent­schei­dend, son­dern die Fra­ge, ob Ihre Fähig­kei­ten und Qua­li­fi­ka­tio­nen den Vor­stel­lun­gen Ihres poten­zi­el­len Arbeit­ge­bers ent­spre­chen. Flech­ten Sie immer wie­der ein, dass Sie sich mit sei­nen Wün­schen beschäf­tigt haben. Das zeigt, dass Sie sich in sei­ne Lage hin­ein­ver­set­zen kön­nen und erfasst haben, was er braucht. Eini­ge Bei­spie­le zeigt die fol­gen­de Tabel­le:

Sicht­wei­se des Bewer­bers
– nicht all­zu oft anwen­den –
Sicht­wei­se des Emp­fän­gers
– häu­fi­ger ein­streu­en –
Ich inter­es­sie­re mich für Ihr Stel­len­an­ge­bot. Ihr Stel­len­an­ge­bot passt zu mei­nen Qua­li­fi­ka­tio­nen.
Ich möch­te gern in die­sem Bereich arbei­ten. Sie schrei­ben, dass die­se Arbeit anspruchs­voll ist. Die­ser Her­aus­for­de­rung stel­le ich mich gern.
Ich bin … Ich kann …

Die­se Auf­ga­be reizt mich.

Sie suchen … – ich bie­te …

Über­zeu­gen Sie sich selbst, dass ich die­ser Auf­ga­be gewach­sen bin: …

[…]

Fehlende Unterschriften

Anschrei­ben mit feh­len­der Unter­schrift kom­men häu­fi­ger vor, als man denkt. Sie zeu­gen aber zumin­dest von Nach­läs­sig­keit. Man­che Per­so­nal­ver­ant­wort­li­che zie­hen aus dem Feh­len der Unter­schrift sogar den Schluss, dass ein Bewer­ber nicht zu dem steht, was er geschrie­ben hat.

Tipp: Vor dem Senden prüfen!

Bevor Sie die Bewer­bung ver­sen­den, prü­fen Sie sie noch ein­mal sorg­fäl­tig. Nicht nur das Anschrei­ben, son­dern auch der Lebens­lauf muss unter­schrie­ben sein, bei pos­ta­li­schen Bewer­bun­gen am bes­ten mit blau­er Tin­te. Eine ein­ge­scann­te Unter­schrift ist nur nur bei elek­tro­ni­schen Bewer­bun­gen zu emp­feh­len.