Elek­tro­au­tos gel­ten als Zukunft der Indi­vi­dual­mo­bi­li­tät – auf der Stra­ße sieht man sie aber kaum. Über Fuhr­park­flot­ten könn­ten sie sich durch­set­zen. Seit drei Jah­ren forscht dazu das Pro­jekt eFlot­te.

Elek­tro­fahr­zeu­ge rech­nen sich für Unter­neh­men, wenn durch IT-Unter­stüt­zung die Aus­las­tung und das Laden der Fahr­zeu­ge cle­ver geplant wer­den. Foto: Fal­ko Köt­ter und Tobi­as Krause/Fraunhofer IAO

Schlüs­sel­lo­ses Öff­nen und Schlie­ßen per Smart­pho­ne. Foto: Fraun­ho­fer IAO

Der Stutt­gar­ter Ober­bür­ger­meis­ter Fritz Kuhn bei der Eröff­nung des Modell­ver­suchs am Stutt­gar­ter Engi­nee­ring Park STEP. Foto: Lothar Fischer/Fraunhofer IAO

Das Pro­jekt eFlot­te ist Teil der High­tech-Stra­te­gie der Bun­des­re­gie­rung und wird in die­sem Rah­men mit 1,3 Mil­lio­nen Euro vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Bil­dung und For­schung (BMBF) geför­dert. Unter der wis­sen­schaft­li­chen Lei­tung des Fraun­ho­fer-Anwen­dungs­zen­trums KEIM arbei­te­te das Pro­jekt­kon­sor­ti­um in den ver­gan­ge­nen drei Jah­ren gemein­sam an intel­li­gen­ten Flot­ten- und Lade­ma­nage­ment­lö­sun­gen, die die Spe­zi­fik der Elek­tro­mo­bi­li­tät für gemisch­te Flot­ten aus Ben­zin/­Die­sel- sowie Elek­tro­fahr­zeu­gen in ver­schie­de­nen Anwen­dungs­fel­dern berück­sich­ti­gen. Betrach­tet wur­den dabei die Anfor­de­run­gen für Per­so­nen­ver­kehr, Güter­ver­kehr und Ser­vice-Dienst­leis­ter wie bei­spiels­wei­se Tech­ni­ker im Außen­dienst. Am Pro­jekt betei­ligt waren neben dem Fraun­ho­fer-Anwen­dungs­zen­trum KEIM die AMETRAS rent­con­cept GmbH, die Daim­ler Fleet­Board GmbH, die Info­man AG sowie die PTV AG.

Öko­lo­gie und Öko­no­mie

Im Rah­men des Pro­jekts hat AMETRAS rent­con­cept eine Soft­ware­lö­sung ent­wi­ckelt, mit der Unter­neh­men und Kom­mu­nen ermit­teln kön­nen, ob eine Inte­gra­ti­on von Elek­tro­fahr­zeu­gen in bestehen­de Flot­ten sinn­voll ist. Sie unter­stützt Flot­ten­ver­ant­wort­li­che dabei, Poten­zia­le für den Ein­satz von Elek­tro­fahr­zeu­gen im eige­nen Fuhr­park zu iden­ti­fi­zie­ren und wirt­schaft­lich umzu­set­zen. Unter­schied­li­che Her­stel­ler und Fahr­zeug­ty­pen sowie die dazu­ge­hö­ri­ge Lad­ein­fra­struk­tur kön­nen berück­sich­tigt sowie die Aus­wahl auf öko­no­mi­sche und öko­lo­gi­sche Fak­to­ren aus­ge­rich­tet wer­den.

Cle­ver laden

Am Fraun­ho­fer-Insti­tuts­zen­trum in Stutt­gart wur­de dar­über hin­aus ein Lad­ein­fra­struk­tur­de­mons­tra­tor mit 27 Lade­säu­len in Betrieb genom­men. Mit einem spe­zi­ell ent­wi­ckel­ten Sys­tem kön­nen Lade­vor­gän­ge gesteu­ert und die gesam­te Lad­ein­fra­struk­tur über­wacht wer­den. Das Sys­tem ist indi­vi­du­ell an unter­schied­li­che Flot­ten­stand­or­te anpass­bar und ver­fügt über alle not­wen­di­gen Funk­tio­nen, um Lad­ein­fra­struk­tu­ren zukünf­tig als steu­er­ba­re Ver­brau­cher in loka­len Ener­gie­net­zen zu betrei­ben. Über defi­nier­te und im Pro­jekt erprob­te Schnitt­stel­len ist das neue Sys­tem zudem in Flot­ten­ma­nage­ment­sys­te­me inte­grier­bar.