In vielen Unternehmen stehen Themen wie CO2-Reduktion, Ressourcenschonung und verantwortungsvolle Beschaffung weit oben auf der Agenda. Andrea Günther, Geschäftsführerin Pilot Pen Deutschland, erklärt im Interview, wie die Umsetzung dieser Themen in der Praxis funktioniert.

Andrea Günther, Geschäftsführerin Pilot Pen Deutschland. pilotpen.de. Abbildung: Philip Erpenbeck
OFFICE ROXX: Frau Günther, viele Unternehmen wollen umweltbewusster werden, scheitern aber an den Umstellungen. Warum sind gerade Schreibgeräte ein sinnvoller Hebel?
Andrea Günther: Weil sie ohnehin regelmäßig beschafft werden. Schreibgeräte kommen in Besprechungen, bei Schulungen, an festen Arbeitsplätzen oder für handschriftliche Notizen zum Einsatz. Wenn man hier bewusst auswählt, verändert man keine Prozesse, sondern lediglich das Produkt. Genau das macht Schreibgeräte zu einem unkomplizierten Einstieg in ressourcenbewusstes Büromanagement. Recyclingmaterial und Nachfüllbarkeit reduzieren Materialverbrauch und CO2-Emissionen der Produkte ohne Qualitätseinbußen.
Pilot setzt bei Office-Produkten auf Eco-Design. Was bedeutet das?
Eco-Design bedeutet für uns, Umweltaspekte von Anfang an mitzudenken. Nicht als Zusatz, sondern als integralen Bestandteil der Produktentwicklung. Das betrifft Materialauswahl, Produktionsstandort, Transportwege und Lebensdauer. Ein Beispiel ist der FriXion Ball+. Er wird als erster FriXion-Stift in der EU produziert, wodurch Transportwege verkürzt werden. Sein Gehäuse besteht zu mindestens 90 Prozent aus recyceltem Kunststoff (ohne Nachfüllungen und plastikfreie Komponenten) und er ist nachfüllbar. Wer ihn mehrfach nachfüllt, kann im Vergleich zum Neukauf bis zu 60 Prozent CO2 einsparen. Der FriXion Ball+ hat außerdem eine zertifiziert ergonomische Dreikant-Griffzone: So gelingen auch lange Schreibsessions ganz mühelos.

Der G-2 Plus besteht zu mindestens 75 Prozent aus recyceltem Kunststoff (ohne Nachfüllungen und plastikfreie Komponenten). Abbildung: Pilot
Viele Büros setzen seit Jahren auf bewährte Modelle wie den G-2. Wie lässt sich Nachhaltigkeit hier integrieren, ohne Gewohntes zu verändern?
Genau das ist der Ansatz. Wir entwickeln etablierte Produkte konsequent weiter. Der G-2 beispielsweise besteht als G-2 Plus in ausgewählten Office-Farben wie Schwarz, Blau, Rot und Grün zu mindestens 75 Prozent aus recyceltem Kunststoff (ohne Nachfüllungen und plastikfreie Komponenten) und ist mit dem Österreichischen Umweltzeichen zertifiziert, ein staatlich vergebenes, unabhängiges Umweltgütesiegel. Das Schreibgefühl, die Handhabung und die Nachfüllbarkeit bleiben erhalten – gleichzeitig wird der Anteil an Neuplastik im Gehäuse reduziert. Für Unternehmen bedeutet das: keine Umstellung, sondern eine optimierte Variante eines bekannten Produkts.

Pilot wurde mit der Platinum-Medaille bewertet. Abbildung: Pilot
Wie können Office-Manager sicher sein, dass Nachhaltigkeit nicht nur auf Produktebene gedacht wird?
Hier spielt Transparenz eine große Rolle. Nachhaltigkeit muss ganzheitlich betrachtet werden, von Umweltaspekten über soziale Verantwortung bis hin zu Ethik und Beschaffung. Dass unser Ansatz nicht punktuell ist, sondern strategisch verankert, zeigt auch die jüngste Auszeichnung durch die Nachhaltigkeitsplattform EcoVadis. Für Office-Management und Einkauf bietet das eine zusätzliche Orientierung bei der Auswahl verantwortungsvoller Lieferanten. Pilot wurde mit der Platinum-Medaille bewertet und zählt damit zu den „Top 1 Prozent“ der geprüften Unternehmen. Dass wir als Unternehmen so gut abschneiden konnten, liegt auch daran, dass wir bei Pilot schon seit 20 Jahren auf nachfüllbare Produkte mit Recyclinganteil setzen.






























































