Mit dem „Home Office Laufband K1“ von Kuipers kommt Bewegung in den Büroalltag. Das Modell passt unter jeden Schreibtisch und macht aus Arbeiten im Stehen Arbeiten im Gehen. Wir haben es auf seine Office-Tauglichkeit getestet. Gehend geschrieben von Gerrit Krämer.

Im Redaktionstest: Das Home Office Laufband K1 von Kuipers. UVP (brutto): 419 Euro. Abbildung: Kuipers
Nach der Anlieferung mussten wir das Laufband nur auspacken und schon konnte es losgehen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ich bin gut zu Fuß und hatte daher keine Scheu, gleich mit einer ordentlichen Geschwindigkeit einzusteigen. Bei geöffnetem Fenster glich es einem zügigen Spaziergang an der frischen Luft.
Aufwärmübungen vor der Benutzung des K1
Anders als beim Spazierengehen muss am Schreibtisch aber gearbeitet werden. Das funktioniert mit dem Bürolaufband erstaunlich gut. Mit den Maßen 122 x 54 cm (L x B) und einer Höhe von maximal 12 cm passt es problemlos unter Sitz-Steh-Schreibtische mit Standardmaßen für Büro und Homeoffice. Die Positionierung unter dem Schreibtisch ist trotz des amtlichen Gewichts von 21 kg leicht von einer Person zu bewerkstelligen, denn an der schwereren Kopfseite des Laufbands sind praktischerweise Rollen angebracht. Dann das K1 an den Strom anschließen, einschalten und los geht es.
Die ersten Schritte auf dem Laufband
Mit einer Lauffläche von 104 x 41,5 cm (L x B) bietet das Laufband auch größeren Menschen mit langen Schritten ausreichend Platz. Die Laufbandgeschwindigkeit lässt sich bequem und präzise per Fernbedienung in Stufen von jeweils 0,1 km/h regulieren. Die minimale Geschwindigkeit liegt bei 0,5 km/h, die maximale bei 6,0 km/h. Nachdem das Laufband per Druck auf die Start-Stopp-Taste gestartet wurde, zählt das Display drei Sekunden runter – optional auch mit einem gut hörbaren Signal, das an einen Formel-1-Start erinnert –, bevor sich das Band langsam zu bewegen beginnt. So kann sich jeder recht gut auf den Laufstart einstellen und das Risiko von Stürzen wird minimiert. Zum Abschalten reicht ein erneuter Druck auf die Start-Stopp-Taste. Das K1 wird dann schrittweise langsamer, sodass bis zum Stillstand ein paar Sekunden vergehen. Auch das ist durchdacht und minimiert Unfallgefahren.

Mit dem K1 kommt Bewegung in den Office-Alltag: Das Testen war zugleich ein angenehmes Fitnesstraining. Abbildung: OFFICE ROXX
Einmal losgegangen, hatten die Redakteure zügig ihre persönlich angenehmste Geschwindigkeit zum Arbeiten gefunden, mal schneller, mal gemächlicher. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass es spätestens ab einem Tempo von 3,5 km/h schwer und anstrengend ist, noch komfortabel auf der Tastatur zu schreiben, auf dem Bildschirm zu lesen und konzentriert mit der Maus zu navigieren. Es funktioniert zwar, aber Tippfehler und dergleichen häufen sich. Zwischen 1 und 3 km/h hingegen funktionierte das Gehen und gleichzeitige Arbeiten problemlos und smooth. Telefonieren war auch bei mehr als 3 km/h ohne Einschränkungen möglich – ein Headset ist am besten geeignet.
Gut gegangen – Das K1 hält die Redaktion in Bewegung
Während des Tests ging es sportlich in der Redaktion zu. Passend dazu empfiehlt der Hersteller, bei der Nutzung leichte Sportkleidung zu tragen. Wir stimmen zu. Für den kurzen Zehn-Minuten-Walk zwischendurch sind normale Kleidung und Schuhe sicherlich in Ordnung, aber nach 20 Minuten bei mittlerer Geschwindigkeit wird einem definitiv warm und der Organismus kommt in Schwung. Nicht umsonst sind Laufbänder ein probates Mittel, um die Fitness zu halten oder zu steigern. In dieser Hinsicht informativ fanden wir, dass das Laufband neben dem Tempo auch alternierend den Kalorienverbrauch, die gelaufene Zeit und die Geschwindigkeit anzeigt. So lässt sich gezielt trainieren – während der Arbeit und natürlich auch davor und danach.

Auf dem Display lassen sich die Gehzeit, Geschwindigkeit, Entfernung und der Kalorienverbrauch ablesen. Abbildung: Kuipers
Der Hersteller preist die Laufruhe des K1 an. Hier war die Redaktion geteilter Meinung. Einige Tester stimmten dem zu, für die Lärmempfindlicheren war es jedoch grenzwertig. Sowohl bei der Benutzung als auch im Leerlauf lag die gemessene Lautstärke im Schnitt bei knapp unter 60 dB. Das liegt leicht über den empfohlenen 55 dB der Technischen Regel für Arbeitsstätten ASR A3.7 für konzentriertes Arbeiten, aber deutlich unter den maximal erlaubten 70 dB bei einfachen Bürotätigkeiten. Arbeitsschutztechnisch ist es also je nach Bereich völlig in Ordnung – mich hat es nicht gestört. Wenn die Kollegen allerdings direkt daneben konzentriert arbeiten, ist eine Nutzung eher nicht empfehlenswert. Bei der Arbeit allein im Homeoffice ist das K1 aber uneingeschränkt nutzbar, da keine anderen Personen gestört werden.

Mit der Fernbedienung steuert der Nutzer alle Funktionen des Laufbands. Unter anderem kann der Signalton stummgeschaltet werden. Abbildung: OFFICE ROXX
Endspurt: Auf dem Laufband in den Feierabend
Das Laufband ist eine einfache Möglichkeit, bewegt zu arbeiten. Eine tolle Ergänzung für fitnessbewusste Office-Worker, die Arbeit und leichtes Training verbinden möchten. Die Bedienung ist komfortabel, auf das Nötige reduziert und lässt keine Fragen offen. Verschiedene Trainingssequenzen und Modi lassen sich ansteuern, bei denen nach Zeit, Distanz oder Geschwindigkeit trainiert werden kann. Wer kurz vor Ende noch eine kleine Steigerung braucht, schaltet das Tempo auf 6 km/h und geht ein paar Minuten in einem intensiveren Tempo, bevor er ins Feierabend-Ziel einläuft.
Finish – Fazit
Dieser Test hat Spaß gemacht und war dazu noch gesund. Das Laufband K1 von Kuipers ist eine Bereicherung für alle bewegungsaffinen Wissensarbeiter – und die, die auf dem Weg dorthin sind. Hochwertig verarbeitet, komfortabel bedienbar und easy zu benutzen. Die Tempoeinstellung bietet für jeden Fitnessstand die passende Geschwindigkeit. Eine fast uneingeschränkte Empfehlung: Für Lärmempfindliche vielleicht nicht ganz ideal geeignet, bekommt die Lösung dennoch einen verdienten OfficeHIT.





























































