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Warum in vielen Büros Excel noch über geschäftskritische Prozesse entscheidet

Trotz Digi­ta­li­sie­rung, Cloud­soft­ware und auto­ma­ti­sier­ter Work­flows steu­ern vie­le klei­ne und mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men ihre zen­tra­len Geschäfts­pro­zes­se über Tabel­len­kal­ku­la­tio­nen. Dies betrifft ins­be­son­de­re Berei­che wie Rech­nungs­stel­lung, Bud­get­pla­nung, Zeit­er­fas­sung oder Pro­jekt­ver­wal­tung, weiß Autor Dani­el Hart­mann.

Wenn mehrere Mitarbeitende mit denselben Datensätzen arbeiten, kann die Fehlerquote steigen. E-Rechnungen verbessern den Workflow und minimieren Fehler. Abbildung: Ivanko1980, Depositphotos

Wenn meh­re­re Mit­ar­bei­ten­de mit den­sel­ben Daten­sät­zen arbei­ten, kann die Feh­ler­quo­te stei­gen. E-Rech­nun­gen ver­bes­sern den Work­flow und mini­mie­ren Feh­ler. Abbil­dung: Ivanko1980, Depositphotos

Eine aktu­el­le Ent­wick­lung zeigt jedoch die Gren­zen sol­cher Struk­tu­ren auf. Mit stei­gen­den regu­la­to­ri­schen Anfor­de­run­gen, wach­sen­der Daten­men­ge und neu­en digi­ta­len Stan­dards gera­ten manu­el­le Pro­zes­se häu­fi­ger unter Druck. Vor allem im Zusam­men­hang mit E-Rech­nung, Doku­men­ta­ti­on und revi­si­ons­si­che­rer Archi­vie­rung erken­nen vie­le Unter­neh­men, dass klas­si­sche Excel-Struk­tu­ren lang­fris­tig Risi­ken ver­ur­sa­chen können.

Warum bleibt Excel in Unternehmen so präsent?

Die Ant­wort liegt vor allem in der hohen Fle­xi­bi­li­tät der Soft­ware. Vie­le Mit­ar­bei­ten­de ken­nen die grund­le­gen­den Funk­tio­nen. Tabel­len las­sen sich schnell erstel­len, indi­vi­dua­li­sie­ren und ohne gro­ßen Auf­wand ein­set­zen. In klei­ne­ren Unter­neh­men ent­steht dadurch häu­fig eine soge­nann­te Schat­ten-IT. Pro­zes­se ent­wi­ckeln sich außer­halb zen­tra­ler Sys­te­me, weil Fach­ab­tei­lun­gen kurz­fris­ti­ge Lösun­gen benö­ti­gen oder bestehen­de Soft­ware nicht sämt­li­che Anfor­de­run­gen abdeckt. Beson­ders pro­ble­ma­tisch zeigt sich dies bei geschäfts­kri­ti­schen Pro­zes­sen. Sobald meh­re­re Mit­ar­bei­ten­de gleich­zei­tig mit unter­schied­li­chen Tabel­len­stän­den arbei­ten, steigt die Feh­ler­an­fäl­lig­keit. Hin­zu kom­men Schwie­rig­kei­ten bei Zugriffs­rech­ten, Daten­si­cher­heit und Nachvollziehbarkeit.

Welche Risiken entstehen durch manuelle Tabellenprozesse?

In vie­len Büros bil­den Excel-Datei­en die Grund­la­ge für Rech­nungs­frei­ga­ben, Bud­get­über­sich­ten oder Lie­fe­ran­ten­ver­wal­tung. Sol­che Pro­zes­se funk­tio­nie­ren über Jah­re hin­weg sta­bil, bis stei­gen­de Kom­ple­xi­tät orga­ni­sa­to­ri­sche Schwä­chen sicht­bar macht. Typi­sche Pro­ble­me ent­ste­hen unter ande­rem durch:

  • unter­schied­li­che Dateiversionen,
  • feh­len­de zen­tra­le Datenhaltung,
  • manu­el­le Übertragungsfehler,
  • unvoll­stän­di­ge Dokumentation,
  • feh­len­de Prozessautomatisierung,
  • ein­ge­schränk­te Skalierbarkeit.

Gera­de bei digi­ta­len Rech­nungs­pro­zes­sen ent­wi­ckelt sich dies zuneh­mend zu einem wirt­schaft­li­chen Risi­ko. Unter­neh­men müs­sen effi­zi­ent arbei­ten und gleich­zei­tig gesetz­li­che Anfor­de­run­gen an Auf­be­wah­rung, Nach­voll­zieh­bar­keit und Daten­for­ma­te erfüllen.

Durch den Einsatz von E-Rechnungen sinkt der manuelle Aufwand in Buchhaltung und Verwaltung erheblich. Abbildung: HayDmitriy, Depositphotos

Durch den Ein­satz von E-Rech­nun­gen sinkt der manu­el­le Auf­wand in Buch­hal­tung und Ver­wal­tung erheb­lich. Abbil­dung: HayD­mit­riy, Depositphotos

Welche Anforderungen verändern die Rechnungsverarbeitung?

Die Ein­füh­rung struk­tu­rier­ter E-Rech­nun­gen ver­än­dert der­zeit zahl­rei­che kauf­män­ni­sche Pro­zes­se. Im Unter­schied zu klas­si­schen PDF-Datei­en ent­hal­ten E-Rech­nun­gen maschi­nen­les­ba­re Daten, die sich auto­ma­ti­siert wei­ter­ver­ar­bei­ten las­sen. Dadurch sinkt der manu­el­le Auf­wand in Buch­hal­tung und Ver­wal­tung erheb­lich. Gleich­zei­tig stei­gen jedoch die Anfor­de­run­gen an tech­ni­sche Infra­struk­tur und Pro­zess­qua­li­tät. Unter­neh­men benö­ti­gen Sys­te­me, die Daten stan­dar­di­siert ver­ar­bei­ten, revi­si­ons­si­cher archi­vie­ren und digi­ta­le Frei­ga­ben ermöglichen.

Beson­ders rele­vant ent­wi­ckeln sich dabei fol­gen­de Faktoren:

Anfor­de­rung Bedeu­tung für Unternehmen
struk­tu­rier­te Datenformate auto­ma­ti­sier­te Weiterverarbeitung
revi­si­ons­si­che­re Archivierung recht­li­che Nachvollziehbarkeit
digi­ta­le Freigabeprozesse schnel­le­re Bearbeitungszeiten
zen­tra­le Datenverwaltung gerin­ge­re Fehleranfälligkeit
cloud­ba­sier­te Zusammenarbeit stand­ort­un­ab­hän­gi­ger Zugriff
Schnitt­stel­len zu ERP-Systemen durch­gän­gi­ge Prozesse

Welche Funktionen sollte Software für E-Rechnungen bieten?

Vie­le Unter­neh­men erset­zen iso­lier­te Tabel­len­pro­zes­se inzwi­schen durch spe­zia­li­sier­te Soft­ware­lö­sun­gen für digi­ta­le Rech­nungs­ver­ar­bei­tung und E-Rech­nung. Das Ziel ist nicht allein die Digi­ta­li­sie­rung ein­zel­ner Doku­men­te, son­dern die struk­tu­rier­te Auto­ma­ti­sie­rung kom­plet­ter Abläu­fe. Moder­ne Sys­te­me unter­stüt­zen unter ande­rem bei der Erstel­lung stan­dar­di­sier­ter E-Rech­nun­gen, der auto­ma­ti­sier­ten Daten­über­tra­gung sowie der Archi­vie­rung rele­van­ter Doku­men­te. Wich­ti­ge Funk­tio­nen moder­ner Lösun­gen umfassen:

Funk­ti­ons­be­reich Nut­zen im Arbeitsalltag
auto­ma­ti­sier­te Rechnungserstellung gerin­ge­rer manu­el­ler Aufwand
digi­ta­le Freigabeworkflows schnel­le­re Abstimmungen
zen­tra­le Dokumentenverwaltung bes­se­re Transparenz
cloud­ba­sier­ter Zugriff fle­xi­bles Arbeiten
GoBD-kon­for­me Archivierung höhe­re Rechtssicherheit
Schnitt­stel­len zu Buchhaltungssystemen weni­ger dop­pel­te Dateneingaben

Beson­ders in hybri­den Arbeits­mo­del­len zeigt sich, dass zen­tral ver­füg­ba­re Pro­zes­se an Bedeu­tung gewin­nen. Unter­neh­men benö­ti­gen Lösun­gen, die sowohl im Büro als auch im Home­of­fice zuver­läs­sig funktionieren.

Warum Führungskräfte Prozesse neu bewerten sollten

Vie­le Unter­neh­men unter­schät­zen die stra­te­gi­sche Bedeu­tung admi­nis­tra­ti­ver Pro­zes­se. Wäh­rend Ver­trieb, Mar­ke­ting oder Pro­dukt­ent­wick­lung im Mit­tel­punkt ste­hen, blei­ben inef­fi­zi­en­te Ver­wal­tungs­struk­tu­ren über Jah­re bestehen. Dabei ver­ur­sa­chen manu­el­le Abläu­fe häu­fig ver­steck­te Kos­ten. Zeit­ver­lus­te, feh­ler­haf­te Daten­ein­ga­ben und auf­wen­di­ge Abstim­mungs­pro­zes­se beein­träch­ti­gen Pro­duk­ti­vi­tät und Ska­lier­bar­keit erheb­lich. Gleich­zei­tig stei­gen regu­la­to­ri­sche Anfor­de­run­gen an Doku­men­ta­ti­on und digi­ta­le Nach­voll­zieh­bar­keit an.

Für Füh­rungs­kräf­te ent­steht die Auf­ga­be, bestehen­de Pro­zes­se kri­tisch zu prü­fen und tech­ni­sche Struk­tu­ren anzu­pas­sen. Beson­ders im Bereich der E-Rech­nung zeigt sich, dass Digi­ta­li­sie­rung nicht mehr allein ein IT-The­ma ist, son­dern zur orga­ni­sa­to­ri­schen Kern­auf­ga­be moder­ner Unter­neh­men wird.

 

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